Die Bundesrepublik Deutschland zählt in den letzten Jahren einen Rückgang von Bewerbern für eine Ausbildungsstelle. Jugendliche sind unmotivierter, eine Ausbildungsstelle anzutreten. Doch woher kommt diese Entwicklung? In dem vorliegenden Forschungsbericht werden Gründe und Methoden aufgezeigt, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.
Angefangen mit der Relevanz der Fragestellung, folgt ein Überblick über die Fragestellung des Forschungsberichts und in welchem Zusammenhang sie mit der Datenerhebung des statistischen Bundesamtes liegt. Anschließend werden die wichtigsten Aspekte der Fragestellung genauer untersucht. Dies liegt in Form einer Literaturdiskussion vor, also was wurde bisher von welchem Autor erforscht?
Anschließend wird der Aufgabenbereich eines Schulsozialarbeiters und der Begriff der Motivation, mit einem besonderen Fokus wie Jugendliche motiviert werden können, behandelt. Im weiteren Verlauf wird dann die Forschungsmethode vorgestellt, die diesem Forschungsbericht zu Grunde liegt. Es wird einen Einblick auf die qualitative Forschung gewährt und mit was für einer Erhebungsmethode gearbeitet wurde. Hier wird ein besonderer Fokus auf das leitfadengestützte Experteninterview gelegt und die strukturierende Inhaltsanalyse nach Mayring.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Relevanz der Fragestellung
3. Literaturdiskussion
3.1 Aufgabenbereich eines/r SchulsozialarbeiterIn
3.2 Motivation
3.2.1 Extrinsische Motivation
3.2.2 Intrinsische Motivation
3.3 Jugendliche motivieren
3.4 Übergang von der Schule in die Ausbildung
4. Forschungsmethode- und Vorgehen
4.1 Das leitfadengestützte Experteninterview
4.2 Die qualitative Inhaltsanalyse
4.3 Die Vorgehensweise beim Forschungsbericht
4.4 Auswertungsmethode
5. Interpretation des erhobenen Materials - Kategorisierungstabelle
5.1 Freiwilligkeit und das Arbeitsfeld eines/r SchulsozialarbeiterIn
5.2 Gesellschaftlicher Stellenwert einer Ausbildung
5.3 Herausforderungen an Hauptschulen
5.4 Maßnahmen zur Unterstützung von SchülerInnen beim Übergang von Schule zu Beruf
5.5 Jugendliche motivieren
6. Methodenkritik
6.1 Probleme und Herausforderungen
6.2 Kritische Reflexion der Erhebungsmethode
7. Fazit
8. Literaturverzeichnis
9. Leitfragen für die Experteninterviews
Eingangsfragen
Forschungsfragen
10. Experteninterview Transkription - Fall A
11. Experteninterview Transkription - Fall B
12. Experteninterview Transkription - Fall C
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, wie Schulsozialarbeiter durch gezielte Beratung und Unterstützung dazu beitragen können, die Motivation von Jugendlichen für den Antritt einer Berufsausbildung zu steigern und sie erfolgreich durch den Übergang von der Schule in das Berufsleben zu begleiten.
- Rolle der Schulsozialarbeit bei der Berufsorientierung
- Differenzierung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation
- Herausforderungen beim Übergang von der Hauptschule in die Ausbildung
- Einfluss externer Faktoren (Eltern, Gesellschaft, Sprachbarrieren)
- Praktische Methoden zur Unterstützung von SchülerInnen
Auszug aus dem Buch
3.1 Aufgabenbereich eines/r SchulsozialarbeiterIn
Zunächst sollte die Frage geklärt werden, ob das Thema Weiterbildung, speziell die Ausbildung, in den Aufgabenbereich des Schulsozialarbeiters fällt.
Grundsätzlich orientiert sich die Schulsozialarbeit nach „festgelegten Handlungsmaximen für die Kinder und Jugendhilfe" (Stüwe et al., 2017, S. 37) welche in §1 SGB VIII verortet sind. Zum einem sollen junge Menschen „in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung" (Stüwe et al., 2017, S. 37) gefördert werden sowie Benachteiligungen abgebaut und vermieden werden. Des Weiteren ist die Bildung sowie die Erziehung ein Teil der Schulsozialarbeit. „Bildung beschreibt dabei das Recht des Einzelnen, sich eigenständig mit seiner Umwelt zu beschäftigen und sich deren Inhalte zu Eigen zu machen" (Spies & Pötter, 2011, S. 38). Der Erziehungsauftrag wiederum konzentriert sich da eher auf die beratende Funktion für Eltern bzw. für die Erziehungsberechtigen (vgl. Stüwe et al., 2017). Doch nicht nur die Eltern werden von SchulsozialarbeiterInnen beraten, auch die SchülerInnen können die Beratung für sich in Anspruch nehmen, basierend auf dem Grundsatz der Freiwilligkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Stellt das Problem des Rückgangs bei Ausbildungsbewerbern dar und skizziert das Forschungsziel sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Relevanz der Fragestellung: Analysiert den gesellschaftlichen Trend sinkender Ausbildungszahlen und begründet die Notwendigkeit sozialpädagogischer Unterstützung am Übergang Schule-Beruf.
3. Literaturdiskussion: Erörtert theoretische Grundlagen zu Schulsozialarbeit, Motivationspsychologie und den spezifischen Herausforderungen am Übergang von der Schule in die Ausbildung.
4. Forschungsmethode- und Vorgehen: Beschreibt die Entscheidung für eine qualitative Forschungsansatz mittels leitfadengestützter Experteninterviews und deren Auswertung durch Inhaltsanalyse.
5. Interpretation des erhobenen Materials - Kategorisierungstabelle: Vergleicht die Ergebnisse der Experteninterviews mit der Literatur und ordnet sie in zentrale Themenbereiche wie Freiwilligkeit und Herausforderungen ein.
6. Methodenkritik: Reflektiert kritisch über den Forschungsprozess, aufgetretene Hindernisse bei der Datenerhebung und die Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse.
7. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Möglichkeiten für Folgeforschung und zeigt den Nutzen der Erkenntnisse für die schulische Praxis auf.
Schlüsselwörter
Schulsozialarbeit, Berufsausbildung, Motivation, Übergangssystem, Übergang Schule-Beruf, Experteninterviews, Qualitative Inhaltsanalyse, Beratung, Jugendliche, Berufsfindung, Freiwilligkeit, Coaching, Schulerfolg, Sprachkompetenz, Bildungsbiografie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Schulsozialarbeit bei der Unterstützung von Jugendlichen am Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung angesichts sinkender Bewerberzahlen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Bereiche Schulsozialarbeit, Motivationsförderung, der Übergang von Schule in Beruf sowie die Herausforderungen von Schülern an Hauptschulen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Wege und Methoden aufzuzeigen, wie Schulsozialarbeiter die Motivation von Jugendlichen für eine Ausbildung stärken können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine qualitative Forschungsmethode angewandt, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit drei Schulsozialarbeitern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil interpretiert die erhobenen Interviewdaten und vergleicht diese mit den theoretischen Erkenntnissen aus der Literatur, insbesondere im Hinblick auf Motivations- und Unterstützungsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schulsozialarbeit, Ausbildung, Motivation, Übergangssystem und Berufsfindung sind zentrale Begriffe.
Welche Rolle spielt die Freiwilligkeit bei der Beratung?
Die Experten betonen, dass Beratung im Schulkontext auf Freiwilligkeit basieren muss, da Zwang die intrinsische Motivation und den Aufbau einer Vertrauensbeziehung behindert.
Wie gehen Schulsozialarbeiter mit Sprachbarrieren um?
Die befragten Experten nutzen Kooperationspartner, Dolmetscher oder die Unterstützung durch sprachstärkere Mitschüler, um Hürden bei der Bewerbungserstellung zu überwinden.
Warum spielt das "Gesichterlesen" eine Rolle in den Projekten?
Es wird als Methode eingesetzt, um Jugendlichen in Bewerbungstrainings Sicherheit in Mimik und Auftreten zu vermitteln und Ängste vor Vorstellungsgesprächen abzubauen.
- Citar trabajo
- Daniel Werner (Autor), 2020, Strategien für Schulsozialarbeiter zur Motivation von Jugendlichen. Jugendliche und Ausbildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/943491