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Deutschland als Inshoring Ziel

Deutschland als Ziel von Produktionsrückverlagerungen

Title: Deutschland als Inshoring Ziel

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Ehret (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Das Thema Produktionsverlagerung wird in Deutschland viel diskutiert, da mit einer Verlagerungsentscheidung meist der Wegfall von Arbeitsplätzen verbunden ist. Diese Verlagerungen werden in der medialen Darstellung und der Bewertung in der Öffentlichkeit in einem negativen Bild gesehen. Als viel beachtetes und kontrovers diskutiertes Beispiel lässt sich die Verlagerungsentscheidung des finnischen Mobilfunkgeräteherstellers Nokia anführen, die zur Schließung des Werksstandortes in Bochum und damit zum Wegfall von 2.300 Arbeitsplätzen führen wird. Doch im direkten Gegenzug kündigen andere Hightech-Unternehmen wie Rolls-Royce oder GlaxoSmithKline an, große Investitionsvolumina am Standort Deutschland zu tätigen. Die folgende Arbeit beleuchtet das Phänomen der Rückverlagerung in der sozialen Marktwirtschaft, d.h. inwieweit der Staat als treibende Kraft in der sozialen Marktwirtschaft den bestehenden Rahmen für Rückverlagerungen beeinflussen und verbessern kann. Zunächst wird das Phänomen der Rückverlagerung definiert und in seiner Form und Phasen beschrieben. Dann werden basierend auf theoretischen Erklärungsansätzen Ausmaß und Argumente für Ver- und Rückverlagerungen offen gelegt. Diese Argumente werden anhand des Beispiels eines deutschen Rückverlagerers in der Praxis beschrieben. Abschließend werden einige Probleme des Standortes Deutschland im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft aufgezeigt und Handlungsempfehlungen herausgearbeitet, die den Standort Deutschland und die Bedingungen für Rückverlagerungen verbessern könnten. Zu bemerken ist, dass auf die Thematik der Rückverlagerungsthese im Rahmen dieser Arbeit nicht eingegangen wird, da sie kontrovers diskutiert wird und bisher nicht empirisch belegt werden konnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DAS PHÄNOMEN DER RÜCKVERLAGERUNG

2.1 DEFINITION VON RÜCKVERLAGERUNG UND ABGRENZUNG DES BEGRIFFS

2.2 FORMEN DER RÜCKVERLAGERUNG

2.3 PHASEN DER RÜCKVERLAGERUNG

3 THEORETISCHE ERKLÄRUNGSANSÄTZE FÜR RÜCKVERLAGERUNG

3.1 THEORIE DER INTERNATIONALEN ARBEITSTEILUNG

3.2 STANDORTFAKTORENSYSTEMATIK

4 DEUTSCHLAND ALS INSHORING-ZIEL

4.1 VERLAGERUNG NACH UND RÜCKVERLAGERUNG AUS DEUTSCHLAND

4.1.1 Fakten zur Verlagerung von Wertschöpfung aus Deutschland

4.1.2 Fakten zur Rückverlagerung von Wertschöpfung nach Deutschland

4.2 ARGUMENTE FÜR VER- UND RÜCKVERLAGERUNGSENTSCHEIDUNGEN

4.2.1 Argumente für die Verlagerung von Produktion

4.2.2 Argumente für die Rückverlagerung

4.2.2.1 Rückerverlagerung als Korrektur einer falschen Standortwahl

4.2.2.2 Rückerverlagerung als bewusste Entscheidung für den Standort Deutschland

4.3 PRAXISBEISPIEL LEMKEN GMBH & CO. KG

5 RÜCKVERLAGERUNG UND DIE SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT

5.1 DEFINITION SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT

5.2 PROBLEME AM STANDORT DEUTSCHLAND

5.3 STÄRKUNG DES STANDORTES DEUTSCHLAND UND FÖRDERUNG DER RÜCKVERLAGERUNG

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Phänomen der Rückverlagerung von Produktionsprozessen nach Deutschland im Kontext der sozialen Marktwirtschaft. Dabei wird untersucht, inwiefern staatliche Rahmenbedingungen die Attraktivität des Standortes beeinflussen können und ob Rückverlagerungen als Korrektur fehlerhafter Standortentscheidungen oder als bewusste Neuausrichtung zu verstehen sind.

  • Grundlagen und Definitionen zur Rückverlagerung
  • Theoretische Erklärungsansätze für Produktionsverlagerungen
  • Empirische Fakten zur Verlagerung und Rückverlagerung in Deutschland
  • Diskussion von Standorteigenschaften (Performance-Faktoren, Netzwerkbedarf)
  • Fallbeispiel: Strategische Entwicklung der LEMKEN GmbH & Co. KG
  • Handlungsempfehlungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition von Rückverlagerung und Abgrenzung des Begriffs

Der Begriff Rückverlagerung bezeichnet eine bestimmte Art von Standortentscheidung eines Unternehmens. Es handelt sich hierbei um eine Standortentscheidung, die sich aus zwei aufeinander folgenden einfachen Standortentscheidungen zusammensetzt. Hierbei trifft ein Unternehmen eine Verlagerungsentscheidung weg vom ursprünglichen Standort an einen ausländischen Standort, revidiert diesen Entschluss wieder und verlagert den zuvor verlagerten Bereich ganz oder teilweise an den ursprünglichen oder einen anderen inländischen Standort zurück. Der Verlagerungs- und anschließende Rückverlagerungsbeschluss erfolgt im Zeitablauf und kann somit in verschiedene Prozess-Phasen eingeteilt werden. Daher ist es geboten das Phänomen der Rückverlagerung im Zusammenhang mit einer im Vorfeld getroffenen Verlagerungsentscheidung zu betrachten.

Dabei ist der zu Rückverlagerung synonyme Begriff „Inshoring“ nicht mit aktuell häufig verwendeten Begriffen wie „Insourcing“, „Backsourcing“ oder „Disinvestment“ zu verwechseln. Unter Insourcing wird die Neuaufnahme bisher außerhalb der unternehmensinternen Wertschöpfungskette stehenden Funktionen verstanden. Im Fall von Backsourcing erfolgt nach Fremdvergabe von Teilen der eigenen Wertschöpfung eben deren Reintegration in die unternehmensinterne Wertschöpfungskette. Ebenso ist Inshoring nicht mit „Disinvestment“ gleichzusetzen, da nach Jansen (1986) unter Disinvestment „…eine vollständige oder bedeutsame Reduzierung des wirtschaftlichen Eigentumsanteils einer Unternehmung an einem aktiven Betrieb oder einer aktiven Tochtergesellschaft, die sich im Minderheitsbesitz der Unternehmung befindet und keine Finanzinvestition darstellt, durch den Verkauf an eine nicht verbundene Unternehmung“ zu verstehen ist. Unter Inshoring ist im Kontext von Insourcing, Backsourcing oder Disinvestment folglich nur die unternehmensinterne Verlagerung eigener Wertschöpfung zwischen verschiedenen Produktionsstandorten zu verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die öffentliche Debatte um Produktionsverlagerungen und definiert das Ziel, Rückverlagerungen im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft zu untersuchen.

2 DAS PHÄNOMEN DER RÜCKVERLAGERUNG: Dieses Kapitel liefert die notwendigen Begriffsdefinitionen und beschreibt die verschiedenen Formen sowie den Prozessphasen-Charakter einer Rückverlagerung.

3 THEORETISCHE ERKLÄRUNGSANSÄTZE FÜR RÜCKVERLAGERUNG: Hier werden die Theorie der internationalen Arbeitsteilung sowie die Standortfaktorensystematik als wissenschaftliche Basis zur Erklärung des Phänomens herangezogen.

4 DEUTSCHLAND ALS INSHORING-ZIEL: Dieses Hauptkapitel analysiert empirische Daten, diskutiert Motive für Ver- und Rückverlagerungen und konkretisiert diese anhand des Praxisbeispiels der LEMKEN GmbH & Co. KG.

5 RÜCKVERLAGERUNG UND DIE SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT: Das Kapitel verknüpft das Thema mit der Wirtschaftsordnung, identifiziert Standortprobleme und leitet Handlungsempfehlungen für den Staat ab.

6 FAZIT: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer integrativen Sichtweise zur Steigerung der Attraktivität des Standortes Deutschland.

Schlüsselwörter

Rückverlagerung, Inshoring, Produktionsverlagerung, Standort Deutschland, Standortfaktoren, Soziale Marktwirtschaft, Kostenreduktion, Innovationsfähigkeit, Fachkräftemangel, Wirtschaftsordnung, Internationalisierung, Wertschöpfungskette, Wettbewerbsfähigkeit, Industriestruktur, Unternehmensstrategie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Rückverlagerung von Unternehmen, die zuvor Produktionsprozesse ins Ausland verlagert hatten, und analysiert deren Bezug zum Wirtschaftsstandort Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Standortwahl, die empirische Analyse von Verlagerungsentscheidungen sowie die Rolle der sozialen Marktwirtschaft bei der Standortoptimierung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es herauszuarbeiten, welche Faktoren eine Rückverlagerung auslösen und wie der Staat durch Rahmenbedingungen in der sozialen Marktwirtschaft den Standort Deutschland stärken kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Standorttheorien sowie die Auswertung empirischer Erhebungen des Fraunhofer Instituts und des Statistischen Bundesamtes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Erklärungsmodelle dargelegt als auch Fakten zur Verlagerungsintensität, die Argumente für Standortentscheidungen und ein detailliertes Praxisbeispiel eines mittelständischen Unternehmens analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Kernbegriffe umfassen Rückverlagerung, Inshoring, Standortfaktoren, Soziale Marktwirtschaft, Kostenreduktion und Wettbewerbsfähigkeit.

Welche Rolle spielt das Fallbeispiel der LEMKEN GmbH & Co. KG?

Das Fallbeispiel illustriert den Prozess einer gescheiterten Internationalisierungsstrategie und zeigt auf, wie ein Unternehmen nach den Erfahrungen in einem ausländischen Standort zur Konzentration der Produktion am Stammsitz zurückkehrt.

Warum wird Inshoring von Begriffen wie Insourcing abgegrenzt?

Die Abgrenzung ist wichtig, um Inshoring als rein unternehmensinterne Verlagerung zwischen Produktionsstandorten zu identifizieren, während Begriffe wie Insourcing die Neuaufnahme externer Funktionen beschreiben.

Was sind die laut Autor größten Schwächen des Standortes Deutschland?

Die Arbeit nennt insbesondere den Fachkräftemangel, die hohe Regelungsdichte, eine hohe Abgabenlast für Unternehmen und ein rigides Arbeitsrecht als zentrale Herausforderungen.

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Details

Title
Deutschland als Inshoring Ziel
Subtitle
Deutschland als Ziel von Produktionsrückverlagerungen
College
University of Heidelberg  (Alfred Weber Institut)
Course
Produktionsmanagement
Grade
1,3
Author
Christoph Ehret (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V94386
ISBN (eBook)
9783640103249
ISBN (Book)
9783640122943
Language
German
Tags
Deutschland Inshoring Ziel Produktionsmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Ehret (Author), 2008, Deutschland als Inshoring Ziel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94386
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