Diese Arbeit beschäftigt sich zunächst allgemein mit der Frage, was Angst und Angsterkrankungen eigentlich sind und wie sie sich von Furcht, Phobie und Panik unterscheiden. Anschließend stellt der Autor einige Formen von Angststörungen und verschiedene Entstehungsmodelle vor, wonach er auch auf die Epidemiologie, Komorbidität und den Krankheitsverlauf eingehe.
Zuletzt stellt er einige Ansätze zur Behandlung und Therapie vor, bevor er sich mit meinem Verhältnis zum Thema Angsterkrankungen auseinandersetzt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Was ist Angst?
1.2 Unterscheidung der Angst von Furcht, Phobie und Panik
1.3 Unterscheidung von Angst und Angsterkrankungen
2. Klassifikation und Beschreibung verschiedener Angststörungen
2.1 Phobien
2.1.1 Spezifische Phobien
2.1.2 Soziale Phobie
2.2 Generalisierte Angststörung
2.3 Störung mit Trennungsangst
2.4 Selektiver Mutismus
3. Entstehungsmodelle
3.1 Klassische Konditionierung
3.2 Rachmans Modell des Angsterwerbs
3.3 Kognitive Modelle (Beck und Emery)
3.4 Das Bindungsmodell (Bowlby)
4. Epidemiologie und Komorbidität
4.1 Epidemiologie
4.2 Komorbidität
5. Verlauf von Angststörungen
6. Behandlung und Therapie
6.1 Systematische Desensibilisierung
6.2 Kognitive Verhaltenstherapie
6.3 Pharmakotherapie
7. Eigene Auseinandersetzung mit dem Thema
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis über Angsterkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, um Betroffene besser verstehen und im therapeutischen Kontext angemessen begleiten zu können.
- Definition und Abgrenzung von Angstphänomenen
- Klassifikation und Symptomatik verschiedener Angststörungen
- Wissenschaftliche Modelle zur Entstehung von Angsterkrankungen
- Epidemiologische Daten und komorbide Störungsbilder
- Methodische Ansätze der verhaltenstherapeutischen Behandlung und Pharmakotherapie
Auszug aus dem Buch
1.1 Was ist Angst?
Angst wird beschrieben als „Affektzustand, der durch die Wahrnehmung von Gefahr oder Bedrohung in der Umwelt oder im Individuum ausgelöst wird“, als „affektiver Zustand, der mit dem Gefühl, bedrängt und bedroht zu sein [...] verbunden ist“, aber auch als „elementare, überlebensnotwendige Basisemotion, welche sich in als bedrohlich empfundenen Situationen äußert“. Bei Angst scheint es sich also um eine natürliche, instinktive und sogar wichtige Reaktion des menschlichen Körpers zu handeln. Weiterhin dient sie uns als Schutz, warnt uns vor Gefahren wodurch sie unser Überleben sichert und dient der sozialen Anpassung an die äußere Realität, kann uns beispielsweise „bei der Bewältigung widriger Situationen hilfreich sein“. Cornelia Essau charakterisiert Angst außerdem als eine komplexe Erfahrung, die sich auf verschiedenen Ebenen äußert. Sie hat sowohl körperliche, als auch kognitive und behaviorale Komponenten, das heißt, sie zeigen sich als körperliche Reaktion, als Gedanke und als Verhaltensweise.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Der Autor erläutert die persönliche und fachliche Motivation für die Auseinandersetzung mit Angsterkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2. Klassifikation und Beschreibung verschiedener Angststörungen: Dieses Kapitel stellt verschiedene Störungsbilder wie Phobien, Generalisierte Angststörung, Trennungsangst und selektiven Mutismus gemäß klinischer Klassifikationskriterien dar.
3. Entstehungsmodelle: Hier werden theoretische Ansätze zur Entstehung von Ängsten beleuchtet, darunter Konditionierung, kognitive Modelle und Bindungstheorien.
4. Epidemiologie und Komorbidität: Dieser Abschnitt behandelt die Verbreitung von Angststörungen in der Bevölkerung sowie das häufige gleichzeitige Auftreten mit anderen psychischen Erkrankungen.
5. Verlauf von Angststörungen: Das Kapitel analysiert die Langzeitprognose und Chronizität von Angsterkrankungen bei betroffenen Kindern und Jugendlichen.
6. Behandlung und Therapie: Hier werden therapeutische Interventionsmöglichkeiten, insbesondere die systematische Desensibilisierung, Kognitive Verhaltenstherapie und Pharmakotherapie, vorgestellt.
7. Eigene Auseinandersetzung mit dem Thema: Der Autor reflektiert das erworbene Wissen und betont die gesellschaftliche Relevanz einer verbesserten Akzeptanz und Versorgungssituation.
Schlüsselwörter
Angststörungen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Phobie, Generalisierte Angststörung, Trennungsangst, Selektiver Mutismus, Klassische Konditionierung, Bindungsmodell, Epidemiologie, Komorbidität, Systematische Desensibilisierung, Kognitive Verhaltenstherapie, Pharmakotherapie, SSRIs, Angstbewältigung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Phänomen Angsterkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, von den theoretischen Grundlagen der Entstehung bis hin zu modernen Therapieansätzen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit umfasst die Definition von Angst, verschiedene klinische Störungsbilder, Entstehungsmodelle, epidemiologische Aspekte, den Krankheitsverlauf sowie Behandlungsmöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist ein tiefgreifendes Verständnis des Leidensdrucks bei Kindern und Jugendlichen mit Angststörungen zu entwickeln, um Betroffene besser zu verstehen und professionell unterstützen zu können.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender psychologischer Modelle (z.B. nach Essau, In-Albon, Beck und Emery).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Klassifikation der Störungen, psychologische Entstehungsmodelle, Daten zur Prävalenz und Komorbidität sowie Therapiemethoden wie die systematische Desensibilisierung detailliert erörtert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Angststörungen, Kognitive Verhaltenstherapie, Bindungsmodell, Kindesentwicklung und Komorbidität charakterisiert.
Warum ist das Bindungsmodell nach Bowlby für das Verständnis von Angst entscheidend?
Das Modell erklärt, wie eine unsichere Bindung zu Bezugspersonen ein inneres Arbeitsmodell beim Kind erzeugen kann, das es für die Entwicklung von Angsterkrankungen prädisponiert.
Wie unterscheidet sich die systematische Desensibilisierung von anderen Ansätzen?
Diese Methode ist ein verhaltenstherapeutisches Expositionsverfahren, das durch Habituation und reaktive Hemmung die Verbindung zwischen Angstauslöser und Angstreaktion löst.
Welche Rolle spielt die Komorbidität bei der Diagnose?
Komorbidität ist bei Angsterkrankungen eher die Regel als die Ausnahme, wobei Depressionen als häufigste Begleiterkrankung auftreten.
Warum betont der Autor die Notwendigkeit gesellschaftlicher Akzeptanz?
Da Angsterkrankungen bei Kindern oft nicht durch auffälliges Verhalten erkennbar sind, ist eine höhere gesellschaftliche Sensibilität wichtig, um die Schwelle zur Inanspruchnahme therapeutischer Hilfe zu senken.
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- Anonym (Autor), 2019, Angsterkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Klassifikationen und Entstehungsmodelle, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/944256