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Soziologische Abhandlung über die Mittellosigkeit in der BRD

Title: Soziologische Abhandlung über die Mittellosigkeit in der BRD

Term Paper , 2005 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jessica von Haeseler (Author)

Social Work
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Was ist Armut und wie kann sie bemessen werden? An dieser Frage scheiden sich wissenschaftliche wie politische Geister und auch ich werde sie nicht vollkommen zufrieden stellend beantworten können, möchte jedoch versuchen ihrer silhouettenhaften Gestalt ein wenig Struktur zu verleihen.
„Mit Armut verbindet sich sozialer Abstieg, Hilflosigkeit, Herrschaft anderer über die eigene Person, Prestige- und Machtverlust. Da diese Ängste jedoch nicht offen gezeigt werden können, werden sie verdrängt. Sie sind aber dadurch nicht beseitigt, sie ändern nur ihre Äußerungsformen. Sie dienen zur Abwehr derer, die mit den eigenen Ängsten in Berührung kommen. Armut trifft immer nur ’die Anderen‘. Angst verliert nur dadurch an Bedrohung, wenn sie von sich gewiesen und auf ein angebliches Anderssein projiziert wird. Aus Angst wird Schuldzuweisung, Ablehnung, Hass.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Anmerkung

2. Vorwort

3. Einleitung

4. Einführende Begriffsbestimmung

4.1. Objektive Armut

4.2. Subjektive Armut

4.3. Absolute Armut

4.4.Transistorische Armut

4.5. Relative Einkommensarmut

4.6. Verdeckte Armut

5. Historische Retrospektive

6. Sozialhilfebedürftigkeit in Deutschland

7. Frauen und Armut

8. Armut und Kindheit

9. Armut und Alter

10. Einflüsse der ‘Hartz-Reformen’ auf die Armutssituation in Deutschland

11. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Armut in der Bundesrepublik Deutschland, beleuchtet deren historische Wurzeln und analysiert die Auswirkungen aktueller sozialpolitischer Reformen auf spezifische Risikogruppen.

  • Begriffsbestimmung und Kategorisierung von Armut
  • Historische Entwicklung der gesellschaftlichen Sicht auf Mittellosigkeit
  • Analyse der Sozialhilfebedürftigkeit in Deutschland
  • Geschlechtsspezifische Aspekte der Armut
  • Risikofaktoren für Kinder und Altersarmut
  • Kritische Bewertung der Auswirkungen der Hartz-Reformen

Auszug aus dem Buch

10. Einflüsse der ‘Hartz-Reformen’ auf die Armutssituation in Deutschland

Peter Hartz ist Personalvorstand bei VW und Mitglied der 15-köpfigen Kommission „zur Erarbeitung moderner Dienstleistungen am Arbeitsplatz“, die sich aus Vertretern der Wirtschaft, Politik sowie zwei Gewerkschaftern zusammensetzt. Hartz IV ist die vierte und letzte Stufe zur Umsetzung der Vorschläge dieser Kommission.

Hartz I, in Kraft seit 1. Januar 2003, als erste Stufe der so genannten ‘Reform’ verabschiedete die Errichtung von Personal Service Agenturen (PSA), kurz Zeitarbeitsfirmen und somit den ’Verleih von Arbeitslosen‘.

Hartz II, zur gleichen Zeit in Kraft getreten, ermöglichte die Ausweitung der Minijobs mit einer monatlichen Einkommensgrenze von 400 Euro und die Entstehung der Ich-AGs, mittels derer eine neue Kultur der Selbständigkeit geschaffen werden sollte.

Dem optimalen Image eines modernen Arbeitsamtes widmete sich schließlich Hartz III zum 1. Januar 2004. Aus dem Arbeitsamt wurde kurzerhand eine aufpolierte Agentur für Arbeit, die für erheblichen finanziellen Aufwand Einzug ins Internet hielt. Die Zusammenlegung von Arbeitsagenturen und Sozialämtern zu Jobcentern sowie der Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum neuen Arbeitslosengeld II (ALG II) ist schließlich der Kernpunkt von Hartz IV, in Kraft getreten am 1. Januar 2005. Hartz IV verschärft nicht nur die Zumutbarkeitsregeln für die Annahme von Arbeit, sondern bringt zudem eine deutliche Verschlechterung für viele bisherige Arbeitslosenhilfe-Empfängerinnen. Im Westen liegt der Grundbetrag bei monatlich 345 Euro, im Osten bei 331 Euro.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Anmerkung: Erläuterung der verwendeten Quellenlage sowie terminologischer Konventionen hinsichtlich der Geschlechterformulierung.

2. Vorwort: Illustrative Darstellung globaler Ungleichheit durch die Reduzierung der Menschheit auf ein 100-Personen-Dorf.

3. Einleitung: Hinführung zur Problematik der Armutsdefinition und Darlegung des methodischen Vorgehens sowie der Zielsetzung.

4. Einführende Begriffsbestimmung: Differenzierte Definition verschiedener Armutsbegriffe wie objektive, subjektive, absolute, transitorische, relative und verdeckte Armut.

5. Historische Retrospektive: Rückblick auf die gesellschaftliche Wahrnehmung von Armut vom Mittelalter bis zur Industrialisierung und der Einführung staatlicher Sicherungssysteme.

6. Sozialhilfebedürftigkeit in Deutschland: Analyse der Sozialhilfestatistiken und der Entwicklung der Sozialhilfeschwelle als Armutsgrenze in der BRD.

7. Frauen und Armut: Untersuchung der spezifischen Benachteiligung von Frauen in der Erwerbsbiografie und dem Sozialsystem.

8. Armut und Kindheit: Darstellung von Kindern als eine der am stärksten von Armut bedrohten Bevölkerungsgruppen.

9. Armut und Alter: Erörterung der Kopplung von Altersarmut an die Erwerbsbiografie und der wachsenden Problematik im Kontext der Demografie.

10. Einflüsse der ‘Hartz-Reformen’ auf die Armutssituation in Deutschland: Kritische Analyse der Hartz-Gesetze und deren potenzielle verschärfende Wirkung auf die Armutssituation.

11. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Armut als systemimmanentes Problem der deutschen Gesellschaft und Forderung nach tiefgreifenden Reformen.

Schlüsselwörter

Armut, Sozialhilfe, Hartz IV, Arbeitslosigkeit, Altersarmut, Kinderarmut, Sozialpolitik, Existenzminimum, Einkommensdiskriminierung, Frauenarmut, Prekariat, Wohlfahrtsstaat, Wirtschaftsordnung, Soziale Gerechtigkeit, Mittellosigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem soziologischen Phänomen der Armut in der Bundesrepublik Deutschland, analysiert deren Erscheinungsformen und untersucht die Rolle staatlicher Sicherungssysteme.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die begriffliche Einordnung von Armut, deren historische Entwicklung, die Analyse spezifischer Risikogruppen wie Frauen und Kinder sowie die Bewertung der Hartz-Reformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem diffusen Begriff der Armut Struktur zu verleihen und aufzuzeigen, wie unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen von Armut betroffen sind und wie sich die staatliche Politik hierzu verhält.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes zur Sozialhilfebedürftigkeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die verschiedenen Arten der Armut definiert, die historische Entwicklung nachgezeichnet und anschließend die Gruppen der Frauen, Kinder und Senioren sowie die Auswirkungen der Hartz-Reformen im Detail untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Armut, Sozialhilfe, Hartz-Reformen, soziale Ungleichheit, Armutsrisiko und die geschlechtsspezifische Benachteiligung.

Warum wird Frauenarmut als ein zentrales Problem hervorgehoben?

Frauen sind laut Autorin aufgrund von Unterbrechungen in der Erwerbsbiografie, Teilzeitarbeit und schlechterer Rentenansprüche überproportional stark von Armut betroffen.

Wie bewertet die Autorin die Auswirkungen der Hartz-Reformen?

Die Autorin äußert die Befürchtung, dass die Reformen Verarmungs- und Spaltungsprozesse vorantreiben, die Chancengleichheit aushebeln und die soziale Lage der Betroffenen verschlechtern.

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Details

Title
Soziologische Abhandlung über die Mittellosigkeit in der BRD
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS  (Fachhochschule)
Course
Soziologie
Grade
1,3
Author
Jessica von Haeseler (Author)
Publication Year
2005
Pages
27
Catalog Number
V94452
ISBN (eBook)
9783640121748
ISBN (Book)
9783640122998
Language
German
Tags
Soziologische Abhandlung Mittellosigkeit Soziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica von Haeseler (Author), 2005, Soziologische Abhandlung über die Mittellosigkeit in der BRD, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94452
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