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Philosophieren mit Kindern. Kann die Methode des Philosophierens das Wissenschaftsverständnis erweitern? (Grundschule, Klasse 1)

Title: Philosophieren mit Kindern. Kann die Methode des Philosophierens das Wissenschaftsverständnis erweitern? (Grundschule, Klasse 1)

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lisa Scherbel (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Wie lässt sich die Wissenschaftspropädeutik mit ihren vielen Facetten bereits in der Primarstufe im Sachunterricht integrieren und welche Effekte kann sie erreichen? Diese Frage wird mithilfe verschiedener Ansichten von Autoren versucht, zu beantworten.
Die Wissenschaftspropädeutik fordert hohe Ansprüche an unser bestehendes Bildungssystem fordert. Ihre wesentlichen Ziele bestehen aus den folgenden Kompetenzen: Lernen an der Wissenschaft, Lernen in der Wissenschaft und Lernen über die Wissenschaft. In Bezug auf die Primarstufe gibt es einige Herausforderungen, die kindlichen Vorstellungen zu Naturphänomenen mit den naturwissenschaftlichen Inhalten zu verbinden, um das Interesse und das selbstständige Forschen aufrechterhalten zu können. Als Brücke zwischen dem wissenschaftsorientierten Unterricht und den kindlichen Fragen sprechen viele Gründe für die Methode des Philosophierens. Dadurch entsteht eine neue Ausgangslage im Unterricht: aus vorgegebenen Frage-Antwort Konstrukten entsteht ein Prinzip, durch das die Kinder zum Nachdenken, Forschen und Hinterfragen angeregt werden. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Kann dadurch das Wissenschaftsverständnis tatsächlich gefördert werden?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Wissenschaftspropädeutik in der Primarstufe

2.1 Ziele und Inhalte der Wissenschaftspropädeutik

2.2 Wissenschaftspropädeutik im Sachunterricht

3. Mit Kindern im Dialog: Philosophieren als Unterrichtsprinzip

3.1 Was ist Philosophieren?

3.2. Welche Kompetenzen werden durch das Philosophieren gefördert?

3.2.1 Allgemeine Kompetenzen

3.2.2 Kompetenzen speziell für den Sachunterricht

3.2 Kommunikation – was macht sie beim Philosophieren besonders?

4. Philosophieren im Sachunterricht – ein Unterrichtsbeispiel

4.1 Beschreiben der Unterrichtseinheit „Was ist Natur?“: Aufbau und Struktur

4.2 Erwartungen an die Stunde

4.3 Erfahrungsbericht: Chancen und Herausforderungen beim Philosophieren

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Methode des Philosophierens dazu beitragen kann, das Wissenschaftsverständnis von Grundschulkindern im Sachunterricht zu fördern und eine Alternative zum lehrerzentrierten Wissenserwerb zu schaffen.

  • Grundlagen der Wissenschaftspropädeutik in der Primarstufe
  • Philosophieren als Prozess des Staunens, Fragens und Hinterfragens
  • Förderung allgemeiner und fachspezifischer Kompetenzen durch Dialoge
  • Praktische Umsetzung einer Unterrichtseinheit zum Thema "Natur"
  • Reflexion über kommunikative Herausforderungen und methodische Chancen

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Kompetenzen speziell für den Sachunterricht

„Durch das Philosophieren als Unterrichtsprinzip wird den Kindern ein anderer Zugang zur Welt geboten als im Rahmen des üblichen Sach- und Fachunterrichts, denn durch die Verbindung des Nachdenkens über offene Fragen mit fachlichen Inhalten wird für die Kinder deutlich, dass es überall Fragenwertes und ungelöste Probleme gibt (…) .“(Michalik, 2006, S.70) Die Kinder erkennen dadurch, dass es auf der Welt noch viele Rätsel gibt und vieles unerforscht ist. Dadurch werden ihr Selbstdenken und Weiterforschen angeregt, die eine wichtige Basis schaffen, „ (…) um ein komplexes Welt- und Wirklichkeitsverständnis und eine wissenskritische Haltung anbahnen“ zu können. (Michalik, 2006, S.70) Nevers (2005) ist ebenfalls der Ansicht, dass Denkkompetenzen wie z.B. Vergleichen, Klassifizieren oder Ordnen durch die Integration des Philosophierens in den Biologieunterricht gefördert werden. Das Philosophieren wird außerdem als Brücke gesehen, mit dem Versuch, naturwissenschaftliches und Alltagswissen miteinander zu verbinden. Dadurch gewinnt die Biologie zunehmend an Bedeutung, da den Schülern durch verstärktes Reflektieren ihr Lebensbezug zu diesem Fach bewusst wird. Eine weitere wichtige Kompetenz für das Wissenschaftsverständnis ist, „zu spekulieren und Erklärungen für naturwissenschaftliche Phänomene zu suchen.“ (Nevers, 2005) Anders als beim regulären Fachunterricht, werden die Schüler an eine Frage-Kultur herangeführt, in der ihre Aussagen nicht aus starren Antwort Konstrukten bestehen sollen – sie suchen dagegen diese Antworten durch ständiges Hinterfragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Arbeit thematisiert die Diskrepanz zwischen starrer Wissensvermittlung und echtem Verständnis und schlägt das Philosophieren als Methode vor, um Schüler aktiv am wissenschaftlichen Prozess zu beteiligen.

2. Wissenschaftspropädeutik in der Primarstufe: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Wissenschaftspropädeutik und deren Bedeutung für die Entwicklung eines reflektierten Wissenschaftsverständnisses bei Kindern.

3. Mit Kindern im Dialog: Philosophieren als Unterrichtsprinzip: Es wird definiert, was Philosophieren bedeutet, welche kognitiven und sozialen Kompetenzen es stärkt und welche besondere Rolle die Kommunikation in diesem Kontext einnimmt.

4. Philosophieren im Sachunterricht – ein Unterrichtsbeispiel: Anhand einer konkreten Unterrichtseinheit zum Thema "Natur" wird die praktische Durchführung reflektiert und die Chancen sowie Herausforderungen der Methode analysiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Methode des Philosophierens das Wissenschaftsverständnis bereichert und trotz der Herausforderungen in der Gesprächsführung einen wesentlichen Beitrag zur Förderung selbstständig denkender Schüler leistet.

Schlüsselwörter

Wissenschaftspropädeutik, Philosophieren, Sachunterricht, Wissenschaftsverständnis, Grundschule, Dialog, Fragekultur, Erkenntnisprozess, Selbstdenken, Naturphänomene, Kommunikationsstrukturen, Kompetenzförderung, Reflexion, Lebensweltbezug, Unterrichtsbeispiel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Integration der Methode des Philosophierens in den Sachunterricht der Grundschule, um ein tieferes Verständnis für wissenschaftliche Prozesse zu entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Wissenschaftspropädeutik, der kindlichen Philosophie, der Förderung von Denkkompetenzen und der veränderten Rolle der Lehrkraft als Moderator.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszufinden, ob und wie die Methode des Philosophierens Schüler zu kritischem Denken anregt und somit ihr allgemeines Verständnis von Wissenschaft fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit der praktischen Reflexion eines selbst durchgeführten Unterrichtsbeispiels in einer 1. Jahrgangsstufe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Wissenschaftspropädeutik, die Darstellung der philosophischen Kompetenzförderung und eine detaillierte Fallstudie zu einer Stunde zum Thema "Was ist Natur?".

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Konzepte sind der Erkenntnisprozess, die Frage-Kultur, das Hinterfragen von Wahrheiten und der Lebensweltbezug im naturwissenschaftlichen Unterricht.

Warum wird die Kommunikation im Unterricht als kritisch für das Philosophieren angesehen?

Traditionelle Unterrichtsstrukturen unterdrücken oft kindliche Fragen; beim Philosophieren muss die Lehrkraft ihre Rolle ändern, um echte Diskussionen und eigenständiges Denken zu ermöglichen.

Welche Herausforderungen nennt die Autorin bei der praktischen Anwendung?

Zu den Herausforderungen gehören die Abstraktion der Fragen, die Notwendigkeit vieler Zwischenfragen für die Kinder sowie die Schwierigkeit, als Lehrer eine wertfreie und zurückhaltende Moderationshaltung einzunehmen.

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Details

Title
Philosophieren mit Kindern. Kann die Methode des Philosophierens das Wissenschaftsverständnis erweitern? (Grundschule, Klasse 1)
College
University of Regensburg
Course
Nature of Biosciene
Grade
1,0
Author
Lisa Scherbel (Author)
Publication Year
2018
Pages
23
Catalog Number
V944602
ISBN (eBook)
9783346286215
ISBN (Book)
9783346286222
Language
German
Tags
Philosophie - Natur - Kinder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Scherbel (Author), 2018, Philosophieren mit Kindern. Kann die Methode des Philosophierens das Wissenschaftsverständnis erweitern? (Grundschule, Klasse 1), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/944602
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