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Erziehung in der Antike. Rhetorikschulen der späten Republik und frühen Kaiserzeit

Titre: Erziehung in der Antike. Rhetorikschulen der späten Republik und frühen Kaiserzeit

Dossier / Travail , 2020 , 21 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Arbeit wird die Rhetorik in der späten Republik und frühen Kaiserzeit betrachtet.
Die Rhetorik ist ein zentraler Bereich des griechisch-römischen Kulturerbes. Die rhetorische Technik geht auf die rednerische Praxis in der römischen Republik sowie im kaiserzeitlichen Imperium Romanum zurück. Aufgrund der Punischen Kriege hielt die griechische Bildung in Rom verstärkt Einzug. Die Rhetorik hatte in Rom zunächst einen späten und schweren Start, weil diese den starken Widerständen der konservativen Kräfte ausgesetzt war. Am Anfang der Republik wurden die Kinder zu Hause erzogen, was sich zum Ende hin änderte. Der Elementar-, Grammatik- und Rhetorikunterricht wurde dann von speziell dafür ausgebildeten Lehrern durchgeführt. Es gab ein dreigliedriges Schulsystem. Mit sieben Jahren gingen die Schüler in die Elementarschule, die rund vier Jahre dauerte. Dort lernten diese die Grundlagen, wie Lesen, Rechnen und Schreiben. Es folgte die Grammatikschule, die besonders beliebt war. Den Schülern wurden dort die lateinische und griechische Literatur, sowie Geschichte, Philosophie und Mythologie nähergebracht. In Rom existierten zeitweise bis zu 20 Schulen. Ab dem 15. bzw. 16. Lebensjahr konnte die höchste Schule, eine Rhetorikschule, besucht werden. Diese Ausbildung dauerte wieder vier Jahre und der Schwerpunkt lag vor allem auf der Kunst der Sprache, das heißt, es wurden Reden entwickelt und Prosatexte aufgesagt. Für jeden Römer, der später am öffentlichen Leben teilnehmen wollte, war der Besuch einer Rhetorikschule verpflichtend. In Rom, wurde der Rhetorikunterricht zur dominierenden Kraft in der schulischen Ausbildung, weil viel Wert auf die Verschulung der rhetorischen Fähigkeiten gelegt wurde. Als Thema dieser Hausarbeit wurden die Rhetorikschulen der späten Republik und frühen Kaiserzeit ausgewählt, weil es nicht selbstverständlich war, dass diese Ausbildung zum Schulsystem gehörte, denn es gab neben vielen Förderern auch einige Kritik an diesen Schulen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Begriffsdefinition, Literaturüberblick und historische Leitfrage

3. Rhetorikschulen

3.1 Das rhetorische System der späten Republik und frühen Kaiserzeit

3.2 Alltag in den Rhetorikschulen

4. Kritik an den Rhetorikschulen

5. Förderer der Rhetorikschulen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Rhetorikstudium in der späten römischen Republik und der frühen Kaiserzeit, mit einem besonderen Fokus auf die strukturelle Organisation der Schulen sowie die gesellschaftliche Ambivalenz, die sich zwischen der staatlichen Förderung und der fachinternen sowie philosophischen Kritik manifestierte.

  • Historische Entwicklung des römischen Rhetorikunterrichts
  • Struktur und Alltag in den antiken Rhetorikschulen
  • Politischer und gesellschaftlicher Stellenwert der Rhetorik
  • Kritik an Rhetorik und Rhetorikschulen durch Zeitgenossen und Philosophen
  • Förderung durch staatliche Institutionen und Kaiser

Auszug aus dem Buch

3. Rhetorikschulen

Die ersten Rhetorikschulen gab es in Athen. Vor allem junge aufstrebende, karrierebewusste Römer, wie Cicero, haben weite Bildungsreisen für den Besuch einer Rhetorikschule unternommen. In Rom gab es zunächst keine speziellen Schulen für Rhetorik. Es gab Mentoren, denen sich die Schüler anschlossen. Die Ausbildung war dadurch zunächst sehr praxisbezogen. Die Mentoren waren meist erfahrene Politiker, Anwälte, der eigene Vater oder Familienfreunde. Die erste Rhetorikschule in Rom wurde ca. im Jahre 93 v. Chr. von Lucius Plotius Gallus eröffnet. Dieser war der Erste, der in lateinischer Sprache unterrichtete. Die Schulen, in denen der Unterricht der Rhetoren stattfand, waren Säle, die wie kleine Theater eingerichtet waren. Der berühmte Rhetoriker Cicero bedauerte, dass er nicht selbst ein Schüler von Lucius Plotius Gallus sein konnte, denn dieser unterrichtete die begabtesten Schüler. Andere Gelehrte, darunter der Zensor Licinius Crassus waren der Auffassung, dass der Geist durch griechische Übungen besser geschult werde. Ciceros Jugenderinnerung an die Eröffnung der ersten Rhetorikschule ist in zweierlei Hinsicht von Bedeutung. Zum einen waren viele von der neuen Schule fasziniert und die Massen strömten dorthin. Zum anderen konkurrierte die neue Erziehungsform, das heißt Rhetorikunterricht direkt in Rom und in lateinischer Sprache, mit der alten Form, das heißt mit Bildungsreisen und Rhetorikunterricht in griechischer Sprache.

Griechische Rhetoriklehrer boten ihren Unterricht ebenfalls in Rom an. Dennoch unternahmen junge Römer auch weiterhin Auslandsreisen nach Griechenland, um dort ihre rhetorischen Kenntnisse zu vertiefen. Das Studium an einer Rhetorikschule entwickelte sich in der späten Zeit der Republik zu einer prestigeträchtigen Ausbildung. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die politische Elite von konkreten Vorbildern im Kriegswesen, Recht und Politik lernte, bevor die Rhetorik zu einer lehrbaren Kunst wurde. Trotz dessen, dass die Rhetorikschulen einen späten und schweren Start hatten, erfreuten sich diese im Laufe der Zeit großer Beliebtheit und genossen in der römischen Oberschicht hohes Ansehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Genese des römischen Schulsystems und die Etablierung der Rhetorik als zentralem Bildungsbestandteil.

2. Begriffsdefinition, Literaturüberblick und historische Leitfrage: Hier werden zentrale Fachbegriffe wie „Republik“ und „Prinzipat“ geklärt und die Forschungsfragen der Arbeit sowie der methodische Rahmen abgesteckt.

3. Rhetorikschulen: Das Kapitel beleuchtet die Entstehung der ersten Rhetorikschulen in Rom und die Entwicklung von einer mentorbasierten Ausbildung hin zum organisierten Rhetorikunterricht.

3.1 Das rhetorische System der späten Republik und frühen Kaiserzeit: Es wird die didaktische Struktur des Unterrichts, die Bedeutung der Deklamationen sowie der Wandel der Rhetorik als Statussymbol beschrieben.

3.2 Alltag in den Rhetorikschulen: Dieser Abschnitt thematisiert die Lebensumstände der Schüler, die Kosten der Ausbildung und die private Organisation der Schulen ohne institutionellen Zusammenhalt.

4. Kritik an den Rhetorikschulen: Hier wird der Widerstand konservativer Kräfte und Philosophen gegen die neuen Lehrmethoden sowie die Sorge um den Verlust traditioneller Werte analysiert.

5. Förderer der Rhetorikschulen: Dieses Kapitel zeigt auf, wie Kaiser und Gemeinden die Rhetorikschulen als Instrument zur Ausbildung einer loyalen Führungsschicht nutzten und förderten.

6. Fazit: Das Kapitel resümiert die Entwicklung der Rhetorikschulen von einem schwierigen Start hin zu einer gesellschaftlich systemrelevanten Institution zur Machtstabilisierung.

Schlüsselwörter

Rhetorik, Rhetorikschulen, Römische Republik, Kaiserzeit, Redekunst, Deklamation, Bildungswesen, Lucius Plotius Gallus, Quintilian, Seneca, Beredsamkeit, Oberschicht, Antike, Erziehung, politische Elite.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Rhetorikunterricht in der späten römischen Republik und der frühen Kaiserzeit, insbesondere mit der Entwicklung, der Kritik und der Förderung der Rhetorikschulen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die historische Entstehung des Rhetorikunterrichts in Rom, die didaktische Ausgestaltung, die Spannungsfelder zwischen traditionellen Werten und neuer Bildungsform sowie die Rolle der Rhetorik als Instrument der Elitebildung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, was das Studium der Rhetorik beinhaltete und warum die Rhetorikschulen trotz teils massiver Kritik durch Philosophen und konservative Kreise staatlich gefördert und etabliert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und literaturwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung antiker Quellenschriften wie denen von Sueton, Quintilian und Cicero basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beschreibt die strukturellen Aspekte der Ausbildung, den Alltag in den Schulen, die Gründe für die Kritik an den Lehrern und Schülern sowie die politische Unterstützung durch römische Kaiser wie Vespasian.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Rhetorikschulen, römische Oberschicht, Deklamationen, Bildungsgeschichte, politische Rhetorik und antike Erziehungskonzepte.

Welche Rolle spielte die Kritik der Philosophen an der Rhetorik?

Philosophen kritisierten die Rhetorik als eine rein oberflächliche „Schmeichelkunst“, die nicht auf moralischer Wahrheit, sondern nur auf Übung und Erfahrung basiere und damit nicht dem wirklichen Wohl der Menschen diene.

Warum war das Rhetorikstudium für die römische Elite so wichtig?

Die Beherrschung rhetorischer Techniken war eine unverzichtbare Voraussetzung für eine erfolgreiche politische Karriere und den Aufstieg in höhere Ämter des Imperiums.

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Résumé des informations

Titre
Erziehung in der Antike. Rhetorikschulen der späten Republik und frühen Kaiserzeit
Université
University of Regensburg
Note
2,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
21
N° de catalogue
V944694
ISBN (ebook)
9783346286239
ISBN (Livre)
9783346286246
Langue
allemand
mots-clé
erziehung antike rhetorikschulen republik kaiserzeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2020, Erziehung in der Antike. Rhetorikschulen der späten Republik und frühen Kaiserzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/944694
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Extrait de  21  pages
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