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Die Bedeutung von Freunden in der Adoleszenz. Lösen Gleichaltrige bei Jugendlichen die Familie ab?

Titel: Die Bedeutung von Freunden in der Adoleszenz. Lösen Gleichaltrige bei Jugendlichen die Familie ab?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Eric Worm (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Lösen Gleichaltrige in der Lebensphase Jugend die Familie ab? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Autor in der folgenden Arbeit. Freunde sind die Familie, die man sich aussucht. Freunde kann man sich aussuchen, die Familie nicht. Anhand dieser Zitate lässt sich erkennen, dass das Internet eine breite Plattform zu dem Thema Freunde und Familie bietet. Gleichwohl ist der fachliche Blick auf diese sensible Thematik zu richten, insbesondere auf die Familie, welche eine zentrale Rolle in der Kindheit spielt. Sie ist die primäre Sozialisationsinstanz, der erste Bildungsort, und die Eltern sind erster Ansprechpartner vor der Adoleszenz.

Kinder, welche in die Jugendphase/ Adoleszenz übergehen, benötigen immer weniger ihre Eltern. Sie sind überwiegend mit Gleichaltrigen zusammen und wollen in ihren Peergroups ungestört von Erwachsenen sein. Die Jugendlichen möchten anscheinend ihre Bedürfnisse, Ängste aber auch Sehnsüchte mit Gleichaltrigen diskutieren und sich neu entdecken. Wahrscheinlich fühlen sie sich in ihren gleichaltrigen Gruppen besser verstanden als von Ihren Eltern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jugend, Sozialisation, Familie

3. Adoleszenz – Jugendalter

4. Adoleszenz in der Familie

5. Gleichaltrige als Sozialisationsinstanz

6. Einflussfaktoren in der Adoleszenz

7. Rechtliche Lage

8. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Dynamik zwischen der primären Sozialisationsinstanz Familie und der Bedeutung von Gleichaltrigengruppen während der Adoleszenz. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Gleichaltrige die Familie als zentrale Instanz für Jugendliche in dieser Lebensphase ablösen.

  • Grundlegende Begriffsbestimmungen von Jugend, Sozialisation und Familie.
  • Analyse der Adoleszenz als komplexe Phase der Identitätsentwicklung und Bewältigung von Entwicklungsaufgaben.
  • Untersuchung des wechselseitigen Ablösungsprozesses zwischen Jugendlichen und Eltern.
  • Bedeutung von Gleichaltrigen (Peer-Groups) als eigenständige Sozialisationsinstanz.
  • Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen für Kinder, Jugendliche und Eltern in Deutschland.

Auszug aus dem Buch

3. Adoleszenz – Jugendalter

Das Jugendalter wird in der Psychologie in frühe (11- 14 Jahre), mittlere (15-17 Jahre) und späte Adoleszenz (18-22 Jahre) gegliedert (Koglin & Petermann, 2011, S. 323). Niederbach und Zimmermann erwähnen das die Adoleszenz „[…] die Gesamtheit der psychosozialen Entwicklungsprozesse und Entwicklungsbedingungen zwischen der Lebensphase Kindheit und dem Erwachsensein bezeichnet (Niederbacher & Zimmermann, 2011, S. 138).“ Deutlich wird das die Persönlichkeit sich in mehreren Phasen entfaltet, aber diese individuell für jeden Menschen einzeln zu betrachten sind. Erikson sieht in der Adoleszenz des Heranwachsenden, dass sich die Ich- Identität positiv entwickelt hat. Daraus resultiert, ob die real gewordene Zukunft in den frühen Erwartungen für den bewussten Lebensplan aufgebaut worden ist. Er beruht sich auf seine Theorie „Das Wachstum des Ich – die acht Lebensphasen des Menschen – Identität gegen Rollenkonfusion“.

Eingehend auf die Identität, stellt der Jugendliche seine bereits vorhanden verlässlichen Werte „[...] der Gleichheit und Kontinuität in Frage […]“, wie Erikson erwähnt (Erikson, 1999, S. 255). In Anbetracht dieser innerlichen Verwirrung, sind die Heranwachsenden darauf bedacht „[…] wie sie in den Augen der anderen erscheinen, verglichen mit ihrem eigenen Gefühl, das sie von sich haben […] (ebd. S. 255 f.).“ Damit ein neues Kontinuitäts- und Gleichheitsgefühl hergestellt werden kann, durchleben Jugendliche nochmals psychische Kämpfe. Zusammenfassend ist für die Entwicklung des Individuums, das seine eigene innere Gleichheit und Kontinuität mit die der Gesellschaft übereinstimmt (Erikson, 1999, S. 256).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird das Thema der Arbeit eingeführt, die Fragestellung nach der Ablösung der Familie durch Gleichaltrige formuliert und die methodische Vorgehensweise erläutert.

2. Jugend, Sozialisation, Familie: Dieses Kapitel liefert die notwendigen theoretischen Definitionen der zentralen Begriffe aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie Soziologie, Psychologie und Pädagogik.

3. Adoleszenz – Jugendalter: Der Fokus liegt auf der psychologischen Einordnung der Entwicklungsphasen und der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben sowie der Identitätsbildung nach Erikson.

4. Adoleszenz in der Familie: Es wird analysiert, wie sich Jugendliche durch Ablösungsprozesse von ihren Eltern distanzieren und welche Konfliktpotenziale und Chancen dies für die Eltern-Kind-Beziehung bietet.

5. Gleichaltrige als Sozialisationsinstanz: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle von Peer-Groups als Orte der Orientierung, Identitätsstärkung und emotionalen Entlastung, unabhängig von elterlichen Normen.

6. Einflussfaktoren in der Adoleszenz: Hier werden negative Einflussfaktoren wie Armut, familiäre Instabilität oder soziale Ausgrenzung sowie deren Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung thematisiert.

7. Rechtliche Lage: Es erfolgt eine Darstellung der rechtlichen Normen in Deutschland, die den Status von Kind, Jugendlichem und Erwachsenem sowie die elterliche Sorge definieren.

8. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass für ein Verständnis des Jugendalters eine interdisziplinäre Betrachtungsweise aller menschlichen Dimensionen unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Adoleszenz, Jugend, Sozialisation, Familie, Gleichaltrige, Peer-Group, Identitätsentwicklung, Entwicklungsaufgaben, Ablösungsprozess, Eltern-Kind-Beziehung, soziale Integration, Rechtliche Lage, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialisationsinstanz, Kindheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Lebensphase Jugend (Adoleszenz) und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen der primären Bindung an die Familie und der zunehmenden Bedeutung von Gleichaltrigengruppen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Sozialisationsprozesse, die Identitätsentwicklung im Jugendalter, die Dynamik der Eltern-Kind-Beziehung sowie der Einfluss von Peer-Groups und rechtliche Rahmenbedingungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Lösen Gleichaltrige in der Lebensphase Jugend die Familie ab?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die den aktuellen Forschungsstand aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie Soziologie, Psychologie und Rechtswissenschaft zusammenführt und analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die psychologische Einordnung der Adoleszenz, die familiären Ablösungsprozesse, die Funktion von Gleichaltrigen, Einflussfaktoren wie Armut und Scheidung sowie die rechtliche Einordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Adoleszenz, Sozialisation, Familie, Gleichaltrige (Peers), Identität und die entsprechenden rechtlichen Definitionen im deutschen Sozial- und Zivilrecht.

Welche Rolle spielt die „Midlife-Crisis“ der Eltern in der Arbeit?

Die Arbeit weist auf eine Parallele zwischen dem Autonomiebestreben der Jugendlichen und der „Midlife-Crisis“ der Eltern hin, was Konflikte und Diskussionen innerhalb der Familie intensivieren kann.

Wie unterscheidet sich die rechtliche Sichtweise vom psychologischen Jugendbegriff?

Das deutsche Recht (SGB VIII) definiert den Jugendbegriff primär über das Alter (14. bis 18. Lebensjahr), während die Psychologie die Phase der Adoleszenz differenzierter in frühe, mittlere und späte Stadien unterteilt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bedeutung von Freunden in der Adoleszenz. Lösen Gleichaltrige bei Jugendlichen die Familie ab?
Hochschule
Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (FH)
Note
1,3
Autor
Eric Worm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V944704
ISBN (eBook)
9783346290199
ISBN (Buch)
9783346290205
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Peers Jugendalter Pubertät Familie Hurrelmann Adoleszenz Sozialisation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eric Worm (Autor:in), 2020, Die Bedeutung von Freunden in der Adoleszenz. Lösen Gleichaltrige bei Jugendlichen die Familie ab?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/944704
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Leseprobe aus  16  Seiten
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