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Grammatik im Englischunterricht: Der Einfluss sprachlicher Interferenzen auf den Satzbau in der Zweitsprache Englisch

Title: Grammatik im Englischunterricht: Der Einfluss sprachlicher Interferenzen auf den Satzbau in der Zweitsprache Englisch

Examination Thesis , 2008 , 104 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Saskia Brodhun (Author)

Didactics for the subject English - Pedagogy, Literature Studies
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„[…] we are going to drive only the last weeks to Italy” (Aigner 2001: 125). Derartig falsche Sätze findet man bei deutschen Lernern des Englischen immer wieder. Die meisten Sprachkundigen würden beim Hören dieses Satzes wahrscheinlich dem Eindruck zustimmen, dass dieser sich deshalb falsch anhört, weil er irgendwie ‚zu deutsch’ klingt (vgl.: Wir fahren nur die letzten Wochen nach Italien). Aber warum klingt dieser Satz eigentlich so deutsch? Und warum kommt es immer wieder zu derartigen Fehlern beim Erwerb des Englischen als Fremdsprache? Die Gründe hierfür liegen in der ständigen Präsenz der Muttersprache. „Muttersprachen wirken – ungewollt und ungerufen – in die Fremdsprache hinein und produzieren dort die gefürchteten Interferenzen “ (Butzkamm 2004: 146).
Dabei handelt es sich keineswegs um Ausnahmeerscheinungen. „Muttersprachlicher Transfer hat sich als die Hauptursache für fremdsprachliche Fehler herausgestellt“ (Schloter 1992: 134). Dieser findet sich besonders bei Anfängern in den verschiedensten Bereichen der Sprache wieder. „Je weniger wir eine Fremdsprache ausgebaut haben, desto leichter lässt sie sich von der Muttersprache infizieren, angefangen bei Lautung und Schreibung bis hin zur Idiomatik und Pragmatik“ (Butzkamm 2004: 146).
Den am stärksten betroffenen Bereich stellt dabei der Satzbau dar (vgl. Ideler 2001: 297; Aigner 1996: 152 ff.). Vor diesem Hintergrund erscheint es lohnenswert, genau für diesen Bereich zu untersuchen, wie und warum die Muttersprache den Fremdsprachenerwerb negativ beeinflusst. Diese Erkenntnisse können als Grundlage dienen, Ansätze für einen Grammatikunterricht zu entwickeln, der dazu beiträgt, derartige Interferenzen zu vermeiden.
Damit ergeben sich die beiden Zielsetzungen dieser Arbeit: Es soll zum einen analysiert werden, welchen Einfluss die Muttersprache und die dadurch entstehenden Interferenzen auf den Satzbau in der Fremdsprache Englisch ausüben. Das zweite Ziel besteht darin, auf Grundlage der erkannten Ursachen für diese L1-Interferenzen geeignete Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese Fehler durch Grammatikunterricht vermieden werden können.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grammatikunterricht im Wandel der Zeit

2.1 Die Grammatik- Übersetzungsmethode

2.2 Erste Reformen

2.3 Die audiolinguale und die audiovisuelle Methode

2.4 Die kommunikative Wende

2.5 Der aktuelle Forschungsstand

3 Erst- und Zweitspracherwerb

3.1 Erstspracherwerb

3.1.1 Theorien des Erstspracherwerbs

3.1.2 Voraussetzungen für den Spracherwerb

3.1.3 Erwerbsstadien im Erstspracherwerb

3.2 Zweitspracherwerb

3.2.1 Theorien des Zweitspracherwerbs

3.2.2 Erwerbsstadien im Zweitspracherwerb

4 Sprachliche Interferenzen

4.1 Begriffsklärung und Einschränkung des Analysefeldes

4.2 Sprachliche Interferenzen und Zweitspracherwerbshypothesen

4.2.1 Die Kontrastivhypothese

4.2.2 Die Identitätshypothese

4.2.3 Die Lernersprachenhypothese

4.3 Ursachen für sprachliche Interferenzen

4.4 Klassifizierung von Interferenzen

4.4.1 Interferenztypen

4.4.2 Arten von Interferenzfehlern

4.5 Syntaktische Interferenzen

4.5.1 Grammatische Fehler verursachende Interferenzen

4.5.2 Unnatürliche stilistische Effekte verursachende Interferenzen und Probleme der Informationssteuerung

5 Von der Theorie zur Praxis

5.1 Sprachdidaktische Schlussfolgerungen aus der Theorie

5.2 Praktische Übungen zur Vermeidung syntaktischer Interferenzen

5.2.1 Übungen zur Vermeidung grammatischer Fehler aufgrund syntaktischer Interferenzen

5.2.2 Übungen zu möglichen Kompensationsstrategien zur Vermeidung unnatürlicher stilistischer Effekte

6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Muttersprache und der dadurch bedingten Interferenzen auf den Satzbau deutscher Englischlerner, um daraus didaktische Ansätze für einen Grammatikunterricht zu entwickeln, der diese Fehler reduziert.

  • Analyse des Einflusses der Muttersprache auf den Fremdspracherwerb.
  • Untersuchung theoretischer Grundlagen zum Erst- und Zweitspracherwerb.
  • Klassifizierung und Ursachenanalyse syntaktischer Interferenzen.
  • Entwicklung theoriegestützter didaktischer Schlussfolgerungen für den Englischunterricht.
  • Erstellung praktischer Übungssequenzen zur Interferenzvermeidung.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„[…] we are going to drive only the last weeks to Italy” (Aigner 2001: 125). Derartig falsche Sätze findet man bei deutschen Lernern des Englischen immer wieder. Die meisten Sprachkundigen würden beim Hören dieses Satzes wahrscheinlich dem Eindruck zustimmen, dass dieser sich deshalb falsch anhört, weil er irgendwie ‚zu deutsch’ klingt (vgl. Wir fahren nur die letzten Wochen nach Italien). Aber warum klingt dieser Satz eigentlich so deutsch? Und warum kommt es immer wieder zu derartigen Fehlern beim Erwerb des Englischen als Fremdsprache? Die Gründe hierfür liegen in der ständigen Präsenz der Muttersprache.

„Muttersprachen wirken – ungewollt und ungerufen – in die Fremdsprache hinein und produzieren dort die gefürchteten Interferenzen“ (Butzkamm 2004: 146). Dabei handelt es sich keineswegs um Ausnahmeerscheinungen. „Muttersprachlicher Transfer hat sich als die Hauptursache für fremdsprachliche Fehler herausgestellt“ (Schloter 1992: 134). Dieser findet sich besonders bei Anfängern in den verschiedensten Bereichen der Sprache wieder. „Je weniger wir eine Fremdsprache ausgebaut haben, desto leichter lässt sie sich von der Muttersprache infizieren, angefangen bei Lautung und Schreibung bis hin zur Idiomatik und Pragmatik“ (Butzkamm 2004: 146).

Den am stärksten betroffenen Bereich stellt dabei der Satzbau dar (vgl. Ideler 2001: 297; Aigner 1996: 152 ff.). Vor diesem Hintergrund erscheint es lohnenswert, genau für diesen Bereich zu untersuchen, wie und warum die Muttersprache den Fremdsprachenerwerb negativ beeinflusst. Diese Erkenntnisse können als Grundlage dienen, Ansätze für einen Grammatikunterricht zu entwickeln, der dazu beiträgt, derartige Interferenzen zu vermeiden. Damit ergeben sich die beiden Zielsetzungen dieser Arbeit: Es soll zum einen analysiert werden, welchen Einfluss die Muttersprache und die dadurch entstehenden Interferenzen auf den Satzbau in der Fremdsprache Englisch ausüben. Das zweite Ziel besteht darin, auf Grundlage der erkannten Ursachen für diese L1-Interferenzen geeignete Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese Fehler durch Grammatikunterricht vermieden werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung definiert die Problemstellung der negativen Interferenzen durch die Muttersprache beim Erwerb englischer Satzstrukturen und leitet die beiden Hauptziele der Arbeit ab.

2 Grammatikunterricht im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über verschiedene Methoden der Grammatikvermittlung, von der traditionellen Übersetzungs- bis zur modernen kommunikativen Didaktik.

3 Erst- und Zweitspracherwerb: Hier werden psycholinguistische Grundlagen sowie zentrale Theorien und Erwerbsstadien des Erst- und Zweitspracherwerbs dargestellt, um die Ursachen von Interferenzfehlern theoretisch zu fundieren.

4 Sprachliche Interferenzen: Dieses Kapitel definiert und klassifiziert Interferenzfehler, beleuchtet deren Ursachen und setzt sie in den Kontext der Zweitspracherwerbshypothesen, wobei ein besonderer Fokus auf dem Satzbau liegt.

5 Von der Theorie zur Praxis: Dieser Teil leitet aus den theoretischen Erkenntnissen didaktische Prinzipien für den Unterricht ab und präsentiert praktische Übungsvorschläge zur Vermeidung syntaktischer Interferenzen.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Relevanz der Lernersprachenhypothese für die zukünftige Fremdsprachendidaktik.

Schlüsselwörter

Zweitspracherwerb, Sprachliche Interferenzen, Kontrastivhypothese, Grammatikunterricht, Lernersprache, Syntaktische Interferenzen, Fehleranalyse, Informationssteuerung, Interferenzfehler, Fremdsprachendidaktik, Satzbau, Erstspracherwerb, Interaktionismus, Input-Hypothese, Sprachdidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der negativen Beeinflussung des englischen Satzbaus durch die Muttersprache Deutsch, einem Phänomen, das in der Fachsprache als sprachliche Interferenz bezeichnet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der historische Wandel der Grammatikvermittlung, Theorien des Erst- und Zweitspracherwerbs, die Systematisierung von Interferenzfehlern sowie die Ableitung praktischer Strategien für den modernen Englischunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Einfluss von L1-Interferenzen auf den englischen Satzbau zu analysieren und auf dieser Grundlage didaktische Wege zur Vermeidung dieser Fehler im schulischen Kontext aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Einordnung von Zweitspracherwerbshypothesen und der Anwendung dieser Erkenntnisse auf didaktische Fragestellungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Erwerbsmodelle, eine detaillierte Klassifizierung von Interferenzfehlern sowie eine praktische Umsetzung, in der konkrete Übungssequenzen für den Englischunterricht entworfen werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Zweitspracherwerb, Interferenzfehler, Kontrastivhypothese, Lernersprache und didaktische Grammatikvermittlung charakterisiert.

Warum spielen die "Infinitive Constructions" eine besondere Rolle?

Sie dienen als Beispiel für grammatische Strukturen, bei denen deutsche Lerner häufig Fehler machen, weil sie diese wortwörtlich ins Englische übertragen, anstatt die englischen valenzbasierten Strukturen zu erlernen.

Was ist das "given-before-new-principle"?

Es ist ein sprachliches Prinzip der Informationssteuerung, bei dem bereits bekannte Informationen am Satzanfang stehen, während neue Informationen am Ende platziert werden, um einen natürlichen Sprachfluss zu gewährleisten.

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Details

Title
Grammatik im Englischunterricht: Der Einfluss sprachlicher Interferenzen auf den Satzbau in der Zweitsprache Englisch
College
University of Göttingen
Grade
1,0
Author
Saskia Brodhun (Author)
Publication Year
2008
Pages
104
Catalog Number
V94498
ISBN (eBook)
9783640100040
ISBN (Book)
9783640118922
Language
German
Tags
Grammatik Englischunterricht Einfluss Interferenzen Satzbau Zweitsprache Englisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Saskia Brodhun (Author), 2008, Grammatik im Englischunterricht: Der Einfluss sprachlicher Interferenzen auf den Satzbau in der Zweitsprache Englisch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94498
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