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Unkonventionelle Geldpolitik in Neu-Keynesianischen Modellen

Title: Unkonventionelle Geldpolitik in Neu-Keynesianischen Modellen

Master's Thesis , 2020 , 61 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Theo Drossidis (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Eingliederung unkonventioneller Geldpolitik in neukeynesianischen Modellen zu erklären. Dabei ist das repräsentative DSGE- Modell der Literatur durch einen separaten Finanzsektor, Gewohnheitsbildung im Haushaltssektor, variable Kapitalnutzung und Anpassungskosten der Investitionen im Firmensektor erweitert worden.

Unkonventionelle Geldpolitik wird über eine modifizierte Taylor Regel dargestellt, die auf die Spannen zwischen risikolosem und risikobehaftetem Kapital reagiert. Sie wird in dem Modell so interpretiert, dass die Zentralbank ihr Kreditvolumen weiter ausbaut. Dabei ist eine Intervention der Zentralbank mit Effizienzkosten versehen, sodass private Interventionen in normalen Zeiten präferiert werden. Eine quantitative Analyse in Form einer Krisensimulation, ausgelöst durch einen Schock auf der Aktivseite der Bankbilanzen, präsentiert einen finanziellen Akzelerator in Form von Bernanke, Gertler und Gilchrist (1999). Insbesondere führen die durch das Agenten-Problem hervorgerufenen Bilanzrestriktionen im Finanzsektor zu einer Verschlimmerung dieser Krise. Unkonventionelle Geldpolitik erweist sich als angemessene Reaktion, um die Ökonomie zu stützen und die Verwerfungen abzudämmen. Dies gilt auch in dem Szenario des Zero Lower Bound, obwohl dort die Wirkung der Kreditpolitik deutlich beeinträchtigt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Unkonventionelle Geldpolitik

2.1 Voraussetzungen

2.2 Unkonventionelle Geldpolitik: Quantitative Lockerung und Kreditlockerung

2.3 Transmissionskanäle unkonventioneller Geldpolitik

3 Modellierung unkonventioneller Geldpolitik

3.1 Allgemeiner Aufbau des Modells

3.2 Der Haushaltssektor

3.3 Die Finanzintermediäre

3.4 Der Firmensektor

3.4.1 Die Zwischenproduzenten

3.4.2 Die Kapitalproduzenten

3.4.3 Der Retail Sektor

3.5 Die Zentralbank und die Definition der Geldpolitik im Modell

3.5.1 Geldpolitik in normalen Zeiten

3.5.2 Geldpolitik in Krisenzeiten (Kreditpolitik)

3.5.3 Allgemeine Ressourcenallokation des Modells

4 Modellanalyse

4.1 Einführende Experimente

4.2 Simulation einer Krise

4.3 Kreditpolitik während der Krise

4.4 Weiterführende Aspekte

5 Fazit

7 Anhang A: Herleitung der Gewinnfunktion

8 Anhang B: Herleitung der Inflationsbetrachtung

9 Anhang C: Die Kalibrierung des Modells

10 Anhang D: Impulse Response Funktionen bei einem Zero Lower Bound

11 Anhang E: Impulse Response Funktionen bei einem Zero Lower Bound und Kreditpolitik

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die Wirkung unkonventioneller Geldpolitik durch die Integration eines Finanzsektors in ein neukeynesianisches DSGE-Modell zu untersuchen und dabei insbesondere die Effektivität von Kreditpolitik während Krisenzeiten zu bewerten.

  • Integration eines spezialisierten Finanzsektors in makroökonomische Modelle
  • Analyse der Übertragungsmechanismen (Transmissionskanäle) unkonventioneller geldpolitischer Maßnahmen
  • Modellierung von Bilanzrestriktionen und Agentenproblemen bei Finanzintermediären
  • Quantitative Krisensimulation unter Berücksichtigung des „Zero Lower Bound“
  • Wohlfahrtsanalyse zur Bestimmung optimaler geldpolitischer Interventionen

Auszug aus dem Buch

3.1 Allgemeiner Aufbau des Modells

Der folgende Abschnitt dieser Arbeit präsentiert ein Modell zur Analyse unkonventioneller Geldpolitik. Dieses ist den Ausführungen von Gertler und Karadi (2011) entnommen. Es handelt sich um ein dynamisches, stochastisches und allgemeines Gleichgewichtsmodell (DSGE). Mit Hilfe dieses Modells, setzen sich die Autoren das Ziel, die Modellierung der unkonventionellen Geldpolitik zu standardisieren (Vgl. Gertler/Karadi (2011) S.18). Um dies zu erreichen stützen sich die Autoren auf die Basisannahmen des allgemeinen Lehrbuchmodells und modifizieren dessen Spezifikation dahingehend, dass das resultierende Modell maßgeschneidert für den zu behandelnden Sachverhalt ist.

Um die gewünschten Wirkungszusammenhänge, die den realen Phänomenen entsprechen, abzubilden, integrieren die Autoren diverse Sektoren in ihrem Modell. Mit jedem dieser Sektoren geht eine bestimmte Restriktion einher. Diese Restriktionen stehen im Einklang mit den Befunden der Literatur (Vgl. Smets/Wouters (2007) S.596 ff).

Ein Überblick über die wesentlichen Restriktionen erleichtert den Einstieg in das Modell. Der Vergleichsmaßstab ist dabei das klassische neukeynesianische Makromodell bzw. das Lehrbuchmodell (Vgl. Walsh (2010) S.329ff). Der erste Sektor des Modells umfasst die Haushalte. Der wesentliche Unterschied zum Sektor des Lehrbuchmodells ist, dass Haushalte Gewohnheiten in ihrem Konsumverhalten bilden. Folglich passen sie ihren Konsum nur langsam an auftretende Änderungen an. Aus dieser Modellierung resultiert kein unmittelbar sichtbarer Einfluss auf die Modelldynamik. Der Aspekt der Gewohnheitsbildung hat jedoch einen indirekten Einfluss auf andere Parameter des Modells (Vgl. Christano et al. (2005) S.33-36).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderung der Finanzkrise ab 2007 für makroökonomische Modelle und begründet die Notwendigkeit, einen Finanzsektor in neukeynesianische Modelle zu integrieren.

2 Unkonventionelle Geldpolitik: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Voraussetzungen und Instrumente unkonventioneller Geldpolitik, wie Quantitative Easing und Kreditlockerung, sowie deren Transmissionskanäle.

3 Modellierung unkonventioneller Geldpolitik: Hier wird der Aufbau des DSGE-Modells dargelegt, welches Haushalte, Finanzintermediäre, Firmen und eine Zentralbank umfasst, um geldpolitische Interventionen abbilden zu können.

4 Modellanalyse: In diesem Kapitel werden Simulationen durchgeführt, um die Auswirkungen von Schocks, Krisensituationen und der geldpolitischen Kreditpolitik auf die Wirtschaft zu analysieren.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Wirksamkeit unkonventioneller Geldpolitik als Instrument zur Krisenbewältigung, auch bei bestehendem Zero Lower Bound.

Schlüsselwörter

Geldpolitik, Finanzsektor, DSGE-Modell, Kreditpolitik, Finanzintermediäre, Bilanzrestriktionen, Transmissionsmechanismus, Quantitative Lockerung, Kreditlockerung, Krisensimulation, Zero Lower Bound, Wohlfahrtsanalyse, Neukeynesianisch, Finanzielle Restriktionen, Akzelerator-Effekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen und quantitativen Analyse unkonventioneller geldpolitischer Maßnahmen durch die Integration eines spezialisierten Finanzsektors in ein neukeynesianisches Modell.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Modellierung von Finanzintermediären mit Bilanzrestriktionen, die Transmission von geldpolitischen Schocks und die Wirksamkeit von Kreditpolitik in Krisenzeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein Modell zu spezifizieren, das unkonventionelle geldpolitische Interventionen abbildet, und mittels einer quantitativen Analyse deren Wirksamkeit und wohlfahrtstheoretische Effekte zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein dynamisches, stochastisches und allgemeines Gleichgewichtsmodell (DSGE) verwendet, das auf den Arbeiten von Gertler und Karadi basiert und durch spezifische Sektoren ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der theoretische Modellaufbau, die einzelnen Akteure (Haushalte, Banken, Firmen), die geldpolitische Regel und die quantitative Analyse verschiedener Krisenszenarien detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind neukeynesianische Modelle, Finanzintermediäre, Kreditpolitik, unkonventionelle Geldpolitik, Bilanzrestriktionen und der finanzielle Akzelerator.

Wie unterscheidet sich die Kreditpolitik von der normalen Geldpolitik in diesem Modell?

In normalen Zeiten folgt die Zentralbank einer Taylor-Regel; in Krisenzeiten interveniert sie gezielt durch Kreditpolitik, um Spannen zwischen risikolosem und risikobehaftetem Kapital zu beeinflussen und Kreditengpässe abzufedern.

Was bewirkt der "Zero Lower Bound" im Kontext der Arbeit?

Der "Zero Lower Bound" stellt eine Zinsuntergrenze dar, die die Wirkung konventioneller geldpolitischer Impulse einschränkt und die Relevanz unkonventioneller Maßnahmen wie der Kreditpolitik unterstreicht.

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Details

Title
Unkonventionelle Geldpolitik in Neu-Keynesianischen Modellen
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Grade
1.7
Author
Theo Drossidis (Author)
Publication Year
2020
Pages
61
Catalog Number
V945227
ISBN (eBook)
9783346280572
ISBN (Book)
9783346280589
Language
German
Tags
Geldpolitik unkonventionelle Geldpolitik DSGE-Modell Zero Lower Bound finanzieller Akzelerator Kreditpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Theo Drossidis (Author), 2020, Unkonventionelle Geldpolitik in Neu-Keynesianischen Modellen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/945227
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