Das Ziel dieser Abschlussarbeit besteht darin, ein Trainingskonzept für eine Kundin zu erstellen, die sich vor acht Wochen im rechten Knie das vordere Kreuzband gerissen hat. Für die Erstellung eines individuellen Trainingsplans ist eine Anamnese wichtig, denn sie informiert über die Krankheitsgeschichte, berufliche und auch sportliche Aspekte. Aus dem Beschwerdebild und der Anamnese lassen sich erste Anhaltspunkte für den Trainingsplan notieren. Die operative Versorgung liegt 8 Wochen zurück. Das oberste Ziel für die Kundin ist es, das Knie zu stabilisieren, damit sie im Alltag und beim Sport wieder voll durchstarten kann und es vor weiteren Verletzungen besser geschützt ist. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Krankheitsbild „vordere Kreuzbandruptur (mit Plastik-OP)
2. Eingangsgespräch, Diagnose/Anamnese, Haltung, biometrische Daten
2.1 Eingangsgespräch
2.2 Anamnese/Gesundheitsanamnese und Diagnose
2.3 Berufsanamnese
2.4 Sportanamnese
2.5 Haltung
2.6 Biometrische Daten
3. Tests
3.1 Ausdauertest/PWC Test
3.2 Flexibilitätstest/Muskelfunktionstest
3.3 Krafttest
3.4 Motorische Tests
4. Trainingsgrundlagen
4.1 Zielsetzung
4.2 Zielmuskulatur
4.2.1 Oberschenkelmuskulatur
4.3 Compliance und Motivation
5. Trainingsplanung
5.1 Methoden
5.2 Übungsauswahl
5.2.1 Warm Up
5.2.2 Kraftübungen
5.2.3 Ausdauertraining
5.2.4 Dehnung
5.2.5 Abwärmen/Cool down
6. Trainingsdurchführung
6.1 Krafttraining
6.2 Ausdauertraining
6.3 Dehnen
7. Durchführung
7.1. Warm Up
7.2 Kraftübungen
7.3 Regeneration
7.4 Superkompensation
7.5 Re-Test
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist die Erstellung eines individuellen Trainingskonzepts für eine Kundin nach einer vorderen Kreuzbandruptur. Dabei soll das Kniegelenk gezielt stabilisiert werden, um die Kundin bei der Rückkehr zum Sport und im Alltag zu unterstützen und das Risiko weiterer Verletzungen zu minimieren.
- Erstellung eines spezifischen Rehabilitations-Trainingsplans
- Diagnostik durch Anamnese, motorische Tests und Krafttests
- Stärkung der stabilisierenden Oberschenkelmuskulatur
- Integration von Kraft-, Beweglichkeits- und Ausdauertraining
- Anwendung des 4-Phasenmodells zur Nachbehandlung
Auszug aus dem Buch
1.1 Krankheitsbild „vordere Kreuzbandruptur (mit Plastik-OP)
Das vordere und das hintere Kreuzband bilden in der Mitte des Gelenks ein Kreuz, daher auch ihr Name. Sie verbinden den Oberschenkelknochen mit dem Schienbein und stabilisieren das Kniegelenk beim Strecken, Beugen und bei Drehbewegungen. Ein vorderer Kreuzbandriss ist deutlich häufiger als ein hinterer Kreuzbandriss. Meist sind es Sportunfälle, die zu einer Verletzung des vorderen Kreuzbandes führen. Ein hinterer Kreuzbandriss kommt seltener vor und geht auf eine extrem starke Krafteinwirkung, zum Beispiel bei einem Auto- oder Motorradunfall, zurück. Neben den beiden Kreuzbändern zählen auch die beiden Seitenbänder (Außenband und Innenband) zu den verletzungsanfälligen Strukturen im Kniegelenk.
Symptome sind Schwellungen, Bluterguss im Kniegelenk, Instabilitätsgefühl, Schmerzen, Wegknicken des Knies.
Nicht zu verwechseln: Sportverletzungen wie eine Vorderer Kreuzbandruptur entstehen durch eine hohe Krafteinwirkung, Sportschäden wiederum durch wiederholte Krafteinwirkungen.
Am häufigsten zerreißt das Kreuzband im mittleren Drittel seines Verlaufs. In diesen Fällen muss das gerissene Kreuzband durch eine Kreuzbandplastik-OP ersetzt werden, da eine Reparatur des Bandes in diesem Bereich nicht möglich ist.
Die Kreuzband-Ersatz-OP erfolgt arthroskopisch. Hierbei wird das gerissene, nicht mehr funktionsfähige vordere Kreuzband entfernt und durch ein Transplantat ersetzt. Heute wird von allen Kniespezialisten der Ersatz mit einer körpereigenen Sehne empfohlen. Besonders geeignete autologe Sehnentransplantate sind Semitendinosus und Grazilissehne, alternativ Teile der Quadriceps- oder Patellarsehne.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Das Kapitel erläutert das Ziel der Arbeit, ein Trainingskonzept für eine Kundin nach vorderer Kreuzbandruptur zu erstellen und gibt eine anatomische Einführung in die Verletzung.
2. Eingangsgespräch, Diagnose/Anamnese, Haltung, biometrische Daten: Hier werden die gesundheitlichen Voraussetzungen, sportlichen Erfahrungen und biometrischen Daten der Kundin erfasst.
3. Tests: Dieses Kapitel stellt die durchgeführten Ausdauer-, Flexibilitäts-, Kraft- und motorischen Tests zur Bestimmung des Ist-Zustands vor.
4. Trainingsgrundlagen: Es werden die Zielsetzung und die relevante Zielmuskulatur, insbesondere die Oberschenkelmuskulatur, sowie die Bedeutung von Motivation und Compliance definiert.
5. Trainingsplanung: Hier werden die Trainingsmethoden, die Übungsauswahl für Warm Up, Kraft, Ausdauer und Dehnung sowie die theoretischen Grundlagen der Trainingsplanung beschrieben.
6. Trainingsdurchführung: Dieses Kapitel detailliert die konkrete Umsetzung des Hypertrophietrainings, des Ausdauertrainings und der Dehnübungen.
7. Durchführung: Die detaillierte Anleitung und Ausführung der einzelnen Übungen sowie theoretische Hintergründe zu Regeneration, Superkompensation und Re-Test werden dargestellt.
8. Fazit: Das Fazit zieht ein positives Resümee über die Erreichung der gesetzten Ziele und unterstreicht die Wichtigkeit einer qualifizierten Trainingsbetreuung.
Schlüsselwörter
Kreuzbandruptur, Trainingskonzept, Sportrehabilitation, Physiotherapie, Oberschenkelmuskulatur, Krafttraining, Ausdauertraining, Beweglichkeit, Koordination, Anamnese, Muskelfunktionstest, Superkompensation, Stabilisation, Sportunfall, Compliance.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines individuellen Trainingskonzepts für eine Kundin, die vor acht Wochen einen vorderen Kreuzbandriss erlitten hat und operativ versorgt wurde.
Welche Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit deckt die Bereiche Anamnese und Diagnostik, Trainingsplanung für Rehabilitation, spezifisches Muskeltraining sowie Grundlagen der Regeneration ab.
Was ist das zentrale Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, das Kniegelenk der Kundin zu stabilisieren, um ihr eine sichere Rückkehr in den Alltag und zu ihrem Sport (Hockey) zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Kombination aus Anamnese, manueller Muskelfunktionsdiagnostik nach Janda, motorischen Tests sowie einem strukturierten 4-Phasen-Modell für die Rehabilitation angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Diagnostik, die trainingswissenschaftliche Planung, die Auswahl spezifischer Übungen zur Kräftigung und Mobilisation sowie deren praktische Durchführung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Kreuzbandruptur, Sportrehabilitation, Krafttraining, Stabilität und Muskelfunktionstest.
Warum spielt die Oberschenkelmuskulatur eine so große Rolle?
Die Oberschenkelmuskulatur ist maßgeblich an der Stabilisierung des Kniegelenks beteiligt und muss nach einer OP gezielt aufgebaut werden, um die Funktion des Kreuzbandes teilweise zu ersetzen.
Welche Bedeutung hat das 4-Phasenmodell für dieses Konzept?
Das Modell dient als Orientierung für die Nachbehandlung, wobei in dieser Arbeit insbesondere die dritte und vierte Phase durch das spezifische Fitnesstraining abgedeckt werden.
Welchen Zweck haben die Re-Tests?
Die Re-Tests dienen der Überprüfung der Trainingsfortschritte, der Motivation der Kundin und der Entscheidung, ob das gewählte Trainingskonzept angepasst werden muss.
- Citar trabajo
- Elisa Ruch (Autor), 2020, Individueller Trainingsplan bei einer vorderen Kreuzbandruptur nach dem 4-Phasen-Modell, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/945588