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Vertikale Unternehmenszusammenschlüsse und doppelte Marginalisierung

Titre: Vertikale Unternehmenszusammenschlüsse und doppelte Marginalisierung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2005 , 24 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Diplom-Ökonomin Melanie Stahl (Auteur)

Economie politique - Microéconomie, en général
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Traditionell sind Unternehmenszusammenschlüsse in Europa sehr viel weniger zu beobachten als in den USA. Derzeit ist jedoch ein zunehmender Trend in Europa zu verzeichnen.
Klassischerweise lassen sich hierbei drei Formen von Unternehmenszusammenschlüssen unterscheiden: vertikale, horizontale und konglomerate Unternehmenszusammenschlüsse.

Im Folgenden soll der Schwerpunkt dieser Arbeit auf der Analyse vertikaler Unternehmenszusammenschlüsse bzw. vertikaler Integration liegen. Diese liegen bzw. liegt vor, „wenn sich Unternehmen, die auf verschiedenen Stufen des Produktions- bzw. Handelsprozesses tätig sind, zusammenschließen“. Beispiele sind die Integration von Produzenten mit den Vertriebsunternehmen ihrer Produkte oder die Integration von Produzenten und Zulieferern.

Doch wie sollten derartige Unternehmenszusammenschlüsse beurteilt werden? Um zu versuchen, diese Frage zu beantworten, können verschiedene volkswirtschaftliche Modelle herangezogen werden.
Dabei wird in dieser Arbeit wie folgt vorgegangen: In Abschnitt 2 wird das Problem der doppelten Marginalisierung sowohl theoretisch als auch empirisch illustriert. Dies ähnelt dem zweier monopolistischer bzw. oligopolistischer Hersteller vollständig komplementärer Güter. In der Tat liegt den volkswirtschaftlichen Effekten nach kein Unterschied zwischen dem Markt komplementärer Güter (z. B. der Markt für Baseballschläger und Baseballhandschuhe), die in keiner vertikalen Beziehung stehen, vor und demjenigen, der durch eine vertikale Beziehung (z. B. ein Markt für Automobilmotoren und Automobilmontage) gekennzeichnet ist. In Abschnitt 3 wird vertikale Integration innerhalb der Marktstruktur vollkommenen Wettbewerbs im nachgelagerten Markt analysiert. Dies erfolgt in zwei Abschnitten, die zum einen den Fall fester und zum anderen den Fall variabler Austauschverhältnisse zwischen Inputfaktoren diskutieren. Im nächsten Abschnitt wird das Problem vertikaler Marktabschottung anhand zweier Modelle untersucht. Im Anschluss daran wird in Abschnitt 5 eine Evaluierung vertikaler Integration vorgenommen sowie diese in den Kontext der deutschen Wettbewerbspolitik gestellt. Zu guter Letzt werden in Abschnitt 6 die wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Vertikale Integration

2 Vertikale Integration zur Vermeidung doppelter Marginalisierung

2.1 Darstellung der Problematik

2.2 Empirische Evidenz

3 Vertikale Integration bei vollkommenem Wettbewerb im nachgelagerten Markt

3.1 Einführung in die Problematik

3.2 Feste Austauschverhältnisse zwischen Inputfaktoren

3.3 Variable Austauschverhältnisse zwischen Inputfaktoren

4 Vertikale Marktabschottung

4.1 Einführung in die Problematik

4.2 Modelle

5 Wettbewerbspolitik und vertikale Integration

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen vertikaler Unternehmenszusammenschlüsse unter verschiedenen Marktbedingungen. Dabei liegt der Fokus auf der theoretischen Analyse, ob und wie vertikale Integration Anreize zur Effizienzsteigerung schafft oder wettbewerbsbeschränkende Effekte hervorruft.

  • Analyse des Phänomens der doppelten Marginalisierung
  • Untersuchung von vertikaler Integration bei vollkommenem Wettbewerb
  • Modellierung vertikaler Marktabschottung
  • Evaluierung im Kontext der aktuellen Wettbewerbspolitik

Auszug aus dem Buch

2.1 Darstellung der Problematik

Wenn sowohl Hersteller als auch Händler eines Gutes Monopolisten sind, erhebt jeder einen Gewinnaufschlag, sodass sich der Konsument zwei Gewinnaufschlägen anstatt einem gegenübersieht. Dieser doppelte Gewinnaufschlag bietet Unternehmen einen Anreiz zu vertikaler Integration. Wenn im Folgenden von dem Fall zweier Monopolisten gesprochen wird, ist anzumerken, dass sich dieselben Effekte in abgeschwächter Form für jede Situation unvollkommenen Wettbewerbs wie beispielsweise Oligopole einstellen (vgl. Church/Ware 2000, S. 685; Carlton/Perloff 2004, S.398)1.

Darüber hinaus wird aus Gründen der Übersichtlichkeit von Kosten, die durch die vertikale Integration selbst entstehen können, abstrahiert (s. Carlton/Perloff 2004, S. 379).

Um die Effekte eines doppelten Gewinnaufschlags zu illustrieren, wird ein Markt, in dem ein Hersteller vertikal in den Vertrieb integriert ist, einem mit zwei aufeinander folgenden Monopolen gegenübergestellt. Sowohl Konsumenten als auch Unternehmen sind in einer Situation doppelten Gewinnaufschlags schlechter gestellt.

Im Folgenden werden die Unternehmen, die die Inputfaktoren für den Produktionsprozess bereitstellen, als vorgelagerte Unternehmen (englisch: upstream firm) bezeichnet und die Unternehmen, die die Güter produzieren als nachgelagerte Unternehmen (englisch: downstream firm).2

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vertikale Integration: Einführung in das Thema der Unternehmenszusammenschlüsse und Abgrenzung der verschiedenen Formen der vertikalen Integration.

2 Vertikale Integration zur Vermeidung doppelter Marginalisierung: Theoretische und empirische Untersuchung, wie vertikale Integration den Preisaufschlag bei aufeinander folgenden Monopolen reduziert.

3 Vertikale Integration bei vollkommenem Wettbewerb im nachgelagerten Markt: Analyse der Auswirkungen vertikaler Integration bei festen und variablen Austauschverhältnissen der Inputfaktoren.

4 Vertikale Marktabschottung: Modellbasierte Darstellung der wettbewerbsbeschränkenden Motive und Konsequenzen vertikaler Zusammenschlüsse.

5 Wettbewerbspolitik und vertikale Integration: Einordnung der ökonomischen Ergebnisse in den rechtlichen Rahmen des deutschen Wettbewerbsrechts und der europäischen Kartellpolitik.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und der komplexen Beurteilung vertikaler Integration.

Schlüsselwörter

Vertikale Integration, Doppelte Marginalisierung, Marktabschottung, Industrieökonomik, Monopol, Wettbewerbspolitik, GWB, Inputfaktoren, Grenzkosten, Bertrand-Wettbewerb, Unternehmenszusammenschluss, Effizienz, Wohlfahrt, Preissetzung, Marktstruktur

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Motive und Auswirkungen von vertikalen Unternehmenszusammenschlüssen auf Märkten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die doppelte Marginalisierung, vertikale Marktabschottung und die wettbewerbspolitische Bewertung.

Was ist das primäre Ziel dieser wissenschaftlichen Untersuchung?

Ziel ist es, die theoretischen Anreize für eine vertikale Integration aufzuzeigen und zu prüfen, ob diese stets wohlfahrtsmindernd sind.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Es wird ein modelltheoretischer Ansatz (Partialanalysen) gewählt, um ökonomische Effekte unter verschiedenen Annahmen zu illustrieren.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert mathematische Modelle zu Monopolen, Inputfaktor-Substitution und Marktabschottung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie vertikale Integration, doppelte Marginalisierung und Marktabschottung aus.

Warum wird das PepsiCo-Beispiel für den „soda fountain“-Markt angeführt?

Das Beispiel dient der empirischen Illustration, wie doppelte Marginalisierung durch regionale Monopole bei Abfüllern zu hohen Endpreisen führen kann.

Was besagt das Ergebnis zur vertikalen Marktabschottung?

Die Ergebnisse sind ambivalent: Eine vertikale Marktabschottung führt nicht zwingend zu einer schlechteren Konsumentensituation, da auch gegensätzliche Effekte wirken.

Wie verändert die aktuelle Wettbewerbspolitik die Beurteilung?

Die Arbeit zeigt, dass aufgrund der Komplexität keine allgemeingültigen Handlungsempfehlungen möglich sind und eine fallweise Prüfung notwendig bleibt.

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Résumé des informations

Titre
Vertikale Unternehmenszusammenschlüsse und doppelte Marginalisierung
Université
University of Hohenheim  (Mikroökonomik)
Cours
AVWL
Note
1,3
Auteur
Diplom-Ökonomin Melanie Stahl (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
24
N° de catalogue
V94663
ISBN (ebook)
9783640106967
ISBN (Livre)
9783640112258
Langue
allemand
mots-clé
Vertikale Unternehmenszusammenschlüsse Marginalisierung AVWL
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom-Ökonomin Melanie Stahl (Auteur), 2005, Vertikale Unternehmenszusammenschlüsse und doppelte Marginalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94663
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Extrait de  24  pages
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