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Borderline-Persönlichkeitsstörung und Dialektisch-Behaviorale Therapie im Betreuten Wohnen

Title: Borderline-Persönlichkeitsstörung und Dialektisch-Behaviorale Therapie im Betreuten Wohnen

Bachelor Thesis , 2020 , 63 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Annika Seeger (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Bisher sind für die MitarbeiterInnen des Betreuten Wohnens (MdBW) keine spezifischen Methoden eingeführt worden, um KlientInnen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) während der Betreuung hilfreich zu unterstützen. Zusätzlich wird die Leistungserbringung des Betreuten Wohnens unabhängig vom Wohnort der KlientInnen angeboten, sodass die MdBW auf sich allein gestellt sind und vor der Herausforderung stehen, wie den KlientInnen geholfen werden kann. In diesem Zusammenhang könnte die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) eventuell einen hilfreichen Beitrag für die MdBW bei der Unterstützung von KlientInnen mit einer BPS leisten. "Eventuell", da bisher keine empirischen Studien oder Fachbücher zum Einsatz der DBT im Betreuten Wohnen vorhanden sind, obwohl eine Fortbildung zur/zum DBT-TherapeutIn für Sozial- und Pflegeberufe angeboten wird.

Die Vermutung, dass die DBT eine hilfreiche Unterstützung für die MdBW bieten kann, liegt jedoch nahe. Das hat den Grund, dass einzelne Methoden der DBT vorwiegend Erfolge aufweisen, wenn sie im alltäglichen Leben angewendet werden – also an dem Ort, wo die MdBW, im Gegensatz zu den TherapeutInnen, aktiv daran teilnehmen.

Angesichts der genannten Herausforderungen bei der Betreuung von BPS-Betroffenen im BW, befasst sich diese Bachelorarbeit mit der Frage, ob sich die DBT für eine hilfreiche Unterstützung von BPS-Betroffenen in das BW integrieren lässt.

Um diese Frage beantworten zu können, bedarf es zunächst eines Verständnisses der Herausforderungen, die im BW aufkommen können, also um zu begreifen, wie die/der BPS-Betroffene denkt, warum sie/er so geworden ist und warum sie/er so handelt. Aufgrund dessen wird in Kapitel zwei die BPS genauer erläutert. In Kapitel drei wird vertiefend die DBT und ihre spezifischen Methoden dargelegt, um zu verstehen, worin die DBT besteht und was sie so besonders macht. Da sich die MdBW zum Großteil aus Professionellen der Sozialen Arbeit (PSA) zusammensetzen, befasst sich Kapitel vier mit dem Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit und der in ihr verankerten gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit (GSA), der Sozialpsychiatrie (SP) und vertiefend mit dem Arbeitsfeld des BW. Kapitel fünf führt die Befunde der vorigen Kapitel zusammen, um eine mögliche Antwort auf die Frage zu finden, ob sich die DBT für eine hilfreiche Unterstützung von BPS-Betroffenen in das BW integrieren lässt und um diesbezüglich Lübecks Frage zu beantworten, womit diesen Menschen geholfen werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Borderline-Persönlichkeitsstörung

2.1. Etymologie und Epidemiologie

2.2. Epidemiologie und Störungsverlauf

2.3. Diagnostik

2.3.1. Klassifikationssystem ICD-10

2.3.2. Klassifikationssystem DSM-5

2.3.3. Kritik an den Klassifikationssystemen

2.4. Ätiologie

2.5. Symptome

2.5.1. Probleme mit Gefühlen (Emotionsregulation):

2.5.2. Probleme mit Mitmenschen

2.5.3. Probleme mit dem Selbst- und Körperbild

2.6. Komorbidität

2.7. Behandlungsmaßnahmen

3. Dialektisch-Behaviorale Therapie

3.1. Grundlagen

3.2. Therapeutische Grundhaltung und Grundannahme

3.3. Behandlungsstadien

3.4. Behandlungsstrategien

3.5. Skillstraining

3.6. Wirksamkeit und Kritik

4. Soziale Arbeit und das Betreute Wohnen

4.1. Definition der Sozialen Arbeit

4.2.Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit

4.3. Sozialpsychiatrie

4.4. Betreutes Wohnen für psychisch erkrankte Menschen

4.4.1. Grundlagen

4.4.2. MitarbeiterInnen und AdressatInnen im Betreuten Wohnen

4.4.3. Rechtliche Grundlagen

4.4.4. Fallzahlen und Wirksamkeit

5. Borderline-Persönlichkeitsstörung und Dialektisch-Behaviorale Therapie im Betreuten Wohnen

5.1. Borderline-Persönlichkeitsstörung im Betreuten Wohnen

5.2. Abgrenzung zur Psychotherapie

5.3. Dialektisch-Behaviorale Therapie im Betreuten Wohnen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und wie die evidenzbasierte Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) als unterstützende Methode in das Betreute Wohnen (BW) für Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) integriert werden kann, um die Versorgungssituation dieser KlientInnen nachhaltig zu verbessern.

  • Grundlagen und Symptomatik der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS)
  • Konzept und Methoden der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT)
  • Aufgaben der Sozialen Arbeit im Kontext des Betreuten Wohnens
  • Möglichkeiten der Integration DBT-basierter Ansätze in den Arbeitsalltag der MitarbeiterInnen des Betreuten Wohnens
  • Abgrenzung der Tätigkeitsfelder von Sozialarbeit und Psychotherapie

Auszug aus dem Buch

2.5.1. Probleme mit Gefühlen (Emotionsregulation):

„Die Borderline-Störung ist eine Störung der Emotionen. Da Emotionen in vielfältiger Form einen Einfluss auf Urteile und Verhaltensweisen haben, sind die Symptome der Erkrankung vielfältig und mehrschichtig“ (Rahn, 2019, S. 71). BPS-Betroffene erleben Gefühle heftiger und länger als andere Menschen und fühlen sich oftmals als Opfer ihrer eigenen Gefühle, welche sie nicht kontrollieren können. Sie reagieren aufgrund dessen unangemessen und schämen sich für ihr Verhalten im Nachhinein (vgl. Bohus & Reicherzer, 2012, S. 12 f.). Anbei befindet sich auf Seite 10 eine Spannungskurve, um zu verdeutlichen, wie intensiv BPS-Betroffene Emotionen im Vergleich zu Menschen erleben, welche nicht an der BPS erkrankt sind. Die senkrechte Achse gibt den emotionalen Erregungszustand der Probanden wieder. Die waagerechte Achse gibt den gemessenen Zeitpunkt über 24 Stunden wieder:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, mit der MitarbeiterInnen des Betreuten Wohnens konfrontiert sind, wenn sie KlientInnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung betreuen, und stellt die Forschungsfrage der Bachelorarbeit vor.

2. Borderline-Persönlichkeitsstörung: Dieses Kapitel erläutert die BPS, ihre Diagnostik nach ICD-10 und DSM-5, die Ätiologie sowie die drei Kernproblembereiche der Symptomatik.

3. Dialektisch-Behaviorale Therapie: Hier werden die Grundlagen, Behandlungsstadien, Strategien und das Skillstraining der DBT sowie deren Wirksamkeit und Kritik dargelegt.

4. Soziale Arbeit und das Betreute Wohnen: Das Kapitel befasst sich mit der Definition Sozialer Arbeit, der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit und den Spezifika des Betreuten Wohnens als Leistungsangebot der Eingliederungshilfe.

5. Borderline-Persönlichkeitsstörung und Dialektisch-Behaviorale Therapie im Betreuten Wohnen: Dieses Kapitel führt die Befunde zusammen und untersucht die praktische Integration von DBT-Methoden in den Arbeitsalltag des Betreuten Wohnens sowie die Abgrenzung zur Psychotherapie.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Möglichkeiten einer Integration der DBT-Methodik in die Soziale Arbeit im Betreuten Wohnen.

Schlüsselwörter

Borderline-Persönlichkeitsstörung, BPS, Dialektisch-Behaviorale Therapie, DBT, Betreutes Wohnen, Soziale Arbeit, Emotionsregulation, Skillstraining, Eingliederungshilfe, Sozialpsychiatrie, Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit, Krisenintervention, PatientInnenorientierung, Psychische Erkrankung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Unterstützung von KlientInnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) durch SozialarbeiterInnen im Rahmen des Betreuten Wohnens (BW).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft klinisches Wissen über die BPS und die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) mit den Strukturen und den praktischen Anforderungen der Sozialen Arbeit im Betreuten Wohnen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu untersuchen, ob und inwieweit sich Methoden der DBT in das Betreute Wohnen integrieren lassen, um MitarbeiterInnen eine hilfreiche Unterstützung im Umgang mit BPS-Betroffenen zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung aktueller Fachdiskurse, Modelle und empirischer Studien zur BPS, zur DBT und zum Betreuten Wohnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Störung, die Darlegung des DBT-Verfahrens, die Analyse des Arbeitsfeldes Soziale Arbeit sowie die abschließende Diskussion zur praktischen Anwendung dieser Ansätze im BW.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Borderline-Persönlichkeitsstörung, Dialektisch-Behaviorale Therapie, Betreutes Wohnen, Soziale Arbeit, Skillstraining und Eingliederungshilfe.

Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Arbeit mit BPS-KlientInnen im Betreuten Wohnen?

Die Arbeit hebt hervor, dass BPS-Betroffene das Personal oft vor große Herausforderungen stellen, da bisher spezifische Methoden für den Alltag im BW fehlten und die Interaktion oft durch Konflikte oder Gefühle der Hilflosigkeit geprägt ist.

Können SozialarbeiterInnen eigenständig DBT-Techniken anwenden?

Ja, sofern sie entsprechende Fortbildungen (z.B. DBT für Sozial- und Pflegeberufe) besucht haben, können sie bestimmte Techniken und das Skillstraining zur Unterstützung im Alltag einsetzen, auch wenn sie keine eigenständige Einzeltherapie durchführen dürfen.

Warum wird die Abgrenzung zur Psychotherapie betont?

Die Abgrenzung ist wichtig, um die unterschiedlichen Rollen – das fest umrissene Setting der Psychotherapie gegenüber der alltagsbezogenen, flexiblen Unterstützung im Sozialraum – klar zu definieren und Überforderungen sowie falsche Erwartungen zu vermeiden.

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Details

Title
Borderline-Persönlichkeitsstörung und Dialektisch-Behaviorale Therapie im Betreuten Wohnen
College
University of Kassel  (Sozialwesen)
Grade
1,0
Author
Annika Seeger (Author)
Publication Year
2020
Pages
63
Catalog Number
V946866
ISBN (eBook)
9783346291769
ISBN (Book)
9783346291776
Language
German
Tags
Betreutes Wohnen Borderline-Persönlichkeitsstörung Borderline Dialektisch-Behaviorale-Therapie Dialektisch Behaviorale Therapie Sozialpsychiatrie Klinische Sozialarbeit Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit Abgrenzung zur Psychotherapie Soziale Arbeit im Gesundheitswesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annika Seeger (Author), 2020, Borderline-Persönlichkeitsstörung und Dialektisch-Behaviorale Therapie im Betreuten Wohnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/946866
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