Durch die aktuelle Covid-19-Pandemie hatte die Regierung eine Ausgangssperre verhängt. Personen wurden gebeten, sich weitestgehend sozial zu isolieren. Einige Personen hielten sich an alle Beschränkungen, andere Personen ignorierten den Sachverhalt rund um die Pandemie. Die Arbeit verfolgt das Ziel, erste Beweggründe der Menschen zu erforschen, die sich nicht an die Beschränkungen der Regierung hielten. Es wurden explorative Kategorien gebildet, die Stress- und Reaktanzverhalten als Folge der Beschränkungen identifizieren. Anhand von Experteninterviews wurde den Fragen nachgegangen, welche Faktoren für Stress und Reaktanz verantwortlich waren, wie mit den Beschränkungen umgegangen wurde und ob sich ein innerlicher Konflikt unter den Beschränkungen entwickelte.
Inhaltsverzeichnis
1 EINFÜHRUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG
1.3 AUFBAU DER ARBEIT
2 THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 PSYCHOLOGISCHE REAKTANZ
2.2 STRESSMODELL LAZARUS
2.3 BESCHRÄNKUNGEN UNTER COVID-19
2.4 FORSCHUNGSDEFIZITE & FORSCHUNGSFRAGE
3 METHODIK
3.1 FORSCHUNGSDESIGN
3.2 SAMPLING
3.3 DATENERHEBUNG
3.4 TRANSKRIPTION
3.5 DATENAUSWERTUNG
4 ERGEBNISSE UND INTERPRETATION
4.1 DARSTELLUNG DER KATEGORIEN
4.2 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE
5 FAZIT
5.1 ZUSAMMENFASSUNG
5.2 PRAKTISCHE IMPLIKATIONEN
5.3 LIMITATIONEN & ZUKÜNFTIGE FORSCHUNG
6 LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Beweggründe und Reaktionen von Menschen auf die staatlichen Einschränkungen während der COVID-19-Pandemie. Ziel ist es, auf Basis explorativer Experteninterviews Stress- und Reaktanzphänomene zu identifizieren, um zu verstehen, wie Individuen mit den veränderten Lebensumständen und inneren Konflikten umgehen.
- Anwendung der Theorie der psychologischen Reaktanz nach J. W. Brehm
- Integration des transaktionalen Stressmodells nach R. Lazarus
- Analyse von Bewältigungsstrategien (Coping) unter Pandemiebedingungen
- Untersuchung des Verhältnisses zwischen subjektivem Freiheitsverlust und Akzeptanz von Maßnahmen
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Durch die aktuelle Covid-19-Pandemie hatte die Regierung eine Ausgangssperre verhängt. Personen wurden gebeten, sich weitestgehend sozial zu isolieren. Dies umfasst, dass sich die Personen Zuhause aufhalten sollen, unnötige soziale Kontakte meiden und außerhalb des Heimes den nötigen Sicherheitsabstand wahren. Einige Personen hielten sich an alle Beschränkungen, andere Personen ignorierten den kompletten Sachverhalt rund um die Pandemie. Dies ging so weit, dass die Existenz des Virus in Frage gestellt wurde. Vermehrt fielen Personengruppen auf, die sich diesen Regeln widersetzten. Es kam zu Ordnungswidrigkeiten bis zu Strafanzeigen wegen Missachtung dieser Ausgangssperre.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel legt die Problematik der Pandemie-Beschränkungen dar, definiert das Ziel der Arbeit und gibt einen Überblick über den strukturellen Aufbau.
2 THEORETISCHER HINTERGRUND: Hier werden die zentralen Theorien, namentlich die Reaktanztheorie nach Brehm und das Stressmodell nach Lazarus, im Kontext der COVID-19-Beschränkungen erläutert.
3 METHODIK: Das Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Auswahl der Experten (Sampling), die Erhebung durch Interviews sowie die nach Mayring durchgeführte Inhaltsanalyse.
4 ERGEBNISSE UND INTERPRETATION: Hier erfolgt die Darstellung und Auswertung der Interviewergebnisse anhand der gebildeten Kategorien Reaktanz, Stress und Umgang mit Beschränkungen.
5 FAZIT: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, diskutiert praktische Implikationen für künftige Krisensituationen und zeigt Limitationen sowie weiteren Forschungsbedarf auf.
Schlüsselwörter
COVID-19, Pandemie, psychologische Reaktanz, Stressmodell, Lazarus, Coping, Bewältigungsstrategien, Experteninterviews, qualitative Inhaltsanalyse, soziale Isolation, Freiheitsverlust, Ausgangssperre, Verhaltenspsychologie, Krisenmanagement, Pandemie-Maßnahmen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert, wie Menschen psychologisch auf die staatlich verordneten Einschränkungen während der COVID-19-Pandemie reagieren und welche Stress- oder Reaktanzmuster dabei entstehen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die Reaktanztheorie (Widerstand gegen Freiheitsbeschränkung), das transaktionale Stressmodell nach Lazarus sowie Strategien zur Alltagsbewältigung in der Isolation.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Das primäre Ziel ist es, die individuellen Beweggründe für das Verhalten gegenüber den Pandemie-Maßnahmen zu erforschen und zu verstehen, warum manche Menschen mit Akzeptanz und andere mit Widerstand reagieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews basiert, welche anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Im Hauptteil werden die durch die Interviews gewonnenen Kategorien – Reaktanz, Stressbewältigung (Coping) und der Umgang mit den Maßnahmen – im Detail interpretiert und verknüpft.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den prägenden Begriffen zählen psychologische Reaktanz, Coping-Strategien, Pandemie-Maßnahmen, subjektive Freiheitswahrnehmung und soziale Isolation.
Wie unterscheidet sich das Coping der befragten Experten?
Die Experten zeigten unterschiedliche Ansätze: Während einer eher humorvoll oder emotionsorientiert mit der Belastung umging, fokussierte der andere stärker auf problemorientierte Bewältigung, etwa durch Schutzmaßnahmen.
Welche Rolle spielt die subjektive Wahrnehmung der Gefahr?
Die Ergebnisse zeigen, dass die Bewertung der Situation (Neubewertung) entscheidend für den Grad der empfundenen Bedrohung und die daraus resultierende Reaktanz oder Akzeptanz ist.
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- Nicolette Thöne (Author), 2020, Stress- und Reaktanzverhalten unter den Maßnahmen von COVID-19, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/946888