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Die Haut als symbolische Fläche zwischen Welt und Selbst. Eine Abhandlung über die künstlerische Adaption bei Stelarc

Título: Die Haut als symbolische Fläche zwischen Welt und Selbst. Eine Abhandlung über die künstlerische Adaption bei Stelarc

Trabajo Escrito , 2017 , 19 Páginas , Calificación: 1,8

Autor:in: Felix Scheel (Autor)

Arte - Iconografía, motivos, símbolos
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Leitmotiv der vorliegenden Arbeit ist es, anhand von Claudia Bethiens Werk „Haut” zu zeigen, dass sich die menschliche Haut seit dem 20. Jahrhundert zunehmend als rigide Grenzfläche zwischen „Ich” und Welt erweist und in diesem Sinne eine der bedeutenden Thematiken zeitgenössischer Kunst darstellt, worüber Fragen der Körpergrenze und Identität aufgeworfen und mit medienreflexiven Aspekten verknüpft werden. In diesem Diskurs hat das Inkarnat, als naturnachahmende Technik und vor allem als Farbdefinition, seine primäre Rolle verloren. Im Fokus dieser Hausarbeit steht daher eher die Thematisierung von Haut in der Kunst. Beispielhaft wird dabei die Performance-Kunst Stelarcs (bürgerlich Stelios Arcadiou) herangezogen.

Einleitend muss dabei jedoch festgehgalten werden, dass eine detaillierte, allumfassende Betrachtung des Hauttopois aus kunst-und kulturwissenschaftlicher Perspektive den Rahmen der vorliegenden Arbeit sprengen würde. Diese Schrift kann daher nur eine Momentaufnahme sein und konzentriert sich in diesem Sinne auf die Vorstellungen ausgewählter künstlerischer Arbeiten, die die Haut als explizite Grenzfläche thematisieren. Die Körperoberfläche ist in diesem Kontext nicht in erster Linie Organ, sondern symbolische Fläche zwischen Welt und „Selbst”, was sich unter anderem in der Bildenden Kunst Stelarcs abzeichnet. Gleichzeitig gibt das Einblick in den kulturellen Wandel, dem die Haut unterliegt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Hautbild im Wandel der Zeit: Theoretische Grundlagenbetrachtungen

3. Der physiologische Einfluss auf die Kunst: Die Suspensions Stelarcs

3.1 Begriffseingrenzung Performance-Kunst

3.2 Ziel und Durchführung der Suspensions-Performancereihe

3.3 Fazit zu den Suspensions

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den kulturellen und medizingeschichtlichen Wandel des Hautbildes von einer porösen, offenen Struktur hin zu einer rigiden Grenzfläche. Dabei wird analysiert, wie dieser theoretische Rahmen in der Performance-Kunst von Stelarc aufgegriffen wird, um die Körpergrenzen durch physische Überwindung und technologische Integration in Frage zu stellen.

  • Historischer Wandel des Hautverständnisses und der Körperanatomie
  • Die Haut als symbolische Grenzfläche zwischen Innen und Außen
  • Performance-Kunst als Medium zur Erforschung körperlicher Grenzen
  • Die Rolle der Suspensions-Performances von Stelarc als transhumanistisches Experiment
  • Interaktion zwischen biologischem Körper und mechanischer Technologie

Auszug aus dem Buch

3.2 Ziel und Durchführung der Suspensions-Performancereihe

Die Performancereihe Suspensions wurde von dem Künstler Stelarc, geboren 1946 unter seinem bürgerlichen Namen Stelios Arcaciou in Zypern, kreiert und zwischen 1977 und 1988 etwa zwei Dutzend Mal von ihm selbst durchgeführt 27 . Dabei folgt jede der Aufhängungsaktionen demselben Grundprinzip: Mittels mehrerer Assistenten lässt Stelarc seine Haut an 18 verschiedenen Stellen seines entkleideten Körpers mit Haken durchbohren, beziehungsweise fixieren. Jene Haken sind dabei mit Seilen oder Kabeln verbunden, an denen der Performer anschließend in die Höhe gezogen wird. Die „Schwerkraftslandschaft”28, welche an denen mit Haken fixierten Schnittstellen der Haut entsteht, sieht Stelarc dabei als interagierende Veranschaulichung zwischen der Schwerkraft und dem Körper selbst. Aufhängungszeiten sowie Aufführungsorte variieren bei diesen inszenatorisch gesetzten Performance-Arbeiten immens. Die längste Suspension-Events-Dauer betrug etwa dreißig Minuten, die kürzeste hingegen nur sechzig Sekunden. Fast schon choreographisch changierend fällt Stelarcs Auswahl der Aufführungsorte aus; hier wechselt er zwischen urban-öffentlichen Schauplätzen wie New York oder Kopenhagen 29 (siehe Abb.5. und Abb.6) und solchen in deutlich abgeschiedenen Regionen mit einer Setzung der Naturverbundenheit wie in Japan oder Australien30 auf (siehe Abb.7 und Abb.8). Die große Mehrzahl dieser Arbeiten wurde jedoch im Beisein eines engen Zuschauerkreises in diversen Galerien realisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische und kunstgeschichtliche Bedeutung der Haut als Grenzfläche zwischen Körper und Umwelt ein und benennt das Werk von Claudia Benthien als zentralen Bezugspunkt.

2. Das Hautbild im Wandel der Zeit: Theoretische Grundlagenbetrachtungen: Dieses Kapitel erläutert den epistemologischen Wandel des Hautverständnisses vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, weg vom porösen, offenen Körper hin zu einer abgeschlossenen, anatomisch definierten Grenze.

3. Der physiologische Einfluss auf die Kunst: Die Suspensions Stelarcs: Hier wird der theoretische Rahmen auf die zeitgenössische Performance-Kunst angewendet, wobei Stelarcs körperliche Grenzüberwindungen im Kontext von Transhumanismus und Technik untersucht werden.

3.1 Begriffseingrenzung Performance-Kunst: Dieser Abschnitt definiert Performance-Kunst als prozessorientierte, darstellende Disziplin und analysiert die Wirkung von Selbstverletzungsaktionen auf den Rezipienten.

3.2 Ziel und Durchführung der Suspensions-Performancereihe: Hier wird die praktische Umsetzung der Aufhängungsaktionen Stelarcs beschrieben, inklusive der technischen Fixierung und der choreographischen Variationen der Aufführungsorte.

3.3 Fazit zu den Suspensions: Dieses Fazit resümiert, wie Stelarc durch seine Suspensions die klassische Körpergrenze durchbricht und den Körper in ein mechanisches System synthetisiert.

4. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Ambivalenz zwischen technischer Utopie und der physischen Verwundbarkeit des Körpers.

Schlüsselwörter

Haut, Inkarnat, Körpergrenze, Performance-Kunst, Stelarc, Anatomie, Suspensions, Transhumanismus, Medizingeschichte, Körperoberfläche, Grenzfläche, Technik, posthuman, Körperbild, Selbstdarstellung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische und historische Bedeutung der menschlichen Haut als Grenzfläche zwischen Individuum und Außenwelt und deren Veränderung durch medizinische sowie technologische Einflüsse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anatomiegeschichte, der kulturelle Wandel des Körperbildes und die zeitgenössische Performance-Kunst, insbesondere das Werk des Künstlers Stelarc.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Haut vom porösen Gefäß zum rigiden Abschluss des Individuums entwickelte und wie Stelarc diese Grenze in seinen Performances transhumanistisch hinterfragt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kulturwissenschaftliche und kunsthistorische Herangehensweise gewählt, die historische Quellen und medizinische Theorien mit der Analyse spezifischer künstlerischer Praktiken verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Hautbegriffs im historischen Wandel und die praktische Analyse der "Suspensions"-Performance-Reihe von Stelarc.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Körpergrenze, Haut, Transhumanismus, Anatomie, Performance-Kunst und Stelarc charakterisieren.

Warum wählt Stelarc explizit die Haut als Ort der künstlerischen Intervention?

Für Stelarc fungiert die Haut als technische Schnittstelle, die er im Rahmen seiner Suspensions bewusst durchbricht, um den Körper als erweiterbares, technologisches Interface zu begreifen.

Welche Rolle spielt die medizinische Anatomie für das Verständnis der Arbeit?

Die Anatomie ab dem 16. Jahrhundert lieferte das theoretische Fundament, das den Körper als Mikrokosmos definierte und die Haut als finale, schützende Grenze etablierte, was wiederum den Ausgangspunkt für Stelarcs Gegenentwurf bildet.

Wie reagieren Rezipienten laut Autor auf die Suspensions?

Die Reaktionen reichen von Ekel und Schock bis zu Faszination, wobei der Künstler die Betrachter zwingt, sich mit ihrer eigenen Körperlichkeit und deren Verletzbarkeit intensiv auseinanderzusetzen.

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Detalles

Título
Die Haut als symbolische Fläche zwischen Welt und Selbst. Eine Abhandlung über die künstlerische Adaption bei Stelarc
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Kulturwissenschaft)
Curso
Vergleichendes Sehen als Methode
Calificación
1,8
Autor
Felix Scheel (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
19
No. de catálogo
V947119
ISBN (Ebook)
9783346293152
Idioma
Alemán
Etiqueta
Haut Stelarc Kunst Aktionskunst Symbol Inkarnat Suspension Sakrifizierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Felix Scheel (Autor), 2017, Die Haut als symbolische Fläche zwischen Welt und Selbst. Eine Abhandlung über die künstlerische Adaption bei Stelarc, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/947119
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