In der vorliegenden Arbeit wird der Frage nachgegangen, welche Modelle und Konzepte benötigt werden, um für Menschen mit Migrationshintergrund eine Integration ins Gesundheitswesen zu ermöglichen. Ziel der Arbeit ist die Darstellung von Modellen und Konzepten, welche eine Integration ins Gesundheitswesen ermöglichen.
Die Arbeit umfasst 6 Kapiteln. Zunächst wird der theoretische Bezugsrahmen beschrieben. Es werden zunächst die geschichtliche Migration in Deutschland dargestellt anschließend wird der Begriff Menschen mit Migrationshintergrund erläutert. Danach wird die Thematik "Migration" und "Gesundheit" vorgestellt. Nach dem theoretischen Bezugsrahmen wird die die Methode erläutert. Für die vorliegende Arbeit wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt. Die aus der Methodik gewonnene Ergebnisse werden anschließend diskutiert und es folgt ein Fazit. Die Arbeit wird mit einer Reflexion abgeschlossen.
Im Zuge einer pluralistischen Gesellschaft muss das deutsche Gesundheitssystem unbedingt in der Lage sein, auch mit der gesellschaftlichen Vielfalt in Krankenhäuser und Praxen umzugehen. Die aus der Untersuchung gewonnen Erkenntnisse kann dem Gesundheitswesen dabei helfen, den Umgang mit Barrieren neu zu gestalten. Die Förderung des reflektierten Umgangs mit unterschiedlichen Werthaltungen, der Beziehungsgestaltung und interkulturellen Handlungskompetenz sind entscheidend und stellen Herausforderungen des gesamten Gesundheitswesens dar. Angesicht dieser Tatsache beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit den Menschen mit Migrationshintergrund und die Schaffung einer Integration ins Gesundheitswesen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Problemdarstellung
Fragestellung und Ziel
1. Theoretischer Bezugsrahmen
1.1 Migration in Deutschland
1.2 Migration und Gesundheit
1.2.1 Die gesundheitliche Lage
1.2.2 Determinanten gegen die Integration ins Gesundheitswesen
1.3 Modelle und Konzepte
2. Methode
3. Ergebnisse
4. Diskussion
4.1 Interventionsvorschläge für Menschen mit Migrationshintergrund
4.2 Interventionsvorschläge für das Personal und die Institutionen im Gesundheitswesen
4.3 Weitere Interventionsvorschläge
5. Fazit
6. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Modelle und Konzepte, die eine erfolgreiche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in das deutsche Gesundheitswesen ermöglichen können, um bestehende Barrieren abzubauen und Chancengleichheit zu fördern.
- Migration in Deutschland und gesundheitliche Implikationen
- Analyse von Integrationsbarrieren im Gesundheitssystem
- Systematische Literaturrecherche zu Modellen und Konzepten
- Interventionsvorschläge für Patienten, Fachpersonal und Institutionen
- Förderung der Gesundheitskompetenz und migrationssensibler Strukturen
Auszug aus dem Buch
3. Ergebnisse
Im folgenden Kapitel werden, die aus der systematischen Literaturrecherche gewonnenen, Ergebnisse dargestellt.
Die Studie von Renner, I. und Winkelmann, C. „Das Webportal Zanzu. Ein Beitrag zur sexuellen Gesundheit von Migrantinnen und Migranten“ beschäftigt sich mit der Konzipierung einer Webseite und ihrer Wirksamkeit. Gemeinsam mit der belgischen Organisation Sensoa hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung das Webprotal Zanzu entwickelt. Das Konzept der Webseite stellt verschiedene Themen zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit vor. Diese Themen werden in 13 verschiedenen Sprachen angeboten, weiterhin sollen andere Sprachen angeboten werden. Es wird auf eine einfache Sprache mit vielen Bildern geachtet. Obwohl das Webportal so aufgebaut ist, dass es von Migrant*innen genutzt werden kann, dient es als Unterstützungsangebot für Multiplikator*innen, Berater*innen, Ärzt*innen in Beratungsstellen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der gesellschaftlichen Vielfalt im deutschen Gesundheitswesen und definiert das Ziel, den Umgang mit Barrieren durch neue Erkenntnisse zu verbessern.
Problemdarstellung: Dieses Kapitel thematisiert die geringere Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen durch Menschen mit Migrationshintergrund sowie Probleme wie Über- und Unterversorgung.
Fragestellung und Ziel: Hier wird die zentrale Forschungsfrage nach Modellen und Konzepten zur Integration ins Gesundheitswesen formuliert.
1. Theoretischer Bezugsrahmen: Das Kapitel erläutert historische Hintergründe der Migration, den Zusammenhang von Migration und Gesundheit sowie zentrale Begriffe und Modelle.
2. Methode: Es wird die Durchführung einer systematischen Literaturrecherche in Datenbanken wie PubMed, LIVIVO und CareLit beschrieben.
3. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren identifizierte Studien zu Webportalen, Pflegeschulungen, Migrantenselbstorganisationen und migrationssensiblen Beratungsangeboten.
4. Diskussion: Dieser Abschnitt interpretiert die Ergebnisse und leitet spezifische Handlungsempfehlungen für Patienten, Fachpersonal und Institutionen ab.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit organisationaler Veränderungen und die Förderung interkultureller Kompetenz zusammen.
6. Reflexion: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Perspektive als Migrantenkind und ihre Erfahrungen als Sprachmittlerin im Gesundheitskontext.
Schlüsselwörter
Migration, Gesundheit, Migrationshintergrund, Gesundheitswesen, Integration, Gesundheitskompetenz, Literaturrecherche, Barrieren, Patientenberatung, Migrantenselbstorganisation, Pflegeschulung, Prävention, Chancengleichheit, transkulturelle Pflege, digitale Gesundheitsinformationen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Menschen mit Migrationshintergrund besser in das deutsche Gesundheitssystem integriert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Zusammenhänge zwischen Migration und Gesundheit, die Analyse von Zugangsbarrieren sowie verschiedene Modelle und Konzepte zur Lösungsfindung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Darstellung von Modellen und Konzepten, die eine tatsächliche Integration und Chancengleichheit im Gesundheitswesen ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Zur Erhebung der Daten wurde eine systematische Literaturrecherche in medizinischen und pflegewissenschaftlichen Datenbanken durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bezugsrahmen, die Darstellung der methodischen Vorgehensweise sowie die Präsentation und Diskussion der aus der Literaturrecherche gewonnenen Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Migrationshintergrund, Gesundheitskompetenz, interkulturelle Öffnung, Barrierefreiheit und patientenzentrierte Versorgung.
Welchen Stellenwert nimmt die Digitalisierung in dieser Untersuchung ein?
Digitale Angebote wie das Webportal "Zanzu" werden als effektive Mittel zur Sprachbarrieren-Überwindung und zur Informationsvermittlung hervorgehoben.
Warum sind Migrantenselbstorganisationen (MSO) laut der Studie wichtig?
MSO dienen als Brückenbauer und Vermittler, die den Zugang und die Akzeptanz von Gesundheitsleistungen in den jeweiligen Zielgruppen signifikant erhöhen können.
- Citation du texte
- Hamdi Abdirahim (Auteur), 2020, Barrieren im Gesundheitswesen für Menschen mit Migrationshintergrund. Modelle und Konzepte zur Ermöglichung einer Integration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/947154