Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, inwiefern Routinen und Rituale beim Stressabbau und bei der Leistungsunterstützung im Leistungssport helfen. Die Untersuchung wird anhand des NBA-Spielers Stephen Curry beispielhaft durchgeführt. Nach einer kurzen Einführung werden zunächst die grundlegenden Begriffe 'Routine', 'Rituale' und 'Stress' definiert. Anschließend wird die Thematik des Leistungssports eingehender betrachtet. Danach liegt der Fokus auf Coping-Strategien zur Stressbewältigung. Hierbei werden die Methoden des autogenen Trainings, der progressiven Muskelrelaxation sowie naive Bewältigungsstrategien dargestellt.
Im Anschluss daran wird nochmals auf die Thematik der Routine näher eingegangen. Speziell die Warm-Up Routine im Leistungssport wird genauer betrachtet. Dann wird das Beispiel des NBA-Spielers Stephen Curry fokussiert. Abschließend wird noch auf die Leistungssteigerung und den Stressabbau durch Routinen eingegangen.
Immer wieder geraten wir Menschen in Situationen, die wir als stressig empfinden und in denen verschiedene Menschen auf sehr unterschiedliche Methoden der Stressreduktion zurückgreifen. Gerade für Sportler treten solche Situationen oft vor Wettkämpfen bzw. wichtigen sportlichen Ereignissen auf, also genau in den Momenten, in denen höchste Konzentration und Leistungsbereitschaft gefragt ist. Wie aber kann in solchen Situationen das Stressempfinden gesenkt werden und welche Vorgehensweisen und Techniken gibt es, die gleichzeitig nicht nur Stress reduzieren, sondern außerdem auch noch zur Leistungsoptimierung führen können?
Menschliche Gewohnheiten, wie Routinen und Rituale, sind in vielen Kulturen in sehr vielen Bereichen des Lebens ein fester Bestandteil. So auch im Sport und das vor allem, wenn es sich um den Leistungssport handelt. Jeder Spitzensportler besitzt dementsprechend ein festes Repertoire an Übungen und Bewegungen, das er in sein Training integriert und regelmäßig wiederholt. Gerade vor Wettkämpfen gilt eine routinierte Erwärmung als besonders wichtig, da so die Muskulatur gelockert und erwärmt wird, um im Wettkampf möglichst gute Leistungen zu erbringen. Dienen diese Warm-Up Routinen dabei lediglich der physischen Erwärmung oder können sie auch als Techniken der mentalen Stressreduktion vor dem anstehenden Wettkampf gesehen bzw. genutzt werden?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition Routine
3. Definition Ritual
4. Definition Stress
4.1 Eustress und Dysstress
4.2 Methoden des Stressabbaus
5. Leistungssport
6. Coping-Strategien zur Stressbewältigung
6.1 Autogenes Training
6.2 Progressive Muskelrelaxation
6.3 Naive Bewältigungsstrategien
7. Routine
8. Warm-Up Routinen im Leistungssport
9. Beispiel Stephen Curry
10. Leistungssteigerung und Stressabbau durch Routinen
11. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Routinen und Ritualen im Leistungssport, insbesondere im Hinblick auf deren Wirkung zur Stressreduktion und zur Unterstützung der sportlichen Leistungsfähigkeit. Anhand theoretischer Ansätze und der Analyse der spezifischen Aufwärmroutine des NBA-Stars Stephen Curry wird dargelegt, wie Sportler durch gezielte Handlungsmuster ihre Konzentration steigern und physiologische wie mentale Bestform erreichen können.
- Theoretische Grundlagen zu Routine, Ritual und Stressbegriffen
- Darstellung verschiedener Coping-Strategien zur Stressbewältigung
- Analyse der Funktion von Warm-Up Routinen im Hochleistungssport
- Fallbeispiel Stephen Curry: Untersuchung seiner Pre-Game Routine
- Zusammenhang zwischen Routinen, Leistungssteigerung und Stressabbau
Auszug aus dem Buch
Beispiel Stephen Curry
Wardell Stephen „Steph“ Curry II ist ein professioneller Basketballspieler der Golden State Warriors in den USA und gilt als einer der besten Dreipunktewerfer aller Zeiten. In der Saison 2014/15 sowie 2015/16 wurde er zum MVP, dem wertvollsten Spieler der Liga gewählt. Zudem stand er mit den Golden State Warriors von 2015 bis 2019 fünf Mal in den NBA Finals, von welchen sie drei Meisterschaften (2015, 2017, 2018) gewinnen konnten (vgl. ESPN Player Statistics, 2019). Curry hält den NBA-Rekord für die meisten Dreier in einer Saison mit 402 getroffenen Würfen. Mit einer Wurfquote von 50,5 Prozent aus dem Feld, 45,4 Prozent von der Dreipunktelinie und 90,9 Prozent Freiwurfquote ist er zudem Mitglied des elitären 50-40-90-Klub, wobei Curry der erste Spieler ist, der dabei über 30 Punkte pro Spiel erzielte (vgl. ESPN Player Statistics, 2019).
Durch Currys spektakulären Spielstil und seine vielen Dreipunktewürfe ist er einer der beliebtesten Spieler in der NBA. Seine Fans kommen sogar früher in die Hallen, um ihn beim aufwärmen zu sehen (vgl. National Basketball Association, 2016). Sogar bei Auswärtsspielen sind teilweise mehr Fans in der Halle um Curry zu sehen, anstatt Spieler des Heimteams. Lokale TV-Sender übertragen bereits vor Spielbeginn das die Warm-Up Routine von dem Spieler der Golden State Warriors (vgl. Haynes, 2018).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Stressreduktion im Sport und Vorstellung der zentralen Fragestellung am Beispiel von Stephen Curry.
2. Definition Routine: Erläuterung des Routine-Begriffs als erlernte, sicher ausgeführte Tätigkeit im täglichen Ablauf.
3. Definition Ritual: Abgrenzung von Ritualen durch ihre festgelegte Struktur, Symbolik und psychologische Bedeutung.
4. Definition Stress: Definition von Stress als Spannungszustand sowie Differenzierung zwischen Eustress und Dysstress.
5. Leistungssport: Charakterisierung des Leistungssports im Vergleich zum Breiten- und Gesundheitssport durch das Ziel maximaler Leistungsfähigkeit.
6. Coping-Strategien zur Stressbewältigung: Vorstellung wissenschaftlich fundierter Verfahren wie autogenes Training und progressive Muskelrelaxation sowie naiver Bewältigungsstrategien.
7. Routine: Vertiefende Betrachtung von Routinen als Handlungsmuster zur Vorbereitung und Optimierung der Technikausführung.
8. Warm-Up Routinen im Leistungssport: Analyse der Rolle von Warm-Up Routinen für kognitive und emotionale Leistungsbereitschaft im Wettkampf.
9. Beispiel Stephen Curry: Detaillierte Betrachtung der individuellen Pre-Game Routine von Stephen Curry als Erfolgsfaktor.
10. Leistungssteigerung und Stressabbau durch Routinen: Wissenschaftliche Untersuchung des Nutzens von Routinen für die Stabilität und motorische Ansteuerung.
11. Fazit: Zusammenfassende Erkenntnisse über die Bedeutung individuell angepasster Routinen zur Leistungsoptimierung und Stressbewältigung.
Schlüsselwörter
Routinen, Rituale, Leistungssport, Stressbewältigung, Coping-Strategien, Stressreduktion, Leistungsoptimierung, Stephen Curry, Basketball, Warm-Up, Sportpsychologie, Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Handlungsmuster, Wettkampfvorbereitung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie Sportler durch den gezielten Einsatz von Routinen und Ritualen Stress abbauen und ihre Leistungsfähigkeit im Wettkampf optimieren können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit beleuchtet die Definitionen von Stress, Routinen und Ritualen sowie deren Anwendung als Coping-Strategien im Kontext des professionellen Leistungssports.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu ergründen, inwiefern Routinen und Rituale helfen, Stress zu reduzieren und Leistungen im Sport zu unterstützen, illustriert durch ein praktisches Fallbeispiel.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse zu sportpsychologischen Coping-Strategien und einer fallbezogenen Analyse der Pre-Game Routine des Basketballers Stephen Curry.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Definitionen, Coping-Methoden) und die praktische Anwendung (Warm-Up Routinen, Fallbeispiel Stephen Curry, Erkenntnisse zur Leistungssteigerung).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Routinen, Rituale, Leistungssport, Stressbewältigung, Coping-Strategien, Leistungsoptimierung und Sportpsychologie.
Welche Bedeutung haben die von Stephen Curry angewandten Routinen?
Seine Routinen dienen primär dazu, Lockerheit zu generieren, ein positives Gefühl für das Spiel zu bekommen und durch die ständige Wiederholung eine konstante "Muscle Memory" für seine Wurfbewegungen zu schaffen.
Warum ist das "Naive Bewältigungsstrategien" Kapitel wichtig für das Verständnis?
Es verdeutlicht, dass neben wissenschaftlich fundierten Techniken wie dem autogenen Training auch informelle, durch Erfahrung gewachsene Bewältigungsweisen im Sportalltag eine große Rolle spielen.
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- Manuel Knobelspieß (Author), Loreena Hadaschik (Author), 2019, Routinen und Rituale im Leistungssport. Stressabbau und Leistungsunterstützung durch Warm-Up Routinen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/947164