Die Zielsetzung dieser Arbeit ist es, zu prüfen, inwieweit die Open-Space-Methode zur Verbesserung von Mitarbeiterzufriedenheit dienen kann. Dazu soll zunächst dargestellt werden, woher die Methode OS kommt, wie sie funktioniert und was sie erfolgreich macht. In einem zweiten Schritt soll dann abgegrenzt werden, was unter Mitarbeiterzufriedenheit zu verstehen ist. Anschließend geht es dann darum, wie sich Open Space und Mitarbeiterzufriedenheit verbinden lassen, welche Rolle die Personalentwicklung dabei einnehmen kann und wo eventuelle Stolpersteine sein könnten.
OS erscheint aus Sicht vieler klassischer Unternehmen als eher revolutionäre Methode, die zunächst einmal Skepsis beim Management hervorruft. Doch häufig kommt der Wunsch nach Nutzung dieser Methode aus der Mitarbeiterschaft oder als Vorschlag der Personalentwicklung, um einmal etwas anders zu machen als sonst.
Mitarbeiterzufriedenheit ist kein sehr greifbares Thema und von vielen subjektiven Erfahrungen und Einstellungen geprägt. Sie lässt sich nicht buchhalterisch begründen und doch steht und fällt mit ihr der Erfolg eines Unternehmens. Verbreitet sich ein Gefühl der Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern, so könnte gerade ein so außergewöhnlicher Ansatz wie Open Space eventuell das geeignete Mittel der Wahl sein, um wieder zu mehr Zufriedenheit zu kommen. Ob sich dies tatsächlich für die breite Masse der Unternehmen so umzusetzen lässt oder wo vielleicht die Grenzen liegen, wird zu betrachten sein.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Open Space
2.1 Entstehung
2.2 Durchführung
2.2.1 Funktionsweise
2.2.2 Setting
2.2.3 Regeln
2.2.4 Ablauf
2.3 Erfolgsfaktoren und Grenzen
3. Mitarbeiterzufriedenheit
4. Handlungsempfehlungen
4.1 Verbindung von Open Space und Mitarbeiterzufriedenheit
4.1.1 Direkte Herangehensweise
4.1.2 Subtile Verwendung
4.2 Die Rolle von PE
4.3 Stolpersteine
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial der Open-Space-Methode als Instrument zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit in Unternehmen. Es wird analysiert, unter welchen Voraussetzungen Open Space erfolgreich eingesetzt werden kann, welche Rolle die Personalentwicklung dabei spielt und welche Risiken sowie Stolpersteine bei der Anwendung bestehen.
- Grundlagen und Entstehung der Open-Space-Methode
- Struktur und Funktionsweise des klassischen Open Space
- Definition und Einflussfaktoren der Mitarbeiterzufriedenheit
- Direkte und subtile Einsatzmöglichkeiten von Open Space zur Zufriedenheitssteigerung
- Die Rolle der Personalentwicklung als Begleiter von Veränderungsprozessen
- Kritische Erfolgsfaktoren und Stolpersteine in hierarchischen Organisationen
Auszug aus dem Buch
2.2.3 Regeln
Auch wenn OS als eine selbstorganisierte Konferenz abläuft, so gibt es doch einige wenige Regeln, die dem gewollten Chaos einen Rahmen bieten.
Nach Owen gibt es da zunächst einmal die ‚vier Grundsätze‘:
1) Wer immer kommt, es sind die richtigen Leute
Es geht hier nicht um die Quantität oder woher die TN kommen. Sondern vielmehr darum, dass die Konferenz auf freiwilliger Teilnahme beruht und somit jeder, der teilnimmt eine Leidenschaft für das Thema mitbringt. Dies führt zu Vielfalt und Interaktion. Hierarchien bleiben unerheblich.
2) Was immer geschieht, ist das Einzige, was geschehen kann
Dieser Grundsatz beschreibt, wie wichtig es ist, sich von Altbekanntem und Vergangenem zu lösen. Die TN sollen sich auf das Jetzt einlassen und den ‚offenen Raum‘ nutzen. Das Unerwartete und Kreative wird zu den größten Erfolgen führen.
3) Es fängt an, wenn die Zeit reif ist
Kreativität folgt keinen Zeitplan. Die TN sollen sich darauf einlassen, dass, wenn die Energie fließt, Zeitpläne auch über den Haufen geworfen werden können.
4) Vorbei ist vorbei
Wenn ein Thema ausdiskutiert ist, müssen die TN es auch beenden, um ihre Energien für die restliche Zeit in andere wichtige Themen stecken zu können. Vorgesehene Zeitpläne können abgeändert werden. Gleiches gilt auch, wenn ein Thema noch etwas mehr Zeit braucht als ursprünglich vorgesehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Konzept des Open Space ein und begründet die Relevanz der Methode für die Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit im Unternehmenskontext.
2. Open Space: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, die wesentlichen Abläufe, die Spielregeln sowie die Erfolgsfaktoren und Grenzen des Open-Space-Modells nach Harrison Owen.
3. Mitarbeiterzufriedenheit: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Begriffs der Mitarbeiterzufriedenheit, ihrer komplexen Einflussfaktoren und der Bedeutung für das betriebliche Umfeld.
4. Handlungsempfehlungen: Das Kapitel bietet konkrete Ansätze für den Einsatz von Open Space, analysiert die Rolle der Personalentwicklung und identifiziert kritische Stolpersteine bei der Implementierung.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung ab, in der betont wird, dass Open Space kein universelles Heilmittel ist, sondern eine unternehmensindividuelle Abwägung erfordert.
Schlüsselwörter
Open Space, Mitarbeiterzufriedenheit, Personalentwicklung, Großgruppenkonferenz, Selbstorganisation, Unternehmenskultur, Führungsstil, Veränderungsprozesse, Leidenschaft, Eigenverantwortung, Arbeitsmotivation, Organisationsentwicklung, Konfliktmanagement, Arbeitsbedingungen, Prozessbegleitung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Eignung von Open Space als innovative Konferenzmethode, um die Zufriedenheit von Mitarbeitern in Unternehmen positiv zu beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise von Open Space, der Definition von Mitarbeiterzufriedenheit sowie der Schnittstelle zwischen diesen beiden Feldern im Kontext der Personalentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Open Space sowohl direkt als auch indirekt eingesetzt werden kann, um eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit zu erreichen und welche Rahmenbedingungen hierfür nötig sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung theoretischer Konzepte renommierter Experten wie Harrison Owen, Carole Maleh und Manfred Becker.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung der Open-Space-Methode, eine Analyse von Mitarbeiterzufriedenheit und die Anwendung dieser Erkenntnisse auf praktische Handlungsempfehlungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentral sind Begriffe wie Open Space, Mitarbeiterzufriedenheit, Selbstorganisation, Personalentwicklung und Unternehmenskultur.
Warum ist die Freiwilligkeit der Teilnahme so entscheidend für Open Space?
Freiwilligkeit ist laut Owen die Grundvoraussetzung, da nur durch persönliches Interesse und Leidenschaft am Thema die nötige Energie und Eigenverantwortung entstehen, die den Erfolg der Methode sichern.
Warum kann Open Space in hierarchischen Unternehmen scheitern?
Wenn ein Management trotz der Einführung von Open Space an strikter Kontrolle festhält und erarbeitete Ergebnisse der Mitarbeiter im Nachgang ignoriert oder einschränkt, führt dies zu Frustration und einem Vertrauensverlust.
Welche Rolle spielt die Personalentwicklung bei der Durchführung eines Open Space?
Die Personalentwicklung fungiert als wichtiger Begleiter, der das Management beraten, den Vorbereitungsworkshop unterstützen und die Nachhaltigkeit der im Open Space entwickelten Ergebnisse sicherstellen kann.
- Quote paper
- Alexandra Gruthoff (Author), 2018, Open Space als Methode zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/947247