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Inclucity - Utopie einer Stadt für Alle

Title: Inclucity - Utopie einer Stadt für Alle

Examination Thesis , 2002 , 85 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Phillip Nothdurft (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Einleitend möchte ich zunächst etwas zur Genese des Begriff ′Inclucity′ sagen, um dann meine Motivation, mich mit dem Thema zu befassen, offen zu legen.

Der Begriff ′Inclucity′ ist eine Wortschöpfung und setzt sich aus den englischen Worten ′Inclusion′ und ′City′ zusammen. Beide Wörter stehen auch in der deutschen Sprache zur Verfügung: ′Inklusion′ und ′Stadt′. Ich habe mich aber, vor allem aus drei Gründen, für die englischen Wörter entschieden.

Erstens beruht die Idee zu diese Arbeit z.T. auf der Mitarbeit in einem Projekt an der Heilpädagogischen Fakultät der Universität zu Köln, das den Titel ′Inclucity Cologne and Fureai Wing Project′ trägt und sich mit der Frage befasst, ob Köln eine ′Stadt für Alle′ ist. Ich lehne mich mit dem Titel an das Projekt an.

Zum zweiten ist die Idee der Inclusion (auf die ich im zweiten Kapitel differenzierter eingehen werde) maßgeblich im anglo-sächsischen Raum geprägt worden. Ich trage also mit der Wahl des Titels auch der Herkunft der Idee ein Stückweit Rechnung.

Der dritte Grund ist rein subjektiver Art, aber nicht weniger wichtig: das Wort ′Inclucity′ klingt in meinen Ohren besser als eine mögliche deutsche Version wie z.B. ′InkluStadt′. Ein Wort, vor allem eines, das in einem Titel erscheint, sollte m.E. nicht nur einen Inhalt transportieren, sondern auf eine angenehme Art und Weise klingen und eine Aussprache nicht unnötig erschweren.
(...)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zum Thema

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Was ist Inclusion? - Ein Diskurs

Was will Inclusion?

Wir sollen anders Leben!

Bildet der Konstruktivismus die Grundlage der Inclusion?

Ist wissenschaftliche Wahrheit objektiv?

Die Wissenschaft als Werkzeug für das Leben

Inclusion ist in Bewegung! Ist Inclusion eine Bewegung?

Der nicht geführte Diskurs

Von der Utopie zur Atopie

Die inclusive Gesellschaft – meine Zusammenfassung

3 Die 'Inclucity' als ein Aspekt einer inclusiven Gesellschaft

3.1 Warum gerade die Stadt als ein Aspekt?

3.2 Wohnen

3.3 Leben in der Öffentlichkeit

3.4 Betreuung und Assistenz

3.5 Die Größe der Einheiten und (politische) Partizipation

3.6 Bildung

3.7 Arbeit

4 Resumee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Konzept der "Inclucity" als Utopie einer Stadt für alle, basierend auf der Idee der sozialen Inklusion. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie inklusive Prinzipien im städtischen Lebensraum konkret umgesetzt werden können, wobei die Arbeit kritisch den Paradigmenwechsel in der Sonderpädagogik sowie die Rolle von Theorie und Utopie hinterfragt.

  • Grundlagen und Diskurse zum Inklusionsbegriff
  • Konstruktivistische Erkenntnistheorien als Werkzeuge für soziale Veränderungen
  • Die städtische Umgebung als komplexer Lebensraum für Inklusion
  • Konkrete Handlungsfelder wie Wohnen, Bildung und Arbeit unter inklusiven Aspekten
  • Herausforderungen der politischen Partizipation und Assistenzkonzepte

Auszug aus dem Buch

Die Wissenschaft als Werkzeug für das Leben

THOMAS und LOXLEY sehen Theorien als sog. 'thinking tools'. Sie vertreten damit die Meinung, dass Wissenschaft und Theoriebildung nur als Werkzeug zur Entwicklung von Handlungsstrategien dienen dürfe und nicht als Richtschnur. Diese 'thinking tools', diese Denk-Werkzeuge sollen benutzt werden so oft und so lange sie nützlich sind und weggelegt werden (und das ist m.E. der entscheidende Aspekt), wenn ihre Anwendung der Suche nach Lösungen eines Problems im Weg steht.

„[Theory] ...can be valuable enabling the perception of something in a different light or from a different perspective. However, where it dominates though, permanently dictating the direction of analysis, it can become hypnotic and even dangerous“ (2001, 9).

Theorie ist demnach vor allem dann sinnvoll, wenn sie in Form eines 'temporary construct' (vgl. ebd., 10) einen neuen, einen anderen Blickwinkel ermöglicht.

„It is something that comes and goes: a brief model, a metaphor, an idea or set of ideas which come out of one's thinking, one's reading and one's experience of the world“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Begriffs 'Inclucity' und der persönlichen Motivation des Autors, sich mit den Themen Inklusion, Utopie und Stadt im sonderpädagogischen Kontext auseinanderzusetzen.

2 Was ist Inclusion? - Ein Diskurs: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Inklusionsbegriff durch einen virtuellen Diskurs verschiedener Ansätze, inklusive der kritischen Betrachtung des Konstruktivismus.

3 Die 'Inclucity' als ein Aspekt einer inclusiven Gesellschaft: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf konkrete städtische Lebensbereiche wie Wohnen, Öffentlichkeit, Bildung und Arbeit.

4 Resumee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Plädoyer für die kontinuierliche Weiterarbeit an inklusiven Konzepten im urbanen Raum.

Schlüsselwörter

Inklusion, Inclucity, Stadt für Alle, Behindertenpädagogik, Konstruktivismus, Utopie, Atopie, Stadtplanung, Partizipation, Assistenzkonzepte, Wohnen, Bildung, Arbeit, soziale Gerechtigkeit, Thinking Tools.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das utopische Konzept einer "Inclucity", einer inklusiven Stadt, in der kein Mensch aufgrund von Behinderungen oder anderen Merkmalen ausgeschlossen wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft behindertenpädagogische Theorien mit stadtsoziologischen Fragestellungen und analysiert Bereiche wie Wohnen, Bildung, Arbeit und öffentliche Teilhabe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie inklusive Prinzipien in konkreten Projekten und Lebensbereichen des urbanen Raums realisiert werden können, ohne dabei in starren Definitionen zu verharren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wählt einen diskursiven Ansatz, der verschiedene Fachpositionen zusammenführt und Theorien, insbesondere den Konstruktivismus, als "Thinking Tools" (Denkwerkzeuge) für die Praxis versteht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Diskursanalyse zum Inklusionsbegriff und eine praktische Anwendung auf städtische Lebensbereiche, unterstützt durch Beispiele wie das "Haus Mobile" oder das Projekt "Park Fiction".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Inklusion, Konstruktivismus, Utopie/Atopie, Partizipation und die Gestaltung eines sozialen Raums im städtischen Umfeld.

Warum wird der Begriff "Inclucity" gewählt?

Der Begriff ist eine Wortschöpfung aus "Inclusion" und "City", um den Anspruch einer Stadt zu unterstreichen, die alle Menschen einschließt und die Vielfalt als Potenzial begreift.

Wie bewertet der Autor "utopische Konzepte"?

Der Autor plädiert für einen "atopischen" Ansatz – statt einer unerreichbaren Utopie sollen schrittweise kleine Veränderungen an vielen Orten ein Mosaik einer inklusiven Gesellschaft bilden.

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Details

Title
Inclucity - Utopie einer Stadt für Alle
College
University of Cologne  (Heilpädagogische Fakultät, Seminar für Geistigbehindertenpädagogik)
Grade
1,3
Author
Phillip Nothdurft (Author)
Publication Year
2002
Pages
85
Catalog Number
V9475
ISBN (eBook)
9783638161725
Language
German
Tags
Integration Inklusion Inclusion Konstruktivismus Utopie Stadt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Phillip Nothdurft (Author), 2002, Inclucity - Utopie einer Stadt für Alle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9475
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