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Der Einfluss der Coronapandemie auf den Berufsstolz und die berufliche Identität professionell Pflegender

Title: Der Einfluss der Coronapandemie auf den Berufsstolz und die berufliche Identität professionell Pflegender

Bachelor Thesis , 2020 , 122 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Nicole Finna-Klinger (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Diese Bachelorarbeit widmet sich der qualitativen Analyse des Einflusses der Corona-Pandemie auf den Berufsstolz und die berufliche Identität der professionell Pflegenden. Die Ausgangsüberlegung bezieht sich auf die Erkenntnisse aus Studien, die zeigen, dass der Berufsstolz maßgeblich von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird, darunter die Vielfalt der Aufgaben, die große Verantwortung für Menschen und die Anerkennung durch andere.

Die Corona-Krise hat die mediale Präsenz der Pflegeberufe dramatisch erhöht, und diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die Auswirkungen dieser verstärkten Aufmerksamkeit auf den Berufsstolz und die berufliche Identität der Pflegekräfte zu beleuchten. Dabei wird untersucht, ob und inwiefern die gesteigerte Wertschätzung in der Öffentlichkeit, die sich in einem 78%igen Anstieg der medialen Berichterstattung über die Pflege während der Krise zeigt, nachhaltige Auswirkungen auf die innere Wahrnehmung und Identität der Pflegenden hat.

Die methodische Herangehensweise an diese Fragestellung erfolgte durch eine qualitative Befragung von sechs professionell Pflegenden im Zeitraum von Mai bis Juli 2020. Mithilfe eines halbstandardisierten Interviewleitfadens wurden Einsichten in die persönlichen Erfahrungen, Empfindungen und Reflexionen der Pflegekräfte während der Krise gewonnen. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte durch die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in verschiedene Abschnitte, beginnend mit einer theoretischen Grundlage zu den Begriffen Identität und Stolz, gefolgt von einer Einbettung in den Kontext der professionellen Pflege und deren Entwicklung während der Corona-Krise. Die Forschungsfragen und Zielsetzung werden präzise herausgearbeitet, um den Fokus der Arbeit zu verdeutlichen.

Die Ergebnisse der Studie werden detailliert präsentiert, wobei besondere Aufmerksamkeit den verschiedenen Kategorien gilt, die im Rahmen der Auswertung identifiziert wurden. Diese Kategorien reichen von der Motivation zum Pflegeberuf bis hin zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf den Berufsstolz und die berufliche Identität der Pflegenden.

Die Diskussion schließt an die Ergebnisse an und bezieht sich auf die vorhandene Literatur, um die Studienergebnisse in einen breiteren Kontext zu setzen. Limitationen der Studie werden aufgezeigt, und ein Ausblick gibt Anregungen für zukünftige Forschungsrichtungen in diesem sensiblen und bedeutenden Forschungsfeld.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Identität

2.2 Bedeutung und Definition von beruflicher Identität

2.2.1 Berufliches Selbstverständnis, Sozialisation und Commitment

2.2.2 Die Erfassung von beruflicher Identität am Beispiel von Heinemann und Rauner

2.3 Stolz

2.3.1 Bedeutung und Definition von Berufsstolz

2.3.2 Förderliche und hinderliche Faktoren für den Berufsstolz von professionell Pflegenden

2.3.3 Effekte von Berufsstolz

2.4 Die Entwicklung der professionellen Pflege

2.5 Die Rolle der Pflege während der Coronakrise

2.6 Forschungsfragen und Zielsetzung

3. Methodik

3.1 Begründung der qualitativen Forschungsmethode

3.2 Die Entwicklung des Interviewleitfadens

3.3 Feldzugang

3.4 Durchführung der Interviews

4. Ergebnisse

4.1 Beschreibung der Befragten

4.2 Datenanalyse

4.3 Darstellung der Ergebnisse

4.3.1 Kategorie 1: Motivation den Pflegeberuf zu erlernen

4.3.2 Kategorie 2: Rolle im Gesundheitswesen

4.3.3 Kategorie 3: Hauptaufgabe der pflegerischen Tätigkeit

4.3.4 Kategorie 4: Gern von seinem Beruf erzählen

4.3.5 Kategorie 5: Gedanken zur Arbeitsverbesserung

4.3.6 Kategorie 6: Faktoren, die auf Wunsch verändert werden würden

4.3.7 Kategorie 7: Unterstützung während der Corona- Krise

4.3.8 Kategorie 8: Veränderung der Rolle in der Corona- Krise

4.3.9 Kategorie 9: Gefühle, als die Berufsgruppe bejubelt wurde

4.3.10 Kategorie 10: Gefühl von mehr Anerkennung/ Wertschätzung während der Corona- Krise

4.3.11 Kategorie 11: Einfluss der Corona- Krise auf den Berufsstolz und die berufliche Identität

5. Diskussion

5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse in Verbindung mit der vorhandenen Literatur

5.2 Limitationen

5.3 Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Corona-Pandemie auf den Berufsstolz und die berufliche Identität von professionell Pflegenden. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob die mediale Aufmerksamkeit und die öffentliche Wahrnehmung während der Krise zu einer Stärkung der beruflichen Selbstwahrnehmung geführt haben oder ob diese Effekte aus Sicht der Pflegenden vernachlässigbar sind.

  • Einfluss der Corona-Krise auf den Berufsstolz
  • Stärkung der beruflichen Identität
  • Wahrnehmung von Anerkennung und Wertschätzung
  • Faktoren der beruflichen Motivation
  • Qualitative Analyse mittels halbstandardisierter Interviews

Auszug aus dem Buch

2.5 Die Rolle der Pflege während der Coronakrise

Diese im vorangegangenen Kapitel beschriebene Schlüsselstellung stellt in der Corona-Krise die Basis der betitelten Systemrelevanz dar. Die weltweite Corona-Krise ist in der wissenschaftlichen Forschung noch relativ wenig bearbeitet. „Weder die differenzierten Berichte von Fachorganisationen noch die überzeugendste Evidenz empirischer Studien konnten uns bisher die Bedeutung von Pflegefachpersonen für die Gesundheitsversorgung der Menschen so deutlich vor Augen führen“ (Dr.Dichter, Kocks, Prof.Dr.Meyer, & Dr.Stephan, 2020, S. 2). Es hat den Anschein, dass die Wertschätzung in der Öffentlichkeit deutlich gestiegen ist, jedoch bleibt das Rollenbild in der Gesellschaft, den Medien und der Politik unverändert. Pflegefachpersonen tragen maßgeblich dazu bei, die gesundheitliche Versorgung der Patienten mit Covid-19 sicherzustellen, sie sind in der Lage, Infektionsketten in allen Settings der Gesundheitsversorgung zu unterbrechen (Dr.Dichter, Kocks, Prof.Dr.Meyer, & Dr.Stephan, 2020). Umstrukturierungen wurden in kürzester Zeit sowohl in Krankenhäusern als auch in Alten- und Pflegeheimen umgesetzt, darüber hinaus Isolierstationen eingerichtet, um die Notfallversorgung abzusichern. Eine spezifische Qualifikation der Pflegefachpersonen, die sich bereitwillig aus anderen Bereichen versetzen ließen, wurde initiiert (ebd.).

Die Pandemie wirkt sich auf alle Arbeitsbereiche der Pflege aus. Aufgaben im Infektionsschutz sowie zur Aufklärung über präventive Maßnahmen wie Social Distancing, beinhalten die Tätigkeiten der Pflegefachpersonen. Darüber hinaus werden sie mit den sekundären Auswirkungen dieser Maßnahmen konfrontiert – mit Ängsten, Vereinsamung und extremen Verunsicherungen ihrer Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen. Eine gezielte Wahrnehmung, umfassende Lösungskompetenz und stabilisierende Ansätze in Situationen, in denen keine einfachen bewährten Antworten vorliegen, stellen die Grundvoraussetzungen für all diese Anforderungen dar. Die Wahrnehmung des Pflegeberufs scheint jedoch nach wie vor mit den Adjektiven – dienend, aufopfernd und selbstlos - beschrieben zu werden (Rosenberg, 2020). Deutlicher als in der Corona-Pandemie kann kaum aufgezeigt werden, welche Berufe wirklich relevant sind für die Daseinsfürsorge, das Überleben und die Zukunft der Gesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Pflegefachkräfte als systemrelevante Akteure in der Corona-Krise und führt die Problematik des Pflegenotstands ein.

2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Identität, berufliche Identität und Berufsstolz und setzt diese in Bezug zu den förderlichen und hinderlichen Faktoren in der Pflege.

3. Methodik: Hier wird das qualitative Forschungsdesign begründet und die Entwicklung des Interviewleitfadens sowie der Feldzugang erläutert.

4. Ergebnisse: Der Hauptteil präsentiert die Auswertung der Interviews, gegliedert in elf Kategorien, die Motive, Rollenverständnis und das Erleben der Corona-Pandemie bei Pflegekräften abbilden.

5. Diskussion: Das letzte Kapitel interpretiert die Ergebnisse, stellt sie in den Kontext der vorhandenen Literatur und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Corona-Krise, Profession Pflege, Berufsstolz, berufliche Identität, Anerkennung, Pflegewissenschaft, Qualitative Forschung, Systemrelevanz, Arbeitsbelastung, Pflegefachpersonal, Wertschätzung, Berufsalltag, Identitätsbildung, Pflegeethos, Gesundheitswesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie professionell Pflegende ihre berufliche Identität und ihren Berufsstolz im Kontext der besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie erleben.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Berufsstolz, die Identitätsentwicklung im Pflegeberuf sowie die subjektive Wahrnehmung von Anerkennung und Arbeitsbedingungen während der Pandemie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Wie beeinflusst die Corona-Krise den Berufsstolz und die berufliche Identität von professionell Pflegenden?“ Dabei soll geklärt werden, ob dieser Einfluss eher positiv oder vernachlässigbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt einen qualitativen Ansatz mit sechs halbstandardisierten Interviews, die inhaltsanalytisch in Anlehnung an Mayring ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Kategorien aus den Interviews dargestellt, die Themen wie die Motivation zur Berufswahl, das Rollenverständnis im Gesundheitswesen, Arbeitsbelastungen und die Unterstützung durch Arbeitgeber und Politik umfassen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Berufsstolz, berufliche Identität, Corona-Krise, Anerkennung und Pflege professionell beschreiben.

Hatte die Corona-Krise laut den Befragten einen positiven Effekt auf den Berufsstolz?

Nein, die Mehrheit der Befragten konnte keinen wesentlichen positiven Effekt feststellen; einige empfanden die öffentliche Aufmerksamkeit sogar als beschämend oder oberflächlich.

Wie bewerten die Pflegenden ihre Unterstützung durch den Arbeitgeber in der Krise?

Die Aussagen sind überwiegend negativ; es wird kritisiert, dass zwar Hygienekonzepte existierten, aber strukturelle Unterstützung oder Mitsprachemöglichkeiten bei deren Erstellung fehlten.

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Details

Title
Der Einfluss der Coronapandemie auf den Berufsstolz und die berufliche Identität professionell Pflegender
College
University of Health Gera
Course
Medizinpädagogik
Grade
1,4
Author
Nicole Finna-Klinger (Author)
Publication Year
2020
Pages
122
Catalog Number
V947947
ISBN (eBook)
9783346292957
ISBN (Book)
9783346292964
Language
German
Tags
Berufsstolz - berufliche Identität - Corona-Pandemie Coronakrise Berufsstolz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Finna-Klinger (Author), 2020, Der Einfluss der Coronapandemie auf den Berufsstolz und die berufliche Identität professionell Pflegender, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/947947
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