Ziel der Arbeit ist es, die Zahlungsbereitschaf (ZB) für einen US-amerikanischen Sieg bei der Fußball-WM 2010 zu ermitteln. Dies erfolgt durch die Erfassung der individuellen ZB der US-amerikanischen Bevölkerung mithilfe der Contingent Valuation Methode. Somit soll auf Basis der erfragten ZB der ökonomische Wert eines Triumphes bei der Fußball-WM ermittelt werden. Zum anderen soll geprüft werden, welche Personen eine besonders hohe ZB geäußert haben. Dieses wird anhand einer Korrelationsanalyse bestimmt. Die Arbeit soll einen ersten Beitrag zur Schließung der bestehenden Forschungslücke leisten.
Zur Beantwortung der Fragestellung wird wie folgt vorgegangen: Insgesamt umfasst die Arbeit sechs Kapitel. Im nachfolgenden Kapitel wird die theoretische Grundlage dieser Arbeit gelegt. Zunächst erfolgt eine begriffliche Erläuterung der ZB, gefolgt von einer Darstellung des theoretischen Modells für die ZB für einen WM-Sieg und den gängigsten Erhebungsmethoden zur Ermittlung von ZB. Darauf folgt die Darlegung des relevanten Forschungsstandes, die Hinweise für die Fragestellung liefern. Im dritten Kapitel werden das methodische Vorgehen der Befragung und die Datenauswertung beschrieben und erläutert. Das methodische Vorgehen beinhaltet die Erklärung und Begründung des Aufbaus des eingesetzten Fragebogens und die Durchführung der Befragung, welcher Aufschluss über den Ort, Zeit und Art der Befragung mit der Begründung des Frageformats liefert. Im vierten Kapitel werden die erlangten Befunde dieser Untersuchung präsentiert. Zunächst erfolgt eine Beschreibung der Stichprobe, darauf erfolgt die Darstellung des analytischen Teils, der die Korrelation aller Variablen mit der ZB beinhaltet. Im fünften Kapitel werden die Ergebnisse interpretiert und mit dem Forschungsstand diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Fußball und Zahlungsbereitschaft
2.1 Begriffliche Erläuterung der Zahlungsbereitschaft
2.2 Theoretisches Modell der Zahlungsbereitschaft für einen WM-Sieg
2.3 Methoden zur Messung von Zahlungsbereitschaften
2.3.1 Kaufdaten
2.3.2 Präferenzdaten
2.3.3 Kaufangebote
2.4 Forschungsstand
2.4.1 Forschungsstand zur Zahlungsbereitschaft von Nicht-Marktgütern im Amateursport, Erholungs- und Freizeitbereich
2.4.2 Forschungsstand zur Zahlungsbereitschaft in der Sportnachfrage und Stadien
2.4.3 Forschungsstand zur Zahlungsbereitschaft von Sportgroßveranstal-tungen
2.4.4 Forschungsstand zu Fußballstudien
3 Methodik
3.1 Untersuchungsdesign
3.1.1 Schriftliche Erhebung
3.1.2 Pretest und Durchführung der Studie
3.2 Datenauswertung
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik: Beschreibung der Stichprobe
4.2 Analytische Statistik: Korrelationsanalyse mit der Zahlungsbereitschaft
5 Interpretation und Diskussion
5.1 Interpretation und Diskussion der deskriptiven Ergebnisse
5.2 Interpretation und Diskussion der analytischen Ergebnisse
6 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den monetären Wert, den die US-amerikanische Bevölkerung einem Sieg ihrer Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2010 beimisst, indem sie die individuelle Zahlungsbereitschaft mittels der Contingent Valuation Methode (CVM) empirisch erfasst und Faktoren analysiert, die diese Zahlungsbereitschaft beeinflussen.
- Empirische Ermittlung der Zahlungsbereitschaft für Nicht-Marktgüter im Sportkontext.
- Anwendung der Contingent Valuation Methode (CVM) auf einen theoretisch-hypothetischen WM-Sieg.
- Analyse der Konsumkapitaltheorie von Stigler und Becker zur Erklärung sportbezogener Nutzen.
- Korrelationsanalyse zur Identifikation soziodemographischer und einstellungsbasierter Einflussfaktoren.
- Evaluation des Wachstumspotenzials des US-amerikanischen Fußballmarktes.
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Kaufdaten
Kaufdaten (revealed preference data) stellen eine Möglichkeit zur Ermittlung von ZB dar (Ben-Aktiva et al., 1994, Skiera & Revenstorff, 1999). Die Datenerhebung kann entweder auf experimentelle (z.B. Testmarktsimulation) oder auf nichtexperimentelle Weise erfolgen (Sattler & Nitschke, 2003). Kaufdaten bieten den Vorteil, dass sie aus tatsächlichen Käufen stammen und demzufolge eine hohe externe Validität aufweisen (Skiera & Revenstorff, 1999). Sie weisen allerdings oftmals das Problem auf, dass die zugrundeliegenden Preise nur eine geringe Varianz besitzen und deshalb eine Aussage über die tatsächliche ZB nur schwer möglich ist (Skiera & Revenstorff, 1999). Dieses Problem könnte zwar durch Preisvariationen auf beispielsweise Testmärkten vermieden werden, die anfallenden Kosten dafür sind allerdings unverhältnismäßig hoch (Simon, 1992).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Ermittlung von Zahlungsbereitschaften für Nicht-Marktgüter im Sport ein und definiert die Forschungsziele der Arbeit.
2 Fußball und Zahlungsbereitschaft: Hier werden theoretische Grundlagen wie die Konsumkapitaltheorie erläutert und ein Überblick über den Stand der Forschung sowie Messmethoden zur Zahlungsbereitschaft gegeben.
3 Methodik: Der Abschnitt beschreibt das Untersuchungsdesign der schriftlichen Befragung, die Begründung des Fragebogens sowie die statistische Vorgehensweise zur Datenauswertung.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Daten der Stichprobe sowie die Resultate der Korrelationsanalyse hinsichtlich der Zahlungsbereitschaft.
5 Interpretation und Diskussion: Hier werden die gewonnenen Ergebnisse interpretiert, mit der vorhandenen Literatur verglichen und kritisch reflektiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Empfehlungen für zukünftige Forschungsarbeiten im Bereich des US-Fußballmarktes.
Schlüsselwörter
Zahlungsbereitschaft, Nicht-Marktgüter, Fußballweltmeisterschaft, Contingent Valuation Methode, Konsumkapitaltheorie, Sportökonomie, USA, Sportinteresse, Fußballnationalmannschaft, Korrelationsanalyse, Zahlungsbereitschaftsanalyse, Sportgroßveranstaltung, Preisbereitschaft, Fanidentität, Marktanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Bestimmung des monetären Werts eines Sieges der US-amerikanischen Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2010 aus Sicht der US-Bevölkerung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen die ökonomische Bewertung von Nicht-Marktgütern, die Konsumkapitaltheorie im Sport sowie die Untersuchung soziokultureller Einflussfaktoren auf das Konsumverhalten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die Ermittlung der individuellen Zahlungsbereitschaft der US-Amerikaner für einen WM-Sieg sowie die Identifikation der Personengruppen, die eine besonders hohe Zahlungsbereitschaft aufweisen.
Welche wissenschaftliche Methode wird eingesetzt?
Es wird die Contingent Valuation Methode (CVM) angewandt, eine Befragungsmethode zur Ermittlung von Zahlungsbereitschaften für Güter, für die kein direkter Marktpreis existiert.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen detaillierten Forschungsstand zu Sportökonomie und Stadionbau, das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung sowie die ausführliche Ergebnisdarstellung und Diskussion.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Zahlungsbereitschaft (ZB), Nicht-Marktgüter, Fußballweltmeisterschaft, Konsumkapitaltheorie und Contingent Valuation Methode (CVM).
Warum wurde der Bundesstaat New York für die Befragung gewählt?
Der Staat New York diente als Basis für die Verteilung der Fragebögen, um eine empirische Grundlage für die Befragung der US-amerikanischen Bevölkerung zu schaffen, wobei die Ergebnisse aufgrund der Stichprobe vorsichtig auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet wurden.
Welche Rolle spielt der Nationalstolz in dieser Untersuchung?
Der Nationalstolz wird als einer der intangiblen Faktoren betrachtet, der signifikant mit der Zahlungsbereitschaft korreliert und die vergleichsweise hohe Bereitschaft der Befragten trotz geringen Fußballinteresses erklären könnte.
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- Matthias Kleinow (Author), 2010, Zahlungsbereitschaft für Nicht-Marktgüter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/948163