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Über die "fictions animalières" im Debütroman "Extension du domaine de la lutte" von Michel Houellebecq

Titre: Über die "fictions animalières" im Debütroman "Extension du domaine de la lutte" von Michel Houellebecq

Dossier / Travail , 2020 , 27 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Lettres - Littérature moderne
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Die Arbeit stellt sich anhand des Werkes Michel Houellebecq die Frage, ob die "fictions animalières" die Form für eine Literatur bilden, deren Inhalt dann die "réflexions théoriques" sind? Die drei Tiererzählungen, die der Erzähler auszugsweise zitiert und kommentiert, sollen im Folgenden inhaltlich gedeutet werden, stilistisch analysiert werden und schließlich mögliche Zusammenhänge zwischen diesen Binnenerzählungen und der äußeren Romanhandlung aufzuzeigen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Drei Teile, drei Tiererzählungen

3 Dialogues d’une vache et d’une pouliche

3.1 Inhalt der Dialogues d’une vache et d’une pouliche

3.2 Zu Stil und Methode der Dialogues d’une vache et d’une pouliche

3.3 Exkurs für den Philosophen

3.4 Variation der Angestelltenfeier

3.5 Catherine Lechardoy als Kuh

4 Dialogues d’un teckel et d’un caniche

4.1 Inhalt der Dialogues d’un teckel et d’un caniche

4.2 Literarische Tierversuche - Claude Bernard als Methodengeber

4.3 Zum Stil der Dialogues d’un teckel et d’un caniche

5 Dialogues d’un chimpanzé et d’une cigogne

5.1 Inhalt der Dialogues d’un chimpanzé et d’une cigogne

5.2 Intertextualität in Dialogues d’un chimpanzé et d’une cigogne

5.3 Dialogues d’un chimpanzé et d’une cigogne im Kontext des Romans

6 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die in Michel Houellebecqs Debütroman "Extension du domaine de la lutte" enthaltenen Binnenerzählungen, die sogenannten "fictions animalières". Ziel ist es, diese Tiererzählungen inhaltlich zu deuten, stilistisch zu analysieren und Zusammenhänge zwischen diesen Binnentexten und der äußeren Romanhandlung sowie der Poetik Houellebecqs aufzuzeigen.

  • Analyse der Funktion und Struktur der drei Tiererzählungen im Kontext des Romans.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Sexualität und Kapitalismus als zentrale Gesellschaftsthese.
  • Analyse der stilistischen Einflüsse, insbesondere der Bezugnahme auf Lautréamont und wissenschaftliche Methoden (Claude Bernard).
  • Deutung der Tierfiguren als Spiegelbilder menschlicher Entfremdung und sozialer Hierarchien.
  • Einordnung des Werks in das dichterische Gesamtschaffen von Michel Houellebecq.

Auszug aus dem Buch

3.3 EXKURS FÜR DEN PHILOSOPHEN

Nachdem der Binnen-Erzähler den Alltag der bretonischen Kuh eingeführt hat, macht er folgenden Exkurs:

Tout cela semble de fort bon aloi, tout cela semble même indiquer une profonde unité existentielle, une identité à plus d’un titre enviable entre son être-au-monde et son être-en-soi. Hélas, en occurence, le philosophe se trouve pris en défaut et ses conclusions, quoique fondées sur une intuition juste et profonde, se verront frappées d’invalidité s’il n’a auparavant pris la précaution de se documenter auprès du naturaliste. (EDL 14)

Hier wird ein Spannungsfeld zwischen Natur- und Geisteswissenschaften evoziert: Der Erzähler der EDL ist als Informatiker im weiteren Sinne den Naturwissenschaften zuzuordnen, seine Thesen besetzen Gebiete der Geisteswissenschaften (Soziologie), um sie zu erläutern und zu belegen, bedient er sich wiederum naturwissenschaftlicher Methoden von Beobachtung, Hypothese und Experiment.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen den fictions animalières und den réflexions théoriques in Houellebecqs Debütroman.

2 Drei Teile, drei Tiererzählungen: Dieses Kapitel erläutert die formale Gliederung des Romans und die Verteilung der drei Tiererzählungen auf die jeweiligen Teile.

3 Dialogues d’une vache et d’une pouliche: Die Analyse dieser ersten Tiererzählung beleuchtet die Verbindung zwischen Sexualität und kapitalistischem Verwertungssystem am Beispiel der bretonischen Kuh.

4 Dialogues d’un teckel et d’un caniche: Hier stehen die wissenschaftliche Methode nach Claude Bernard sowie die intertextuellen Bezüge zu Lautréamonts "Chants de Maldoror" im Vordergrund.

5 Dialogues d’un chimpanzé et d’une cigogne: Das Kapitel untersucht die fatalistische, depressive Grundstimmung der dritten Tiererzählung und ihre Assoziationen zu Werken Franz Kafkas.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Erzählungen die deterministische Sicht auf eine Welt vermitteln, in der kapitalistische Strukturen jede moralische Handlungsmöglichkeit erübrigen.

Schlüsselwörter

Michel Houellebecq, Extension du domaine de la lutte, fictions animalières, Kapitalismus, Sexualität, soziale Hierarchie, Lautréamont, Claude Bernard, Entfremdung, Depression, Tiererzählung, Poetik, Franz Kafka, Existenzialismus, Literarische Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die drei in Michel Houellebecqs Roman "Extension du domaine de la lutte" eingebetteten Tiererzählungen und deren Funktion innerhalb des Romans.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Sexualität und Kapitalismus, die Darstellung von sozialer Hierarchie sowie die literarische Methode der Tiererzählung als Ausdrucksmittel.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist die inhaltliche und stilistische Deutung der Tiererzählungen sowie die Aufdeckung von Verbindungen zwischen diesen Binnentexten und der äußeren Romanhandlung.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es wird eine textnahe Interpretation in Kombination mit einer Analyse der poetologischen Konzepte Houellebecqs sowie intertextueller Bezüge zu Autoren wie Lautréamont und Kafka angewandt.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der drei Tiererzählungen, wobei jeweils die inhaltliche Dimension, die stilistische Ausgestaltung und der Kontext zur Romanhandlung untersucht werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "fictions animalières", "soziales Kapital", "Determinismus" und "poetologische Selbstreferenz".

Inwiefern spielt die Figur "Catherine Lechardoy" eine Rolle für die These der Arbeit?

Catherine Lechardoy dient als Beispiel dafür, wie der Binnen-Erzähler menschliche Charaktere mit den Eigenschaften der beschriebenen Tiere verknüpft, um seine These der sexuellen Ungleichheit zu stützen.

Wie deutet die Arbeit das "Tat twam asi" im Kontext der dritten Tiererzählung?

Das Zitat wird als enigmatische, todesähnliche Antwort des Storchenältesten interpretiert, die auf die philosophische Bedeutung bei Schopenhauer und den hinduistischen Kontext verweist.

Welche Bedeutung hat das "Experiment" für den Erzähler der Tiererzählungen?

Das Experiment nach Claude Bernard wird als Methode genutzt, um menschliches Verhalten im Kapitalismus zu simulieren und zu belegen, wobei der Erzähler selbst eine distanzierte, fast gottgleiche Beobachterrolle einnimmt.

Was schließt die Arbeit über die Relevanz der "Achtundsechzig"-Thematik ab?

Die Arbeit zeigt auf, dass Houellebecq die Revolution von 1968 kritisch als erfolgreiches kapitalistisches Projekt interpretiert, das zu einer weiteren Individualisierung und Kommerzialisierung führte.

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Résumé des informations

Titre
Über die "fictions animalières" im Debütroman "Extension du domaine de la lutte" von Michel Houellebecq
Université
Humboldt-University of Berlin
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
27
N° de catalogue
V948935
ISBN (ebook)
9783346289988
ISBN (Livre)
9783346289995
Langue
allemand
mots-clé
über debütroman extension michel houellebecq
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2020, Über die "fictions animalières" im Debütroman "Extension du domaine de la lutte" von Michel Houellebecq, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/948935
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Extrait de  27  pages
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