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Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in einer marktwirtschaftlichen Gesellschaft. Faktoren des Misslingens und Gelingens

Titel: Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in einer marktwirtschaftlichen Gesellschaft. Faktoren des Misslingens und Gelingens

Hausarbeit , 2015 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Katrin Geier (Autor:in)

VWL - Umweltökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, ob es durch Bildung überhaupt möglich ist, in marktwirtschaftlich geprägten Gesellschaften neue ökologische Werte und Verhaltensweisen dauerhaft zu etablieren. Zunächst zeigt die Arbeit daher die umweltpolitischen Entwicklungen der Nachkriegszeit auf, aus denen die Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hervorgegangen sind. Daraus wird deutlich, welchen Stellenwert Umweltbildung und der BNE beigemessen wird. Im Anschluss daran wird der Versuch unternommen Umweltbildung und BNE voneinander abzugrenzen. Danach werden schließlich die methodischen Probleme bei der Umsetzung der BNE erläutert. Abschließend werden die personalen und strukturellen Hemmnisse aufgezeigt, um ein Bild davon zu bekommen, ob durch Bildung tiefgreifende und dauerhafte Veränderungen auf der Mikroebene möglich sind.

Die gegenwärtige Gesellschaft wird seit einigen Jahrzehnten mit Prognosen globaler Umweltkatastrophen konfrontiert. Vor allem die Folgen des Klimawandels werden in diesem Zusammenhang genannt. Von Seiten der Wissenschaft, der Politik, der Medien, von Nichtregierungsorganisationen (NRO) und zivilen Akteurinnen und Akteuren wird dabei immer wieder auf die vielfachen Ursachen der globalen Erderwärmung hingewiesen. Neben den Ursachen und Folgen der Erderwärmung bestehen aber noch eine Vielzahl weiterer ökologischer, sozialer und ethischer Missstände, die im Informationszeitalter – gewollt oder nicht gewollt – wiederkehrend zu uns durchdringen. Trotz zahlreicher internationaler Abkommen, Gesetzgebungen, Roter Listen und ziviler Proteste scheint die menschengemachte Zerstörung unseres Planeten ungebremst voranzuschreiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Umweltpolitische Entwicklungen der Nachkriegszeit

3. Von der Umweltbildung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

4. Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung: Der Versuch einer Abgrenzung

5. Methodische Hemmnisse der BNE in der praktischen Bildungsarbeit

6. Sozialer Wandel durch Bildung für nachhaltige Entwicklung

6.1 Konsumentinnen und Konsumenten als zentrale Zielgruppe der BNE

6.2 Personale und mikrostrukturell wirksame Einflussfaktoren

6.3 Meso- und makrostrukturelle Hemmnisse

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Motor für sozialen Wandel fungieren kann, wobei der Fokus auf der Analyse von Misslingens- und Gelingensfaktoren liegt, die eine tiefgreifende Veränderung auf individueller und struktureller Ebene beeinflussen.

  • Historische Entwicklung der Umweltpolitik und Umweltbildung
  • Konzeptionelle Abgrenzung zwischen Umweltbildung und BNE
  • Methodische Herausforderungen bei der Umsetzung von BNE
  • Analyse von Hindernissen auf der Mikro-, Meso- und Makroebene
  • Bedeutung des Massenkonsums und staatlicher Rahmenbedingungen für nachhaltiges Handeln

Auszug aus dem Buch

6.2 Personale und mikrostrukturell wirksame Einflussfaktoren

Die globalen Umweltprobleme sind in ihrem Ausmaß, wie bereits beschrieben, vor allem auf den seit der Nachkriegszeit etablierten Massenkonsum zurückzuführen. Die Ursache, weshalb es zu einem solchen Ausmaß an Ausbeutung natürlicher und menschlicher Ressourcen gekommen ist, kann aber grundsätzlich durch das anthropozentrisch geprägte menschliche Handeln und Denken begründet werden. Diese Form menschlichen Denkens und Handelns ist für die Spezies Mensch grundsätzlich überlebensdienlich und hat sich über die Jahrtausende menschlicher Existenz bewährt (vgl. Siebert in Beyersdorf et al. 1998: 67 f.). Die ausgeweiteten kognitiven Fähigkeiten des Menschen und daraus resultierende technische und infrastrukturelle Entwicklungen lassen diese Anthropozentrik und damit verbundenes Streben nach Expansion heute aber immer mehr zur Gefahr werden: Einerseits für die natürliche Umwelt, da sie durch das extreme Ausmaß an Ausbeutung nicht mehr in der Lage ist sich zu regenerieren, und andererseits eben auch für den Menschen, der zum Überleben auf die Ressourcen aus der Umwelt angewiesen ist.

Die globalen Umweltprobleme und hierbei allen voran der Klimawandel, die Abholzung der Regenwälder, aber auch das Artensterben und daraus resultierende Folgen für Lebenskreisläufe sind für menschliche Individuen meist nicht unmittelbar wahrzunehmen und dementsprechend nicht direkt mit eigenen Handlungen in Zusammenhang zu bringen. Dies betrifft beispielsweise den schleichenden Temperaturanstieg, Desertifikation oder den Anstieg der Meeresspiegel. Zum anderen sind von den Folgen merklich betroffene Regionen meist nicht im Nahbereich der Verursachenden. So macht sich der Temperaturanstieg vor allem im Polarkreis bemerkbar und der folgenreiche Anstieg des Meeresspiegels betrifft derzeit erst einige Inselstaaten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Dringlichkeit globaler Umweltprobleme und führt in das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als mögliche Antwort zur Förderung ökologischer Werte und Verhaltensweisen ein.

2. Umweltpolitische Entwicklungen der Nachkriegszeit: Dieses Kapitel skizziert den historischen Wandel der Umweltpolitik, von reaktiven Maßnahmen zur Schadensbegrenzung bis hin zur Etablierung komplexerer, global ausgerichteter Strategien.

3. Von der Umweltbildung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung: Hier wird der konzeptionelle Übergang und die Erweiterung der Umweltbildung hin zum ganzheitlichen Ansatz der BNE im Kontext gesellschaftlicher Modernisierung erläutert.

4. Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung: Der Versuch einer Abgrenzung: Das Kapitel differenziert zwischen den Ansätzen von Umweltbildung und BNE, wobei deren jeweilige Schwerpunkte und gemeinsame Zielsetzungen in der Bildungspraxis analysiert werden.

5. Methodische Hemmnisse der BNE in der praktischen Bildungsarbeit: Es werden die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von BNE in schulische Curricula sowie die Diskrepanz zwischen Bildungsanspruch und pädagogischer Realität beleuchtet.

6. Sozialer Wandel durch Bildung für nachhaltige Entwicklung: Das Hauptkapitel untersucht das Potenzial von BNE, durch veränderte Lernkulturen einen sozialen Wandel anzustoßen, und diskutiert dabei die Grenzen individueller Einflüsse auf strukturelle Gegebenheiten.

6.1 Konsumentinnen und Konsumenten als zentrale Zielgruppe der BNE: Fokus liegt auf der Rolle der Endverbraucher im Massenkonsum und deren Möglichkeiten, durch Kaufentscheidungen nachhaltige Prozesse zu initiieren oder zu behindern.

6.2 Personale und mikrostrukturell wirksame Einflussfaktoren: Analyse der psychologischen und soziologischen Barrieren, wie anthropozentrisches Denken und fehlende emotionale Anknüpfungspunkte, die nachhaltiges Handeln erschweren.

6.3 Meso- und makrostrukturelle Hemmnisse: Erörterung der systemischen Zwänge, wie industrielle Produktionsstrukturen und globale Märkte, die individuelle Bemühungen um Nachhaltigkeit oftmals neutralisieren.

7. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass BNE als Begleiter struktureller politischer Veränderungen notwendig ist, um einen dauerhaften sozialen Wandel zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Umweltbildung, Sozialer Wandel, Nachhaltigkeit, Massenkonsum, Gestaltungskompetenz, Mikroebene, System of Provision, Anthropozentrik, Umweltpolitik, Verhaltensänderung, Lernkultur, Strukturwandel, Nachhaltige Entwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Grenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Instrument, um tiefgreifende soziale Veränderungen in Richtung ökologischer Nachhaltigkeit herbeizuführen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die historische Genese der Umweltpolitik, die methodische Umsetzung der BNE, die Rolle von Konsumenten sowie die strukturellen Hemmnisse im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen System.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob durch Bildung allein nachhaltige strukturelle Veränderungen auf der Mikroebene möglich sind oder ob weitergehende politische und industrielle Rahmenbedingungen zwingend erforderlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse bestehender Konzepte und Forschungsergebnisse zur Umweltbildung und BNE, ergänzt durch die soziologische Betrachtung von Handlungsmustern und Marktstrukturen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die methodischen Herausforderungen der BNE, die Rolle der Konsumenten im Massenkonsum sowie die komplexen Einflussfaktoren auf individueller, meso- und makrostruktureller Ebene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Bildung für nachhaltige Entwicklung, Sozialer Wandel, Massenkonsum, System of Provision und Gestaltungskompetenz.

Inwiefern beeinflusst der Massenkonsum das Ziel der BNE?

Der Massenkonsum stellt eine zentrale Barriere dar, da industrielle Strukturen und globale Produktionsketten den individuellen Spielraum für nachhaltiges Handeln begrenzen und oft die Bemühungen um einen Mentalitätswandel entwerten.

Warum reicht ein bloßer Bewusstseinswandel für nachhaltigen Wandel oft nicht aus?

Weil individuelles Handeln durch soziostrukturelle Bedingungen, Marktzwänge und räumliche sowie zeitliche Distanz zu den ökologischen Folgen begrenzt wird, wodurch Wissen nicht immer in entsprechendes, wirksames Handeln mündet.

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Details

Titel
Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in einer marktwirtschaftlichen Gesellschaft. Faktoren des Misslingens und Gelingens
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,3
Autor
Katrin Geier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
23
Katalognummer
V949599
ISBN (eBook)
9783346292070
ISBN (Buch)
9783346292087
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Umweltsoziologie Bildung für nachhaltige Entwicklung Umweltbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Geier (Autor:in), 2015, Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in einer marktwirtschaftlichen Gesellschaft. Faktoren des Misslingens und Gelingens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/949599
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Leseprobe aus  23  Seiten
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