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Am Land draußen. Wahre Geschichten aus Salzburgs Gauen

Titel: Am Land draußen. Wahre Geschichten aus Salzburgs Gauen

Klassiker , 2020 , 100 Seiten

Autor:in: Arno Mueller (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich habe mein ganzes, bisher 85-jähriges Leben „draußen am Land“ verbracht: Wals-Siezenheim, Unken, Bruck an der Glocknerstraße, Bischofshofen, Annaberg und Hof bei Salzburg. Neben meinem Beruf war ich immer Mitglied (und mehrmals auch Gründer) von Singgemeinschaften und Theatergruppen. Weiters hatte (und hat noch) für mich das Bergsteigen einen hohen Stellenwert.

Einiges von dem, was ich dabei erfahren, gehört oder erlebt habe, sei hier erzählt. Bei all denen, die mich zum Schreiben ermuntert haben, möchte ich mich herzlich bedanken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Ich denke noch oft an die Ischlerbahn

2 Das waren halt noch Briefträger!

3 So wurde Wals zum Ringerdorf

4 Vom Bauerndirndl, das nach Island zog

5 Vor Hagel, Blitz und Ungewitter…

6 Die Sennerin von der Dickkopfalm und ihr „Bruada“

7 Die klugen Kühe von der Eggeralm

8 „Mein Vater war Einleger…“

9 Ein Platzerl für die Gertraud

10 Der Riesenfrosch vom Walserberg

11 Schulen im Winkel

12 Pfund und Pfennig

13 Wie der Zederhauser Oberlehrer Bezirksdolmetscher wurde

14 Ganz a g‘selchter Hund

15 Bauernaustreibung am Fuschlsee

16 Die verhaftete Florianiwallfahrt

17 „Du jetzt Bürgermeister!“

18 Ausg‘schamte Hund‘ und o‘drahte Gauner

19 Eine Schlacht mit Schmugglern

20 „Im Jahre 67…“

21 Ein Untersbergförster erzählte…

22 Richard Wagner beim Schmuggeln erwischt

Zielsetzung & Themen

Dieses Buch versammelt eine Reihe von biografischen Erzählungen und lokalen Anekdoten aus dem Salzburger Land, die das Leben der Menschen im 20. Jahrhundert in den Mittelpunkt stellen. Ziel des Autors ist es, persönliche Erfahrungen und überlieferte Geschichten aus den verschiedenen Gauen des Landes zu bewahren, um ein authentisches Bild vergangener Lebenswelten, Arbeitsweisen und gesellschaftlicher Umbrüche für nachfolgende Generationen zu dokumentieren.

  • Wandel der bäuerlichen Lebenswelt und Arbeitskultur.
  • Die historische Bedeutung kleiner Dorfschulen und Lehrerbiografien.
  • Regionale Besonderheiten und kurioses Brauchtum in den Alpen.
  • Persönliche Schicksale in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Krisen.

Auszug aus dem Buch

1 Ich denke noch oft an die Ischlerbahn…

August 1944! Nach trotz Kriegszeit schönen Ferienwochen am großelterlichen Brucker-Bauernhof in Keuschen bei Mondsee wurden meine zwei Brüder und ich von unserer Mutter zur Heimfahrt nach Wals abgeholt. Wir brachen verspätet auf. Als wir die Haltestelle Teufelmühle erblickten, stand der Zug schon dort und setzte sich in Bewegung, wir hatten ihn versäumt! Aber die Mutter gab noch nicht auf und rannte – wir Buben hinter ihr – querfeldein zum Bahngleis, dem nahenden Zug entgegen. Als das Gesicht des Lokführers zuerkennen war, rief sie: „Dös is der Schruckensepp! Sepp! Bittschön!“ Der Sepp war ein „Nachbarbub“! Heute sehe ich noch das freundliche Gesicht des Mannes vor mir, wie er lachte, winkte - und den Zug zum Stehen brachte! Wir nichts wie hinein, und mit „Schsch – schsch – schsch…“ gings wieder los, in Richtung Vetterbach und Thalgau.

Das war die Ischlerbahn! Ich bin noch oft mit ihr gefahren. Der Ischlerbahnhof stand neben dem Salzburger Hauptbahnhof. Gleich nach Itzling ging es hinaus ins Flachgauer Hügelland, bei Kraiwiesen in den Wald hinein, über das Bärental hinab nach Thalgau und weiter über Mondsee, St. Gilgen und Strobl zum Endziel Bad Ischl.

Nicht nur wegen der schönen Landschaft war so eine Fahrt ein Erlebnis, es gab auch sonst allerlei Bemerkenswertes. Da war einmal die Bedarfshaltestelle Leitnerbräukeller, 1 Kilometer vor Mondsee (heute Hotel Lackner). Die Gaststube war Warteraum, der Wirt verkaufte die Fahrkarten und rühmte sich, oft mehr Fahrgäste zu haben als der eigentliche Bahnhof Mondsee. Eine ausgehängte Fahne signalisierte den Zugführern wartende Leute. Damit diese in Ruhe ihr Bier austrinken konnten, hielt die Wirtin Ausschau und rief, wenn es so weit war: „Leutl, der Zug kimmt!“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ich denke noch oft an die Ischlerbahn: Erinnerungen an die legendäre Salzkammergutlokalbahn und eine persönliche Episode aus der Kriegszeit.

2 Das waren halt noch Briefträger!: Porträts von engagierten Postboten im ländlichen Raum, die weit mehr als nur Briefe überbrachten.

3 So wurde Wals zum Ringerdorf: Der sportliche Aufstieg der Gebrüder Brötzner und die Gründung des Ringervereins in Wals.

4 Vom Bauerndirndl, das nach Island zog: Die außergewöhnliche Lebensgeschichte einer Salzburgerin, die ihre Heimat für ein Leben am Polarkreis verließ.

5 Vor Hagel, Blitz und Ungewitter…: Ein tragischer Vorfall in Unken, der das raue Leben auf den Almen verdeutlicht.

6 Die Sennerin von der Dickkopfalm und ihr „Bruada“: Eine humorvolle Geschichte über eine Sennerin, die Sommerfrischler mit einem vorgetäuschten Verwandtschaftsverhältnis in die Irre führte.

7 Die klugen Kühe von der Eggeralm: Erzählungen über das Leben auf der Alm und die Beobachtung eines instinktiven Wettergefühls bei Kühen.

8 „Mein Vater war Einleger…“: Die Schilderung des mühsamen Lebensweges eines „Einlegerkindes“ und dessen späterer Aufstieg als Landwirt.

9 Ein Platzerl für die Gertraud: Ein emotionaler Bericht über die Folgen einer erzwungenen Trennung einer jungen Bauerntochter von ihrer Familie nach dem Zweiten Weltkrieg.

10 Der Riesenfrosch vom Walserberg: Die Geschichte eines geglückten Schwindels am Stammtisch, der überregionale Aufmerksamkeit erregte.

11 Schulen im Winkel: Ein Rückblick auf die Geschichte kleiner Landschulen und deren oft mühsamen Erhalt im 20. Jahrhundert.

12 Pfund und Pfennig: Eine amüsante Anekdote über die Grenznähe und eine falsche Währungsrechnung bei einer Schulinspektion.

13 Wie der Zederhauser Oberlehrer Bezirksdolmetscher wurde: Die Herausforderungen der Nachkriegszeit für einen Lehrer, der plötzlich als Dolmetscher für die US-Army fungieren musste.

14 Ganz a g‘selchter Hund: Eine Geschichte über einen durchtriebenen Lehrer, der mit einem Trick den Schulinspektor von einer unberechtigten Schulfreigabe abhielt.

15 Bauernaustreibung am Fuschlsee: Der Widerstand der lokalen Bauern gegen die Enteignungsversuche durch hochrangige Nationalsozialisten.

16 Die verhaftete Florianiwallfahrt: Der Konflikt zwischen kirchlicher Tradition und staatlicher Unterdrückung während der NS-Zeit.

17 „Du jetzt Bürgermeister!“: Die Geschichte eines Mannes, der durch eine mutige Tat den Russen gegenüber im besetzten Österreich überraschend zum Bürgermeister ernannt wurde.

18 Ausg‘schamte Hund‘ und o‘drahte Gauner: Ein Blick auf das psychologische Geschick und die raue Art der Viehhandelstradition.

19 Eine Schlacht mit Schmugglern: Ein tragischer Vorfall an der Grenze zur Saalach, der die Gefahren des Schmuggels in der Nachkriegszeit aufzeigte.

20 „Im Jahre 67…“: Die Aufarbeitung eines mysteriösen Wilderer-Mordes im 19. Jahrhundert anhand eines Auftragsliedes.

21 Ein Untersbergförster erzählte…: Eine dramatische Geschichte über den Kampf eines Jägers gegen Wilderer am Plateau des Untersbergs.

22 Richard Wagner beim Schmuggeln erwischt: Eine humorvolle Anekdote über einen gescheiterten Schmuggelversuch des berühmten Komponisten an der bayerisch-österreichischen Grenze.

Schlüsselwörter

Salzburger Land, Brauchtum, Landleben, Nachkriegszeit, Viehhandel, Schulwesen, Schmuggel, Wilderei, Heimatgeschichte, Zeitzeugenerzählungen, Almen, Landwirtschaft, soziale Umbrüche, bäuerliche Lebenskultur, Regionalgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?

Es ist eine Sammlung von wahren Geschichten, Anekdoten und Lebensberichten aus den Salzburger Gauen, die den Alltag, die Traditionen und die sozialen Veränderungen des 20. Jahrhunderts reflektieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Das Buch umfasst Themen wie das bäuerliche Leben, lokale Sportgeschichte, das Schicksal kleiner Dorfschulen, den Viehhandel, die Ära des Schmuggels sowie den Widerstand der Landbevölkerung während des Nationalsozialismus.

Was ist das primäre Ziel der Erzählungen?

Der Autor möchte persönliche Erlebnisse und lokalhistorische Begebenheiten bewahren, die sonst im Strom der Zeit verloren gehen würden.

Welche wissenschaftliche oder literarische Methode wird verwendet?

Arno Müller stützt sich auf Zeitzeugengespräche, persönliche Erinnerungen und Recherchen in lokalen Archiven und Schulchroniken, um die Geschichten zu dokumentieren.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Kapitel, die von humorvollen Dorfepisoden wie dem „Riesenfrosch vom Walserberg“ bis hin zu ernsten historischen Themen wie der „Bauernaustreibung am Fuschlsee“ reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Salzburger Land, Heimatgeschichte, Zeitzeugen, Tradition, Landleben, bäuerliche Kultur und lokale Identität.

Welche Rolle spielt die „Schulerneuerung“ im Buch?

Die „Salzburger Landschulerneuerung“ wird als ein entscheidender Prozess zur Aufwertung der kleinen Volksschulen beschrieben, wobei das Motto „Die Schule kommt zum Kind“ zentral für die Struktur der entsprechenden Kapitel ist.

Was macht die Erzählung über Cilli besonders?

Sie zeigt den ungewöhnlichen Lebensweg einer jungen Bauerntochter, die sich den traditionellen Erwartungen widersetzte und als Auswanderin in Island ein neues Leben aufbaute.

Wie geht der Autor mit sensiblen Themen wie dem Nationalsozialismus um?

Er beleuchtet diese Zeit durch den Fokus auf den individuellen Widerstand der Bauern, etwa bei der Bauernaustreibung oder der „verhafteten“ Wallfahrt, wodurch er ein persönliches Bild des menschlichen Verhaltens unter Druck zeichnet.

Gibt es einen biografischen Bezug des Autors?

Ja, der Autor Arno Müller, geboren 1935, war selbst als Bezirksschulinspektor tätig und hat viele der erzählten Begebenheiten durch seine berufliche Tätigkeit im Flachgau und den Austausch mit Einheimischen aus erster Hand erfahren.

Ende der Leseprobe aus 100 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Am Land draußen. Wahre Geschichten aus Salzburgs Gauen
Autor
Arno Mueller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
100
Katalognummer
V949846
ISBN (eBook)
9783346291011
ISBN (Buch)
9783346291028
Sprache
Deutsch
Schlagworte
land wahre geschichten salzburgs grauen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Arno Mueller (Autor:in), 2020, Am Land draußen. Wahre Geschichten aus Salzburgs Gauen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/949846
Blick ins Buch
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