Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Literature of History, Eras

Die Mignon-Figur in "Wilhelm Meisters Lehrjahre" von Johann Wolfgang Goethe

Title: Die Mignon-Figur in "Wilhelm Meisters Lehrjahre" von Johann Wolfgang Goethe

Bachelor Thesis , 2018 , 36 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Fabian Hupfeld (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Mignon-Figur in Johann Wolfgang von Goethes Werk "Wilhelm Meisters Lehrjahre". Mignon soll "enträtselt" und verschiedene Aspekte der Figur untersucht werden.

Zunächst einmal wird auf eine Beschreibung der Figur und ihrer Charakteristik näher eingegangen. Daran anschließend soll das Zusammenspiel Mignons mit Wilhelm und anderen Frauen des Romans untersucht werden. Auf das Paar Mignon und Harfner wird dabei nicht eingegangen, denn das mystische Zusammenspiel der beiden bietet genug Interpretationsspielraum für eine Arbeit. Dafür wird sich eingehender mit der Symbolik Mignons befasst, wofür sie steht und was sie aussagen soll. Dabei wird auf ihre Lieder eingegangen und sich mit den verschiedenen Ansätzen in der Mignon-Forschung befasst, vor allem auf zwei Deutungstendenzen soll noch einmal genauer eingegangen werden. In einem letzten Schritt soll auf mögliche Vorbilder Mignons aus Historie und Literatur eingegangen und begründet werden, welches Vorbild am passendsten erscheint.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Die Figur Mignon

2.2. Mignon im Romankontext

2.2.1. Das Zusammenspiel von Mignon mit Wilhelm und anderen Frauenfiguren des Romans und die daraus resultierende Symbolik

2.2.2. Mignons Lieder

2.2.2.1. „Kennst du das Land…?“

2.2.2.2. „Nur wer die Sehnsucht kennt“

2.2.2.3. „Heiß mich nicht reden“

2.2.2.4. „So lasst mich scheinen, bis ich werde“

2.3. Zur Mignon-Deutung: Bildungsfaktor Wilhelms oder Verkörperung der Poesie?

2.4. Mignons Vorbilder

2.4.1. Mögliche Vorbilder aus Historie und Literatur

2.4.2. Goethes Schwester Cornelia als Mignon-Vorbild?

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die rätselhafte Figur der Mignon aus Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ umfassend zu analysieren und zu enträtseln. Dabei wird insbesondere untersucht, welche symbolische Bedeutung sie im Romankontext einnimmt, wie sie mit dem Protagonisten Wilhelm interagiert und inwiefern sie autobiografische Züge von Goethe sowie seiner Schwester Cornelia widerspiegelt.

  • Charakterisierung und symbolische Deutung der Figur Mignon
  • Analyse des Zusammenspiels von Mignon mit Wilhelm und anderen Frauenfiguren
  • Interpretation der Lieder Mignons im Kontext ihrer persönlichen Entwicklung
  • Diskussion forschungsrelevanter Deutungstendenzen (Bildungsroman vs. Romantik)
  • Untersuchung historischer und literarischer Vorbilder, insbesondere des Einflusses von Cornelia Goethe

Auszug aus dem Buch

2.4.2. Goethes Schwester Cornelia als Mignon-Vorbild?

Ich möchte mich zunächst Goethes Jugendgeschichte zuwenden und einige für diese Arbeit entscheidende Punkte seines Lebens aufgreifen und erwähnen. Goethe lebt bis ins Jahr 1752 „in schöner, ungetrübter Harmonie“ mit seiner Familie, zu der seit zwei Jahren auch seine Schwester Cornelia gehört. 1752 kommt dann sein Bruder Hermann Jakob zur Welt, dem die Mutter sich dann zuwendet und zu dem Goethe kein gutes Verhältnis haben wird. Allerdings sterben der Bruder und die anderen nachfolgenden Geschwister Goethes früh. Nur Cornelia ist ein längeres Leben vergönnt. Wolfgang gilt als der Liebling seiner Mutter, zum Vater gibt es so gut wie kein Verhältnis, auch seinen Bruder beachtet er kaum, im Gegensatz zu seiner Schwester, die Sarasin als liebeshungrig und Goethe als ihren gönnerhaften Freund beschreibt. Mit dem Ausbruch des Siebenjährigen Krieges 1756 zerbricht die familiäre Idylle, Goethes Vater und Großvater vertreten jeweils verschiedene Konfliktparteien und strafen sich fortan mit Hass und Verachtung. Goethe leidet darunter, im Hause des Vaters fühlt er sich nicht wohl und durch den Konflikt sind die Besuche beim Großvater vorbei. Goethe streift umher und trifft auf den Sohn einer französischen Schauspielerfamilie, dem er sich anschließt und in dessen Familie er sich bald heimisch fühlt. Goethes Hinwendung zur Schauspielerei und sein zerrissenes Verhältnis zur Familie werden in diesen Jahren deutlich und wir sehen Parallelen zum Leben Wilhelms, der sich ebenfalls dem bürgerlichen Leben abwenden will und nicht an den Geschäften des Vaters interessiert ist, sondern sich lieber in Schauspielerkreisen aufhält. Goethe hat in Wilhelm seine Jugendgeschichte und seine Veranlagungen zum Ausdruck gebracht, für Sarasin stehen diese Ereignisse aber auch für den Beginn eines ausgeprägten Eltern- und Geschwisterkomplexes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der rätselhaften Mignon-Figur ein und skizziert das methodische Vorgehen sowie die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Figurenbeschreibung, eine Analyse des Romankontexts, eine Untersuchung der Mignon-Lieder sowie eine Diskussion verschiedener Deutungsansätze und möglicher Vorbilder.

2.1. Die Figur Mignon: Dieses Kapitel stellt die Figur Mignon vor und beleuchtet ihre rätselhaften Eigenschaften, insbesondere ihre Androgynie, anhand erster Romanbegegnungen.

2.2. Mignon im Romankontext: Dieses Kapitel untersucht die Einbindung Mignons in das Beziehungsgeflecht des Romans, ihre Interaktion mit Wilhelm und ihre symbolische Funktion.

2.2.1. Das Zusammenspiel von Mignon mit Wilhelm und anderen Frauenfiguren des Romans und die daraus resultierende Symbolik: Hier wird Mignons repräsentative Rolle für Wilhelms Lebensstufen sowie ihre Faszinationskraft und Kontrastfunktion zu anderen Frauenfiguren analysiert.

2.2.2. Mignons Lieder: Dieses Kapitel dient als Analyseplattform für die vier zentralen Lieder, um Mignons emotionale Entwicklung und ihre symbolische Bedeutung zu ergründen.

2.2.2.1. „Kennst du das Land…?“: Dieses Kapitel analysiert das berühmteste Mignon-Lied als Ausdruck ihrer Sehnsucht und der Verbindung zu Goethe.

2.2.2.2. „Nur wer die Sehnsucht kennt“: Hier wird das Lied im Kontext von Wilhelms Gemütszustand und Mignons Schmerz sowie ihrer Sturm-und-Drang-Elemente gedeutet.

2.2.2.3. „Heiß mich nicht reden“: Dieses Kapitel untersucht das Lied als Ausdruck des Schweigens und der Unmöglichkeit Mignons, sich in der Welt mitzuteilen.

2.2.2.4. „So lasst mich scheinen, bis ich werde“: Hier wird das letzte Lied als Ausdruck der Todessehnsucht und als Moment der Verwandlung zur Kunst interpretiert.

2.3. Zur Mignon-Deutung: Bildungsfaktor Wilhelms oder Verkörperung der Poesie?: Dieses Kapitel diskutiert die zwei großen Forschungslinien, die Mignon entweder als pädagogischen Bildungsfaktor oder als romantisches Symbol der Poesie betrachten.

2.4. Mignons Vorbilder: Dieses Kapitel ergründet die Ursprünge der Figur Mignon durch die Untersuchung realer und literarischer Parallelen.

2.4.1. Mögliche Vorbilder aus Historie und Literatur: Hier werden diverse historische und literarische Referenzen sowie deren Einfluss auf die Konzeption der Mignon-Figur diskutiert.

2.4.2. Goethes Schwester Cornelia als Mignon-Vorbild?: Dieses Kapitel legt dar, warum Goethes Schwester Cornelia als das wahrscheinlichste historische Vorbild für Mignon angesehen werden kann.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass Mignon ein vielschichtiges Mischwesen aus den Sehnsüchten Goethes und dem Leben seiner Schwester darstellt.

Schlüsselwörter

Mignon, Wilhelm Meister, Johann Wolfgang von Goethe, Romankontext, Symbolik, Androgynie, Cornelia Goethe, Bildungsroman, Sehnsucht, Poesie, Sturm und Drang, Literaturanalyse, Inzestmotiv, Theater, Identitätsfindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Figur der Mignon in Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“. Ziel ist es, ihre Rätselhaftigkeit zu entschlüsseln und ihre Bedeutung für den Roman sowie für den Autor Goethe selbst zu bestimmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind Mignons Rolle im Romankontext, ihre symbolische Funktion für den Protagonisten Wilhelm, ihre charakteristische Androgynie sowie die Untersuchung ihrer historischen und literarischen Vorbilder.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Mignon nicht bloß als eine flüchtige Lebensstufe Wilhelms zu begreifen, sondern ihre tiefere Bedeutung als komplexes Symbol und ihre Verbindung zu Goethes eigener Biografie (insbesondere zu seiner Schwester Cornelia) aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die verschiedene forschungsgeschichtliche Deutungstendenzen (bildungsroman-orientiert vs. romantisch-poetisch) gegenüberstellt, diskutiert und mit dem Text des Romans sowie biografischen Dokumenten in Bezug setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Figurenbeschreibung, der Analyse von Mignons Interaktionen, einer eingehenden Interpretation ihrer vier Lieder sowie der kritischen Diskussion ihrer potenziellen Vorbilder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mignon, Symbolik, Androgynie, Cornelia Goethe, Sehnsucht, Bildungsroman, Poesie und Identitätsfindung charakterisiert.

Wie deutet der Autor die Androgynie von Mignon?

Der Autor sieht in der Androgynie einen Ausdruck von Goethes eigener Persönlichkeit, die in die Figur eingeflossen ist. Sie symbolisiert zudem das Pendeln der Figur zwischen Kindheit und Frau-Sein sowie zwischen verschiedenen Ausdrucksebenen.

Welche Bedeutung misst die Arbeit der Beziehung zwischen Mignon und Cornelia Goethe bei?

Die Arbeit bewertet Cornelia Goethe als das wahrscheinlichste reale Vorbild. Die komplexe Geschwisterbeziehung zwischen ihr und dem Autor wird als zentraler Grundstein für Mignons Wesen, ihr Inzestmotiv und ihre Sehnsucht nach Liebe interpretiert.

Excerpt out of 36 pages  - scroll top

Details

Title
Die Mignon-Figur in "Wilhelm Meisters Lehrjahre" von Johann Wolfgang Goethe
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
2,3
Author
Fabian Hupfeld (Author)
Publication Year
2018
Pages
36
Catalog Number
V950080
ISBN (eBook)
9783346290397
ISBN (Book)
9783346290403
Language
German
Tags
mignon-figur wilhelm meisters lehrjahre johann wolfgang goethe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Hupfeld (Author), 2018, Die Mignon-Figur in "Wilhelm Meisters Lehrjahre" von Johann Wolfgang Goethe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/950080
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  36  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint