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Förderung der Lesemotivation anhand eines kreativen Lesetagebuchs während des durch die Corona Pandemie bedingten Homeschoolings in einer siebten Realschulklasse

Title: Förderung der Lesemotivation anhand eines kreativen Lesetagebuchs während des durch die Corona Pandemie bedingten Homeschoolings in einer siebten Realschulklasse

Examination Thesis , 2020 , 36 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Emma Püschel (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works
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Die Erfahrung des intensiven, lustvollen Lesens entgleitet der heutigen Jugend zunehmend. Digitale Medien stehen bei den meisten Heranwachsenden hoch im Kurs. Die aktuelle PISA Studie aus dem Jahr 2018 zeigt deutlich, dass „es insbesondere an nicht gymnasialen Schularten einen hohen Anteil leseschwacher Jugendlicher, der sowohl im Vergleich zu 2009 als auch im Vergleich zu 2015 bedeutsam angestiegen ist“, gibt. Zudem ergab sich in Hinsicht auf die Lesemotivation, „dass im Vergleich zum OECD-Durchschnitt die Lesefreude und das Leseverhalten in Deutschland geringer ausgeprägt sind. Schüler*innen geben an, dass sie über das Lesen vor allem Informationen finden möchten.“

Die Ausbildung einer stabilen Lesemotivation beginnt bereits im Kindesalter. Christine Garbe beschreibt zwei ‚kritische Entwicklungsphasen‘ in denen die Ausbildung der Lesemotivation auf stützende Kontexte von außen angewiesen ist. In der ersten Phase der literarischen Initiation nimmt die Familie eine wichtige Rolle ein. Durch Vorlesen, gemeinsames Anschauen
von Bilderbüchern in vertrauten Situationen oder anderen Leseritualen soll eine erste Grundlage für die Ausbildung einer stabilen Lesemotivation gebildet werden. Vor allem in „lesefernen“ Familien gestaltet sich dies oft schwierig, weshalb das Lesen in der Grundschule einen bedeutenden Stellenwert in der Ausbildung als Leser hat. Häufig treten Kinder während
der Grundschulzeit als autonome Leser auf und genießen die „kindliche Lesesucht“.

Die für diese Arbeit bedeutsamste Phase ist jene, die Garbe als „Lesekrise“ zu Beginn der Pubertät bezeichnet. Andere Interessen treten in den Vordergrund, parallel dazu werden zuvor lustvoll rezipierte Lesestoffe langweilig. Die Auswahl von Schulliteratur, die der Interessen- und Geschlechterdifferenziertheit sowie der Individualität der Lernenden Rechnung trägt, ist für den Erfolg der Förderung der Lesemotivation entscheidend.

Das Schaffen von Möglichkeiten, die den Jugendlichen neue Wege in die Welt der Literatur aufzeigen und somit ihre Lesemotivation fördern und erhalten kann dabei von Bedeutung sein. Leseinteresse und die Freude am Lesen hängen unmittelbar mit der Lesekompetenz zusammen: „Umso mehr Freude Jugendliche am Lesen haben, desto höher ist ihre Lesekompetenz und umgekehrt.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedeutung des Lesens und der Lesemotivation

2.1 Zum Begriff der Lesemotivation

2.2 Funktionen des Lesens

2.3 Förderung der Lesemotivation als Aufgabe des Deutschunterrichts

3. Das Lesetagebuch als handlungs- und produktionsorientierte Methode

3.1 Zum Begriff „Lesetagebuch“

3.2 Einsatzmöglichkeiten

3.3 Chancen und Grenzen

4. Das Lesen in meiner Lerngruppe

4.1 Beobachtungen aus dem Deutschunterricht

4.2 Persönliche Motivation

4.3 Ursprüngliche Idee und Abänderung aufgrund der Schulschließungen

4.4 Ausgangslage

5. Konzept zur Förderung der Lesemotivation

5.1 Legitimation der Methode: Bezüge zum hessischen Lehrplan und zum Kerncurriculum

5.2 Schwerpunkt

5.3 Ziele

5.4 Durchführung des Konzepts während der Homeschooling Phase

5.5 Reflexion

5.6 Evaluation

5.6.1 Auswertung interessanter Fragen zur Bestandsaufnahme

5.6.2 Auswertung interessanter Fragen zur Veränderung der Lesemotivation

5.7 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Methode des Lesetagebuchs genutzt werden kann, um die Lesemotivation von Schülern einer siebten Realschulklasse während der Corona-bedingten Homeschooling-Phase zu fördern. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob eine handlungs- und produktionsorientierte Auseinandersetzung mit einem individuell gewählten Jugendbuch dazu beitragen kann, die Leselust und Lesebereitschaft der Jugendlichen nachhaltig zu steigern.

  • Bedeutung der Lesemotivation in der Adoleszenz
  • Einsatz des Lesetagebuchs als handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsmethode
  • Auswirkungen der Distanzlernphase auf die Lesepraxis
  • Differenzierungsmöglichkeiten durch freie Buchwahl und kreative Aufgabenformate

Auszug aus dem Buch

3. Das Lesetagebuch als handlungs- und produktionsorientierte Methode

Der Literaturgebrauch bei Jugendlichen hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. Die Zuwendung zu elektronischen Medien nimmt stetig zu. Zu Büchern wird in der Freizeit eher selten gegriffen. Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht berücksichtigt die Subjektivität und Interessen der Schüler*innen und bietet Möglichkeiten sich produktiv und kreativ mit Lektüre auseinanderzusetzen und mehr als die Aufgabe „Über-den-Text-zu sprechen.“ Das Lesetagebuch eignet sich als handlungsorientierte Methode im Deutschunterricht, um eine individuelle und altersgemäße, kreative und phantasievolle Auseinandersetzung mit gelesenen Büchern zu ermöglichen um dadurch nachhaltig die Motivation, auch außerhalb der Schule, zu Büchern zu greifen zu steigern. Ferner gilt das Lesetagebuch als Möglichkeit, „individuelle Leseinteressen festzuhalten“ und als „gehobene Möglichkeit über die eigene Freizeitlektüre zu reflektieren.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die abnehmende Lesemotivation bei Jugendlichen, insbesondere im Hinblick auf die PISA-Studie und die sogenannte „Lesekrise“ zu Beginn der Pubertät.

2. Bedeutung des Lesens und der Lesemotivation: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Lesemotivation, beschreibt die Funktionen des Lesens und erläutert die zentrale Rolle der schulischen Leseförderung im Deutschunterricht.

3. Das Lesetagebuch als handlungs- und produktionsorientierte Methode: Hier wird das Lesetagebuch als fachdidaktische Methode eingeführt, seine Einsatzmöglichkeiten skizziert sowie dessen Chancen und Grenzen innerhalb des Literaturunterrichts analysiert.

4. Das Lesen in meiner Lerngruppe: Die Autorin beschreibt ihre konkrete siebte Realschulklasse, deren Leseverhalten, die Herausforderungen der Schulschließung und die daraus resultierende Ausgangslage für das Projekt.

5. Konzept zur Förderung der Lesemotivation: Dieses Kapitel umfasst die methodische Herleitung durch den Lehrplan, die Definition von Zielen, die konkrete Durchführung im Homeschooling sowie die Reflexion und Evaluation der Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Lesemotivation, Lesetagebuch, Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Distanzunterricht, Homeschooling, Leseförderung, Jugendliche, Realschule, Leseinteresse, Lesekompetenz, Kreative Schreibaufgaben, Binnendifferenzierung, Mediennutzung, Literaturdidaktik, Selbstgesteuertes Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Förderung der Lesemotivation bei Schülern einer siebten Realschulklasse durch den Einsatz kreativer Lesetagebücher während des durch die Corona-Pandemie bedingten Homeschoolings.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die didaktische Bedeutung von Lesemotivation, die Methode des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts sowie die spezifischen Herausforderungen des Distanzlernens ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und inwiefern kreative Aufgabenformate und die Freiheit der Buchwahl die Lesemotivation von Jugendlichen steigern können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche sowie einer empirischen Evaluation mittels Schülerbefragungen und der Analyse von Arbeitsergebnissen (Lesetagebüchern).

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Lesemotivation, die methodische Einbettung des Lesetagebuchs und die detaillierte Darstellung und Evaluation des umgesetzten Unterrichtskonzepts.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Lesemotivation, Lesetagebuch, handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht sowie Homeschooling kennzeichnen.

Wie ging die Autorin mit der Heterogenität der Klasse um?

Es wurde eine unauffällige innere Differenzierung vorgenommen, indem den Schülern durch freie Buchwahl und eine Mischung aus Pflicht- und Wahlaufgaben individuelle Wahlmöglichkeiten angeboten wurden.

Warum wurde auf eine Benotung der Lesetagebücher verzichtet?

Die Autorin entschied sich bewusst gegen eine Benotung, um Leistungsdruck zu vermeiden, da dieser die intrinsische Motivation, die im Kontext des Lesens und der kreativen Gestaltung zentral ist, hemmen kann.

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Details

Title
Förderung der Lesemotivation anhand eines kreativen Lesetagebuchs während des durch die Corona Pandemie bedingten Homeschoolings in einer siebten Realschulklasse
Grade
1,3
Author
Emma Püschel (Author)
Publication Year
2020
Pages
36
Catalog Number
V950457
ISBN (eBook)
9783346289452
ISBN (Book)
9783346289469
Language
German
Tags
Lesetagebuch Realschule Corona Homeschooling Leseförderung Lesemotivation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Emma Püschel (Author), 2020, Förderung der Lesemotivation anhand eines kreativen Lesetagebuchs während des durch die Corona Pandemie bedingten Homeschoolings in einer siebten Realschulklasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/950457
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