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Insekten als Futtermittel. Umweltwirkungen der Fütterung von Insekten anstelle von Soja in Deutschland

Titre: Insekten als Futtermittel. Umweltwirkungen der Fütterung von Insekten anstelle von Soja in Deutschland

Dossier / Travail , 2020 , 48 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anita Drulea (Auteur)

Sciences de l'Environnement
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Ziel dieser Arbeit ist es, die Umweltwirkungen der Fütterung von Insekten anstelle von Soja in Deutschland zu analysieren, wobei die beiden aktuell vielversprechendsten Insektenarten Schwarze Soldatenfliege (Hermetia illucens) und Mehlkäfer(larve) (Tenebrio molitor) betrachtet werden.

Das Wachstum der Weltbevölkerung sowie der Mittelschicht führte in den letzten Jahrzehnten zu einem rasanten Anstieg des Fleischkonsums. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung rückt die Fleischproduktion immer mehr in den Fokus der Diskussion um die Umweltwirkungen unserer Lebensweise sowie die Endlichkeit der Ressourcen unseres Planeten.

70 % der gesamten Landwirtschaftsflächen der Erde werden für die Fleischproduktion benötigt, wobei nahezu 50 % davon für die Erzeugung von Futtermitteln benötigt werden. Zudem ist die Feed Supply Chain verantwortlich für 33 % der durch Viehzucht verursachten Emissionen. Ein Großteil der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, denen eine Produktionsmengensteigerung von etwa 43 % bis zum Jahr 2050 prognostiziert wird, wird nicht für den menschlichen Konsum, sondern für die Fütterung von Nutztieren verwendet werden.

Diese Entwicklung stellt Produzenten vor dem Hintergrund endlicher Ressourcen vor die Herausforderung, den zukünftigen Bedarf an Lebensmitteln sicherzustellen. Neben der Reduzierung des Fleischkonsums kann auch die Optimierung der Fleischproduktion, zu der unter anderem die Herstellung und Verarbeitung von Futtermitteln gehören, zur Reduzierung der Umweltschäden und zur Schonung von Ressourcen beitragen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einsatz von Soja als Futtermittel in Deutschland

2.1 Produktion und Verwendung als Futtermittel

2.2 Import von Sojaprodukten im Jahr 2017/18

2.3 Umweltbelastungen der Sojaproduktion

3 Insekten als Futtermittelalternative

3.1 Aktuelle Rechtslage in Deutschland

3.2 Verwendung als Futtermittel

3.3 Ressourcenverbrauch und Emissionen

4 Ableitung der Forschungsfrage

5 Methode

5.1 Theoretischer Rahmen und Grenzen

5.2 Selektierte Insektenarten

5.3 Ausgewählte Lebenszyklusanalysen für die Insektenproduktion

5.4 Kalkulation der Landnutzung

5.4.1 Durch die Produktion von Soja verursachte Landnutzung

5.4.2 Landnutzung durch die Produktion von Insektenprotein

5.5 Kalkulation der CO2 Emissionen

5.5.1 CO2 Emissionen des Sojaanbaus

5.5.2 CO2 Emissionen der Insektenzucht

5.6 Kalkulation des Energieverbrauchs

5.6.1 Energieverbrauch des Sojaanbaus

5.6.2 Energieverbrauch der Insektenzucht

6 Ergebnisse

6.1 Landnutzung

6.2 CO2 Emissionen

6.3 Energieverbrauch

6.4 Szenario für den Ersatz von Sojafutter in Deutschland

7 Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Umweltwirkungen der Verwendung von Insekten anstelle von Soja als Eiweißfuttermittel in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, den Flächenbedarf, Energieverbrauch und die CO2-Emissionen beider Futtermittelarten zu kalkulieren und miteinander zu vergleichen, um Potenziale für eine nachhaltigere Nutztierfütterung aufzuzeigen.

  • Analyse der Umweltbelastungen durch den Sojaanbau und -import.
  • Untersuchung von Hermetia illucens und Tenebrio molitor als proteinreiche Alternativen.
  • Kalkulation und Vergleich von Landnutzung, CO2-Emissionen und Energiebedarf.
  • Entwicklung eines Szenarios zum Ersatz von Sojaschrot durch Insektenprotein bei Nutztieren.

Auszug aus dem Buch

3.1 Aktuelle Rechtslage in Deutschland

Grundsätzlich besteht seit dem BSE Skandal Anfang der 2000er Jahre in der EU nach Art 7 der Verordnung (EG) Nr. 999/20012 das Verbot der Verwendung von tierischen Proteinen (PAP) in Futtermitteln. Diese wurde in den letzten Jahren jedoch durch die Verordnung (EU) Nr. 56/2013 und die Verordnung (EU) 2017/893 im Hinblick auf Tiere in Aquakulturen aufgelockert. Demnach dürfen ganze und verarbeitete Insekten sowie Insektenprotein seit dem 01.07.2017 an Fische in Aquakulturen verfüttert werden, wenn bestimmte Bedingungen eingehalten werden. Zugelassen sind nach Anhang X, Kapitel II Abschnitt 1, A2 der Verordnung (EU) Nr. 142/2011 nur sieben Insektenarten, zu denen die Soldatenfliege, die Hausfliege, drei Grillenarten und der Mehlkäfer(larve) gehören (BAES, o.D.).

Als Futtermittel für die Aufzucht der Insekten sind nur die gängigen pflanzlichen Futtermittel, Eier- und Milchprodukte, Kollagene, Gelatine, Blut und hydrolisierte Proteine von Nichtwiederkäuern und hydrolisierte Proteine von Hufen, Fellen und Häuten von Wiederkäuern erlaubt. Verboten sind Exkremente jeglicher Art, Haushalts- und Gastronomieabfälle sowie Proteine von Wiederkäuern (Velten, et al., 2018). Insekten können direkt zu Insektenmehl verarbeitet oder in ihre Bestandteile wie Öl und Protein aufgespalten werden. Das aus Insekten gewonnene Öl darf aktuell für die Fütterung von Fischen, Hühnern und Schweinen verwendet werden, das Protein lediglich für Fische in Aquakulturen (Hunter, 2018). Die Zulassung von Insektenprotein für weitere Nutztiere ist aktuell in Prüfung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den weltweit steigenden Fleischkonsum und die damit verbundenen ökologischen Folgen der Futtermittelproduktion, insbesondere durch Soja.

2 Einsatz von Soja als Futtermittel in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die Importabhängigkeit Deutschlands bei Sojaschrot und die gravierenden Umweltbelastungen der großflächigen Sojaproduktion.

3 Insekten als Futtermittelalternative: Es wird die Eignung von Insekten als proteinreiche und ressourcenschonende Alternative zu Soja sowie die aktuelle regulatorische Lage in der EU erörtert.

4 Ableitung der Forschungsfrage: Basierend auf der Problemanalyse wird das Ziel definiert, die Umweltwirkungen eines Ersatzes von Soja durch Insektenprotein quantitativ zu vergleichen.

5 Methode: Das Kapitel beschreibt den methodischen Ansatz zur Berechnung von Landnutzung, CO2-Emissionen und Energieverbrauch unter Heranziehung existierender Lebenszyklusanalysen.

6 Ergebnisse: Hier werden die kalkulierten Daten zu Flächeneinsparungen und Emissionen präsentiert und Szenarien für den tatsächlichen Ersatz von Sojaschrot in Deutschland durchgespielt.

7 Diskussion und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse, der Rolle der Substratwahl und dem Bedarf an weiteren Forschungen zur industriellen Skalierbarkeit.

Schlüsselwörter

Soja, Insekten, Futtermittel, Hermetia illucens, Tenebrio molitor, Nachhaltigkeit, Lebenszyklusanalyse, Landnutzung, CO2-Emissionen, Energieverbrauch, Proteinquelle, Tierfütterung, Umweltschutz, Eiweißlücke, Substitutionspotenzial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob und unter welchen Bedingungen Insekten als Futtermittel für Nutztiere das ökologisch problematische Soja ersetzen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der ökologischen Bilanzierung (Landverbrauch, CO2, Energie) von Soja im Vergleich zu Insekten sowie auf der Anwendbarkeit dieser Substitution in der deutschen Landwirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist es, den Flächen- und Energiebedarf sowie die CO2-Emissionen für die Erzeugung von Sojafutter und Insektenprotein zu berechnen, um fundierte Aussagen über die Umweltvorteile eines Austauschs treffen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive Kalkulation auf Basis existierender Lebenszyklusanalysen (LCA) und statistischer Daten zu Sojaimporten und Tierproduktion durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme des Sojaimports, die Vorstellung der Insektenarten (Schwarze Soldatenfliege und Mehlkäfer), die detaillierte Methodik der Umweltbilanzierung und die Ergebnispräsentation inklusive Szenarioanalysen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Nachhaltigkeit, Insektenprotein, Sojasubstitution, Lebenszyklusanalyse, Landnutzung und Ressourcenverbrauch.

Warum wurden genau diese beiden Insektenarten gewählt?

Hermetia illucens und Tenebrio molitor wurden gewählt, da sie als sehr vielversprechend für die industrielle Produktion gelten und bereits ausreichend Lebenszyklusdaten für Vergleiche vorhanden sind.

Welchen Einfluss hat die Wahl des Substrats für die Insektenzucht?

Das Substrat ist entscheidend: Die Zucht auf organischen Abfällen führt zu einer massiven Verbesserung der Umweltbilanz, während der Einsatz von Getreide die Vorteile gegenüber Soja teilweise relativiert.

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Résumé des informations

Titre
Insekten als Futtermittel. Umweltwirkungen der Fütterung von Insekten anstelle von Soja in Deutschland
Université
University of Hagen
Note
1,3
Auteur
Anita Drulea (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
48
N° de catalogue
V950559
ISBN (ebook)
9783346289964
ISBN (Livre)
9783346289971
Langue
allemand
mots-clé
Insekten Futtermittel Soja Landnutzung Fleischkonsum
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anita Drulea (Auteur), 2020, Insekten als Futtermittel. Umweltwirkungen der Fütterung von Insekten anstelle von Soja in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/950559
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Extrait de  48  pages
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