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Genderverteilung und -semantisierung in J.K. Rowlings "Harry Potter"-Romanen

Titel: Genderverteilung und -semantisierung in J.K. Rowlings "Harry Potter"-Romanen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lea Gremm (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Arbeit sollen die Geschlechteridentitäten in J. K. Rowlings "Harry Potter"-Reihe genauer untersucht werden. Hierfür wird zunächst eine kurze, theoretische Einführung in die Genderforschung formuliert und die zentralen Begriffe, die für die Untersuchungen dieser Hausarbeit von Belang sind, definiert. Anschließend soll eine quantitative Gegenüberstellung der beiden Geschlechter einen Überblick über ihre tatsächliche Verteilung innerhalb unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen geben.

Schließlich wird mithilfe einer textnahen Analyse an konkreten Figuren beispielhaft untersucht, welche Geschlechterrollen sie im Einzelnen verkörpern und welche Bedeutung diesen Darstellungen im Kontext des Gesamtwerkes zukommt. Ziel dieser Studie ist es somit, die von Rowling dargestellte Gesellschaft kritisch zu beleuchten und dabei ungleiche Geschlechterverteilungen ebenso freizulegen, wie geschlechterspezifische Machtstrukturen.

"The Harry Potter phenomenon has taken the world by storm, and in many ways the series appears to be responsible for a renaissance in reading for children all over the world, despite its competition from the supposedly more accessible forms of entertainment available on videos, television, or the internet." Grund für diesen beispiellosen Erfolg war unter anderem die Tatsache, dass J.K. Rowlings Romane verschiedene Genres in sich vereinen und den Lesern somit zahlreiche Anknüpfpunkte für eine Identifizierung bieten.

Umso wichtiger ist es, dass es sich bei den dargestellten Figuren um starke Identifikationsfiguren für heranwachsende Mädchen und Jungen handelt, die erstrebenswerte Eigenschaften verkörpern. J.K. Rowling hat in ihrem detailreichen fiktiven Harry Potter-Universum nicht nur ein völlig neues Regierungs-, Schul- und Währungssystem erschaffen, sondern vor allem auch eine Vielzahl von individuellen Figuren, die unterschiedliche Interessen haben, unterschiedlichen Berufen nachgehen und ebenso unterschiedliche Frauen- und Männlichkeitsbilder präsentieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Einführung in die Genderforschung

3. Die Genderverteilung und -semantisierung in der Welt von Harry Potter

3.1. Die Genderverteilung und -semantisierung innerhalb Hogwarts

3.2. Die Genderverteilung und -semantisierung außerhalb Hogwarts

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Geschlechteridentitäten und Machtstrukturen in J.K. Rowlings Harry Potter-Romanen durch eine Kombination aus theoretischen Gender-Ansätzen und quantitativen sowie textnahen Analysen der dargestellten Figurengruppen.

  • Quantitative Gegenüberstellung der Geschlechterverteilung in Hogwarts und der weiteren Zaubererwelt.
  • Kritische Analyse von Geschlechterstereotypen und Rollenbildern bei zentralen Frauen- und Männerfiguren.
  • Untersuchung der Repräsentation von LGBTQ+-Themen und der Kritik am sogenannten "Queerbaiting".
  • Reflexion über die gesellschaftliche Konstruktion von Gender innerhalb der fiktiven Welt im Kontext der Entstehungszeit des Werkes.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Genderverteilung und -semantisierung innerhalb Hogwarts

In diesem Teilkapitel soll die Genderverteilung innerhalb der Lehrer- und Schülerschaft von Hogwarts näher untersucht werden. Ein Großteil der Handlung der Harry Potter-Bücher spielt sich im Schloss Hogwarts ab, jeder Band erzählt die Geschehnisse eines Schuljahres – mit Ausnahme der ersten Kapitel, in denen größtenteils erzählt wird, wie Harry die Sommerferien im Ligusterweg oder mit Ron und seiner Familie im Fuchsbau verbringt. Der letzte Band der Reihe weicht von diesem typischen Aufbau ab: In ihrem letzten Schuljahr entscheiden Harry, Ron und Hermine, nicht nach Hogwarts zurückzukehren, sondern sich gemeinsam auf die gefährliche Suche nach Voldemorts Horkruxen zu machen. Erst am Ende kehren die drei Freunde zur finalen Schlacht nach Hogwarts zurück.

Hogwarts wird von Prof. Albus Dumbledore geleitet, der nicht nur für „the greatest wizard of modern times“ gehalten wird, sondern auch für den einzigen Zauberer, vor dem sich Lord Voldemort fürchtet. Die jungen Hexen und Zauberer der Hogwartsschule werden an ihrem ersten Schultag von einem Sprechenden Hut in eines von vier Häusern eingeteilt: Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin. Diese Entscheidung trifft der Hut entsprechend des individuellen Charakters des Kindes, da jedes Haus andere Eigenschaften verkörpert: Gryffindor steht für die heroischen Tugenden Tapferkeit – oder Ritterlichkeit („chivalry“) – und Mut,

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Harry Potter-Phänomen ein und umreißt das Ziel der Arbeit, die Geschlechterrollen und Machtstrukturen in der Buchreihe kritisch zu untersuchen.

2. Theoretische Einführung in die Genderforschung: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe der Gender Studies, wie die Differenzierung zwischen biologischem (sex) und sozialem (gender) Geschlecht, und kritisiert die heteronormative Ausrichtung der Zaubererwelt.

3. Die Genderverteilung und -semantisierung in der Welt von Harry Potter: Hier erfolgt eine detaillierte quantitative und qualitative Untersuchung der Geschlechterverteilung sowie der stereotypen Darstellung von Figuren innerhalb der Zauberwelt.

3.1. Die Genderverteilung und -semantisierung innerhalb Hogwarts: Dieses Teilkapitel analysiert spezifisch die Lehrerschaft, die Hausstrukturen und die Schülerschaft von Hogwarts hinsichtlich ihrer Geschlechterrollen und Repräsentation.

3.2. Die Genderverteilung und -semantisierung außerhalb Hogwarts: Diese Analyse fokussiert auf Figurengruppen außerhalb der Schule, insbesondere den Orden des Phönix und das Zaubereiministerium, sowie die häusliche Rollenverteilung am Beispiel der Dursleys.

4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen: Die Zaubererwelt ist stark patriarchalisch geprägt, männlich dominiert und weist ein binäres Geschlechterverständnis auf, das weibliche Figuren oft auf stereotype Rollen reduziert.

Schlüsselwörter

Genderforschung, Harry Potter, Geschlechterrollen, Heteronormativität, Gender Studies, Queer Studies, Queerbaiting, Patriarchat, Literaturanalyse, Geschlechterverteilung, Identitätskonstruktion, Machtstrukturen, Repräsentation, Stereotypisierung, J.K. Rowling

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Geschlechterverhältnissen, Rollenbildern und Machtstrukturen in den Harry Potter-Romanen von J.K. Rowling.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die binäre Geschlechterordnung, die Unterrepräsentation von weiblicher Macht, die stereotype Charakterisierung von Frauenfiguren sowie die Kritik an der heteronormativen Struktur der fiktiven Welt.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die von Rowling entworfene Gesellschaft kritisch zu beleuchten, ungleiche Geschlechterverteilungen offenzulegen und die geschlechterspezifischen Machtverhältnisse innerhalb der Zaubererwelt zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Verfasserin nutzt eine Kombination aus theoretischen Ansätzen der Gender und Queer Studies sowie eine quantitative und textnahe qualitative Analyse von spezifischen Personengruppen innerhalb der Romanreihe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Genderforschung und zwei große Analysekapitel, die sich mit der Geschlechterverteilung und -semantisierung innerhalb von Hogwarts sowie außerhalb der Schule beschäftigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Genderforschung, Heteronormativität, Geschlechterrollen, Patriarchat, Stereotypisierung, Queerbaiting und Identitätskonstruktion.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Hermine Granger?

Die Autorin sieht in Hermine eine ambivalente Figur: Einerseits wird sie als intelligent und wichtig dargestellt, andererseits wird sie im Verlauf der Handlung immer wieder in traditionelle weibliche Rollen oder als bloßes "love interest" für männliche Hauptfiguren umfunktioniert.

Welche Rolle spielt die Darstellung des Zaubereiministeriums für die Argumentation?

Das Ministerium dient der Autorin als Beispiel für ein stark männlich dominiertes Institutionengefüge, in dem führende Machtpositionen fast ausschließlich von Männern besetzt sind, was die patriarchale Grundstruktur der Welt unterstreicht.

Was sagt die Arbeit über Albus Dumbledores Sexualität aus?

Die Arbeit thematisiert Dumbledores nachträgliche Homosexualisierung als Beispiel für "Queerbaiting" – eine Marketingstrategie, die LGBTQ+-Repräsentation andeutet, ohne sie in den Büchern tatsächlich explizit darzustellen.

Wie werden die Hogwarts-Häuser im Kontext der Geschlechteranalyse bewertet?

Die Arbeit stellt fest, dass die von Frauen gegründeten Häuser (Ravenclaw, Hufflepuff) in der Bedeutung hinter den männlich konnotierten Häusern (Gryffindor, Slytherin) zurückbleiben und die Hauszuordnung komplexe Identitäten oft in oberflächliche Kategorien presst.

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Details

Titel
Genderverteilung und -semantisierung in J.K. Rowlings "Harry Potter"-Romanen
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,3
Autor
Lea Gremm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
30
Katalognummer
V951024
ISBN (eBook)
9783346292773
ISBN (Buch)
9783346292780
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Harry Potter Gender Geschlechterforschung Fantasy Queerreading Gegenwartsliteratur genderstudies Genderverteilung gendersemantisierung Rowling Geschlechterverhältnisse Hogwarts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lea Gremm (Autor:in), 2020, Genderverteilung und -semantisierung in J.K. Rowlings "Harry Potter"-Romanen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/951024
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Leseprobe aus  30  Seiten
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