Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach den Unterschieden von einem literarischen Essay und einem Essay aus der Schule und der Universität. Als ersten Schritt soll um der Antwort zu der Frage näher zu kommen, der literarische Essay untersucht werden, womit gleichzeitig darüber berichtet werden soll, was mit dem literarischen Essay gemeint ist, woher das Wort überhaupt kommt und was seine Bedeutung ist und nicht zu vergessen, was dieser Essay für ein Ziel hat. Darauf aufbauend wird der Beispiel Essay „Über den Argwohn“ von Francis Bacon die Theorie etwas verdeutlichen und nochmal zeigen, wie ein literarischer Essay sein könnte.
Passend dazu soll dann ein Vergleich zwischen der Theorie und dem Beispiel Essay stattfinden, um abzugleichen, ob die erarbeitete Theorie richtig ist und sich mit dem gefundenen Beispiel Essay überschneidet oder komplett unterscheidet. Der Fokus, des kommenden Kapitels wird sich dann auf den Essay in der Schule und der Universität konzentrieren, der ähnlich wie beim ersten Kapitel die Ziele, sowie die Vorgaben und die Inhalte erläutern wird. Auch zu dieser terminologischen Klärung wird ein Beispiel Essay folgen, namens „Trend und Trendsetter“, der von einem unbekannten Schüler geschrieben wurde und wieder verdeutlichen soll, wie so ein Essay in der Schule und Universität aussehen könnte.
Im Folgenden wird dann wie beim literarischen Essay, ein Vergleich zwischen der Theorie zum Essay aus der Schule und der Universität und dem Beispiel Essay stattfinden, um herauszufinden, ob das Ergebnis der Theorie sich in dem gefundenen Beispiel widerspiegelt oder vielleicht komplett unterscheidet. Um dann der Fragestellung endlich noch näher zu kommen, werden die beiden Essays untereinander verglichen, wobei nur die Unterschiede sichtbar miteinander verglichen und dargestellt werden. Als letztes, sollte dann ein Ausblick und ein Fazit erfolgen, wobei noch kurz auf die Gemeinsamkeiten der beiden Essays eingegangen wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Literarischen Essay
2.1 Beispiel
2.2 Vergleich zwischen Theorie und Beispiel
3 Essay in der Schule/ Universität
3.1 Beispiele
3.2 Vergleich zwischen Theorie und Beispiel
4 Vergleich der Unterschiede
5 Ausblick und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Unterschiede zwischen dem literarischen Essay und dem schulischen bzw. universitären Essay. Ziel ist es, durch theoretische Analysen und praktische Textbeispiele aufzuzeigen, wie sich diese Textformen in ihrer Freiheit, ihrem Aufbau und ihrem Zweck voneinander abgrenzen.
- Definition und theoretische Grundlagen des literarischen Essays
- Strukturelle Analyse und Anforderungen des Essays im Bildungskontext
- Vergleichende Gegenüberstellung von Theorie und praktischen Beispielen
- Diskussion über Freiheit vs. formale Vorgaben beim Schreiben
Auszug aus dem Buch
31. ÜBER DEN ARGWOHN
„Der Argwohn ist unter den Gedanken, was die Fledermäuse unter den Vögeln sind: sie flattern stets im Dämmerlicht. Man sollte argwöhnische Gedanken entschieden unterdrücken oder doch wohl wenigstens überwachen. Argwohn umwölkt das Gemüt, kostet Freude und hemmt Geschäfte, daß sie nicht in richtigen Fluß kommen können. Er verleitet Könige zur Tyrannei, Gatten zur Eifersucht, Weise zur Unschlüssigkeit und Schwermut; er ist ein Gebrechen nicht des Herzens, sondern des Hirnes, denn er taucht in den gefestigsten Naturen auf, wie das Beispiel Heinrichs VII: von England lehrt; denn es gab weder einen argwöhnischeren noch charaktervolleren Menschen als ihn. Bei solchen Menschen allerdings richtet der Argwohn weniger Schaden an, denn er wird gewöhnlich nicht ohne reifliche Überlegung, ob berechtigt oder unberechtigt, zugelassen. In furchtsamen Naturen dagegen faßt er nur zu schnell Wurzel. Nichts macht den Menschen argwöhnischer als Ungewißheit; und deshalb sollte man einem Verdacht dadurch steuern, daß man sich mehr Gewissheit verschafft, aber nicht ihn heimlich schwelen läßt.
Was verlangen die Menschen denn? Bilden sie sich ein, daß diejenigen, die sie anstellen und mit denen sie verkehren, Heilige sind? Wissen sie etwa nicht, daß auch diese ihren eigenen Zwecken dienen und sich selbst treuer sind als ihnen? Daher gibt es keinen besseren Weg. Argwohn in Schranken zu halten, als mit seiner Berechtigung zu rechnen und ihm doch so wenig die Zügel schließen zu lassen, als ob er falsch wäre. Man sollte also nur son ein argwöhnisch sein, daß man auf die Bewahrheitung seines Misstrauens gefaßt ist, jedoch so, daß einem daraus kein Leid erwachse. Der Argwohn, der sich von selbst im Geiste einstellt, ist nichts als wohn, der sich von selbst im Geiste einstellt, ist nichts als Mückensumm; allein der künstlich genährte und durch Geklatscht und Gezischel anderer zugetragene Argwohn hat einen Stachel.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit erläutert die Fragestellung nach den Unterschieden zwischen dem literarischen Essay und dem Essay in Schule und Universität und gibt einen Überblick über das methodische Vorgehen.
2 Literarischen Essay: Dieses Kapitel definiert den literarischen Essay als eine freie Prosaform und illustriert die theoretischen Ansätze anhand von Francis Bacons Werk.
2.1 Beispiel: Ein konkreter Auszug aus Francis Bacons „Über den Argwohn“ dient als Grundlage zur Veranschaulichung der literarischen Theorie.
2.2 Vergleich zwischen Theorie und Beispiel: Es wird analysiert, inwiefern Bacons Text die theoretischen Merkmale eines literarischen Essays erfüllt und welche Unterschiede bestehen.
3 Essay in der Schule/ Universität: Die Anforderungen und Ziele des Essays im Bildungskontext werden dargelegt, insbesondere im Hinblick auf den Lernprozess und die Schreibvorgaben.
3.1 Beispiele: Das Beispiel „Trend und Trendsetter“ eines Schülers illustriert die praktische Umsetzung eines Essays in der Schule.
3.2 Vergleich zwischen Theorie und Beispiel: Die Übereinstimmung des Schüler-Essays mit den schulischen Anforderungen wird kritisch hinterfragt und bewertet.
4 Vergleich der Unterschiede: Hier findet die direkte Gegenüberstellung der beiden Essay-Formen statt, wobei insbesondere auf Aufbau, Freiheit und Zielsetzung fokussiert wird.
5 Ausblick und Fazit: Die Arbeit fasst die Gemeinsamkeiten und Differenzen zusammen und reflektiert die persönliche Bedeutung des Schreibprozesses.
Schlüsselwörter
Literarischer Essay, Schul-Essay, Universitäts-Essay, Schreibform, Theorie, Vergleich, Argumentation, Freiheit, Stilmittel, Francis Bacon, Textsorte, Reflexion, Denkanstöße, Didaktik, Schreibprozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich zwischen dem literarischen Essay und dem Essay als Lernform in Schulen und an Universitäten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Definitionsunterschiede, die strukturellen Vorgaben in Bildungseinrichtungen im Kontrast zur absoluten Freiheit der literarischen Form sowie die Analyse von Beispieltexten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es herauszufinden, wie sich die freie literarische Form vom institutionalisierten schulischen Essay unterscheidet und warum dieser Wandel stattgefunden haben könnte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einem praktischen Abgleich von Beispieltexten mit diesen theoretischen Definitionen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des literarischen Essays (mit Beispiel Bacon), des schulischen Essays (mit Schülerbeispiel) und einen abschließenden direkten Vergleich der Unterschiede.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Essay, literarische Freiheit, schulische Vorgaben, Argumentation, Schreibprozess und Reflexion charakterisiert.
Warum wird der Essay von Francis Bacon als Beispiel herangezogen?
Er dient als klassisches Referenzobjekt, um die theoretische Definition eines literarischen Essays auf eine konkrete, historische Prosaform anzuwenden und deren Eigenschaften zu prüfen.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Freiheit beim Schreiben?
Der Autor stellt fest, dass der literarische Essay deutlich mehr Freiheit bietet, während der schulische Essay durch Vorgaben zwar einschränkend wirkt, aber didaktisch zur Strukturierung von Gedanken und zur Vorbereitung auf Diskussionen dient.
- Citar trabajo
- Sabrina Nietschmann (Autor), 2020, Gattungsfragen in der Germanistik. Was einen literarischen Essay von einem Aufsatz unterscheidet, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/951600