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Neue Medien an Schulen. Chancen und Herausforderung der Nutzung von Tablets in den Klassen

Title: Neue Medien an Schulen. Chancen und Herausforderung der Nutzung von Tablets in den Klassen

Bachelor Thesis , 2019 , 55 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nadine Beck (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Im Sinne dieser wissenschaftlichen Arbeit soll die Realität des Tableteinsatzes in Schulen analysiert werden. Hierfür werden Interviews durchgeführt und aktuelle Studien herangezogen, um eine möglichst realistische Einschätzung des Tableteinsatzes
zu gewinnen. Das Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, mit den Ergebnissen des tatsächlichen Einsatzes Verbesserungsvorschläge und somit ein Konzept für den Tableteinsatz in Schulen zu konzipieren. Dieses Konzept soll Lehrkräften, SuS, Schulen und ähnlichen Bildungseinrichtungen helfen, erwähnte Chancen zu erkennen und Herausforderungen zu bewältigen, um einen mehrwertbringenden Einsatz von Tablets anzustreben.

Dafür wird im Folgenden ein theoretischer Bezug zum Einsatz und Umgang von digitalen Medien in Schulen dargestellt, um die Vor- und Nachteile von Tablets im Kontext besser einordnen zu können. Daraufhin werden der Einsatz und die Implementierung von Tablets in Schulen konkretisiert. Anhand von Interviews mit einer Lehrkraft bzw. einem Tabletbeauftragten und einigen SuS soll ein Einblick in die Realität des Tableteinsatzes verschafft werden. Es kann jedoch zu Abweichungen kommen, da die Untersuchungsanzahl von Interviewern N=7 nicht ausreichend ist, um ein allgemeingültiges Ergebnis zu erhalten. Um ein verzerrtes Ergebnis zu vermeiden, werden bei der Analyse des realen Einsatzes zusätzlich Literatur und aktuelle Forschungsergebnisse herangezogen.

Die rasanten technischen und medialen Entwicklungen der heutigen Zeit führen zu einem Wandel von Kommunikationsmöglichkeiten und dementsprechend auch zu einer "mediatisierten Wissensgesellschaft". Es ist kaum möglich digitalen Medien im Alltag aus dem Weg zu gehen. Ob Privat, in Bildungseinrichtungen oder in der Arbeitswelt, die Digitalisierung findet überall statt und bringt neue Situationen und somit neue Anforderungen mit sich. Die JIM-Studie (2018) zeigt, dass Jugendliche inzwischen mit einem breiten Medienrepertoire aufwachsen. Zwischen 98 und 99 Prozent der Familien besitzen 2018 entweder ein Smartphone, einen Computer oder Laptop und verfügen zudem über Internetzugang. Das Tablet gehört ebenso zum breiten Medienangebot und liegt mit 67 Prozent Verfügbarkeit weit oben auf der Liste. Auch in der Schule werden digitale Medien im Unterricht immer wichtiger. Zu den eingesetzten Medien gehören Computer, Laptops, Whiteboards und auch Tablets. Letztere, auch Tablet-PCs genannt, sind vor allem wegen ihrer hohen Mobilität und Multifunktionalität bekannt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Motivation

1.2 Zielsetzung

2 Digitale Medien in der Schule

2.1 Die mediatisierte Wissensgesellschaft

2.2 Mediendidaktische Anforderungen an die Schule

2.3 Medienpädagogische Kompetenzen von Lehrkräften

2.4 Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern

3 Der Einsatz von Tablets in Schulen

3.1 Die Beliebtheit der Tablets

3.2 Ausstattung und Implementierung der Tablets in Schulen

3.3 Einsatzszenarien

3.3.1 SAMR-Modell

3.3.2 (Technische) Vorteile und Funktionen von Tablets

3.3.3 Chancen und Herausforderungen von Einsatzszenarien

3.3.4 Die Herausforderung des Datenschutzes

4 Qualitative Analyse – Empirischer Teil

4.1 Fragestellung

4.2 Gestaltung des Forschungsdesigns

4.2.1 Erhebungsmethode

4.2.2 Art und Umfang der Stichprobe

4.2.3 Erhebungsinstrument und Datenerhebung

4.2.4 Auswertungsverfahren

4.3 Inhaltliche Analyse

4.3.2 Interview mit einer Lehrkraft

4.3.3 Interviews mit den Schülerinnen und Schülern

5 Diskussion

6 Ein Konzept für den Tableteinsatz in Schulen

6.1 Von der Vision zum Value-added

6.2 Beispielhafter Einsatz von Tablets in Schulen

7 Fazit

7.1 Limitationen

7.2 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die aktuelle Realität des Tableteinsatzes an Schulen, um auf Basis empirischer Interviews und aktueller Forschungsergebnisse ein fundiertes Konzept für einen sinnstiftenden, mehrwertorientierten Einsatz dieser Geräte im Unterricht zu entwickeln.

  • Analyse der infrastrukturellen und pädagogischen Voraussetzungen für den Tableteinsatz.
  • Evaluation der Chancen und Herausforderungen (u.a. Datenschutz, Ablenkungspotenzial).
  • Untersuchung der Perspektiven von Lehrkräften und Schülern auf die digitale Transformation.
  • Entwicklung eines methodischen Konzepts zur Implementierung von Tablets (Vision bis Value-added).
  • Erarbeitung von Empfehlungen für eine didaktisch sinnvolle Integration mobiler Endgeräte.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 SAMR-Modell

Wenn die Voraussetzungen für den Umgang mit den Tablets erfüllt sind, stellt sich folglich die Frage wie und wann die Geräte am Besten eingesetzt werden sollten. Ruben R. Puentedura (2010) veröffentlichte dafür das SAMR-Modell zur Veranschaulichung der Einsatzszenarien von digitalen Medien (Puentedura, 2010). Dabei unterteilt er im vier-Stufenmodell die Nutzung digitaler Medien in folgende Stufen: 1. Subsitution (Ersetzung), 2. Augmentation (Erweiterung), 3. Modification (Veränderung) und 4. Redefinition (Neubestimmung). Bei der ersten Stufe handelt es sich um eine Ersetzung der „alten“ Methode ohne funktionale Veränderung, zum Beispiel ein Aufgabenblatt zu digitalisieren und online auf dem Schulserver für alle SuS sichtbar zu machen.

Eine Erweiterung des Arbeitsblattes wäre in Stufe zwei vorgesehen, bei der zum Beispiel das Hinzufügen und Wegnehmen von Daten, nach Hofmann et al. (2017), eine „Produktionsebene“ ergeben soll. Eine signifikante „Veränderung“ stellt die dritte Stufe dar, wobei hier beispielsweise die Integration von Videoaufnahmen zur Veränderung führen kann. Die vierte und letzte Stufe des Modells beschreibt die „Neubestimmung“ des beispielhaften Arbeitsblattes. Dazu sollen neue Möglichkeiten der Konzepterstellung zur Lösung von Aufgaben geboten werden, die mit einem Film oder auch Interview realisiert werden könnten. Diese Stufen sollen aufzeigen, dass digitale Werkzeuge die analogen Mittel nicht nur ablösen, sondern auch ergänzen können (Hofmann, Franz, & Schneuder-Pungs, 2017, S. 25-27; Zander & Niegemann, 2013, S. 3). Eine bewusste Mischung des Einsatzes von herkömmlichen und neuen Lehr-Lern-Formaten kann nach Niegemann und Zander (2013, S.1) zu besseren Lernresultaten führen. Die Realität zeigt jedoch, dass eine „handlungsorientierte Arbeitsweise“ und eine „kreative Auseinandersetzung mit Medieninhalten“ nur Ausnahmefälle sind. Meist werden die Tablets jedoch rein funktional verwendet, z.B. zum recherchieren oder rechnen (Tappe, 2017, S. 2-3).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtung der gesellschaftlichen Digitalisierung und der daraus resultierenden Notwendigkeit, Tablets als Lernwerkzeuge in den schulischen Kontext zu integrieren.

2 Digitale Medien in der Schule: theoretische Herleitung der Medienkompetenz und der Anforderungen an Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler in einer mediatisierten Wissensgesellschaft.

3 Der Einsatz von Tablets in Schulen: Darstellung der technischen Aspekte, Implementierungsmodelle (wie 1:1 oder BYOD) sowie der Einsatzszenarien unter Anwendung des SAMR-Modells.

4 Qualitative Analyse – Empirischer Teil: Durchführung und Auswertung qualitativer Interviews mit einer Lehrkraft und Schülern zur Erfassung der tatsächlichen Praxis und der wahrgenommenen Mehrwerte.

5 Diskussion: Kritische Reflexion der Forschungsergebnisse im Abgleich mit existierender Fachliteratur unter Berücksichtigung von Infrastruktur- und Motivationsfaktoren.

6 Ein Konzept für den Tableteinsatz in Schulen: Präsentation eines strukturierten Prozessmodells zur zielgerichteten Implementierung, das von der Vision bis zum konkreten Mehrwert reicht.

7 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Limitationen der Arbeit sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich des digitalen Lernens.

Schlüsselwörter

Tableteinsatz, Schule, Medienkompetenz, Digitalisierung, SAMR-Modell, Lehr-Lern-Prozesse, Digitalkompetenz, Bildungsinfrastruktur, Digitalpakt, E-Learning, Implementierung, Schulentwicklung, Medienpädagogik, Mehrwert, Unterrichtsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die tatsächliche Realität des Einsatzes von Tablets an deutschen Schulen und wie diese sinnvoll in den Unterricht integriert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Bachelorarbeit?

Zu den Kernbereichen zählen die Medienkompetenz, die technische Schulinfrastruktur, die Herausforderungen bei der Implementierung sowie die didaktischen Einsatzmöglichkeiten mobiler Endgeräte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, die Kluft zwischen idealen didaktischen Vorstellungen und der schulischen Praxis zu analysieren, um daraus ein lösungsorientiertes Konzept für einen echten Mehrwert (Value-added) im Unterricht zu erstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für den empirischen Teil gewählt?

Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf halbstrukturierten Interviews mit einer Lehrkraft (Tabletbeauftragtem) und einer Schülergruppe basiert.

Welche Aspekte werden im theoretischen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert medienpädagogische Kompetenzmodelle, Einsatzszenarien nach dem SAMR-Modell, Vorteile durch Apps sowie kritische Faktoren wie Datenschutz und technische Barrieren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Tableteinsatz, Medienkompetenz, Digitalisierung, SAMR-Modell und Schulentwicklung.

Warum wird im Konzept das 1:1-Ausstattungsmodell empfohlen?

Die Autorin argumentiert, dass die 1:1-Ausstattung die Adaptivität des Unterrichts fördert, da Lernstände gespeichert und individualisierte Lernwege durch Apps besser unterstützt werden können.

Welche Rolle spielt die technische Infrastruktur laut den Befragten?

Die Infrastruktur, insbesondere ein stabiles und flächendeckendes WLAN, wird als eine der größten Hürden identifiziert; ohne diese Basis ist laut den Interviewten ein sinnstiftender Einsatz moderner Tablets kaum möglich.

Inwieweit hat das Alter der befragten Schüler Einfluss auf die Ergebnisse?

Die Wahl von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren begründet sich durch eine erwartete höhere Selbstdisziplin und Reflexionsfähigkeit bezüglich des eigenen Lernverhaltens mit digitalen Medien.

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Details

Title
Neue Medien an Schulen. Chancen und Herausforderung der Nutzung von Tablets in den Klassen
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,3
Author
Nadine Beck (Author)
Publication Year
2019
Pages
55
Catalog Number
V951672
ISBN (eBook)
9783346297488
ISBN (Book)
9783346297495
Language
German
Tags
digital digitalisierung schule pädagogik wirtschaftspädagogik tablet tablets ipad ipads digitale medien mediendidaktik samr methodik lehramt grundschule realschule hauptschule gymnasium mittelstufe studium universität unterricht lehrgang
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Beck (Author), 2019, Neue Medien an Schulen. Chancen und Herausforderung der Nutzung von Tablets in den Klassen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/951672
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