In diesem Essay werden die Stärken und Schwächen des Discounted Cashflow (DCF) Ansatzes näher erläutert. Das Discounted Cashflow-Verfahren ist ein bedeutender, standardisierter Bestandteil der Unternehmensbewertung und das weltweit meistverbreitete Verfahren. Mit diesem Bewertungsverfahren wird der Wert eines Unternehmens durch Diskontierung von Cashflows ermittelt.
Auch in Deutschland setzt es sich in der täglichen Praxis immer stärker durch. Das Ziel, dass mit dem DCF-Ansatz verfolgt wird, ist es, langfristig den Marktwert des Eigenkapitals (Shareholder Value), aufgrund der daraus resultierenden Erkenntnisse zu steigern. Die Unternehmensführung verfolgt durch die wertorientierte Steigerung des Unternehmens nicht nur eigene Interessen, sondern soll die Renditeerwartungen der risikotragenden Anteilseigner erfüllen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen der DCF Methode
3. Stärken des DCF Ansatzes
4. Schwächen des DCF-Ansatzes
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die fundierte Analyse des Discounted-Cashflow-Verfahrens (DCF) zur Unternehmensbewertung, um dessen theoretische Grundlagen zu beleuchten sowie die wesentlichen Stärken und Schwächen des Modells in der betriebswirtschaftlichen Praxis kritisch herauszuarbeiten.
- Grundlegende Funktionsweise der Equity- und Entity-Methoden
- Die Rolle der Kapitalkosten und Wachstumsraten im DCF-Modell
- Vorteile hinsichtlich Transparenz und wertorientierter Steuerung
- Herausforderungen bei der Prognose von Cashflows und Zirkularitätsproblematiken
- Bedeutung von Plausibilitätsprüfungen und subjektiven Annahmen bei der Bewertung
Auszug aus dem Buch
3. Stärken des DCF Ansatzes
Die Stärken des DCF-Ansatzes liegen darin, dass sich mit dem zu bewertenden Unternehmen und dessen künftigen Fortentwicklung, der jeweiligen Branche, sowie mit den Faktoren welchen Einfluss auf den Unternehmenswert ausüben, intensiv beschäftigt wird. Beispielsweise Wachstumsrate des Fortführungswertes, Steuern, Kapitalkosten, Investitionen und Planzahlen. Die Daten, welche durch die solide Analyse vergangener erbrachter Unternehmensleistungen gewonnen wurde, lassen sich zudem hervorragend für das Erreichen operativer Ziele nutzen. Aufgrund der genauen Betrachtung einzelner Faktoren kann der Schluss gezogen werden, an welchen Punkten Schwachstellen der Firma optimiert werden können, damit eine Steigerung des Unternehmenswerts möglich ist. Aus diesem Grund genießt diese Bewertungsmethode international breite Anerkennung. Zum einen ist Transparenz durch den nachvollziehbaren und übersichtlichen Aufbau gegeben, zum anderen die Wertorientierung im Shareholder Value-Ansatz. Dadurch stellt die Interpretation der Bewertungsergebnisse keine Herausforderung dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des DCF-Verfahrens als weltweit verbreitetes Standardinstrument der Unternehmensbewertung ein und erläutert die verschiedenen Bewertungsanlässe.
2. Grundlagen der DCF Methode: Dieses Kapitel differenziert zwischen Equity- und Entity-Methoden und stellt die gängigen Ansätze wie APV, TCF und WACC vor.
3. Stärken des DCF Ansatzes: Hier werden die Vorteile der Methode hervorgehoben, insbesondere die Transparenz, die wertorientierte Steuerung und die exakte Analyse betriebswirtschaftlicher Faktoren.
4. Schwächen des DCF-Ansatzes: Der Fokus liegt auf der kritischen Betrachtung der Komplexität, der Anfälligkeit der Planungsdaten für Prognosefehler und der Zirkularitätsproblematik beim WACC-Ansatz.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das DCF-Verfahren trotz seiner Stärken eine kritische Prüfung der subjektiven Annahmen erfordert und primär als unterstützendes Instrument in Verhandlungen dient.
Schlüsselwörter
Unternehmensbewertung, Discounted Cashflow, DCF-Verfahren, Equity-Methode, Entity-Methode, WACC, Kapitalkosten, Shareholder Value, Unternehmenswert, Investitionstheorie, Prognose, Finanzplanung, Terminal Value, Marktwertermittlung, Cashflow-Analyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit im Kern?
Die Arbeit behandelt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Discounted-Cashflow-Verfahren als Methode zur Unternehmensbewertung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit fokussiert auf die theoretischen Grundlagen der DCF-Modelle sowie eine kritische Analyse der Vor- und Nachteile dieses Bewertungsansatzes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Eignung und die Grenzen der DCF-Methode darzulegen, damit der Anwender die Ergebnisse des Modells besser interpretieren kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Literaturanalyse, die auf gängigen betriebswirtschaftlichen Fachbüchern und Standards basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen, eine detaillierte Aufzählung der Stärken sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den methodischen Schwächen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Unternehmenswert, Cashflows, WACC, Kapitalkosten, Prognosequalität und wertorientierte Unternehmenssteuerung.
Was ist das Zirkularitätsproblem beim WACC-Ansatz?
Es beschreibt die Schwierigkeit, dass zur korrekten Ermittlung des durchschnittlichen Kapitalkostensatzes bereits der Marktwert des Eigenkapitals bekannt sein müsste, der jedoch erst durch das Verfahren selbst berechnet werden soll.
Warum sind Prognosen für zukünftige Cashflows oft fehleranfällig?
Aufgrund der hohen Komplexität und der Abhängigkeit von subjektiven Annahmen bei Wachstumsraten und Planungszeiträumen besteht ein hohes Risiko für optimistische oder verzerrte Prognosen.
- Citation du texte
- Maximilian Urlbauer (Auteur), 2020, Operatives Controlling. Stärken und Schwächen des Discounted Cashflow-Ansatzes zur Unternehmensbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/952086