Sprachverhalten und Identitätsbildung der zweisprachigen marokkanischen Bevölkerung in Granada. Eine soziolinguistische Studie


Bachelorarbeit, 2020

57 Seiten, Note: 1,8

Anonym


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen zur Zweisprachigkeit, Sprachverhalten und Identitätsbildung
2.1 Zweisprachigkeit
2.1.1 Begriffsklärung der Zweisprachigkeit
2.1.2 Diglossie-Konzept nach Ferguson und Fishman
2.2 Sprachverhaltensprozesse
2.2.1 Begriffsklärung: Spracherhalt, Sprachwechsel und Sprachverlust
2.2.2 Faktoren der Sprachprozesse
2.3 Identitätsbildung
2.3.1 Begriffsklärung: Identität
2.3.2 Sprache als relevante Komponente der Identitätsbildung
2.3.3 Identitätsbildung bei Zweisprachigkeit

3. Forschungsüberblick

4. Untersuchung
4.1 Der Untersuchungsgegenstand: die marokkanisch-stämmige Bevölkerung
4.2 Der Untersuchungsort: Granada, Stadtviertel Albaicin

5. Fragestellung und Hypothesen
5.1 Methodenbeschreibung
5.1.1 Probanden
5.1.2 Fragebogenstudie
5.2 Durchführung
5.3 Deskriptive Ergebnisse der Untersuchung
5.4 Diskussion

6. Fazit & Ausblick

7. Literaturverzeichnis

8. Abbildungsverzeichnis

9. Tabellenverzeichnis

10. Anhang

1. Einleitung

„Wer spricht was und wie mit wem in welcher Sprache und unter welchen sozialen Umständen mit welchen Absichten und Konsequenzen?“ (Fishmann 1972: 15)

In der heutigen Gesellschaft dominiert überwiegend Zweisprachigkeit als Einsprachigkeit. Für die meisten Menschen ist die Migrationssituation ein ausschlaggebender Faktor, dafür dass sie sich als zweisprachig identifizieren. Aber welche Auswirkungen hat es auf das Sprachverhalten, wenn das Individuum parallel zu seiner Muttersprache bzw. Erstsprache unter Verwendung einer weiteren Sprache sozialisiert wird? Aus dieser Perspektive beobachtet die Soziolinguistik den Menschen. Mit dem obigen Zitat lassen sich die Fragestellungen der Soziolinguistik und ihr Untersuchungsgegenstand beschreiben. Mit dem Zusammentreffen der beiden Forschungsgebiete der Sprache und Gesellschaft entsteht diese junge Teildisziplin der Sprachwissenschaft, die die Beziehung der Interdependenz zwischen Sprache und Gesellschaft zum Gegenstand hat (Metzler 2016: 630). Spanien gilt seit Jahrhunderten als das beliebteste Migrationsland für die Einwanderer aus dem Nahen Osten. Jedoch existieren wenige Studien zum Sachverhalt, obwohl die Migrationssituation der marokkanischen Migranten /innen dort stark ausgeprägt ist.

Aufgrund dessen liegt der Schwerpunkt der vorliegenden empirischen Arbeit auf der zweisprachigen marokkanisch-stämmigen Bevölkerung in Granada. Die ersten Marokkaner sind als Arbeitermigranten nach Spanien eingewandert und leben dort heute seit bis zu drei Generationen. Die Migrationssituation umfasst eine Vielzahl sozialer, ökonomischer und politischer Aspekte. Da die Darstellung der Migrationsfrage jedoch über den theoretischen Rahmen der vorliegenden Arbeit hinausgeht, fokussiert sie auf Sprachverhaltensprozesse und das Zugehörigkeitsgefühl der marokkanischen Bevölkerung in Granada. Demzufolge steht im Zentrum die Frage, inwiefern es generationsspezifische Unterschiede beim Sprachverhalten und bei der Identitätsbildung der zweisprachigen marokkanisch­stämmigen Bevölkerung in Granada gibt. In Bezug darauf, untersucht die vorliegende Studie, welche generationsspezifische Sprachkompetenzen sich im Spanischen und Marokkanischen der beiden Generationen gegenüberstellen. In welchen Kontexten wird die Erstsprache benutzt und in welchen die Zweitsprache?

Bei welcher Generation kommt es zu einem Sprachwechsel und wodurch ist die Identitätsbildung der marokkanischen Migranten/innen geprägt. Die vorliegende empirische Arbeit beabsichtigt, diese Fragestellungen zu beantworten.

Zuerst folgt ein theoretischer Abriss zur Definition von Zweisprachigkeit. Anhand des Diglossie-Konzeptes nach Ferguson und Fishman wird eine spezifische Form von Zweisprachigkeit vorgestellt, die als Grundlage für das Sprachverhalten der marokkanischen Bevölkerung dient. Im nächsten Schritt werden die Sprachverhaltensprozesse „Sprachwechsel“, „Spracherhalt“ und „Sprachverlust“ mit ihren Einflussfaktoren erläutert. Im letzten theoretischen Kapitel wird die Thematik der Identitätsbildung nur kurz angerissen. Nach der Einführung des aktuellen Forschungsstandes wird als nächstes der Untersuchungsgegenstand und der Ort der Umfrage der selbständig durchgeführten soziolinguistischen Studie vorgestellt. Anhand der Fragebogenumfrage wurde darauf abgezielt, die soziolinguistische Sprachsituation der marokkanischen Bewohner des historischen Stadtviertels Albaicin in Granada zu erfassen. Dabei lag die Entscheidung für eine quantitative Analyse, um messbare Werte zum Vergleich zu erhalten. Im nächsten Schritt werden anhand einer selbstständig durchgeführten Untersuchung relevante Ergebnisse für die Analyse des generationsspezifischen Sprachverhaltens und der Identitätsbildung der eingewanderten Marokkaner in Granada vorgestellt. Zudem dienen diese Untersuchungsresultate dazu, die zuvor aufgestellten Hypothesen zu verifizieren bzw. zu falsifizieren. Abschließend werden die Ergebnisse diskutiert und in einem Fazit die zentralen Ergebnisse dieser Studie zusammengefasst.

2. Theoretische Grundlagen zur Zweisprachigkeit, Sprachverhalten und Identitätsbildung

In den folgenden Unterkapiteln wird zunächst ein theoretischer Rahmen entworfen. Dieser beginnt mit der Zweisprachigkeitsforschung aus soziolinguistischer Perspektive und setzt sich mit den Sprachverhaltensprozessen der verschiedenen Migrationsgenerationen fort. Das Kapitel wird mit dem Thema ,Identitätsbildung‘ abgeschlossen.

2.1 Zweisprachigkeit

2.1.1 Begriffsklärung der Zweisprachigkeit

In der heutigen Zeit gibt es in der Gesellschaft überwiegend zweisprachige und sogar mehrsprachige als einsprachige Sprecher. Jedoch gibt es in der Forschung keine Definition für Zweisprachigkeit. Oftmals wird auch der Begriff Bilingualismus synonym zur Zweisprachigkeit benutzt. Demnach ist es nicht immer einfach zu bestimmen, wann ein Mensch einsprachig und ab wann zweisprachig oder sogar mehrsprachig ist. Mit dem Begriff wird die aktive Beherrschung zweier Sprachen eines Individuums beschrieben (Patzelt & Herling 2013:859). Des Weiteren lässt sich die Frage stellen, wie die aktive Beherrschung zweier Sprachen zu verstehen ist. Zu welchem Grad muss eine Person zwei Sprachen beherrschen, damit sie als zweisprachig bezeichnet werden kann?

Ein Definitionsversuch der Zweisprachigkeit ist auf Haugen (1953:7) zurückzuführen „At the point where a speaker of a language can produce complete, meaningful utterances in the other language.” In diesem Fall gilt ein Mensch als bilingual ab dem Punkt, an dem er sich in einer zweiten Sprache sinnvoll ausdrücken kann. Hieran schließt Mackeys (1962: 52) Aussage an: „the ability to use more than one language“. Auch Weinreich (1953) nähert sich der Position Mackeys mit der Ansicht, dass Zweisprachigkeit als die Praxis des abwechselnden Gebrauchs zweier Sprachen zu betrachten ist (Chin Ng et al. Erscheinungsjahr: 5). Für ihn ist die Zweisprachigkeit weder ein statisches noch ein einheitliches Konzept. Beiliegend beschreibt Weinreich die Zweisprachigkeit wie folgt : „The practice of alternately using two languages will be called bilingualism, and the person involved, bilingual.“ (Weinreich 1967: 1; Hervorhebungen im Original)

Im Kontext der Sprachkompetenz nimmt Bloomfield mit seiner Aussage zur Zweisprachigkeit „native-like control of two languages” (1933: 56) die Gegenposition ein. Als Voraussetzung für die Kennzeichnung eines Individuums als zweisprachig wird demnach die muttersprachliche Kompetenz in beiden Sprachen berücksichtigt.

Schließlich lässt sich schlussfolgern, dass es in der Zweisprachigkeitsforschung zu keiner einheitlichen Definition gekommen ist. Grundsätzlich resultiert aus den Definitionsansätzen, dass die Zweisprachigkeit durch die Sprachkompetenz und den Sprachgebrauch des Sprechers bedingt ist. In diesem Kontext ist entscheidend, welche Sprachkenntnisse der Zweisprachige in der Erst- und Zweitsprache besitzt und welche Funktion er den jeweiligen Sprachen in seinem Alltag zuordnet.

2.1.2 Diglossie-Konzept nach Ferguson und Fishman

Der Terminus ,Diglossie‘ wird zum ersten Mal von Ferguson verwendet, um funktionelle und kollektive Zweisprachigkeit zu bezeichnen. Dabei wird angenommen, dass jede Sprache bzw. jede Varietät eine gesellschaftliche Funktion innehat. Der Begriff wird definiert als „Arbeitsteilung“ der Sprachen (Riehl 2014: 66). Ferguson (1959: 336) stellt die funktionale Verwendung unterschiedlicher Sprachvarietäten folgendermaßen dar:

Diglossia is a relatively stable language situation in wich in addition to the primary dialect of the language, which may include a standard or regional standard, there is a very divergent highly codified, often grammatically more complex, super­posed variety, the vehicle of a large and respected body of literature, heir of an earlier period or another speech community, which is learned largely by formal education and is used for most written purposes, but is not used in any sector of the community for ordinary conversation.

Hierbei beschreibt er eine relativ stabile Sprachsituation und differenziert sie als einen primären regionalen Dialekt mit einer low variety (L) (niedere Varietät) und high variety (H) (höher gestellte Sprachvarietät). Letztere wird meist in formalen Situationen und vor allem in staatlichen Institutionen gebraucht und hat ein hohes soziales Prestige als Standardvarietät. Low Variety (L) hingegen ist meist die Muttersprache und kommt in informellen Situationen wie im Alltag mit der Familie und im Freundeskreis vor. Aus diesem Grund werden der Sprache mit der High Variety und Low Variety konkrete Funktionen zugeordnet. Weiterhin ist zu beachten, dass die Disposition zweier Sprachen in H und L sich je nach Staat unterscheiden kann (Riehl 2014 :67).

Bei Ferguson (1959) geht es um verschiedene Dialekte einer Sprache und Fishman (1971) erweitert das Diglossie-Konzept auf zwei verschiedene Sprachen. Nach Fishmans Ansatz entstehen auch diglossische Situationen, in denen die Sprachen nicht miteinander verwandt sind. Darüber hinaus setzt er Diglossie und Bilingualismus in Bezug zueinander und stellt hierbei vier Arten von Beziehungen her.

Im ersten Fall wird die gleichzeitige Existenz der beiden Phänomene Diglossie und Bilingualismus angenommen. Die stabile Verteilung von Sprachen ist meist bei großen mehrsprachigen Gesellschaften zu beobachten. Bei der zweiten Sprachsituation, in der der Bilingualismus dominiert, gibt es keine Aufteilung der Diglossie. Das heißt, die Mehrsprachigkeit ist instabil und bedingt durch soziale Verhältnisse, wie zum Beispiel durch Umsiedlung oder Einwanderung. Bei der Diglossie ohne Bilingualismus handelt es sich um Sprachvarietäten, die konkret nach Gesellschaftsgruppen differenziert sind. Das heißt, die Sprecher der höher gestellten Sprache gehören zu den Eliten bzw. Gebildeten und leben distanziert zur Arbeitergesellschaft. Die letzte Variante, weder Diglossie noch Bilingualismus, ist der seltenste Fall, bei dem verschiedene Sprachen undifferenziert in derselben Gesellschaft existieren.

Schließlich ist festzuhalten, dass ein zweisprachiger Sprecher mit Migrationshintergrund durchweg von Diglossie-Phänomenen betroffen ist. Sowohl bewusst als auch unbewusst werden die Erstsprache, in diesem Fall die Muttersprache, und die Zweitsprache sozialen Funktionen in der Gesellschaft zugeordnet. Der unterschiedliche Sprachgebrauch innerhalb dieser Diglossie­Domänen erzeugt bei zweisprachigen Sprechern typische Sprachverhaltensprozesse, die im nächsten Kapitel erläutert werden.

2.2 Sprachverhaltensprozesse

2.2.1 Begriffsklärung: Spracherhalt, Sprachwechsel und Sprachverlust

Sobald mindestens zwei Sprachen von einem Individuum über einen längeren Zeitraum gesprochen werden, das heißt, wenn Zweisprachigkeit vorliegt, kann es zu einem Spracherhalt (language maintenance), Sprachwechsel (language shift) und sogar zu einem Sprachverlust (language lost) kommen. Von einem Sprachwechsel ist auszugehen, wenn ein Individuum von seiner Muttersprache zu einer anderen Sprache wechselt. Weinreich beschreibt dies als den „Übergang von einer zu einer anderen Sprache, die man normalerweise gebraucht“ (1972: 92). Hiermit meint er, dass eine Sprachgemeinschaft ihre Muttersprache aufgibt und eine zweite Sprache benutzt. Zum Beispiel wird im Kontext von Migrationssituationen bei langandauerndem Aufenthalt in einer mehrsprachigen Gesellschaft von der Muttersprache zur zweiten Sprache gewechselt.

Dieser Sprachprozess ist nicht mit dem Begriff ,Code-Switching‘ gleichzusetzen. Dies ist ein weit verbreitetes Phänomen in mehrsprachigen Gesellschaften und wird hauptsächlich in der Sprachkontaktforschung thematisiert. Das heißt, dass sich zwei oder mehrere Sprachen in einem bestimmten sozialen Umfeld entgegenkommen bzw. dort anzutreffen sind. Bezüglich der Sprachkontaktforschung wurde nachgewiesen, dass bilinguale Sprecher in einem Dialog permanent zwischen zwei Sprachen wechseln können. Dieses Phänomen wird als Code-Switching definiert (vgl. Riehl 2014: 21).

Zum Spracherhalt kommt es, wenn die Erstsprache von Generation zu Generation weitergegeben wird. Nach Kenneth Hyltenstam & Christopher Stroud ist der Spracherhalt der Gegensatz des Sprachverlusts ( 1996: 568). Damit verdeutlicht er, dass eine Wechselbeziehung zwischen den Sprachprozessen des Spracherhalts, Sprachwechsels und Sprachverlusts notwendig ist. In Extremfällen kann ein Sprachwechsel auch zum Sprachverlust führen, wenn die eigene Muttersprache unter den Generationen nicht weitergegeben und vollständig aufgegeben wird (vgl. Riehl 2014: 177).

Mit dem Modell Haugens (1953) wird eine mögliche Entwicklung vom Spracherhalt bis zum Sprachverlust folgendermaßen visualisiert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Haugen verwendet die Notationen A, a für die Erstsprache und B, b für die Zweitsprache, wobei Großbuchstaben für volle und Kleinbuchstaben für begrenzte Sprachkenntnisse stehen ( vgl. Hyltenstam & Stroud (1996: 574). Dieses Modell zeigt, dass anfangs ein Spracherhalt der Erstsprache A existiert und danach eine zweite Sprache b dazu gelernt und gesprochen wird. Im mittleren Bereich dominieren beide Sprachen gleichzeitig und der Sprecher beweist seine Zweisprachigkeit. In der nächsten Phase a B verliert die Erstsprache A an Relevanz und ein Sprachverlust steht bevor. An beiden Enden dieses Modells befinden sich Sprecher einer monolingualen Sprachgemeinschaft. Abschließend kann konstatiert werden, dass der Spracherhalt und Sprachwechsel durch eine Varietät soziolinguistischer Faktoren bedingt sind, die im nächsten Schritt konkretisiert werden.

2.2.2 Faktoren der Sprachprozesse

Das Sprachverhalten einer zweisprachigen Sprecher ist geprägt von den im vorangegangenen Kapitel erläuterten sprachlichen Prozessen: Spracherhalt, Sprachwechsel oder Sprachverlust. Diese sind durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst. Rhiel (2014: 69) unterteilt diese Faktoren in externe und interne und ordnet sie nach bestimmten Bedingungen an. Externe Faktoren beinhalten:

- Raum: Größe und Geschlossenheit, Siedlungstyp, Anzahl der Sprecher
- Anerkennung: Institutionalisierungsgrad der Minderheitensprache, religiöse Bindung
- Sprachenkonstellation: Ausbau und Prestige der Umgebungssprachen, Ebenen der Formalität/ Informalität
- Sprechereinstellung: Einstellung gegenüber der eigenen Sprache, Funktion der Sprache als Identitätsmarker

Die internen Faktoren bestehen aus den folgenden zwei Bedingungen:

- Sprachausbau: Überdachungssituation, Kodifizierung
- Bedingungen der Sprachtypologie: Verwandtschaftsgrad der

Kontaktsprachen Zusammenfassend ist festzuhalten, dass diese externen und internen Faktoren in unterschiedlicher Konstellation einen Einfluss auf das Sprachverhalten haben. Da der Fokus der vorliegenden Arbeit auf den generationsspezifischen Unterschieden des Sprachverhaltens liegt, wurden sie unterschiedlich gewichtet. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der Identitätsbildung der zweisprachigen Sprecher, weshalb im Folgenden diese sowie das Zugehörigkeitsgefühl der Migranten/ innen beleuchtet werden.

2.3 Identitätsbildung

2.3.1 Begriffsklärung: Identität

Jedes Individuum besitzt eine Identität. Eine klare begriffliche Definition gestaltet sich jedoch schwierig. Der Terminus leitet sich aus dem Spätlateinischen identitas ab und bedeutet ,Einheit des Wesens‘. Identisch bedeutet in diesem Sinne „völlig gleich, übereinstimmend“ (vgl. Pfeifer 1989: 725, in Veith, 2002: 31). Aber womit ist die Identität genau gleichzusetzen? Zur Identifikation des Individuums werden aus mehreren Perspektiven verschiedene Faktoren herangezogen und deren Korrelationen untereinander betrachtet. Die Bezeichnung ,Identität‘ scheint eine übergreifende Kategorie zu sein, zu der Begriffe wie ,Ethnizität‘, ,Kultur‘ oder ,Sprache‘ in Bezug gesetzt werden (Haarmann 1996: 219).

In diesem Kontext lassen sich die in der Forschung erstellten Teilidentitäten, wie ethnische, soziale und sprachliche Identität herausstellen. Zur ethnischen Identität gehören in erster Linie die Ethnie bzw. das Herkunftsland, das Geschlecht und verschiedene körperliche Merkmale, wie zum Beispiel die Haut- oder Haarfarbe. Das Individuum ist mit diesen unveränderlichen Faktoren geboren und weist mit diesen seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Bevölkerungsgruppe innerhalb der Gesellschaft nach. Dabei ist zu beachten, dass die ethnische Identität mit kulturellen Verhaltensweisen, Werten und Einstellungen gegenüber der eigenen Gruppe assoziiert wird. Der Mensch verkörpert mit seiner Zugehörigkeit zu seinem Herkunftsland gleichsam auch die kulturelle Identität. Er besitzt angeborene Wertvorstellungen seiner Kultur, mit denen er sich sowohl bewusst als auch unbewusst identifiziert. Die soziale Identität sagt etwas über die Zugehörigkeit des Individuums zu einer bestimmten sozialen Schicht oder Gruppe aus. Schließlich verkörpert die sprachliche Identität sowohl die Identifikation des Menschen mit einer Sprache und deren Sprechern als auch mit sprachlichen Varietäten und deren Sprechergruppen ( vgl. Veith 2002: 32).

2.3.2 Sprache als relevante Komponente der Identitätsbildung

Bei der Identitätsbildung übernimmt die Sprache eine zentrale Rolle und ist eines der notwendigsten Elemente, mit denen sich ein Individuum identifiziert. Mit der Muttersprache beweist der Sprecher seine Zugehörigkeit zu einer Sprachgemeinschaft und vertritt somit deren Normen, Werte und Kultur.

In diesem Kontext differenziert Thim-Mabrey die Zweideutigkeit der Sprachidentität und die Identität durch Sprache (Thim-Mabrey 2003:1). Mit Sprachidentität bezeichnet sie „die Identität eines Individuums in Bezug auf ihre- oder auf irgendeine Sprache.“ Unter Identität durch Sprache versteht sie die „Identität von Personen, soweit diese durch Sprache und Sprachverwendung konstituiert oder mitkonstituiert wird“ (Ebenda: 2).

Dazu beschreibt Haarmann die Beziehung (das Abhängigkeitsverhältnis) der ethnischen Identität zur Sprache folgendermaßen:

Identität ist keine Kategorie, die man Kultur oder Sprache nebenordnen kann; vielmehr ist sie eine übergreifende Größe, zu der die beiden erwähnten Begriffe in Abhängigkeit stehen. Kultur- und Sprachfähigkeit sind ohne Identität als ihre Voraussetzung nicht denkbar“ (1996: 219).

Der Mensch identifiziert sich selbst mit seiner Sprache, sodass sowohl seine Gedankenstruktur als auch seine Verhaltensweisen in der Gesellschaft dadurch gesteuert werden. Darüber hinaus beinhaltet jede Sprache sowohl kulturelle als auch traditionelle Fertigkeiten, mit denen sich der Mensch in einer Interaktion mit anderen Menschen äußert.

Eine der Grunderfahrungen eines jeden Individuums ist das Erleben seiner sprachlichen Zugehörigkeit, wobei die sprachliche Vertrautheit im Umgang mit Kontaktpersonen das Verhalten ebenso prägt wie das Bewusstsein der Sprachbarriere gegenüber anderssprachigen Gruppen. (Haarmann 1996: 222).

Das Phänomen, dass sich der Mensch während seines Lebens in ständigem Kontakt mit anderen Sprechergruppen in der Gesellschaft befindet, ist allgegenwärtig. Je nach entsprechender Situation und Kontaktperson ändert sich seine sprachliche Interaktion. Demzufolge führt Haarmann ein Modell von Merkmalsbündeln der ethnischen Identität an. Dabei beschreibt er die Makrostruktur der ethnischen Identität durch veränderliche und unveränderliche Komponenten (1996: 224). Nach seinem Modell gehören die Abstammung, sowie Geschlecht und ethnische Merkmale zu den unveränderlichen Komponenten. Als veränderlich definiert er Wertvorstellungen und das sogenannte Kulturmuster, innerhalb dessen er die Sprache lokalisiert. Das heißt, dass Werte, Normen und Sprache veränderbar sind. Wie zuvor behandelt, ist das Individuum weder ohne seine Sprache noch unabhängig von seiner sozialen Haltung in der Gesellschaft vorstellbar. Da der Mensch ein vielseitiges Wesen ist und unterschiedliche Rollen in der Gesellschaft übernimmt, versucht er sich mit seiner sprachlichen Identität an die jeweilige Situation anzupassen. Dadurch entstehen Veränderungen seines Sprachverhaltens in der jeweiligen Situation. Zum Beispiel sind Menschen mit Migrationshintergrund gezwungen, in kulturell und sprachlich verschiedenartigen Gemeinschaften zu leben. Sprachliche Minderheiten neigen vermehrt dazu, sich zu einer zweiten Gemeinschaft bzw. Nation zugehörig zu fühlen.

Abschließend lässt sich im Rahmen der vorliegenden Arbeit festhalten, dass die Identität kein starres Konzept ist und dass die Sprache einen erheblichen Einfluss auf die Identitätsbildung hat. Inwiefern die Zweisprachigkeit das Zugehörigkeitsgefühl und die Identitätsbildung beeinflusst, wird im nächsten Unterkapitel thematisiert.

2.3.3 Identitätsbildung bei Zweisprachigkeit

Aus der Annahme, dass sich das Individuum in erster Linie mit seiner Sprache in der Gesellschaft identifiziert, kann abgeleitet werden, dass sich im Falle der Zweisprachigkeit ein zweifaches Zugehörigkeitsgefühl entwickeln kann. Einwanderergenerationen fühlen sich in erster Linie durch ihre Muttersprache zu ihrem eigenen Herkunftsland zugehörig. Jedoch nimmt die Zweitsprache im Laufe der Zeit auch eine identitätsstiftende Rolle für die Migranten /innen ein. Je mehr ihre Zweitsprache im Alltag präsent ist, desto mehr entwickelt sich auch für die zweite Sprache ein Zugehörigkeitsgefühl. Im Zusammenhang der Identitätsbildung weisen diese Sprecher eine hybride Identität auf. Das heißt, sie fühlen sich gleichermaßen zu beiden Sprachgemeinschaften zugehörig (Riehl 2014: 82).

Im Kontext der Zweisprachigkeit dominiert jede Sprachgemeinschaft mit seiner eigenen sozialen Funktion in der Gesellschaft. Ein Migrant ist aufgrund seiner Zweisprachigkeit gezwungen, beide sozialen Funktionen der Sprachen zu verinnerlichen und zu beachten. Nach Haarmann überlagern die sozialen Funktionen einer dominanten jene einer zweitrangigen Sprache. Weiterhin beschreibt er das Sprachverhalten der zweisprachigen Individuen als sprachliche Assimilation. Somit kommt es zu einem Übergang von einer Primärsprache zu einer Zweitsprache, weil letztere mehr praktischen Nutzwert als die Primärsprache besitzt. Diesen bezeichnet der Autor als ,Prestige‘ (vgl. Haarmann 1996: 227). Innerhalb der Migrationssituation hat die Sprache der Migranten wenig Prestige im Gegensatz zur lokalen Sprache des Landes, in die sie eingewandert ist.

Somit sind die Identitätsbildung und das Zugehörigkeitsgefühl von der gesprochenen Sprache abhängig. Im Falle der Zweisprachigkeit kann durch die hybride Identität ein doppeltes Zugehörigkeitsgefühl entstehen, das zu einer Komplexität bzgl. der Identitätsbildung führen kann. Im Fokus dieser Arbeit werden die generationsspezifische Entwicklung des Sprachverhaltens und die Identitätsbildung aus soziolinguistischer Perspektive betrachtet. Anhand der empirischen Untersuchung wird dargestellt, inwieweit sich das Sprachverhalten und die Identitätsbildung der zweiten und dritten marokkanischen Generation in Granada unterscheiden.

3. Forschungsüberblick

Innerhalb der soziolinguistischen Forschung wird zwischen der Makro- und Mikro­Ebene unterschieden. Der Fokus liegt hier vor allem auf der Sprachwahl unter Betrachtung der sozialen, psychologischen und politischen Hintergründe. Zum Beispiel gehören Sprachprozesse, wie Sprachwechsel und Spracherhalt in einer Migrationssituation oder die Sprachpolitik in Mehrheits- bzw. Minderheitskontexten zu den Hauptthemen der Makrosoziolinguistikforschung (Dittmar 1997:75). Demgegenüber ist unter der Mikroebene in der Soziolinguistik die soziale Bedeutung sprachlichen Handelns in der Interaktion zu verstehen. Im Fokus steht dort die Sprache, die während der Kommunikation in einem bestimmten sozialen Umfeld benutzt wird. Untersucht werden hierbei Sprachvariationen. Ähnlich wie bei der Varietätenlinguistik sollen die Funktion des Gebrauchs von Dialekten, Soziolekten sowie Regiolekten erläutert werden (Ebenda J1997: 22).

Der aktuelle soziolinguistische Forschungsstand ist von den Theorieansätzen der amerikanischen Sprachwissenschaftler Joshua A. Fishman und William Labov geprägt. Im Hinblick auf die Forschung der Mikroebene der Soziolinguistik gilt William Labov seit dem Jahr 1963 als der klassische Vorläufer. In seiner Studie (1963) „The Social Motivation of a Sound Change“ ging Labov der Frage auf den Grund die Sprachgewohnheiten auf der Insel Martha‘s Vineyard zu durchleuchten (vgl. Schlieben- Lange 1973: 41). Er untersuchte phonologische Variationen bestimmter Vokallaute. Eine weitere grundlegende Studie führte er im Jahr 1966 in New York durch. Diesmal wollte er wissen, wie sich die sozialen Schichten in der Gesellschaft bei der Aussprache bestimmter Vokalvariationen unterscheiden. Die Befragung fand in drei verschiedenen Kaufhäusern unterschiedlichen Statusrangs statt. Aktuelle soziolinguistische Untersuchungen zu Stadtsprachen sind an die Untersuchungen Labovs angelehnt.

Mit seinen Theorie- und Forschungsansätzen hat Fishman den Horizont der soziolinguistischen Wissenschaft erweitert. In seiner Definition schuf der Autor (1974) einen entscheidenden Ansatz für die soziolinguistische Forschung „First the function of language in establishing social relationships; and, second, the role played by language in conveying information about the speaker“ (Dittmar 1997: 20).

Insbesondere ist Fishman bekannt für seine Bilingualismus- und Diglossie-Studien, die sich meist der Makroebene zuordnen lassen. In seiner Studie (1966) „Language Loyalty in the United States“ untersuchte er, ob es bei der Sprache verschiedener Volksgruppen unter Einfluss unterschiedlicher sozialer Faktoren zum language shift (Sprachwechsel) und zur language maintenance (Spracherhalt) kommt (Schlieben-Lange 1973: 38-39). Den Bereich der Zweisprachigkeit untersuchte auch Wallace Lambert (1967). In seiner Studie „A Social Psychology of Bilingualism“ ging er dem Zusammenhang des Sprachgebrauchs in Kanada und politischen, sozialen sowie kulturellen Wertvorstellungen nach . Dabei handelt es sich um eine Methode, Einstellungen von Sprachen oder sprachlichen Subsystemen in einer Gesellschaft festzustellen ( Schlieben-Lange 1973: 40).

Eine weitere Studie, in der sich mit dem Sprachwechsel und dem Spracherhalt beschäftigt wird und in der ein Bezug zu Fishmans Ansätzen hergestellt wird, kommt von Jorge Porcel (2011). In seiner Studie Language Maintenance and Language Shift among US Latinos untersuchte er das Sprachverhalten der zweisprachigen lateinamerikanischen Generationen, der sogenannten Latinos, in den USA. Dabei fasst Porcel unter dem Aspekt Sociolinguistic Assessment in seiner Studie die soziolinguistischen Faktoren als Strukturvariablen auf. Diese lassen sich in einen demographischen, sozioökonomischen, kulturellen und legalen Status unterteilen (vgl. Porcel 2011 :625). Ziel seiner Studie war es zu untersuchen, inwiefern diese sozialen Faktoren das Sprachverhalten der zweisprachigen Sprecher beeinflussen. Im Ergebnis konnte Jorge Porcel festhalten, dass es meist zu einem Sprachwechsel der Sprache innerhalb der migrantischen Bevölkerung kommt, wenn der eigenen Muttersprache ein schwacher sozioökonomischer und kultureller Status zugeschrieben wird (Ebenda: Porcel 2011: 634). Des Weiteren dominiert die eigene Muttersprache vor allem im Kontext der Familie und Religion. Porcel begründet den Auftritt des Sprachwechsels mit dem Sprachprestige der jeweiligen gesprochenen Sprachen. Jene mit dem höheren gesellschaftlichen Prestige verdrängt die Muttersprache der Migranten. Es kommt meist bei den jüngeren Sprechern zu einem Wechsel von ihrer Erstsprache zur Zweitsprache. Abschließend stellte er die Vermutung auf, dass das wechselseitige Sprachverhalten die Identitätsbildung der Sprecher beeinflussen kann (Porcel 2011: 641).

In früheren Untersuchungen wurden zwar die Sprachverhaltensprozesse der zweisprachigen Sprechergruppe mit Migrationshintergrund untersucht, aber es gab keine Deskription der genauen Beschaffenheit des generationsspezifischen Sprachverhaltens und der Identitätsbildung. An diese Lücke soll in der vorliegenden empirischen Arbeit angeknüpft werden, wobei die soziolinguistische Situation der marokkanisch-stämmigen Bevölkerung in Granada untersucht werden soll. Des Weiteren wird sich in der Fragebogenstudie dieser Arbeit hauptsächlich an Fishmans Theorieansätzen der Makroebene orientiert.

4. Untersuchung

4.1 Der Untersuchungsgegenstand: die marokkanisch-stämmige Bevölkerung

Für das Verständnis der aktuellen soziolinguistischen Lage der marokkanisch­stämmigen Bevölkerung ist es unerlässlich, ihr Sprachverhalten und ihre Identitätsbildung im Kontext ihrer Migrationsgeschichte in Spanien zu betrachten. In diesem Kapitel wird daher die marokkanische Bevölkerung mit ihrem soziohistorischen Hintergrund in Spanien kurz erläutert, um das damit verbundene Wissen bei der Untersuchung der Forschungsfrage einbeziehen zu können.

Die marokkanisch-stämmige Bevölkerung bildet seit 1973 die größte Migrationsgemeinschaft aus Afrika in Spanien. Sie stellt dort eine der ältesten Gemeinschaften dar, die bereits in der dritten Generation vertreten ist (Anexto 2009: 206).

Vorab ist anzumerken, dass der Begriff der Generation aus soziolinguistischer Perspektive verwendet wird. Gemeint ist dabei die Ebene der Kinder, der Eltern und der Großeltern. Dies schließt die Eltern-, Kinder- und die Großelterngeneration ein Im Rahmen der vorliegenden Arbeit werden die folgenden Bezeichnungen verwendet: Mit der ersten Generation ist die Großelterngeneration der marokkanischen Bevölkerung gemeint, die im Erwachsenenalter nach Spanien für die Arbeitssuche eingewandert ist. Die zweite Generation besteht aus der Elterngeneration, die mit ihrer Familie ein neues Leben in Spanien begann. Die dritte Generation bzw. die Kindergeneration umfasst die von Anfang an in Spanien Aufgewachsenen ( vgl. Mattheier 1987: 81).

In Bezug auf die Mehrsprachigkeit der marokkanischen Migranten/ innen ist festzuhalten, dass die erste und teilweise zweite Generation bereits vor der Einwanderung nach Spanien in ihrem Herkunftsland mehrsprachig aufgewachsen ist. In Marokko dominieren das Französische und Arabische, die relevante Amtssprachen im öffentlichen Leben sind. Die Sprachsituation in Marokko entspricht einer Vielfalt an Sprachen und Dialekten. Das Arabische ist nicht einheitlich und gleicht nicht dem Hocharabischen, das in vielen anderen afrikanischen Staaten gesprochen wird. In diesem Kontext wird zwischen dem Hocharabischen Fusha, das in der schriftlichen Kommunikation wie in der Presse und in Bildungsinstituten verwendet wird, und dem Mittelarabischen unterschieden, das der mündlichen Verständigung gebildeter Sprechergruppen dient. Das marokkanische Arabisch Dariga hat sich aus dem klassischen Arabischen zu einem Dialekt entwickelt ( vgl. Bouras 2006: 28). Darüber hinaus existiert im Alltagsleben der marokkanisch-stämmigen Bevölkerung ein breites Spektrum an Dialekten. Die Fragebogenstudie dieser Arbeit bezieht sich ausschließlich auf die folgenden drei berberischen Hauptdialekte Tarifit (aus dem nördlichen Rif-Gebirge von Marokko), Tamasirt (aus dem Mittleren und Hohen Atlas) und Taschlhit (aus Südmarokko) (Ebenda : 26).

Besonders Andalusien gehört heute aufgrund der geographischen Nähe zu Marokko noch zu den beliebtesten Siedlungsgebieten der marokkanisch-stämmigen Einwanderer. Der andalusische Untersuchungsort Granada wird im Folgenden skizziert.

[...]

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten

Details

Titel
Sprachverhalten und Identitätsbildung der zweisprachigen marokkanischen Bevölkerung in Granada. Eine soziolinguistische Studie
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Klassische Philologie)
Veranstaltung
Sprachwissenschaften
Note
1,8
Jahr
2020
Seiten
57
Katalognummer
V952136
ISBN (eBook)
9783346295033
ISBN (Buch)
9783346295040
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziolinguistische Studie, Zweisprachigkeit, Granada
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Sprachverhalten und Identitätsbildung der zweisprachigen marokkanischen Bevölkerung in Granada. Eine soziolinguistische Studie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/952136

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