Kopfhauttypen und ihr Erscheinungsbild (1. Lehrjahr Berufsschule für Friseure)


Unterrichtsentwurf, 2016

23 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Überblick und zentrales Anliegen

2. Begründungszusammenhänge/ Vertiefung
2.1 Rahmenbedingungen und Einbettung der Stunde innerhalb der Unterrichtseinheit bzw. des Lernfelds
2.2 Lernziele und Kompetenzentwicklung
2.3 Inhalte
2.4 Gestaltung des Lehr-/Lernarrangements

3. Anhang
3.1 Literaturverzeichnis
3.2 Quellenverzeichnis
3.3 Abbildungsverzeichnis
3.4 Abkürzungsverzeichnis
3.5 Verlaufsplanung

1. Überblick und zentrales Anliegen

1.1 Thema

Kopfhauttypen und ihr Erscheinungsbild

1.2 Lehrplanbezug

Das Stundenthema aus Lernfeld 3 „Haare und Kopfhaut pflegen“ ist in die Lernsituation 3.1 „Haar- und Kopfhautzustand erkennen und beurteilen“ eingebettet und wird als Wiederholung in der Lernsituation 3.2 „Haar- und Kopfhautpflege durchführen“ noch einmal aufgegriffen.

1.3 Zentrales Anliegen

Die SuS schließen daraus, dass die Erkennung der vier Kopfhauttypen für die weiteren Behandlungen im Salon eine hohe Wichtigkeit haben. Sie nehmen unterschiedliche Kopfhauttypen im Salon wahr und können ihre theoretischen Fachkenntnisse richtig anwenden.

1.4 Lehr- und Lernarrangements

Ein kurzes Brainstorming als Einstieg, soll das bereits erlernte Wissen der SuS abrufen. Während einer längeren Arbeitsphase werden die Inhalte des Themas von den SuS selbstständig erarbeitet, anschließend präsentiert und angewendet.

2. Begründungszusammenhänge/ Vertiefung

2.1 Rahmenbedingungen und Einbettung der Stunde innerhalb der Unterrichtseinheit bzw. des Lernfelds

2.1.1 Organisatorisches

Der Unterricht der besagten Klasse findet in Raum 105 der Schule statt. Der Unterrichtsraum verfügt über eine Dokumentenkamera, einen OHP und einen Beamer. Die Unterrichtsstunde findet nach der vierten Schulstunde statt. Die Tische sind in einer U-Form zur Tafel angeordnet.

2.1.2 Klassenstruktur

Die 1-jährige Berufsfachschule (1BFK1) und das 1. Lehrjahr (K1FR1) der Berufsschule für Friseure kann an der Schule in Voll- oder in Teilzeitunterricht besucht werden. Am Tag der Berufstheorie werden sie als Klappklasse unterrichtet.

Die Klasse setzt sich aus 16 Mädchen und 4 Jungen zusammen. Die vertretenen Schulabschlüsse der Klasse sind gleichermaßen in Haupt- und Realschule/Werkrealschule unterteilt. Ein Schüler dieser Klasse hat keinen Abschluss. Das Alter der SuS liegt zwischen 16 und 20 Jahren. Die Fehlzeiten haben sich im Laufe des Schuljahres bei einigen SuS erhöht. Die Leistungen innerhalb der Klasse sind sehr unterschiedlich. Es gibt eine Gruppe von 6 SuS, die während der gesamten Unterrichtszeit engagiert mitarbeitet und durch gute mündliche Beiträge das Unterrichtsgeschehen vorantreiben. Auch deren schriftliche Leistungen befinden sich im oberen Leistungsfeld. Weitere 2 SuS sind zwar schriftlich sehr gut und folgen dem Unterricht immer aufmerksam, jedoch beteiligen sie sich selten durch mündliche Beiträge. Die restlichen SuS sind im mittleren Leistungsfeld einzuordnen. 7 SuS befinden sich ihren Leistungen nach im unteren Mittelfeld.

Da die Lerngruppe sehr heterogen ist und es durchaus sein kann, dass ein paar SuS schneller fertig sind, habe ich eine Zusatzaufgabe eingeplant.

Die SuS des 1. Ausbildungsjahres verfügen bereits über mehrere Methodenkenntnisse. Das gemeinsame Arbeiten in Gruppen verläuft in der Regel problemlos und harmonisch. Auch mit dem Präsentieren der Arbeitsergebnisse vor der gesamten Klasse sind die SuS vertraut.

Die Lerngruppe ist sehr lebhaft und der Lautstärkepegel ist oftmals sehr hoch.

Auch schweifen einige SuS leicht vom Unterrichtsgeschehen ab. Daher ist es notwendig, regelmäßig für Ruhe zu sorgen. Ich kenne die Klasse seit Schuljahresbeginn, fühle mich akzeptiert und unterrichte gerne in dieser Klasse.

2.1.3 Inhaltliche Einbettung in die Unterrichtseinheit

Im Rahmenlehrplan sind im Lernfeld 3 „Haare und Kopfhaut pflegen“ folgende Ziele angesetzt: „Die Schülerinnen und Schüler stellen den Haar- und Kopfhautzustand fest und führen Reinigungs- und Pflegemaßnahmen durch und erstellen Behandlungskonzepte zur Haar- und Kopfhautpflege. Sie beurteilen den Haar- und Kopfhautzustand, wählen Präparate und stellen deren Nutzen für die Kunden heraus.“

Das zu behandelnde Stundenthema ist in die Lernsituation 3.1 „Haar- und Kopfhautzustand erkennen und beurteilen“ eingebettet und wird in der Lernsituation 3.2 „Haar- und Kopfhautpflege durchführen“ noch einmal wiederholt. Die Inhalte werden theoretisch im BT-Unterricht umgesetzt. Das Stundenthema baut auf die verschiedenen Shampooarten sowie deren Wirkstoffe auf. Anschließend werden die Inhalte eines Kundengesprächs zur Haarwäsche und die Wahl des richtigen Shampoos behandelt. Das Thema hat direkten Bezug zur Arbeitswelt der SuS, da sie täglich mit unterschiedlichen Kopfhauttypen in Kontakt kommen und diese erkennen müssen, um anschließend eine fachgerechte Behandlung durchführen zu können.

2.2 Lernziele und Kompetenzentwicklung

2.2.1 Zielformulierungen

Die SuS nennen die verschiedenen Kopfhauttypen und deren Fachbegriffe, wiederholen die Ursachen und vertiefen ihr Wissen hinsichtlich der Behandlungsmöglichkeiten. Sie erkennen, welches Shampoo angewendet werden muss und welche Wirkung den speziellen Inhaltsstoffen zugesprochen wird.

2.2.2 Kompetenzentwicklung

Die SuS erkennen, wie wichtig es ist, die unterschiedlichen Kopfhauttypen unterscheiden zu können und wenden ihr Wissen kundengerecht an.

2.2.3 Lernziele

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.4

Sozialkompetenz

Die SuS verbessern ihre Sozialkompetenz, indem sie ...

... sich in gruppendynamische Prozesse integrieren.

... kollegial miteinander arbeiten.

Medienkompetenz

Die SuS verbessern ihre Medienkompetenz, indem sie ...

... mit unterschiedlichen Medien wie OHP und Tafel arbeiten.

... mit unterschiedlichen Arbeitsmaterialien arbeiten.

Selbstkompetenz

Die SuS verbessern ihre Selbstkompetenz, indem sie ...

... Mitverantwortung für das Lösen der verschiedenen Arbeitsaufträge tragen.

... zuverlässig handeln.

... vor der Klasse präsentieren.

Methodenkompetenz

Die SuS verbessern ihre Methodenkompetenz, indem sie ...

... unterschiedliche Aufgabenstellungen und Methoden kennenlernen.

2.3 Inhalte

2.3.1 Fachwissenschaftliche Sachanalyse

Es sind vier Kopfhauttypen zu unterscheiden. Dabei handelt es sich um die fettige/ölige Kopfhaut (Seborrhö sicca), die fettige/wachsartige Kopfhaut (Seborrhö oleosa), die trockene Kopfhaut (Sebostase) und die normale Kopfhaut. Um eine fachgerechte Behandlung im Salon durchführen zu können, müssen die SuS das äußere Erscheinungsbild der unterschiedlichen Kopfhauttypen kennen. Dazu gehört auch die richtige Zuordnung der Fachbegriffe. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die SuS Kenntnisse über die Ursachen und deren Behandlungsmöglichkeiten haben. Dies ermöglicht nicht nur eine fachgerechte Haar- und Kopfhautdiagnose, sondern auch eine geeignete Behandlung. Zudem müssen die SuS wissen, welches Shampoo für welchen Kopfhauttyp angewendet wird. Demzufolge ist es nötig, die wichtigsten Inhaltsstoffe und deren Wirkungen zu kennen. Die drei verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei der Seborrhö sicca habe ich vereinfacht dargestellt, da die Inhaltsstoffe und deren Wirkung an dieser Stelle für die SuS ausreichend sind. Zu diesen Methoden würden die zytostatische Behandlungsform, die den schnellen Zellteilungsprozess verhindern soll, die keratolytische Methode, die die Schuppen entfernt und die antimikrobielle Methode, die den Hefepilz bekämpft, zählen.

2.3.2 Fachdidaktische Analyse

Zwar befinden sich die SuS am Anfang ihrer Ausbildung, dennoch werden sie fast täglich im Salon mit verschiedenen Haar- und Kopfhauttypen konfrontiert. Oftmals sind die Auszubildenden an den Abläufen der Haar- und Kopfhautdiagnose beteiligt und müssen selbst ein geeignetes Shampoo für die Haarwäsche auswählen. Daher ist es wichtig, die Kopfhauttypen unterscheiden zu können, um eine fachgerechte Haar- und Kopfhautdiagnose durchführen zu können. Dadurch können ggf. Kopfhautprobleme frühzeitig erkannt und diese durch geeignete Behandlungsmaßnahmen verringert werden. Darüber hinaus müssen die SuS einen Überblick über die Inhaltsstoffe haben, damit sie mit dem Fachwissen über die Wirkungsweise von speziellen Shampoos Symptome lindern können. Auch Kundenfragen bzgl. der Inhaltsstoffe können so fachgerecht beantwortet werden.

2.4 Gestaltung des Lehr-/Lernarrangements

Nach der Kontaktaufnahme mit der Klasse sowie der Vorstellung der Gäste, wird das Stundenthema an die Tafel geschrieben. Das Stundenthema an der Tafel soll für die SuS während der ganzen Stunde präsent sein. Der Stundeneinstieg erfolgt durch die Aktivierung des Vorwissens seitens der SuS. Dies ermöglicht ein motivierender Einstieg, da die SuS ihr bereits erlerntes Wissen miteinbringen können. Dies geschieht durch ein kurzes Brainstorming über die vier verschiedenen Kopfhauttypen, das die SuS auf die darauffolgende Erarbeitungsphase vorbereiten soll. Zur Unterstützung leite ich das Brainstorming durch ein passendes L-S-Gespräch ein und halte zudem die genannten Kopfhauttypen und deren Fachbegriffe in Form von unterschiedlich farbig laminierten Kärtchen (Tafelbild; M1) an der Tafel fest. Dies dient zum einen als Orientierung und zum anderen fokussiert es die SuS. Bewusst habe ich die verschiedenen Kopfhauttypen in unterschiedlichen Farben visualisiert, um diese für die SuS besser hervorheben zu können. Für eine bessere Übersicht wiederholen sich die Farben der Fachbegriffe in den Farben des dazugehörigen Kopfhauttyps. Die Oberbegriffe, die als Überschriften fungieren, grenzen sich farblich von den anderen Begriffen ab. Allerdings wiederholen auch die sich in der selben Farbwahl, da es sich hierbei um die Oberbegriffe handelt. Das farbige Tafelbild soll als Orientierung und extrinsische Motivation dienen. Das Tafelbild wird während der Erarbeitungsphase präsent bleiben. Zum einen als mögliche Hilfestellung und zum anderen wird es in der Ergebnissicherung 2 noch einmal aufgegriffen.

Für einen regelmäßigen Methodenwechsel habe ich mich in der Erarbeitungsphase für eine Gruppenarbeit entschieden. Bei dieser Vorgehensweise haben die SuS die Möglichkeit sich erneut intensiv mit einem Kopfhauttyp auseinanderzusetzen. Die Gruppenarbeit fördert zusätzlich die soziale Kompetenz. Darüber hinaus erschließen sich die SuS selbstständig Inhalte. Bevor ich die Klasse in vier gleichgroße Gruppen einteile, werde ich den Ablauf (M2) der Gruppenarbeit mithilfe des OHP visualisieren und schrittweise erklären, sodass die SuS über die Abläufe während und nach der Gruppenarbeit informiert sind. Eine visuelle Darstellung ermöglicht eine höhere Aufmerksamkeit seitens der SuS. Gleichzeitig fällt es ihnen leichter die Abläufe des Arbeitsauftrages nachzuvollziehen. Ein von mir im voraus erstellten, detaillierten und laminierten Arbeitsauftrag (M3) für jede einzelne Gruppe ermöglicht einen reibungslosen Ablauf. Die Arbeitsaufträge habe ich bewusst auf unterschiedlich farbige Blätter laminiert, um die spätere Gruppenfindung zu beschleunigen. Zugleich entsprechen die Farben der Arbeitsaufträge den der Kopfhauttypen. Die Arbeitsaufträge sind bereits an den Tischen verteilt und durch kleine Staffeln gestützt, sodass diese für alle SuS für die spätere Gruppenfindung gut sichtbar sind. Der Aufbau von allen Arbeitsmaterialien vorab ermöglicht mir eine Zeitersparnis. Für die Gruppeneinteilung habe ich bereits vorab verschiedenfarbige Punkte an den Stuhllehnen angebracht, die sich ebenfalls in den Farben der laminierten Arbeitsaufträge wiederholen. Da ich die Lerngruppe nun schon einige Monate kenne, habe ich die Punkte bewusst gesetzt, sodass leistungsähnlich starke Gruppen entstehen. Die jeweiligen SuS, die die gleichen farbigen Punkte unter ihrem Tisch vorfinden, bilden eine Gruppe und finden sich anhand des farbig ausgelegten Arbeitsauftrages zu ihrer Gruppe zusammen. Für die Gruppenarbeit erhalten die SuS unterschiedliche Informationsblätter (M4-M7). Jede Gruppe bearbeitet einen der vier Kopfhauttypen. Die Texte auf den Informationsblättern wurden von mir didaktisch auf die wichtigsten Inhalte reduziert und vereinfacht, um so ein Gelingen der Gruppenarbeit innerhalb der angegebenen Zeit zu ermöglichen. Gleichzeitig finden sich Begriffe im Text auf dem Tafelbild wieder. Essentielle Begriffe sind in den Informationstexten hervorgehoben, um die Wichtigkeit zu verdeutlichen. Bewusst habe ich die Kopfhauttypen und deren Fachbegriffe nicht auf den Informationsblättern erwähnt, da die SuS anhand der Beschreibung und des Erscheinungsbildes den Kopfhauttyp zuordnen sollen. Da es sich um eine Wiederholungsstunde handelt, sollte dies ohne Probleme gelingen. Als zusätzliche Hilfe dafür dient das Tafelbild, das zu Beginn gemeinsam erarbeitet wurde. Jede Gruppe erhält einen Folienstift und eine Folie (M8-11). Die Struktur der Folie wurde bereits im Vorfeld von mir erstellt, sodass die SuS zum einen erkennen, an welcher Stelle, welche Inhalte eingetragen werden müssen. Zum anderen sollen alle Gruppen über eine einheitliche Darstellung verfügen, da die Ergebnisse am Ende der Unterrichtsstunde für alle kopiert werden. Auch diese Materialien liegen aus Zeitgründen bereits aus. Die Zusatzaufgabe (M12) wird nach dem Bearbeiten der Aufgaben für schnelle SuS ausgehändigt. Da die Gruppenarbeit auf 15 Minuten angesetzt ist, werde ich die Endzeit an der Tafel visualisieren. Dies ermöglicht eine Orientierung für die SuS.

[...]


Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Kopfhauttypen und ihr Erscheinungsbild (1. Lehrjahr Berufsschule für Friseure)
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
23
Katalognummer
V952154
ISBN (eBook)
9783346324238
ISBN (Buch)
9783346324245
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kopfhauttypen, erscheinungsbild, lehrjahr, berufsschule, friseure
Arbeit zitieren
Corinna Seidenberger (Autor), 2016, Kopfhauttypen und ihr Erscheinungsbild (1. Lehrjahr Berufsschule für Friseure), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/952154

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