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Kognitive Verhaltenstherapie einer Patientin mit Anorexia Nervosa. Prüfungsfall für die staatliche Prüfung zur psychologischen Psychotherapeutin

Title: Kognitive Verhaltenstherapie einer Patientin mit Anorexia Nervosa. Prüfungsfall für die staatliche Prüfung zur psychologischen Psychotherapeutin

Elaboration , 2020 , 8 Pages , Grade: 1

Autor:in: Anonym (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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Die zu therapierende Patientin, die in dieser Arbeit thematisiert wird, leidet neben Anorexia Nervos ebenfalls an einer rezidivierenden depressiven Störung, ggw. mittelgradige Episode und hat eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung: Borderline-Typ.

Bei Antritt der stationären Behandlung berichtet die Patientin, sie habe seit einem halben Jahr massiv an Gewicht verloren und wiege aktuell lediglich 43 kg (entspricht einem BMI von 15,3). Sie habe Mahlzeiten vermieden, habe viel Wasser getrunken und abends lediglich eine Suppe oder einen Apfel gegessen. Aktuell leide sie an täglichen Heißhungerattacken, denen sie nachgebe, wobei sie im Anschluss versuche zu erbrechen. Sie leide an andauernden Magenschmerzen sowie an Schwindel und Übelkeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Anamnese

Biographische & soziale Anamnese

Psychopathologischer Befund

Diagnostik

Therapieziele

Therapieverlauf

Ergebnis

Kritische Reflexion des Falles

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit dokumentiert den stationären Behandlungsverlauf einer Patientin mit einer komorbiden Symptomatik aus Anorexia Nervosa, rezidivierender depressiver Störung und einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung. Das primäre Ziel ist die Darstellung der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Interventionen zur Stabilisierung des Essverhaltens, zur Förderung der intrinsischen Veränderungsmotivation und zur Verbesserung der emotionalen Selbstregulation.

  • Multimodale Behandlung der Anorexia Nervosa im stationären Setting
  • Kognitive Umstrukturierung bei dysfunktionalen Grundannahmen
  • Einsatz schematherapeutischer Elemente und Achtsamkeitstraining
  • Förderung der intrinsischen Motivationslage durch Psychoedukation
  • Umgang mit komorbiden Persönlichkeitsstörungen und depressiven Episoden

Auszug aus dem Buch

Therapieverlauf

Zusätzlich zu den Einzelgesprächen wurde die Patientin in das Essprogramm der Klinik aufgenommen, welches begleitetes Essen, Kochgruppe, Psychoedukation und Gruppentherapie implizierte. Es wurde ein Essvertrag (Untergewicht) mit vielfältigen Regeln und dem Ziel, wöchentlich 500g zuzunehmen, vereinbart.

Zur Unterstützung und Entlastung der Patientin fanden zu Beginn tägliche Einzelgespräche statt und die Patientin trat offen und mitteilungsbereit in Kontakt. Die Patientin äußerte starke Abreisetendenzen, großes Heimweh und ausgeprägte Angst, zuzunehmen. Dies konnte therapeutisch gut bearbeitet werden, sodass es der Patientin nach anfänglichen Schwierigkeiten gut gelang, sich in das therapeutische Setting zu integrieren. Sie zeigte sich stets motiviert und befolgte die Essregeln konsequent. Nach den Mahlzeiten füllte sie Ess-, Empfindungs- und Gedankenprotokolle sorgfältig aus, die in den Einzelgesprächen immer wieder aufgegriffen wurden.

Zu Beginn war die Patientin stark fremdmotiviert durch ihren Partner, sodass es zunächst um die Förderung einer intrinsischen Veränderungsmotivation ging. Durch ausführliche Psychoedukation und durch das Erarbeiten von Vor- und Nachteilen der Essstörung (Legenbauer & Vocks, 2014; Meermann, Borgart, & Okon, 2013), erkannte die Patientin die lebensbedrohlichen Konsequenzen des Hungerns, und auch, dass ihr Kinderwunsch somit in weite Ferne gerät. Zu Beginn berichtete die Patientin von starken Magenschmerzen und Schwierigkeiten, eine ganze Portion aufzuessen. Innerhalb von etwa zwei Wochen konnte sie sich an die Nahrungsaufnahme gewöhnen, die Schmerzen ließen nach, und mit der Zeit entwickelte sich wieder ein adäquates Hungergefühl. Durch die regelmäßigen Mahlzeiten verschwand auch das Schwächegefühl schnell. Auch traten Heißhungerattacken nicht mehr auf, was die Patientin sehr entlastete.

Zusammenfassung der Kapitel

Aktuelle Anamnese: Darstellung der psychischen und körperlichen Ausgangslage bei Aufnahme, inklusive der Suizidalitätssymptomatik und der durch den Kinderwunsch motivierten Behandlungsentscheidung.

Biographische & soziale Anamnese: Überblick über die Entwicklungsgeschichte der Patientin, ihre familiäre Situation sowie frühe Anzeichen der Essstörung im Kontext schulischer und persönlicher Belastungsfaktoren.

Psychopathologischer Befund: Beschreibung des aktuellen psychischen Zustands bei Erstgespräch mit Fokus auf Untergewicht, Antrieb und emotionaler Erlebensfähigkeit.

Diagnostik: Zusammenfassung der psychometrischen Ergebnisse unter Verwendung des KPD-38 und Ableitung der klinischen Diagnosen.

Therapieziele: Auflistung der angestrebten Behandlungsziele, von der Beziehungsgestaltung über die Normalisierung des Essverhaltens bis hin zum Alltagstransfer.

Therapieverlauf: Detaillierte Schilderung der therapeutischen Interventionen, des Essvertrags und der Arbeit an dysfunktionalen Gedankenmustern sowie schematherapeutischen Ansätzen.

Ergebnis: Reflexion über den Behandlungserfolg, die Stabilisierung des Gesundheitszustandes und die Zukunftsplanung der Patientin.

Kritische Reflexion des Falles: Kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen im Therapieverlauf, insbesondere der Bearbeitung von Gedächtnisdefiziten und der Schwierigkeit, eine tagesklinische Nachsorge zu etablieren.

Schlüsselwörter

Anorexia Nervosa, Restriktiver Typ, Rezidivierende depressive Störung, Emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ, Kognitive Verhaltenstherapie, Essstörung, Stationäre Behandlung, Psychoedukation, Schematherapie, Essvertrag, Gewichtszunahme, Intrinsische Motivation, Psychosomatik, Alltagstransfer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Fallstudie primär?

Die Arbeit beschreibt eine stationäre kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlung einer Patientin, die unter einer Kombination aus Anorexia Nervosa, einer rezidivierenden depressiven Störung und einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung leidet.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Normalisierung des Essverhaltens, die Steigerung der emotionalen Selbstregulation, die Bearbeitung dysfunktionaler Grundannahmen und die Stärkung des Selbstwertgefühls.

Was ist das übergeordnete Ziel der Therapie?

Das Ziel ist die medizinische Stabilisierung der Patientin sowie die Befähigung zu einem selbstfürsorglichen Umgang mit den eigenen Bedürfnissen, um eine langfristige Wiedereingliederung in den Alltag zu ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es wird primär die kognitive Verhaltenstherapie angewandt, ergänzt durch schematherapeutische Elemente, Psychoedukation, Achtsamkeitstraining und strukturierte Protokollführung.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in Anamnese, psychopathologischen Befund, diagnostische Einschätzung, die Definition von Therapiezielen sowie eine detaillierte Darstellung des Therapieverlaufs.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Anorexia Nervosa, Kognitive Verhaltenstherapie, Schematherapie und stationäre Psychotherapie charakterisiert.

Wie wurde die anfängliche Fremdmotivation durch den Partner therapeutisch aufgegriffen?

Durch Psychoedukation und die Erarbeitung der persönlichen Vor- und Nachteile der Essstörung wurde daran gearbeitet, die Motivation der Patientin von einer externen Vorgabe in einen intrinsischen Wunsch nach Veränderung zu überführen.

Welche Herausforderungen bestanden bezüglich der Gedächtnisleistung der Patientin?

Die Patientin zeigte ausgeprägte Gedächtnis- und Merkfähigkeitsprobleme, weshalb die Therapie durch mehrfache Wiederholungen und schriftliche Fixierungen der erarbeiteten Inhalte unterstützt wurde.

Warum wird im Fazit ein tagesklinisches Setting empfohlen?

Die Empfehlung basiert auf der Sorge vor einem Misslingen des Transfers in den Alltag, da die Patientin weiterhin Unterstützung für die eigenständige Umsetzung der erlernten Strategien benötigt.

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Details

Title
Kognitive Verhaltenstherapie einer Patientin mit Anorexia Nervosa. Prüfungsfall für die staatliche Prüfung zur psychologischen Psychotherapeutin
Grade
1
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
8
Catalog Number
V952170
ISBN (eBook)
9783346294913
Language
German
Tags
Psychologische Psychotherapie psychologischer Psychotherapeut psychologische Psychotherapeutin Staatexamen Approbation Approbationsprüfung Fallvorstellung Prüfungsfall Behandlungsfall Psychologie Psychotherapie Verhaltenstherapie kognitive Verhaltenstherapie Depression Depressive Störung Prüfung KVT VT rezidivierend depressive Störung mittelgradige Episode Therapie Anorexie Anorexia Nervosa Persönlichkeitsstörung Emotional-instabile Persönlichkeitsstörung Borderline
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Kognitive Verhaltenstherapie einer Patientin mit Anorexia Nervosa. Prüfungsfall für die staatliche Prüfung zur psychologischen Psychotherapeutin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/952170
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