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Zeitdiagnose von Covid-19 als Epochenbruch. Der Wandel zur paralysierten Individualleistungsgesellschaft

Título: Zeitdiagnose von Covid-19 als Epochenbruch. Der Wandel zur paralysierten Individualleistungsgesellschaft

Trabajo Universitario , 2020 , 17 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Markus Lex (Autor)

Sociología - Sistemas sociales y Estructuras sociales
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In dieser Arbeit stellen sich unter anderem die Fragen: Wann verändert sich eine Gesellschaft? Welche Ereignisse führen zu einer gesellschaftlichen Veränderung? Wie können diese Veränderungen tatsächlich festgestellt werden?

Das Genre der Zeitdiagnosen bzw. der Gesellschaftsdiagnosen versucht Teile dieser Fragen zu beantworten. Dabei beschreibt BOGNER Zeitdiagnosen wie folgt: „Der Begriff der Zeitdiagnose verweist auf eine Zeit, in der die Gesellschaft im soziologischen Sinne noch gar nicht der ausgewiesene Bezugspunkt der Analyse war.“ Die Frage, wann und wie eine Gesellschaft analysiert werden kann, ist dabei ebenso spannend wie komplex.

Gesellschaften unterliegen einem ständigen Wandlungsprozess. Ein anschauliches historisches Beispiel wäre zum Beispiel die Gesellschaft während der industriellen Revolution. Sie ist nicht vergleichbar mit der heutigen Gesellschaft. Dieser Wandlungsprozess ist in der heutigen Zeit spürbarer denn je. Denn wer hätte gedacht, dass in einem liberalen, demokratischen Land wie Deutschland wochenlange Ausgangssperren möglich wären. Die Veränderung gesellschaftlicher Strukturen unterliegen verschiedener Einflussfaktoren. Aus dem Beispielen gehen dabei zwei Faktoren hervor. Zum einen sehen wir eine komplette andere wirtschaftliche Ausgangslage und unterschiedliche Arbeitsplatzbedingungen zwischen der industriellen Gesellschaft und der heutigen Gesellschaft. Zum anderen kann ein Umweltfaktor wie eine Virus-Epidemie bzw. Pandemie zu einer kompletten (wenn auch temporären?) Umwälzung einer Gesellschaft führen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

2. EINLEITUNG

1.1 Vorüberlegungen/Fragestellung

1.2 Hypothese

3. HAUPTTEIL: ANALYSE

3.1 Abgrenzung: Gesellschaftsdiagnose, Gesellschaftstheorie

3.2 Die deutsche Gesellschaft vor der Corona-Krise

3.3 Die deutsche Gesellschaft während der Corona-Krise

3.4 Die deutsche Gesellschaft nach der Corona-Krise

3.4.1 Szenario 1: Die veränderte deutsche Gesellschaft (Post-Corona-Gesellschaft)

3.4.2 Szenario 2: Die unveränderte deutsche Gesellschaft

4. Kritische Betrachtung von Gesellschaftsdiagnosen

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Corona-Krise als potenziellen Epochenbruch innerhalb der modernen Gesellschaft. Ausgehend von der methodischen Einordnung der Gesellschaftsdiagnose wird analysiert, wie sich die deutsche Gesellschaft vor, während und nach der Krise strukturell darstellt, wobei verschiedene Zukunftsszenarien auf Basis soziologischer Beobachtungen entwickelt werden.

  • Grundlagen der empirischen Sozialforschung und Gesellschaftsdiagnostik
  • Analyse der Singularitätsgesellschaft nach Reckwitz als Status Quo
  • Empirische Einblicke in die mediale Wahrnehmung der Corona-Krise
  • Konstruktion der "paralysierten Individualleistungsgesellschaft"
  • Kritische Reflexion über die wissenschaftliche Validität von Zeitdiagnosen

Auszug aus dem Buch

3.3 Die deutsche Gesellschaft während der Corona-Krise

Um die Brisanz der Corona-Krise zu verdeutlich und damit auch die Begründung für einen Epochenwandel zu liefern, kann man beispielsweise die Printmedien analysieren. Dabei sollen im Folgenden drei aktuelle Ausgaben des Münchner Merkurs verglichen werden. Vergleichsgegenstand sollen hierbei jeweils die ersten acht Seiten der Ausgabe vom Wochenende (28/29.03.2020), von Montag (30.03.2020) und von Dienstag (31.03.2020) sein. Dabei liegt der Analysefokus darauf, wie viele Artikel die jeweilige Ausgabe auf den ersten acht Seiten gedruckt wurden und wie viele Artikel dabei in direktem Zusammenhang mit der Corona-Krise stehen. Dabei wird der „direkte Zusammenhang“ wie folgt beschrieben:

Werden in einen Artikel die Wörter „Corona-Krise“, „Covid-19“ oder „Sars-CoV-2“ verwendet, so ist der Artikel mit direktem Zusammenhang zu werten.

Aus der Abbildung 2 wird bereits bei bloßer Betrachtung sichtbar, welch großer Beachtung die Corona-Krise in diesem Print-Medium erfährt. Dabei sind bei drei Ausgaben insgesamt 145 Artikel auf den ersten acht Seiten zu zählen, wobei ganze 117 Artikel in einem direkten Zusammenhang zu der Corona-Krise stehen. Dies sind rund 81 Prozent. Zwar flacht der prozentuale Anteil der „Corona-Artikel“ (siehe Abbildung 3) ab, jedoch ist der prozentuale Wert für Dienstag mit 79 Prozent ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau.

Zusammenfassung der Kapitel

2. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik des gesellschaftlichen Wandels und Definition der empirischen Sozialforschung als methodische Grundlage.

3. HAUPTTEIL: ANALYSE: Detaillierte Untersuchung des gesellschaftlichen Zustands vor, während und nach der Pandemie unter Verwendung soziologischer Diagnosemodelle.

4. Kritische Betrachtung von Gesellschaftsdiagnosen: Auseinandersetzung mit der methodischen Kritik an Zeitdiagnosen und deren Funktion in der öffentlichen Debatte.

5. FAZIT: Resümee über die Erkenntnisse der Arbeit und Reflexion über die Rolle soziologischer Diagnostik in Krisenzeiten.

Schlüsselwörter

Gesellschaftsdiagnose, Corona-Krise, Epochenbruch, Singularitätsgesellschaft, Individualleistungsgesellschaft, Soziologie, Pandemie, Medienanalyse, Zeitdiagnose, Moderne, Sozialforschung, Paralyse, Strukturwandel, Solidarität, Risikogesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Einordnung der Corona-Krise und der Frage, ob diese als fundamentaler Epochenbruch innerhalb unserer Gesellschaft zu verstehen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Gesellschaftsdiagnosen, die Analyse der vorangegangenen Singularitätsgesellschaft und die Auswirkungen der Pandemie auf soziale Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Hypothese zu überprüfen, ob die Corona-Krise einen echten Epochenbruch darstellt, indem verschiedene Zukunftsszenarien für die deutsche Gesellschaft entworfen werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden Ansätze der empirischen Medienanalyse sowie die Methode der soziologischen Zeitdiagnose nach Bogner und Reckwitz genutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Abgrenzung der Begriffe, eine Bestandsaufnahme des Status Quo vor der Krise und eine Analyse der gesellschaftlichen Auswirkungen während und nach der Krise.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gesellschaftsdiagnose, Epochenbruch, Singularitätsgesellschaft und die spezifische Wortschöpfung "paralysierte Individualleistungsgesellschaft" charakterisiert.

Was versteht der Autor unter der "paralysierten Individualleistungsgesellschaft"?

Der Autor nutzt diesen Begriff, um den Zustand einer Gesellschaft zu beschreiben, in der der gewohnte Leistungsdruck auf eine pandemiebedingte Lähmung und soziale Isolation trifft.

Warum hält der Autor die Hypothese im Fazit für nur bedingt belegbar?

Da es sich bei der Analyse um die aktuelle Gegenwart und nahe Zukunft handelt, fehlen laut Autor empirisch gesicherte Daten, was typisch für das Genre der Gesellschaftsdiagnose ist.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Zeitdiagnose von Covid-19 als Epochenbruch. Der Wandel zur paralysierten Individualleistungsgesellschaft
Universidad
Technical University of Munich  (TUM School of Education)
Curso
Soziologische Gegenwarts- und Gesellschaftskonstruktionen in der (Post-)Moderne
Calificación
1,0
Autor
Markus Lex (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
17
No. de catálogo
V953221
ISBN (Ebook)
9783346296818
ISBN (Libro)
9783346296825
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bogner Zeitdiagnosen Soziologie empirische Sozialforschung Corona Covid-19
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Markus Lex (Autor), 2020, Zeitdiagnose von Covid-19 als Epochenbruch. Der Wandel zur paralysierten Individualleistungsgesellschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/953221
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