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Kulturkritik bei Friedrich Nietzsche. "Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben"

Titre: Kulturkritik bei Friedrich Nietzsche. "Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben"

Dossier / Travail , 2020 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XIXe siècle
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Diese Hausarbeit untersucht kulturkritische Strömungen im Denken Friedrich Nietzsches anhand dessen zweiter unzeitgemäßen Betrachtung “Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben”. Gleich auf der ersten Seite seines Vorwortes zu seinem Werk legt Nietzsche fest, das richtige Maß sei es, was beim Betreiben von Geschichte wichtig sei, denn „nur soweit die Historie dem Leben dient, wollen wir ihr dienen: aber es giebt einen Grad, Historie zu treiben und eine Schätzung derselben, bei der das Leben verkümmert und entartet“.

Im weiteren Verlauf stellt er sowohl ein Übermaß wie auch einen Mangel an Historie als notwendige Voraussetzung für das Glück und Wohlbefinden eines Individuums, wie auch der gesamten Gesellschaft dar. Nietzsches unzeitgemäße Betrachtungen und insbesondere diese, seine Zweite, haben große Resonanz in der wissenschaftlichen wie der gesamten bildungsbürgerlichen Gesellschaft hervorgerufen, was darauf zurückzuführen ist, dass die Geschichtswissenschaft zu Lebzeiten Nietzsches eine hervorragende Stellung unter den Geisteswissenschaften genoss, ja sogar als Leitwissenschaft galt. Es waren diese Tendenzen der Geisteswissenschaft, gegen welche Nietzsche sich wehrte. Ziel seines Werkes ist daher aufzuzeigen, wie die Historie dem Leben dienen aber auch schaden kann und letztendlich, wie durch eine stärkere Förderung unhistorischer Elemente wie der Kunst oder der Theologie ein Übermaß an Historie ausbalanciert und damit eine „wahre Bildung“ erreicht werden kann. Diese Hausarbeit soll Nietzsches Kritik an der Historie nachvollziehen, darstellen und kritisch bewerten.

Hierfür soll die Arbeit in drei Abschnitte gegliedert werden. Zu Beginn soll Nietzsches Denken allgemein dargestellt und wichtige Kernpunkte seiner Philosophie erläutert werden, um sein Werk “Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben” darin zu verorten zu können und damit auf diese in der nachfolgender Analyse Bezug genommen werden kann. Im Anschluss wird zunächst das Werk inhaltlich dargestellt und wichtige Kernthemen ausgearbeitet. Insbesondere werden die verschiedenen Arten der Historie, sowie deren Vorteile und Gefahren dargestellt. Im Anschluss wird erörtert, wie ein Konsens der verschiedenen Historienarten erreicht werden und die Bildung nach Nietzsche reformiert werden sollte. Zum Schluss werden die wichtigsten Punkte in einem Fazit zusammengefasst und bewertet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Friedrich Nietzsches Leben und Denken

3. Unzeitgemäße Betrachtungen. Zweites Stück: Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben

3.1. Inhalt und zentrale Themen des Werks

3.1.1. Der Begriff der „Historie“ abgeleitet aus dem Gegensatzpaar „historisch-unhistorisch“

3.2. Die drei Arten der Historie und deren Nutzen für das Leben

3.3. Potentielle Nachteile der Historie für das Leben

3.4 Das Unhistorische und das Überhistorische als Korrektiv des Historischen

4. Schlusswort

5. Quellen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Friedrich Nietzsches kulturkritische Analyse in seiner zweiten unzeitgemäßen Betrachtung „Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben“, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie ein Übermaß an Historisierung das menschliche Leben hemmen kann und welche Gegenmaßnahmen zur Wiederherstellung einer wahren Bildung notwendig sind.

  • Kritik an der Verwissenschaftlichung der Geschichte im 19. Jahrhundert
  • Differenzierung der drei Historienarten: monumentalisch, antiquarisch und kritisch
  • Analyse der fünf Gefahren einer historischen Übersättigung für das Individuum und die Gesellschaft
  • Die Funktion des Unhistorischen und Überhistorischen als notwendige Korrektive

Auszug aus dem Buch

3.2. Die drei Arten der Historie und deren Nutzen für das Leben

Nachdem Nietzsche das Historische durch seine Abgrenzung vom Unhistorischen skizziert hat, unterscheidet er dieses in drei verschiedene Arten: die monumentalische, die antiquarische und die kritische Historie. Unter monumentalischer Historie versteht er dabei die Geschichte großer Persönlichkeiten und ihrer Taten. Wie bereits zu Beginn dieser Arbeit erläutert, sieht Nietzsche es als Aufgabe der „Übermenschen“ an, sich gegen die niederen Massen der Ungebildeten durchzusetzen und diese zu höheren kulturellen Sphären zu führen (vgl. Punkt 2.). Wenn diese herausragenden Individuen selbst jedoch „Vorbilder, Lehrer, Tröster“ (Nietzsche 2012: 20) bedürfen, solche aber unter der Masse ihrer Mitmenschen nicht finden können, da ihnen „keine brauchbare Natur mehr begegnet“ (ebd.: 20), so wenden sie sich an die Geschichte als „vorzüglichste Lehrmeisterin“ (ebd.: 20). An den Errungenschaften starker und mächtiger Persönlichkeiten die als „ewige Vorbilder“ (Gentili 2010: 98) fungieren, findet der Tätige Trost und Hoffnung indem er erkennt, dass das Große in der Vergangenheit einmal möglich war (vgl. Nietzsche 2012: 23f.) und daher auch in der Zukunft wieder möglich sein wird, basierend auf dem Glauben an den Zusammenhang und die Kontinuität des Großen aller Zeiten gegen die Vergänglichkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die kulturkritische Fragestellung der Arbeit vor und erläutert Nietzsches zentrales Anliegen, das richtige Maß im Umgang mit der Historie zu bestimmen.

2. Friedrich Nietzsches Leben und Denken: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die philosophische Entwicklung Nietzsches, von seinem frühen Einfluss durch Schopenhauer bis hin zur Formulierung des Übermenschen-Konzepts.

3. Unzeitgemäße Betrachtungen. Zweites Stück: Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben: Hier wird der Kern von Nietzsches Werk analysiert, insbesondere die Ambivalenz der Historie als Instrument, das dem Leben sowohl dienen als auch schaden kann.

3.1. Inhalt und zentrale Themen des Werks: Dieses Kapitel fasst die inhaltlichen Schwerpunkte und die Struktur des Werks zusammen, einschließlich Nietzsches Kritik am „historischen Fieber“ seiner Zeit.

3.1.1. Der Begriff der „Historie“ abgeleitet aus dem Gegensatzpaar „historisch-unhistorisch“: Es wird die Differenzierung zwischen der historischen menschlichen Existenz und der unhistorischen Daseinsweise des Tieres untersucht.

3.2. Die drei Arten der Historie und deren Nutzen für das Leben: Das Kapitel erläutert die monumentalische, antiquarische und kritische Historie und deren jeweilige Funktion für die Lebensführung.

3.3. Potentielle Nachteile der Historie für das Leben: Hier werden die fünf Gefahren einer historischen Übersättigung detailliert analysiert, wie etwa die Schwächung der Persönlichkeit und der Verlust des Zukunftsglaubens.

3.4 Das Unhistorische und das Überhistorische als Korrektiv des Historischen: Dieses Kapitel diskutiert Kunst und Religion als Mittel, um dem starren historischen Blick zu entkommen und eine lebendigere Bildung zu ermöglichen.

4. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die wesentlichen Erkenntnisse und die Bedeutung einer am Leben orientierten, selbstgestalteten Historie.

5. Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Friedrich Nietzsche, Historie, Kulturkritik, Übermensch, Lebensphilosophie, monumentale Historie, antiquarische Historie, kritische Historie, Unhistorisches, Überhistorisches, Bildungsphilister, historische Krankheit, Willen zur Macht, Epigonentum, Historisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Nietzsches kulturkritische Schrift „Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben“ und untersucht, wie ein falscher Umgang mit Geschichte das menschliche Leben und die kulturelle Entwicklung behindern kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind das richtige Maß der Historie, die Dreiteilung der Historie in monumentalische, antiquarische und kritische Ansätze sowie die Notwendigkeit unhistorischer Elemente zur Erlangung wahrer Bildung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Nietzsches Kritik an der Geschichtswissenschaft des 19. Jahrhunderts nachzuvollziehen und zu verdeutlichen, wie die Historie wieder dem Leben dienlich gemacht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Textanalyse, um Nietzsches Hauptwerk im Kontext seines Denkens zu verorten und dessen kulturkritische Argumente systematisch darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Darstellung des Werks, die Differenzierung der Historienarten, die Analyse der Nachteile durch historische Übersättigung sowie die Erörterung des Unhistorischen und Überhistorischen als Gegenmittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören: Nietzsches Kulturkritik, Historie, Übermensch, Lebensphilosophie, monumentale/antiquarische/kritische Historie und die Überwindung des Epigonentums.

Wie unterscheidet Nietzsche zwischen dem Leben des Tieres und dem des Menschen in Bezug auf die Historie?

Das Tier lebt unhistorisch und vollständig in der Gegenwart, was ihm ein unreflektiertes Glück ermöglicht, während der Mensch durch sein Erinnerungsvermögen ständig mit der Last der Vergangenheit konfrontiert ist und daher aktiv lernen muss, unhistorisch zu empfinden.

Warum hält Nietzsche die „historische Bildung“ seiner Zeit für problematisch?

Er kritisiert, dass das Wissen lediglich angehäuft wird, ohne verarbeitet zu werden, was zu einer rein innerlichen, aber lebensfremden Bildung führt, die den Menschen zu einem „Bildungsphilister“ macht.

Welche Rolle spielen Kunst und Religion bei der Heilung der „historischen Krankheit“?

Kunst und Religion dienen als „überhistorische“ Mächte, die den Menschen von der Fixierung auf das rein Zeitliche und Vergangene ablenken und ihm ermöglichen, sich an etwas Bleibendem und Vollkommenem zu orientieren.

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Résumé des informations

Titre
Kulturkritik bei Friedrich Nietzsche. "Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben"
Université
University of Hagen
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
22
N° de catalogue
V953363
ISBN (ebook)
9783346297549
ISBN (Livre)
9783346297556
Langue
allemand
mots-clé
Friedrich Nietzsche Kulturkritik Historie Nutzen und Nachteil
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2020, Kulturkritik bei Friedrich Nietzsche. "Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/953363
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Extrait de  22  pages
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