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Zusammenhang von Materialismus und nachhaltigem Konsum. Materialistisch und grün?

Titel: Zusammenhang von Materialismus und nachhaltigem Konsum. Materialistisch und grün?

Masterarbeit , 2020 , 117 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Johanna Döller (Autor:in)

Psychologie - Wirtschaftspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Obwohl das Bewusstsein gegenüber Nachhaltigkeit in der heutigen Gesellschaft stets ansteigt, sind die Auswirkungen auf grünes Konsumverhalten eher gering. Diese Arbeit verfolgt das Ziel, den negativen Einfluss von Materialismus auf grünen Konsum empirisch zu überprüfen. Denn Materialisten schreiben Besitztümern eine wesentliche Rolle zur Entwicklung des Selbst zu, was erhöhten Konsum bedingt. Zusätzlich wird untersucht, ob Einkommen oder Social Media Nutzung diesen Zusammenhang beeinflussen.

An einer Stichprobe von 259 Personen wurden Daten online erhoben und anhand multipler Regressionsanalysen und PROCESS Makro untersucht. Dabei konnte ein schwacher, aber dennoch signifikant negativer Zusammenhang von Materialismus und grünem Konsum festgestellt werden. Sowohl der Einfluss des Einkommens auf grünen Konsum als auch die moderierende Wirkung von Einkommen, Social Media Nutzungsdauer und Social Media als Quelle der Produktinformation auf den Haupteffekt wurden nicht bedeutsam (p< .05).

Die nur sehr gering negative Beziehung von Materialismus und grünem Konsum deutet auf einen Wertewandel in der Gesellschaft zu grünem Materialismus hin. So könnten auch grüne Güter die Möglichkeit bieten, materialistische Motive, wie beispielsweise ein positives Selbstimage, zu erfüllen. Da die Einkommensklassen in der erhobenen Stichprobe nicht gleich verteilt waren, sollten zukünftige Forschungen auf die Gleichverteilung der Gruppen achten und erneute Untersuchungen zur moderierenden Wirkung anstellen. Die genauere Betrachtung der Unterschiede im Social Media Nutzungsverhalten von Materialisten und grünen Konsumenten könnte dabei helfen, eine Entwicklung hin zu nachhaltigem Kaufverhalten zu fördern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

Relevanz und Ziel der vorliegenden Arbeit

Aufbau der Arbeit

MATERIALISMUS

Identitätskonstruktion

Identitätsformung durch Konsum

Verschiedene Konzepte des Materialismus

Materialismus als Persönlichkeitseigenschaft

Materialismus als Werthaltung

Motive des Materialismus

Unsicherheit als Motiv

Identitätsentwicklung als Motiv

Auswirkungen des Materialismus

Zusammenfassung der Erkenntnisse

GRÜNER KONSUM

Begriffserklärung Nachhaltigkeit

Begriffserklärung grüner Konsum

Formen des grünen Konsums

Gleichbleibendes Konsumverhalten

Reduzierter Konsum

Erklärungsansätze des grünen Konsums

Theorie des geplanten Verhaltens

TPB und grüner Konsum

Weitere Einflussfaktoren

Altruismus und grüner Konsum

Nutzen und Kosten des grünen Konsums

Zusammenfassung grüner Konsum

MATERIALISMUS UND GRÜNER KONSUM

Zusammenhang der Konstrukte

Schwartz’ Wertemodell

Einfluss des Einkommens

Einfluss der Social Media Nutzung

METHODE

Stichprobe und Vorgehen

Beschreibung der Messinstrumente

Materialismus

Grüner Konsum

Einkommen

Social Media Nutzung

Statistische Datenanalyse

ERGEBNISSE

Hypothese 1

Korrelationen

Regressionsanalysen

Hypothese 2

Kruskal-Wallis-Test

Hypothese 3

Moderationsanalyse I

Hypothese 4

Moderationsanalyse II

Hypothese 5

Moderationsanalyse III

DISKUSSION

Limitationen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen materialistischen Werthaltungen und dem grünen Konsumverhalten. Das primäre Forschungsziel besteht darin, zu analysieren, ob ein stärker ausgeprägter Materialismus einen negativen Einfluss auf umweltfreundliches Konsumverhalten hat, und inwieweit moderierende Faktoren wie Einkommen oder die Nutzung von Social Media diesen Zusammenhang beeinflussen können.

  • Materialismus und Identitätskonstruktion
  • Determinanten des grünen Konsumverhaltens
  • Psychologische und sozio-ökonomische Einflussfaktoren
  • Moderationseffekte durch Social Media Nutzung und Einkommen
  • Quantitative Analyse mittels Regressions- und Moderationsmodellen

Auszug aus dem Buch

Verschiedene Konzepte des Materialismus

[...] materialism is the extent to which individuals attempt to engage in the construction and maintenance of the self through the acquisition and use of products, services, experiences, or relationships that are perceived to provide desirable symbolic value. (S. 2)

Genauso wie die Vielfältigkeit in den Definitionen des Materialismus, gibt es auch verschiedene Konzeptualisierungen des Materialismus. Belk (1985) sah Materialismus als eine Persönlichkeitseigenschaft an, während Richins und Dawson (1992) Materialismus als Werthaltung konzeptualisierten. Später wurde er von Shrum et al. (2013) als Mittel zur Identitätskonstruktion betrachtet.

Im Folgenden werden die unterschiedlichen Konzeptualisierungen des Materialismus vorgestellt, um die theoretische Herkunft des Konstrukts besser zu verstehen und daraus für diese Arbeit gültige Konzeptualisierung festzulegen.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Materialismus im Kontext des grünen Konsums ein und definiert die Relevanz sowie die Zielsetzung der Forschungsarbeit.

MATERIALISMUS: Hier werden theoretische Grundlagen des Materialismus erörtert, einschließlich dessen Bedeutung für die Identitätskonstruktion, die verschiedenen Konzepte des Konstrukts sowie zugrundeliegende Motive.

GRÜNER KONSUM: Dieses Kapitel widmet sich der Definition von Nachhaltigkeit und grünem Konsum sowie den theoretischen Erklärungsmodellen, wie der Theorie des geplanten Verhaltens.

MATERIALISMUS UND GRÜNER KONSUM: Hier erfolgt eine theoretische Verknüpfung beider Hauptkonstrukte unter Einbeziehung des Wertesystems nach Schwartz sowie möglicher Einflussfaktoren wie Einkommen und Social Media.

METHODE: Es werden das methodische Vorgehen, die Stichprobenerhebung und die verwendeten Messinstrumente zur Datenerfassung im Rahmen der quantitativen Studie beschrieben.

ERGEBNISSE: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der erhobenen Daten und überprüft die aufgestellten Hypothesen mittels Korrelations-, Regressions- und Moderationsanalysen.

DISKUSSION: Die Ergebnisse werden interpretiert, in den aktuellen wissenschaftlichen Kontext eingeordnet sowie kritisch im Hinblick auf Limitationen betrachtet, wobei gleichzeitig ein Ausblick für zukünftige Forschung gegeben wird.

Schlüsselwörter

Materialismus, grüner Konsum, Nachhaltigkeit, Identitätskonstruktion, Kaufverhalten, Einkommen, Social Media, Konsumverhalten, Werthaltung, Konsumgesellschaft, Regressionsanalyse, Moderationsanalyse, Konsumkritik, soziale Identität, Umweltbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie materialistisch geprägte Werte mit dem Engagement für umweltfreundlichen, sogenannten "grünen" Konsum in der Gesellschaft korrelieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft die Identitätspsychologie und Konsumforschung mit ökologischen Aspekten, wobei der Fokus auf den Spannungsfeldern zwischen Besitztumsorientierung und Nachhaltigkeitsansprüchen liegt.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Ziel ist es, den negativen Zusammenhang zwischen einem hohen Ausmaß an Materialismus und nachhaltigem Konsumverhalten empirisch zu belegen und zu prüfen, ob bestimmte Rahmenbedingungen diesen Effekt abschwächen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein quantitativer Ansatz gewählt, bei dem mittels einer Online-Umfrage (N=259) Daten erhoben und mit statistischen Verfahren wie Regressionsanalysen sowie dem PROCESS-Makro ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erarbeitet zunächst die theoretischen Grundlagen von Materialismus und grünem Konsum, analysiert deren theoretische Unvereinbarkeit und prüft diese anschließend anhand der empirischen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Materialismus, grüner Konsum, Identitätskonstruktion, soziale Signalwirkung, nachhaltiges Kaufverhalten und statistische Moderationsanalyse.

Welche Rolle spielt das Einkommen bei der Untersuchung?

Die Studie untersuchte, ob das Einkommensniveau das Kaufverhalten für grüne Produkte moderiert, konnte jedoch keinen signifikanten Einfluss in dieser Hinsicht feststellen.

Welchen Einfluss haben soziale Medien?

Es wurde erforscht, ob eine hohe Nutzungsdauer von Social Media oder die Nutzung dieser als Informationsquelle das Konsumverhalten der Materialisten positiv beeinflusst; diese Hypothesen konnten in der Studie jedoch nicht bestätigt werden.

Was ist das Hauptergebnis der Untersuchung?

Es konnte ein schwacher, aber signifikanter negativer Zusammenhang zwischen Materialismus und grünem Konsum festgestellt werden, wobei die untersuchten Moderatoren (Einkommen, Social Media) keinen signifikanten Einfluss zeigten.

Wie interpretieren Sie die geringe Stärke des negativen Zusammenhangs?

Die Autorin deutet dies als Hinweis auf einen möglichen gesellschaftlichen Wertewandel, bei dem grüne Produkte zunehmend auch als Statussymbole für materialistisch orientierte Individuen dienen könnten.

Ende der Leseprobe aus 117 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zusammenhang von Materialismus und nachhaltigem Konsum. Materialistisch und grün?
Hochschule
SRH Hochschule Berlin (früher OTA)  (Department of Business Psychology (Marketing))
Note
1,0
Autor
Johanna Döller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
117
Katalognummer
V954753
ISBN (eBook)
9783346327543
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grüner Konsum Materialismus Nachhaltigkeit Quantitativ Social Media
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johanna Döller (Autor:in), 2020, Zusammenhang von Materialismus und nachhaltigem Konsum. Materialistisch und grün?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/954753
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Leseprobe aus  117  Seiten
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