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Psychische Störungen am Arbeitsplatz. Mögliche Ursachen und Handlungsperspektiven

Title: Psychische Störungen am Arbeitsplatz. Mögliche Ursachen und Handlungsperspektiven

Term Paper , 2020 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Leadership and Human Resources - Occupational burnout and stress at work
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Inwieweit die Phänomene der Globalisierung, Automatisierung, Digitalisierung und Rationalisierung an der Entstehung von Stress teilhaben, welche normativen Grundlagen den Arbeitgeber zum Handeln auffordern und wie diese Handlungsperspektiven aussehen können, wird im Laufe der nachfolgenden Arbeit untersucht. Die Fragestellung lautet dabei: "Wie entstehen psychische Störungen am Arbeitsplatz und welche betrieblichen Handlungsmöglichkeiten gibt es?"
Obwohl die Situationen, in denen sich Menschen gestresst fühlen, vielfältig sind, wird im Rahmen dieser Arbeit der Fokus auf die Ursachen und Handlungsperspektiven des aus der Arbeitswelt resultierenden Stressbegriffs gelegt, beginnend mit der Abgrenzung und Definition der Begriffe Stress, Belastung und Beanspruchung.

Freizeitstress, Schulstress, Umweltstress – einer Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2016 zu Folge, fühlen sich die Menschen gestresst. Bei unseren Vorfahren waren Stressimpulse wichtig, um den Menschen eine gesteigerte Gefahrensituation zu vermitteln und damit das Überleben zu gewährleisten. Während die physischen Reaktionen auf Stress damals wie heute gleich geblieben sind, haben sich die Auslöser zur Entstehung verändert. In unserer Gesellschaft wird Stress weniger durch Hunger, Kälte oder Angriffe verursacht, sondern vielmehr durch gestiegenen Wettbewerbsdruck, permanente Erreichbarkeit sowie Termin- und Leistungsdruck. Die Gegenwärtigkeit des Themas wird im aktuellen Gesundheitsreport der TK deutlich, denn für das Jahr 2019 befindet sich der Anteil der psychischen Störungen, die unter anderem aus einer langfristigen Stressbelastung resultieren, auf einem Rekordhoch und nimmt mit 19 % aller Fehlzeiten den Platz vor den Diagnosen Rücken- und Erkältungsbeschwerden ein. Während der Faktor "Arbeit" positive Effekte, wie beispielsweise Anerkennung, Lebenssinn und sozialer Integration für den Menschen mit sich bringt, können von ihm gleichzeitig auch zahlreiche Krankheitsrisiken ausgehen. Ein durchschnittlicher Erwachsener, der einer Vollzeitbeschäftigung nachgeht, verbringt rund ein Drittel seines Tages bei der Arbeit. Schlussfolgernd ist der Faktor Arbeit ein zeitintensiver Bestandteil des Lebens und kann demnach einen großen Anteil zur Entstehung von Stress implizieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Methodische Vorgehensweise

Theoretische Grundlagen psychischer Erkrankungen

Definitionen und Entstehung

Belastungsfaktoren aus der Arbeitswelt

Differenzierung psychischer Erkrankungen

Normative Grundlagen

Betriebliche Handlungsmöglichkeiten im Rahmen der Prävention

Conclusio und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht, wie psychische Störungen in der modernen Arbeitswelt entstehen und welche betrieblichen Handlungsoptionen Arbeitgeber haben, um präventiv auf diese Belastungen einzuwirken und eine gesundheitsförderliche Arbeitsumgebung zu schaffen.

  • Analyse der Ursachen für psychische Belastungen durch den Wandel der Arbeitswelt.
  • Abgrenzung der zentralen Begriffe Stress, Belastung und Beanspruchung.
  • Untersuchung der normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Arbeitgeber.
  • Darstellung präventiver Handlungsmöglichkeiten auf organisationaler Ebene.
  • Diskussion der Bedeutung von salutogenetischen Ansätzen im betrieblichen Umfeld.

Auszug aus dem Buch

Belastungsfaktoren aus der Arbeitswelt

Trotz generell rückläufiger Krankenstände lässt sich eine Zunahme der psychischen Störungen am Arbeitsunfähigkeitsgeschehen erkennen. In den vergangenen 40 Jahren stieg der Anteil psychischer Störungen im Verhältnis zur Gesamtarbeitsunfähigkeit von 2 Prozent auf 16,6 Prozent an (vgl. BKK Gesundheitsreport 2018). „Gegenwärtig lässt sich lediglich feststellen, dass parallel zu dem Strukturwandel der Arbeitswelt Belastungserleben, die Arbeitsunfähigkeitstage und Frühverrentung bei den Erwerbstätigen deutlich und stetig zunehmen“ (Schubert, F.-C. 2016).

Der gegenwärtige Wandel der Arbeitswelt wird als epochaler Wandel beschrieben, der durch die Faktoren Globalisierung, Tertiärisierung, Digitalisierung sowie Veränderung der gesellschaftlichen Strukturen und des Wertewandels geprägt ist (vgl. Hirschfelder et al. 2004: 333). Es handelt sich um einen ganzheitlichen Umbruch der die Arbeitsaufgaben, die Arbeitsbedingungen, das Arbeitsklima und das Arbeitsumfeld der Menschen in der heutigen Zeit verändert.

Der sektorale Strukturwandel, also der Übergang von einer vorherrschenden Agrargesellschaft hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft, ging mit prägenden Auswirkungen auf die Arbeitswelt einher. In Folge dieses Sektorenwandels haben sich die Anforderungen an die Belegschaft und an die Art der Arbeitsverrichtung verändert. Während zu Zeiten des dominierenden primären und sekundären Sektors, also des Landwirtschaft- und Industriesektors, die Bewältigung der Arbeit vorrangig durch die körperliche Arbeitskraft erfolgte, ist inzwischen durch die eingezogene Automatisierung und Rationalisierung der Kopf das wesentliche Kapital eines Arbeitnehmers. In diesem Zusammenhang haben sich die Belastungsfaktoren verändert. Während Arbeitnehmer früher den Belastungsfaktoren Lärm, Klima, schwerer körperlicher Arbeit oder nicht ergonomischer Arbeitsmittel ausgesetzt waren, bereiten den Mitarbeitern heute die steigende Arbeits- und Anforderungsdichte sowie Zeit-, Termin-, Kosten-, und Leistungsdruck Schwierigkeiten (vgl. Wiessmann 2016: 15).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, beleuchtet die Zunahme von stressbedingten Erkrankungen in der modernen Gesellschaft und definiert die Forschungsfragestellung.

Methodische Vorgehensweise: Hier wird der Einsatz einer systematischen Literaturrecherche als gewählte wissenschaftliche Methode zur Erarbeitung der Thematik erläutert.

Theoretische Grundlagen psychischer Erkrankungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Stress und Belastung, erläutert deren Entstehung im Arbeitskontext und differenziert zwischen verschiedenen psychischen Störungsbildern.

Normative Grundlagen: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und Pflichten des Arbeitgebers zum Schutz der Mitarbeitergesundheit, insbesondere auf Basis des Arbeitsschutzgesetzes, analysiert.

Betriebliche Handlungsmöglichkeiten im Rahmen der Prävention: Dieses Kapitel stellt Ansätze zur gesundheitsförderlichen Gestaltung der Arbeit vor und diskutiert salutogenetische Strategien für Unternehmen.

Conclusio und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und appelliert an die Verantwortung der Arbeitgeber, Mitarbeiter als Erfolgsfaktor zu betrachten.

Schlüsselwörter

Betriebliches Gesundheitsmanagement, Psychische Störungen, Stress, Arbeitswelt, Prävention, Belastung, Beanspruchung, Arbeitsschutzgesetz, Salutogenese, Leistungsdruck, Digitalisierung, Strukturwandel, Arbeitsgestaltung, Fehlbeanspruchung, Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss des modernen Arbeitsplatzes auf die psychische Gesundheit der Mitarbeiter und den daraus resultierenden Herausforderungen für Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition psychischer Belastungsfaktoren, die Analyse von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen in der Arbeitswelt sowie Strategien der betrieblichen Prävention.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Wie entstehen psychische Störungen am Arbeitsplatz und welche betrieblichen Handlungsmöglichkeiten gibt es?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche, gestützt durch wissenschaftliche Quellen, Studien und gesetzliche Normen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen), die Analyse der Arbeitsweltfaktoren, eine rechtliche Einordnung sowie die Ableitung von Präventionsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Betriebliches Gesundheitsmanagement, psychische Störungen, Prävention, Stress, Belastung, Arbeitsschutz und Salutogenese.

Warum wird der Begriff "psychische Störung" dem Begriff "psychische Erkrankung" vorgezogen?

Der Begriff wird in der Arbeit als wertneutraler betrachtet und entspricht somit eher einer objektiven Analyse im diagnostischen Kontext.

Welche Rolle spielt die Salutogenese in dieser Arbeit?

Die Salutogenese dient als theoretischer Rahmen, um zu verstehen, wie Arbeitgeber ihre Mitarbeiter dabei unterstützen können, gesund zu bleiben und eigene Coping-Strategien zu entwickeln.

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Details

Title
Psychische Störungen am Arbeitsplatz. Mögliche Ursachen und Handlungsperspektiven
College
(International University of Applied Sciences)
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
14
Catalog Number
V956352
ISBN (eBook)
9783346300652
ISBN (Book)
9783346300669
Language
German
Tags
psychische störungen arbeitsplatz mögliche ursachen handlungsperspektiven
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Psychische Störungen am Arbeitsplatz. Mögliche Ursachen und Handlungsperspektiven, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956352
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