Der Hinduismus am Beispiel der Beschreibungen des Yajurveda in den Halleschen Berichten der Dänisch-Hallesch-Englischen Mission


Akademische Arbeit, 2020

29 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Worte

2. Das Yajurveda
2.1 Der Yajurveda innerhalb der vedischen Tradition
2.2 Die Beschreibung des Yajurveda in der 46. Continuation
2.2.1 „Das nicht geschriebene Gesetz“- Die mündliche Tradition der Brahmanen
2.2.2 Der “echte” Yajurveda?
2.2.3 Aufbau und Struktur

3. Die Annotationen
3.1 Sprachwissenschaftliche Annotationen
3.1.1 Darstellung der Pronunciation und Diakritika
3.2 Anmerkungen zur Götterwelt und religiöse Vorstellungen

3.3 Anmerkungen zur altindischen Medizin

4. Schlussbetrachtung

Literatur-und Quellenverzeichnis

1. Einleitende Worte

Die Halleschen Berichte sind von ausgesprochen großer, gesamteuropäischer Relevanz gewesen und lieferten beachtliche Kenntnisse zum Indienbild der Zeit. Im Rahmen zahlreicher Korrespondenzen bis hin zu einem ausgeklügelten Fragenkatalog, den jede der Continuationen –so die Bezeichnung der einzelnen Ausgaben– enthielt und der gleichsam auf den Ansturm an Fragen seitens der interessierten Leserschaft reagieren konnte, trugen die Halleschen Berichte zu einem regen Wissenstransfer zwischen Indien und Europa bei.

Ihr ursprünglich von missionarischem Eifer geprägtes Vorgehen beim Sammeln von Informationen und Kenntnissen über Land, Kultur, Sprache(n) und Menschen bildete sich bald zu einem ehrlichen Interesse an der Landeskultur Indiens und Bewunderung für die–vor allem astronomischen und naturwissenschaftlichen– Erkenntnisse der Inder aus, bei gleichsam abnehmendem missionarischen Eifer1. Zentrum der Mission und auch der Schriften, die in diesem Raum entstanden und über eine eigenständige Missionsdruckerei gedruckt und vervielfältigt werden konnten, bildete vor allem das Königreich Tanjore in Südindien, dem heutigen Bundesstaat Tamil Nadu. Die missionarische Arbeit vor Ort, ausgehend von den beiden jungen Theologiestudenten Bartholomäus Ziegenbalg, einem Schüler Joachim Langes, und Heinrich Plütschau, die seit 1706 die Mission aufgebaut haben, trug wesentlich zur umfangreichen landeskundlichen und kulturwissenschaftlichen Dokumentation Südindiens für den europäischen Kontext bei.

Ihr Wert als wichtiges Zeugnis früher ethnologischer Forschung liegt insbesondere in der Unmittelbarkeit, mit der sich die Missionare der Bevölkerung nähern konnten2. Dem Sankskrit zwar nicht mächtig, konnten sie jedoch nach eingehendem Austausch und intensivem Sprachstudium vor Ort auf ein fließendes Tamil in Wort und Schrift zurückgreifen, das ihnen als Lokalsprache einen großen kommunikativen Zugang zur einheimischen Bevölkerung gewährte.

Mit dem ersten missionarischen Aufbruch Ziegenbalgs und Plütschaus folgten noch 54 weitere Missionare in einem Gesamtzeitraum von 1706 bis einschließlich 1837. Wenn man die, sich als Nachfolgeorganisation verstehende, 1836 gegründete Evangelisch-Lutherische Missionsgesellschaft zu Dresden ( ab 1848 Evangelisch-Lutherische Mission zu Leipzig) mitzählt, so verlängert sich die aktive Missionszeit bis in die Gegenwart hinein, da das Leipziger Missionswerk noch heute existent ist3.

Seit 1710 erschienen die Königl. Dänischen Missionarien aus Ost-Indien eingesandter Ausführlichen Berichte, kurz Hallesche Berichte, als periodische Missionszeitschrift und konnten v.a. in den Jahren zwischen 1720 bis 1772 sehr hohe Auflagen erzielen.

In ihrer Gesamtheit bestehen die Halleschen Berichte aus neun Bänden, die jeweils in 12 sogenannte Continuationen untergliedert und mit einem Vorwort des Herausgebers versehen sind.

In diesem Periodikum versammelten sich eine Vielzahl unterschiedlichster Gattungen, die von Tagebüchern und Reiseberichten bis hin zu Briefen, aber auch ganzen Abhandlungen zu Kultur und Sprache des Landes reichten, die im Waisenhaus bzw. im Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses in den Franckeschen Stiftungen redigiert, gedruckt und versandt worden sind. Den interessierten Leserkreis ergriffen die Nachrichten aus einem fernen und exotisch anmutenden Kulturkreis, sodass Abonnenten der Zeitschrift überall in Europa verzeichnet werden konnten.

Die Halleschen Berichte gestalteten das Indienbild der damaligen Zeit maßgeblich und gaben Einblicke eben nicht nur in die Missionstätigkeit, sondern darüber hinaus auch in einen großen Fundus an religions-, kultur- und sprachwissenschaftlichen Kenntnissen sowie in die Tier-und Pflanzenwelt Indiens, in mathematische, medizinische und astronomische Kenntnisse.

Der Missionsarbeit und deren Bekanntmachung in den Halleschen Berichten ist es in diesem Fall zu verdanken, dass dieser Wissensschatz erhalten und nach Europa vermittelt werden konnte, wenngleich dieser lange Zeit in Vergessenheit geriet und von der Forschung wenig Beachtung gefunden hat. Zu sehr haftete ihm wohl der Geruch missionarischen Eifers an und zu sehr schlussfolgerte man sogleich, dass außer theologisch aufgeladener Frömmelei kein weiterer, für die Forschung nennenswerter Beitrag bestünde. Ursächlich für diese Entwicklung, die bereits Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts einsetzte, war hierfür vor allem die Abkehr von Pietismus und Missionsarbeit hin zur Epoche der Aufklärung und dem mit ihr verbundenen aufgeklärten Denken.

Die Erkenntnisse der Missionare wurden daher nicht als interessante kulturgeschichtliche Quelle wertgeschätzt, sondern vielmehr als, von „Heidenmissionierung“ überschattete und daher der Verfälschung nahestehende Traktate verstanden.

Auch die Zeit der Romantik konnte den missionarischen Wissensschatz nicht bergen, da sie –in ihrem Selbstverständnis begründet–die Dinge zu verklären suchte, aus wissenschaftlichen Fakten mythologisch-symbolistische Geheimnisse „dahinter“ entdecken wollte.

Auf dem Gebiet der Sprachwissenschaft konnten die Missionare großartige Erfolge erzielen, die mit der Veröffentlichung der ersten Grammatiken zur drawidischen Sprachfamilie im Waisenhausverlag der Franckeschen Stiftungen in Halle ihren Höhepunkt fanden. Der Missionar Benjamin Schultze (1689-1760) brachte 1728 die Grammatica Telugica heraus, später, um 1745 folgte die Grammatica Hindustanica.

Diese beiden Grammatiken waren die ersten beeindruckenden Beiträge zur Sprache des Telugu und Hindustani überhaupt. Ohne die Anstrengungen des äußerst sprachbegabten Benjamin Schultze hätten die Kenntnisse der –in Südindien beheimateten– Sprachen nicht so früh ihren Weg nach Europa und in die europäischen Gelehrtenhäuser gefunden.

Die Missionstätigkeit mit ihren produktiven schriftlichen Zeugnissen, die von Halle und den Franckeschen Stiftungen als ein geistiges Zentrum des Pietismus ausgingen, ist mittlerweile ein eigener und umfassender Forschungsbereich, weshalb die vorliegende Arbeit nur einen winzigen Ausschnitt hiervon überhaupt erfassen kann. Allein die Korrespondenzen, Tagebücher und Berichte über die in Süd-und Südostasien befindliche Mission, die von Theologen aus Dänemark, England und Deutschland aufgebaut wurde, füllen eigenständige Publikationen. Daher ist die Beschränkung auf einzelne Bestandteile oder Betrachtungsgegenstände dieser umfangreichen ersten Missionszeitschrift als kulturgeschichtliches Dokument unbedingt von Nöten.

Die Entscheidung, sich nicht, wie ursprünglich geplant, an der Darstellung des Hinduismus im Allgemeinen zu versuchen, sondern das eigene Vorhaben nochmalig zu präzisieren und vor allem den dargestellten Yayurveda in den Blick zu nehmen, ist dem Umstand geschuldet, dass ein solches Projekt einerseits sehr ambitioniert erscheint, andererseits jedoch wenig Raum ließe, um sich nah genug an der Quelle zu bewegen. Daher ist im Verlauf meiner, ursprünglich als Überblicksarbeit angedachten Betrachtung ein partieller Einblick in die höchst interessanten Anmerkungen der Missionare entstanden, die im Nachgang der vorgestellten Yayurveda-Passagen als Fußnote erklärende und/oder ergänzende Informationen liefern, die mehr Licht in den, für die interessierten, europäischen Leser weitestgehend unbekannten Text bringen sollten. Wie vielfältig die thematische Bandbreite dieser missionarischen Annotationen ist, soll die Auswahl illustrieren, die sich sowohl der sprachwissenschaftlichen Betätigung mit den regionalen Sprachen Südindiens (siehe 4.1), den philosophisch-theologischen (4.2) als auch den medizinischen Ansichten der Malabaren widmet. Diese Auswahl soll nicht alle Themen aufzeigen, die in den Annotationen angesprochen werden, sondern aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit die thematische Vielfalt nachzeichnen.

2. Der Yajurveda

2.1 Der Yajurveda innerhalb der vedischen Tradition

Der Yajur-vedam oder Yajur-veda gilt als einer der vier Veden oder heiligen Schriften des Hinduismus. Schrift ist hierbei zunächst etwas irreführend, da es sich um mündliche Überlieferungen handelte, die von einer brahmanischen Generation zur nächsten weitergegeben wurden. Hierbei war die äußerst präzise und korrekte Rezitation der Verse wichtig, weshalb die Brahmanen die Veden auswendig beherrschten4.

Die mündliche Überlieferung war für die Brahmanen aus zwei Gründen implizit: einerseits, da die Veden über Inspiration bzw. mittels hörender Offenbarung von den vedischen Dichtern empfangen worden, folglich nicht-menschlichen Ursprungs seien, andererseits, da die Bewahrung des vedischen Wissens auch mit dem Aufkommen der Schrift keineswegs anderen zugänglich gemacht oder geteilt werden konnte. Auf diese Weise konnten sie ihren festen Platz in der höchsten Stufe des hinduistischen Kastensystems bewahren5.

Die Verse aller Veden in ihrer Gesamtheit zu erlernen6, ist sowohl eine kognitiv außergewöhnliche als auch kulturell beachtliche Leistung gewesen, zumal neben den Veden auch alle zusätzlichen exegetischen Abhandlungen und Kommentare genau zu kennen waren.

Neben dem Yajurveda, der sich wiederum in den schwarzen (krishna) und weißen (shukla) Yajurveda unterteilen lässt, welche sich sowohl in ihrer literarischen Form als auch in ihrer Grundstruktur voneinander unterscheiden7, gibt es drei weitere Veden: den Rigveda, den Samaveda, den Atharmaveda 8. Letzterer wurde erst im 3. Jh.n.Chr. zu den Veden gezählt und war zuvor nicht Bestandteil des „dreifachen Wissens“ (trayī vidyā) aus Rig-, Sama- und Yajurveda 9.

Der Yajurveda enthält die Opfersprüche oder Mantras, die von einem speziellen Priester, dem Adhvaryu während des Opfervollzugs leise gesprochen werden10. Er beinhaltet außerdem, wie alle Veden gleichermaßen, vier Textschichten: die Samhitās (Hymnen), die Brāhmanas (Ritualtexte), die Āranyakas (Waldtexte) und zuletzt die Upanishaden (philosophische Lehren).

2.2 Die Beschreibung des Yajurveda in der 46. Continuation

Eine besonders ausführliche Darstellung dieses hinduistischen Textes findet sich im vierten Band der Halleschen Berichte auf ganzen 40 Seiten11. Dies zeigt deutlich die Brisanz bzw. die Wertigkeit, die man dem Text beigemessen hat.

Unter dem Titel Haupt-Inhalt des Iadsur-Wedam, eines von den vier Gesetz-Buechern der Brahmaner geben die Missionare schriftlich wieder, was sie mündlich durch ihren vertrauten Brahmanen Crueschtna über den vierten Veda, den Yajurveda, erfahren durften12.

Inwieweit ihre Akribie in der Aufzeichnung des durch den Brahmanen Crueschtna vorgetragenen Yajurveda ausschließlich als „ein aeusserliches Huelfsmittel“ zu begreifen sei, dass „dazu diene (…) den Heyden aus ihren eigenen Lehrsaetzen die Falschheit ihres Goetzendienstes“ 13 vor Augen zu führen, lässt einige Fragen offen.

Erstrecht, wenn man die Umstände bzw. den recht großen Aufwand bedenkt, den die Missionare veranstalteten, um an den begehrten Inhalt zu kommen14. Gerechtfertigt wird das Vorgehen überdies mit einem expliziten Wunsch und zusätzlichen Autoritätsargument des europäischen Abtes Mosheim, der sich jemanden wünschte, der „das uralte Buch der Brahmaner, so sie Wedam nennen, in eine bekante Sprache uebersetzen wollte“ 15 .

Neben der 40-seitigen Wiedergabe des Yajurveda in der 46. Continuation findet sich auch ein Begleitschreiben in der 45. Continuation von 173716, in welchem sie erklären, aus welchen Gründen heraus sie überhaupt Interesse am Inhalt des Vedas gehabt hätten.

Das Alter und die Bedeutung der vedischen Tradition und Überlieferung waren auch schon zu Zeiten der Halleschen Mission bekannt und für die Missionare daher auch von großem Interesse gewesen17. Über die lange mündliche Tradition, die man vor allem auf eine lange, schriftlose Periode in Indien zurückführte, waren die Missionare ebenfalls im Bilde:

„Diesem zufolge hat man einem hiesigen gelehrten Brahmaner, namens Crueschtna, mit dem man schon einige Jahre her bekant gewesen, eine raisonnable Bezahlung angeboten, wenn er uns das veritable Wedam communiciren wolte. Er wolte anfangs nicht gerne daran: weil er besorgte, es koente leicht heraus kommen, da es ihm und den Seinigen uebel belohnet werden wuerde, ja es koente ihm sein Leben kosten, indem das Wedam so heilig gehalten wird, daß keiner, der nicht ein Brahmaner, ob er gleich sonst noch so vornehm ist, es mit seinen Ohren anhören, viel weniger nachfragen darf. Als man ihm aber versprach, sich hier in Indien bey seinen Lebzeiten gegen niemanden auf ihn zu berufen, sondern es nur zu eigener Nachricht aufzuschreiben ging ers endlich ein.“ vgl. HB, 46. Cont. (1742), S.1252.

„Dergleichen ist auch, daß man bisher in den Gedanken gestanden, als sei das Wedam ein geschrieben Buch; da doch schon Megathenes, der lange Zeit in Indien gelebet, um seine Historie von diesem Lande desto genauer und sicherer beschrieben zu koennen, ausdruecklich sagt: ‚Die Indianer wueßten von keinen Buchstaben (…) sondern sagten alles auswendig her, was sie verrichteten‘.“18

„Es ist aber zu wissen, daß das Wedam eigentlich kein geschrieben Buch ist, sondern durch auswendiglernen muendlich fortgepflanzet wird (…) Allein die Brahmaner lernen eins von den dreien ohne Unterschied nemlich das, so von den Voreltern auf die Kinder fortgepflanzet worden. Das, was unser Brahmaner (eig.Anm. Cruetschna) von seinem Vater gelernt und communiciret, ist das Yäjur-wedam (e.A.: Yajur-wedam, Yayurveda) dessen Inhalt nach seinen Abtheilungen folget.”19

Für die Missionare bedeutete die mündliche Tradition der Veden eine enorme Herausforderung in mehrfacher Hinsicht: die Abfassung der Texte war in Sanskrit, einer altindischen Sprache –oftmals auch als “vedische Sprache” bezeichnet– und zunächst nur den Brahmanen vorbehalten. Sanskrit war daher nicht die im Alltagsgebrauch anzutreffende Umgangssprache, wie bspw. Tamil und Telugu, sodass die Missionare, wenn überhaupt, nur rudimentäre Kenntnisse besaßen.

Daneben erschwerte der rein mündliche Vortrag des Brahmanen die Aufzeichnungen zusätzlich. Nur mithilfe eines Missionars, der marginale Sanskrit-Kenntnisse erworben hatte und durch stetiges Nachfragen hinsichtlich Schreibweise und angemessener Übersetzung, war eine Aufzeichnung der Rezitation möglich gewesen20.

2.2.1 “Das nicht geschriebene Gesetz” - Die mündliche Tradition der Brahmanen

Von den Missionaren erfahren21 wir über die mündliche Tradition der Veden– also auch des Yajurveda– dass die Weitergabe den Brahmanen vorbehalten sei und diese das erlernte Wissen (=Wedam22 ) der nachfolgenden Kindergeneration lehrten. Die Tatsache, dass sich der Brahmane Crueschtna einer eigenhändigen, schriftlichen Aufzeichnung seiner Rezitation verweigerte, zeigt nochmals deutlich, “welch großer Stellenwert im brahmanischen Hinduismus des 18. Jh. der mündlichen Überlieferung zugemessen wurde”23.

Die unrechtmäßige Weitergabe der vedischen Tradition (an Nicht-Brahmanen sowie an Nicht-Hinduisten) und damit die Weitergabe der brahmanischen Welt stand unter Strafe und konnte sogar mit dem Tod geahndet werden. Sowohl für den Brahmanen, der die Verse irregulär vermittelte als auch für den –durchaus nur versehentlichen– Mithörer der vedischen Geheimnisse waren die Konsequenzen enorm. Nicht legitimierten Hörern konnte so bspw. glühendes Blei in die Ohren gegossen werden24.

Die besondere Stellung der Veden und was es auch für Crueschtna bedeutete, dieses Wissen (wenn auch teilweise) weiterzugeben, fassen die Missionare in ihrem Bericht wie folgt zusammen:

“(...) ja es koente ihm sein Leben kosten, indem das Wedam so heilig gehalten wird, daß keiner, der nicht ein Brahmaner, ob er gleich sonst noch so vornehm ist, es mit seinen Ohren anhoeren, viel weniger nachfragen darf (...)” “Als der Brahmaner den Anfang daraus herrecitirte, that ers mit der groeßten Ehrerbietung, die Augen zuhaltend, um indessen gar nicht diese Welt anzuschauen.

[...]


1 vgl. Hans-Werner Gensichen: Indienmission im Weltaspekt: Globale Perspektiven in den Halleschen Berichten. In: Missionsberichte aus Indien im 18. Jahrhundert. Ihre Bedeutung für die europäische Geistesgeschichte und ihr wissenschaftlicher Quellenwert für die Indienkunde. Hrsg. von Michael Bergunder, S.31/32.

2 vgl. Michael Bergunder: Die Darstellung des Hinduismus in den Halleschen Berichten. In: Missionsberichte aus Indien im 18. Jahrhundert. Ihre Bedeutung für die europäische Geistesgeschichte und ihr wissenschaftlicher Quellenwert für die Indienkunde. Hrsg. von Ders., S.112.

3 vgl. Andreas Nehring: Orientalismus und Mission: die Repräsentation der tamilischen Gesellschaft und Religion durch Leipziger Missionare 1840-1940, S.85; vgl. auch: https://www.leipziger-missionswerk.de/ueber-uns/was-wir-bewahren.html (letzter Zugriff: 25.10.2020).

4 vgl. Axel Michaels: Der Hinduismus. Geschichte und Gegenwart. 2., durchgesehene Auflage der Sonderausgabe. München: C.H.Beck 2012, S.68.

5 vgl. Heinrich von Stietencron: Der Hinduismus. München: C.H.Beck, S.19.

6 So enthält bspw. Der Rigveda allein 1028 Hymnen mit 10417 Versen; vgl. Heinrich von Stietencron: Der Hinduismus. München: C.H.Beck, S.18/19.

7 vgl. Kiran Desai-Breun: Anschauen und Denken. Reden und Schreiben: zur Struktur philosophischer Tätigkeit in ihren Anfängen in Indien und Europa. Würzburg: Königshausen& Neumann 2007, S.116.

8 vgl. Michael Witzel: Das alte Indien. München: C.H.Beck 2010, S.25.

9 vgl. Heinrich von Stietencron: Der Hinduismus. München: C.H.Beck 2001, S.18.

10 vgl. ebenda.

11 HB, 46. Cont. (1742), S.1251-1294.

12 Die Missionare erklären auch die Umstände, unter welchen sie Kenntnis des Vajurveda erhalten haben und auch durch wen; vgl. HB, 46. Cont. (1742), S. 1252.

13 HB, 45. Cont.(1737), S.1182.

14 Die Missionare erläutern die prekären Umstände, unter welchem sie den vertrauten Brahmanen Crueschtna dazu bewegen konnten, ihnen das Vajurveda vorzutragen. Unter strengster Geheimhaltung, die die Missionare ihm auf Lebenszeit zusichern mussten, da sein Leben sonst in Gefahr geriete, und der Zahlung einer Summe Geldes ließ er sich letztlich darauf ein:

15 HB, 46.Cont. (1742), S.1252.

16 vgl. HB, 45.Cont. (1737), S.1182-1185 (Begleitbrief), auch: Michael Bergunder: Die Darstellung des Hinduismus in den Halleschen Berichten. In: Missionsberichte aus Indien im 18. Jahrhundert. Ihre Bedeutung für die europäische Geistesgeschichte und ihr wissenschaftlicher Quellenwert für die Indienkunde. Hrsg. von ders. Halle/ Saale: Verlag der Franckeschen Stiftungen 1999, S.113. (=Neue Hallesche Berichte, Bd.1)

17 „(…) empfangen hierbey ein Stueck des wegen des wegen seines Alterthums so berufenen Wedam der Brahmanen (…), HB, 45. Cont. (1742), S.1182.

18 HB, 45. Cont. (1737), S.1184.

19 HB, 46. Cont. (1742), S.1252.

20 Michael Bergunder: Die Darstellung des Hinduismus in den Halleschen Berichten. In: Missionsberichte aus Indien im 18. Jahrhundert. Ihre Bedeutung für die europäische Geistesgeschichte und ihr wissenschaftlicher Quellenwert für die Indienkunde. Hrsg. von ders. Halle/ Saale: Verlag der Franckeschen Stiftungen 1999, S.114. (=Neue Hallesche Berichte, Bd.1)

21 HB, 46. Cont. (1742), S.1253.

22 Die Missionare erklären die Bedeutung des Begriffs Wedam wie folgt: “Wedam heißt aber soviel wie Erkenntnis”, vgl. HB, 46. Cont. (1742) S.1254. Heutzutage wird es allgemein mit “Wissen” übersetzt, vgl. u.a. Peter Schreiner: Wissenschaft und Weisheit- Wissenskonzeptionen im Alten Indien. In: Universitäres Wissen teilen: Forschende im Dialog. Hrsg. von Hans-Ulrich Ruegger/ Martina Arioli/Heini Murer. Zürich: vdf Hochschulverlag 2009, S.121.

23 Michael Bergunder: Die Darstellung des Hinduismus in den Halleschen Berichten. In: Missionsberichte aus Indien im 18. Jahrhundert. Ihre Bedeutung für die europäische Geistesgeschichte und ihr wissenschaftlicher Quellenwert für die Indienkunde. Hrsg. von ders. Halle/ Saale: Verlag der Franckeschen Stiftungen 1999, S.113. (=Neue Hallesche Berichte, Bd.1)

24 vgl. Christoph Hönig: Neue Versschule: Versrhythmus und Reim. Paderborn: Wilhelm Fink 2008, S.223.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Der Hinduismus am Beispiel der Beschreibungen des Yajurveda in den Halleschen Berichten der Dänisch-Hallesch-Englischen Mission
Autor
Jahr
2020
Seiten
29
Katalognummer
V956395
ISBN (eBook)
9783346300829
ISBN (Buch)
9783346300836
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte, Religionsgeschichte, Hinduismus, Hallesche Berichte, Franckesche Stiftungen, Dänisch-Hallesche Mission, Missionsgeschichte, Indien, Ayurveda
Arbeit zitieren
Julia Eydt (Autor:in), 2020, Der Hinduismus am Beispiel der Beschreibungen des Yajurveda in den Halleschen Berichten der Dänisch-Hallesch-Englischen Mission, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956395

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