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Die Glagolica. Untersuchung über den Ursprung einer vergangenen Schrift

Titel: Die Glagolica. Untersuchung über den Ursprung einer vergangenen Schrift

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Maximilian Broermann (Autor:in)

Russistik / Slavistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit dem Thema: „Der Ursprung der Glagolica.“ Hierbei werden zwei verschiedene Theorien mit je unterschiedlichen Ansichten untersucht. Dies führt dazu, dass die Frage aufgeworfen wird: „Stammt die Glagolica wirklich aus der kyrillmethodianischen Mission ab?“

Zunächst wird sich dem Ursprung der Glagolica gewidmet, in dem auf die wissenschaftlich bekannteste Theorie, dem Ursprung der Glagolica in der Mährischen Mission des Kyrills und Methods Bezug genommen wird. Die sla-vische Legende der beiden Brüder wird hiermit grob zusammengefasst. In diesem Zusammenhang wird vor allem untersucht, in welche Regionen sich die glagolitische Schrift zum Zeitpunkt dieser Mission ausgebreitet hat. Hinsichtlich der oben aufgeführten Frage, lautet die These dieser Seminararbeit: „Die Glagolica stammt von der Mährischen Mission ab und gilt als Vorgänger der kyrillischen Schrift.“

Darüber hinaus wird die lateinische Schrift, sowie die kyrillische Schrift mit der Glagolica verglichen. Dieser Vergleich dient dazu darzustellen, an welche Schrift die glagolitische Schrift am ehesten angelehnt ist. Hierbei werden die Schriften unabhängig von den Theorien objektiv betrachtet und anschließend untersucht. Folgend wird die Theorie zum Ursprung der Glagolica nach Michael Hocij aufgezeigt. Dieser Vergleich dient dazu, um festzustellen, welche dieser Theorien am ehesten dem wissenschaftlichen Kenntnisstand entspricht.
Das Fazit stellt die Endergebnisse zur Beantwortung der Leitfrage unter allen vorangegangenen Gesichtspunkten dar und dient als Abschluss dieser Seminararbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Heutige Definition der Glagolica

3. Die kyrillmethodianische Mission

3.1 Die glagolitischen und kyrillischen Buchstaben im Vergleich

3.2 Die glagolitischen und lateinischen Buchstaben im Vergleich

4. Ursprung der Glagolica nach Michael Hocij

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht den Ursprung der Glagolica anhand zweier wissenschaftlicher Theorien, um die Forschungsfrage zu klären, ob die Schrift tatsächlich aus der kyrillmethodianischen Mission hervorgegangen ist.

  • Wissenschaftliche Einordnung des Ursprungs der Glagolica
  • Vergleich der Glagolica mit der kyrillischen und lateinischen Schrift
  • Analyse der Theorie nach Michael Hocij zur Herkunft der Schrift
  • Beleuchtung der Rolle der Mährischen Mission und der Brüder Kyrill und Method

Auszug aus dem Buch

3. Die kyrillmethodianische Mission

Kyrill und Method waren Brüder aus der makedonisch-griechischen Stadt Saloniki in der das Slaventum stark verbreitet gewesen ist. Method war der ältere von ihnen. Kyrill war zur Zeit der Entsendung aus Mähren Priester. Method war Diakon, obwohl dieser die Möglichkeit hatte ein Bischoff zu werden. Dies wurde damit begründet, dass beide „[…] keine kirchlichen Würden annehmen.“ wollten. Gemäß der „altslavischen Legende“ , wurde der Auftrag für die kyrillmethodianische Mission im Jahre 863 von Fürst Rastislav erteilt. „Anlass dieser Schriftschöpfung war die bevorstehende Slavenmission im Großmährischen (Moravischen) Reich […]“. Hierbei ging es hauptsächlich um die Christianisierung. So nach Fürst Rastislav:

„Sende uns einen solchen Bischof und Lehrer, der uns alle Wahrheiten lehren möge, damit sich das Christentum unter uns und den benachbarten Nationen noch mehr ausbreite.“

Da es bei dem bereits anerkannten katholischen Glauben sprachliche Barrieren gab, ging es nicht um das verbreiten eines neuen Glaubens, sondern darum, den bereits anerkannten Glauben dem Volk nahezubringen. Hintergrund der Mährischen Mission war für Rastislav, den Einfluss der Ostfranken zu begrenzen. Dadurch, dass Kyrills und Methods Sprachenkenntnisse in weiten Teilen bekannt gewesen sind, wurden sie zu ihrer Mission auserwählt. Hierbei kam es zu einem Problem bei der Schrift. So laut Kyrill selbst: „Nur wird es schwer sein den Glauben zu verkünden, wenn sie noch keine passenden Schriftzeichen und Bücher in ihrer Sprache besitzen.“ Aus dem Prozess der sich um das übersetzen von heiligen Schriften drehte entwickelte Kyrill somit die glagolitische Schrift.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und der Zielsetzung der Arbeit bezüglich des Ursprungs der glagolitischen Schrift.

2. Heutige Definition der Glagolica: Bestimmung der Glagolica als eigenständige, von Kyrill geschaffene Schrift und deren zeitliche Einordnung im 9. Jahrhundert.

3. Die kyrillmethodianische Mission: Analyse der Mission von Kyrill und Method im Kontext der Christianisierung und des Wunsches nach einer eigenen Schrift für die Slawen.

3.1 Die glagolitischen und kyrillischen Buchstaben im Vergleich: Untersuchung der Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Glagolica und Kyrillica sowie deren gemeinsame griechische Wurzeln.

3.2 Die glagolitischen und lateinischen Buchstaben im Vergleich: Analyse der fehlenden Ähnlichkeiten zur lateinischen Schrift und Betrachtung lautlicher Gemeinsamkeiten.

4. Ursprung der Glagolica nach Michael Hocij: Diskussion der alternativen Theorie, die eine Herkunft der Schrift aus dem 7./8. Jahrhundert im venetisch-istrischen Raum postuliert.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Theorien und Bestätigung der These, dass die Glagolica maßgeblich durch die mährische Mission geprägt wurde.

Schlüsselwörter

Glagolica, Kyrill und Method, Mährische Mission, Schriftgeschichte, Kyrillische Schrift, Lateinische Schrift, Michael Hocij, Sprachwissenschaft, Christianisierung, Großmähren, Pannonien, Sprachgeschichte, Slawenmission.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht den geschichtlichen Ursprung der Glagolica und prüft zwei unterschiedliche Theorien zu ihrer Entstehung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die kyrillmethodianische Mission, der Vergleich der glagolitischen Schriftzeichen mit kyrillischen und lateinischen Buchstaben sowie die Theorie nach Michael Hocij.

Was ist die Forschungsfrage der Untersuchung?

Die zentrale Frage lautet, ob die Glagolica tatsächlich aus der mährischen Mission von Kyrill und Method stammt oder ob es andere Ursprünge gibt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche und vergleichende Analyse von Fachquellen genutzt, um Theorien gegenüberzustellen und objektiv zu bewerten.

Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Ursprungs, den Vergleich der Alphabete und die kritische Auseinandersetzung mit der These von Michael Hocij.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Glagolica, Kyrill, Method, Schriftursprung, Sprachgeschichte und mährische Mission.

Wie bewertet der Autor die Theorie von Michael Hocij?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Theorie von Michael Hocij bezüglich einer Herkunft aus dem 7. oder 8. Jahrhundert nicht abschließend belegt werden kann.

Welche Bedeutung hatten die Kiewer Blätter für die Untersuchung?

Die Kiewer Blätter dienen dem Autor als Anhaltspunkt, um die Existenz und die frühe Verbreitung der Glagolica im 9. Jahrhundert zu belegen.

Inwiefern unterscheidet sich die Glagolica von der lateinischen Schrift laut Arbeit?

Laut Arbeit zeigt sich, dass die lateinische Schrift sowohl in Bezug auf die Buchstabenformen als auch in der Lautdarstellung kaum Ähnlichkeiten zur Glagolica aufweist.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Glagolica. Untersuchung über den Ursprung einer vergangenen Schrift
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,7
Autor
Maximilian Broermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V956781
ISBN (eBook)
9783346306944
ISBN (Buch)
9783346306951
Sprache
Deutsch
Schlagworte
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Arbeit zitieren
Maximilian Broermann (Autor:in), 2020, Die Glagolica. Untersuchung über den Ursprung einer vergangenen Schrift, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956781
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Leseprobe aus  16  Seiten
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