In der Arbeit wird das Verständnis von Kultur und die Bedeutung von der Migrationsgesellschaft für die Soziale Arbeit herausgearbeitet. Dann werden Profession, Historie und Aufgabenbereiche zusammengestellt. Im Anschluss wird die interkulturelle Kompetenz als wesentlicher Bestandteil der Profession Sozialer Arbeit erläutert. Zum Schluss wird der Stellenwert der interkulturellen Kompetenz für die Soziale Arbeit verdeutlicht.
Die Soziale Arbeit stellt sich immer wieder vor neuen Herausforderungen. Sie muss sich durch die Dynamik der gesellschaftlichen Entwicklung auf ein starkes verändertes Handlungsfeld einstellen. Vor allem in den letzten Jahren kommen einige neue Herausforderungen einher.
Eines der wesentlichen Veränderungen in Deutschland ist die Einwanderung von Migranten. Diversität ist der Sozialen Arbeit nicht fremd. Dementsprechend gehört auch die Begegnung mit Menschen mit Migrationshintergrund zum beruflichen Alltag. Jeder Mensch ist gebunden an ein Kollektiv, welche einer bestimmten Ideologie zugehört und eine bestimmte Haltung einnimmt. Die Kultur, als Gesamtheit der Gewohnheiten eines Kollektivs mit ihren Werten und Normen, beeinflusst die Sichtweise und das Verhalten jedes Individuums. Einwanderer, als oftmals Fremde der deutschen Sprache und Kultur, benötigen professionelle und qualifikationsbezogene Unterstützung, die durch SozialarbeiterInnen geleistet wird. Da kein Mensch frei von Stereotypen ist, bedarf es auch der Sozialen Arbeit eine Kompetenz zu entwickeln, welche Vorurteile bestmöglich minimiert. Demzufolge wird danach gefragt, welche Facetten kulturbezogener Professionalität vor diesem Hintergrund bedeutend erscheint.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Kultur
1.1 Begriffsbestimmung: Kultur
1.2 Migrationsgesellschaft und Interkulturalität
2. Profession der Sozialen Arbeit
2.1 Aufgabenbereiche der Sozialen Arbeit
2.2 Historischer Einblick in die interkulturelle Soziale Arbeit
2.3 Interkulturelle Kompetenz
3. Stellenwert der interkulturellen Kompetenz in der Sozialen Arbeit
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung interkultureller Kompetenz innerhalb der Profession Sozialer Arbeit im Kontext einer zunehmend von Migration geprägten Gesellschaft. Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Fachkräfte durch interkulturelle Professionalisierung Vorurteile minimieren und den konstruktiven Umgang mit Diversität in ihrer täglichen Praxis fördern können.
- Grundlagen des Kulturbegriffs und dessen Dynamik
- Die Auswirkungen der Migrationsgesellschaft auf soziale Handlungsfelder
- Abgrenzung von Beruf und Profession in der Sozialen Arbeit
- Dimensionen und Anforderungen interkultureller Kompetenz
- Methodische Implikationen für die Beratung und soziale Unterstützung
Auszug aus dem Buch
2.3 Interkulturelle Kompetenz
Nachdem man in vorherigen Kapiteln unteranderem über Multikulturalität gesprochen hat, soll im Weiteren die „Interkulturelle Kompetenz“ geschildert werden. Die Bedeutung hinter interkulturell findet für Austauschprozesse zwischen Kulturen Verwendung. Des Weiteren ist der Begriff Kompetenz in den letzten Jahren sehr stark in den Vordergrund getreten, sodass er Begriffe wie Bildung und Erziehung übertroffen hat. Wie schon in 2.2 erwähnt, hat die Soziale Arbeit in den letzten Jahrzehnten durch die Einwanderung von Menschen mit Migrationshintergrund die Arbeit mit Migranten und ihren Kindern als Teil ihrer Verantwortung wahrgenommen.
Die interkulturellen Ansätze richten sich nicht nur an eine kulturelle Randgruppe, sondern an die gesamte Gesellschaft. Je nach Anwendungsbereich werden die Kompetenzen auf sehr unterschiedlichem Niveau gefordert. „Mit dem Begriff „interkulturelle Kompetenz“ werden gesellschaftliche Problemdeutungen Rund um das Phänomen der Kulturdifferenz sowie die damit verbundenen individuellen und kollektiven Entwicklungsaufgaben in den Deutungshorizont der pädagogisch-didaktischen Gestaltbarkeit und des Lernens überführt. Wo es um die Entwicklung, Förderung und die Kritik interkultureller Kompetenz geht, werden die Möglichkeiten des alltäglichen Wahrnehmens, Denkens, Fühlens und Handelns unter expliziter Berücksichtigung unterschiedlicher Wirklichkeiten und Weltbilder nicht allein der Zufälligkeit eines ‚naturwüchsigen’ Fremdverstehens überlassen (Hammerschmidt 1997; Horstmann 1999; Layes 2000), sondern als temporäre und entwicklungsoffene Handlungsorientierungen betrachtet“ (Ehlail et al. 2010, S. 82).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung thematisiert die neuen Herausforderungen der Sozialen Arbeit durch gesellschaftliche Veränderungen wie Migration und legt dar, warum interkulturelle Kompetenz zur notwendigen Professionalität gehört.
1. Kultur: Dieses Kapitel definiert den dynamischen Kulturbegriff und beleuchtet die Bedeutung von Diversität sowie die Einflüsse der Migrationsgesellschaft auf das soziale Handeln.
2. Profession der Sozialen Arbeit: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Profession diskutiert, die Aufgabenfelder definiert und die historische Entwicklung der interkulturellen Sozialen Arbeit sowie das Konzept der interkulturellen Kompetenz erläutert.
3. Stellenwert der interkulturellen Kompetenz in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Ansätze mit der praktischen Anwendung und betont die Notwendigkeit von interkultureller Kompetenz für eine erfolgreiche professionelle Beratung und Vermittlung.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, unterstreicht die Relevanz interkultureller Ausbildungscurricula und weist auf den Bedarf für weiterführende empirische Studien hin.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Interkulturelle Kompetenz, Migration, Kulturbegriff, Professionalität, Diversität, Interkulturalität, Sozialisation, Beratung, Diskriminierung, Migrationshintergrund, Hilfeleistung, Fachlichkeit, Handlungsorientierung, gesellschaftliche Transformation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung interkultureller Kompetenz als wesentlichem Bestandteil einer professionellen Sozialen Arbeit in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen den Kulturbegriff, die Dynamik der Migrationsgesellschaft, die theoretische Verortung der Profession Soziale Arbeit sowie die praktischen Anforderungen an Fachkräfte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Relevanz interkultureller Kompetenzen für das professionelle Handeln herauszuarbeiten, um Vorurteile zu minimieren und eine qualitativ hochwertige Unterstützung zu gewährleisten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur, die den aktuellen Stand der Diskussion über interkulturelle Kompetenz und Professionalität systematisch zusammenfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung von Kultur, die Analyse der Migrationsgesellschaft, die Definition der Profession Soziale Arbeit und die Konkretisierung interkultureller Kompetenz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, Profession, Migration, Diversität und Soziale Arbeit charakterisiert.
Warum ist laut Autorin eine interkulturelle Ausbildung in Curricula notwendig?
Da Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter mit einer diversen Klientel arbeiten, ist ein theoretisch fundiertes Wissen über kulturelle Hintergründe zwingend notwendig, um nicht auf gesellschaftliche Spekulationen angewiesen zu sein.
Was bedeutet der Begriff „Kulturblase“ in der Arbeit?
Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass auch Fachkräfte der Sozialen Arbeit in ihren eigenen Werten und Normen befangen sind, was die Notwendigkeit unterstreicht, sich aktiv mit der eigenen Kultur und der der Klienten auseinanderzusetzen.
- Citation du texte
- Selin K. (Auteur), 2020, Migrationsgesellschaft und Interkulturalität. Welche Rolle spielt die interkulturelle Kompetenz in der Profession der Sozialen Arbeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/957889