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Rechtspopulismus in Italien. Erläutert am Beispiel von Forza Italia, Lega Nord und Alleanza Nazionale

Título: Rechtspopulismus in Italien. Erläutert am Beispiel von Forza Italia, Lega Nord und Alleanza Nazionale

Trabajo de Seminario , 2007 , 58 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Andreas Kochanowski (Autor)

Sociología - Política, Mayorías, Minorías
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Diese Arbeit hat zum Ziel, zunächst den Begriff des Populismus näher zu beleuchten, ebenso mögliche gesellschaftliche Entstehungshintergründe zu benennen. Es soll ferner dargelegt werden, ob dem Populismus Anzeichen einer Ideologie nachgewiesen werden können. Daraufhin werden charakteristische Wesensmerkmale des Populismus bzw. populistischer Politik hinsichtlich Auftreten und Organisation identifiziert. Nach dieser theoretischen Vorarbeit wird am Fallbeispiel Italiens erläutert, wie es (rechts-)populistische Parteien bis zu einer Regierungskoalition schafften. Im Fall von Italien ist ein geschichtlicher Rückblick von Nöten, da bereits seit der Nationalstaatsgründung gesellschaftliche Probleme entstanden, die über die Jahre weiter existierten und teilweise nie aufgearbeitet wurden.

Die neuen Bewegungen/Parteien, welche als (rechts-)populistisch charakterisiert werden können, stießen in diese Umbruchsphase vor und etablierten einen radikaleren Stil des „Politik-Machens“. Dabei handelt es sich um drei Parteien, die in dieser Arbeit vorgestellt werden. Dies sind die Lega Nord, die Forza Italia und die Alleanza Nazionale, welche jeweils in ihrer Entstehungsgeschichte, ihren grundlegenden Zielen, ihrer Charakteristik sowie Gemeinsamkeiten und Unterschieden analysiert werden. Ebenso wird erläutert, wie die drei Parteien als (rechts-)populistisch beurteilt werden können und sogar müssen bzw. welches (rechts-)populistische Potential ihnen inhärent ist. Bezüglich der Lega Nord ist besonders herauszustellen, dass sie sich als Vertreter der Interessen des wirtschaftlich starken Nordens darstellen und entsprechend regionalistisch argumentieren. Im Fall der Forza Italia liegt das Augenmerk auf Silvio Berlusconi, einem Unternehmer, der seine eigene Partei gründete und mit Hilfe seiner medialen Macht diese an die Regierungsspitze führte. Die Alleanza Nazionale steht im Blickpunkt der Betrachtung einer Transformation von einer ehemals faschistischen Partei, zu einer rechtsdemokratischer Partei. Ein kurzer Abriss der aktuellen und wichtigsten politischen Ereignisse wird ebenso gegeben. Abschließend beendet ein Fazit, in dem der Rechtspopulismus am Fallbeispiel Italien zusammenfassend betrachtet wird, die Ausführungen dieser Arbeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Populismus

2.1 Begriff des Populismus

2.2 Charakteristiken des Populismus

2.2.1 Gesellschaftliche Entstehungshintergründe

2.2.2 Ideologische Aspekte des Populismus

2.2.3 Organisations- und Wesensmerkmale

3. Geschichtlicher Rückblick

3.1 Die Erste Republik 1946 -1993

3.2 Das Machtvakuum und der Weg zur Zweiten Republik

4. Die Lega Nord

4.1 Entwicklungsgeschichte der Lega Nord

4.2 Ziele und Vorgehen der Lega Nord

5. Berlusconi und sein Fininvest Unternehmen

5.1 Forza Italia (FI)

5.2 Berlusconis Wählerschaft

5.3 Ziele und Gegner der FI

5.4 Erfolg und dessen Gründe

6. Die Transformation der MSI zur Alleanza Nazionale (AN)

6.1 Die MSI und ihre Rolle in der italienischen Gesellschaft (1946 bis 1992)

6.2 Der Vollzug des Wandels

6.3 Ziele und Wählerschaft der Alleanza Nazionale

6.4 Ursachen für den politischen Erfolg der AN

6.5 Fazit der Transformation

7. Aktuelle politische Entwicklung in Italien ab 2006

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Phänomen des Rechtspopulismus am Fallbeispiel Italien. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Populismus zu definieren und aufzuzeigen, wie drei spezifische Parteien – die Lega Nord, Forza Italia und die Alleanza Nazionale – in einer Umbruchsphase politisch erfolgreich wurden und welche populistischen Potenziale ihnen innewohnen.

  • Theoretische Definition und Merkmale des Populismus
  • Geschichtlicher Kontext des italienischen Parteiensystems
  • Analyse der Strategien und Ziele von Lega Nord, Forza Italia und Alleanza Nazionale
  • Untersuchung des Zusammenwirkens von Medienmacht und politischer Mobilisierung
  • Transformation neofaschistischer Ansätze in rechtsdemokratische Strukturen

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Organisations- und Wesensmerkmale

Augenscheinlich bei allen populistischen Bewegungen ist, dass sie das vermeintliche Volk in funktioneller Hinsicht für die eigenen Machtbedürfnisse einspannen bzw. ausnutzen. Daher ist auch der Name zu erklären: populus (lat.), das Volk. Dabei wird eine – über verschiedene Klassen und Schichten hinweg – Massenmobilisierung zur Durchsetzung bestimmter Ziele angestrebt. Meistens werden ökonomische, politische oder soziale Probleme überzeichnet und einfache Lösungen in Aussicht gestellt. Eine charismatische Führerpersönlichkeit verbunden mit dem Versprechen größerer sozialer Gerechtigkeit und dem Aufbegehren gegen verkrustete Gesellschafts-, Wirtschafts- und Politikstrukturen sind klassische Erfolgsrezepte populistischer Bewegungen bzw. Parteien (HILLMANN 1994:680). Gerade die Organisation und Struktur einer populistischen Partei ist sehr charakteristisch. Sämtliche Repräsentation ist auf eine, wie gesagt, charismatische Führerpersönlichkeit konzentriert. Außerdem dominiert oftmals, gerade in den Anfangstagen, eher der Charakter einer Bewegung anstatt einer Partei, was sich natürlich ändert, gerade dann, wenn populistische Bewegungen/Parteien nach politischer Macht sinnen. Unter den neuen Rechtspopulisten, so DECKER (2004:33), dominiert allerdings von Anfang an die Form der Partei, was darin begründet ist, meist nationale Reichweite ihrer Ziele (gerade auf politischem Gebiet) und das Streben nach direkter Macht durchzusetzen. Trotzdem ist den Populisten diese Form der Organisation – die Partei – ein Dorn im Auge, da dem Populismus eine grundsätzliche Anti-Parteien-Haltung inhärent ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert den Populismus als schillerndes Phänomen und legt das Ziel der Untersuchung dar, die drei Parteien Lega Nord, Forza Italia und Alleanza Nazionale zu analysieren.

2. Populismus: Erörtert die begriffliche Unschärfe und die ideologischen sowie organisationsspezifischen Merkmale populistischer Bewegungen und Parteien.

3. Geschichtlicher Rückblick: Analysiert das blockierte Parteiensystem der Ersten Republik in Italien und das daraus resultierende Machtvakuum nach den 1990er Jahren.

4. Die Lega Nord: Beleuchtet die Entstehungsgeschichte, den regionalistischen Ansatz und die Radikalisierung der Lega Nord als Protestbewegung gegen den zentralistischen Staat.

5. Berlusconi und sein Fininvest Unternehmen: Untersucht die Rolle Silvio Berlusconis, dessen ökonomische Machtbasis und die Gründung sowie Strategie der Partei Forza Italia.

6. Die Transformation der MSI zur Alleanza Nazionale (AN): Dokumentiert den schwierigen Wandel der neofaschistischen MSI hin zu einer regierungsfähigen, rechtsdemokratischen Alleanza Nazionale unter Gianfranco Fini.

7. Aktuelle politische Entwicklung in Italien ab 2006: Skizziert kurz die Regierungswechsel und die politische Situation in Italien ab dem Jahr 2006.

8. Schlussbetrachtung: Führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die populistischen Strategien sowie die Wirksamkeit der untersuchten Parteien im italienischen Kontext.

Schlüsselwörter

Populismus, Rechtspopulismus, Italien, Lega Nord, Forza Italia, Alleanza Nazionale, Berlusconi, Fini, Parteiensystem, Modernisierung, Transformation, Medienmacht, Neofaschismus, Regionalismus, Politische Kultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Rechtspopulismus in Italien und analysiert, wie Parteien wie die Lega Nord, Forza Italia und die Alleanza Nazionale durch populistische Argumentationsmuster an Einfluss gewannen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Einordnung des Populismus, die Entstehung der "Zweiten Republik" in Italien sowie die spezifischen Strategien, Ziele und Organisationsformen der drei untersuchten Parteien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die theoretische Durchdringung des Populismusbegriffs und dessen Anwendung auf das italienische Fallbeispiel, um die Erfolgsfaktoren dieser rechtspopulistischen Akteure zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Untersuchung, die auf der Analyse von Literatur, Parteiprogrammen und zeitgenössischen politischen Ereignissen basiert, um Merkmale und Wirkungsweisen zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Populismus, einen historischen Rückblick auf Italien und detaillierte Einzelanalysen zu Lega Nord, Forza Italia und Alleanza Nazionale.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Rechtspopulismus, Medienmacht, Transformation, Regionalismus und die politische Umbruchsphase Italiens in den 1990er Jahren.

Wie gelang es Berlusconi, eine Firmen-Partei zu etablieren?

Berlusconi nutzte seine enorme mediale Macht und sein ökonomisches Imperium, um die Forza Italia als "Partei des Handelns" zu positionieren und dabei herkömmliche parteipolitische Jargons zu umgehen.

Warum war die Transformation der MSI zur Alleanza Nazionale so schwierig?

Die Transformation war schwierig, da Gianfranco Fini einerseits die Partei für die Regierungsbeteiligung modernisieren musste, andererseits aber die traditionelle, neofaschistisch geprägte Parteibasis nicht verschrecken durfte.

Final del extracto de 58 páginas  - subir

Detalles

Título
Rechtspopulismus in Italien. Erläutert am Beispiel von Forza Italia, Lega Nord und Alleanza Nazionale
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Soziologie)
Calificación
1,5
Autor
Andreas Kochanowski (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
58
No. de catálogo
V958018
ISBN (Ebook)
9783346301727
ISBN (Libro)
9783346301734
Idioma
Alemán
Etiqueta
Populismus Italien Lega Nord Forza Italia Berlusconi Rechtspopulismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Kochanowski (Autor), 2007, Rechtspopulismus in Italien. Erläutert am Beispiel von Forza Italia, Lega Nord und Alleanza Nazionale, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/958018
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