The decision on the Brexit has triggered an unprecedented process in European integration: differentiated disintegration, the selective reduction of the level and scope of integration of a member state. The extent to which European integration is influenced by this phenomenon is discussed in more detail in this paper. Also, the effect of a free trade agreement similar to the CETA, as a solution for Brexit and to counter political separatism. In addition to free trade and the abolition of customs duties, this solution also has negative consequences, provided that no concessions are made to the UK, especially in the area of services. These would have to be taken in order to respect the different economic structure of the UK compared to Canada. The traditional CETA would therefore have to be modified for the UK, which makes a CETA+ quite conceivable. Whether and to what extent Brussels will make concessions to the UK will have to be observed in the future.
Already in January 2013 the British Prime Minister David Cameron has promised to renegotiate the European integration of the United Kingdom in a referendum. On 23 June 2016 it was followed by what many, not even the Brexit supporters, had seriously reckoned: In a referendum, 51.9% of the members voted in favour of leaving the EU. This triggered an unprecedented process in the history of European integration - differentiated disintegration. The day after the election, Europe was in turmoil,
as can be seen from the following statements: Donald Tusk, President of the European Council, spoke of a "historic moment, but certainly not the time for hysterical reactions". Federal Chancellor Angela Merkel explained the result not only as a "cut
for Europe", but also as a "cut for the European unification process".
Inhaltsverzeichnis
1. Introduction
2. Objective target and structure of this paper
3. The Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA)
4. Applying the CETA model to Great Britain and Northern Ireland
4.1 Risk and Opportunities for EU and UK businesses
4.2 Effects on the EU and UK economy
5. Disintegration of the UK from the European Union
6. Conclusion and current status of negotiations
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Brexit auf die europäische Integration und bewertet inwieweit ein Freihandelsabkommen nach dem Vorbild des CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) als Lösungsszenario für die künftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich dienen kann.
- Analyse des CETA-Modells und dessen Übertragbarkeit auf den britischen Kontext
- Bewertung von Risiken und Chancen für Unternehmen in der EU und im Vereinigten Königreich
- Untersuchung der wirtschaftlichen Folgen eines CETA-artigen Abkommens
- Diskussion des Konzepts der "differenzierten Desintegration" im europäischen Integrationsprozess
Auszug aus dem Buch
4.1 Risk and Opportunities for EU and UK businesses
The advantages from a CETA solution, as mentioned in the chapter before, are that there would be an almost completely duty-free trade with the EU. In addition, EU companies would be able to bid for public procurement contracts in the UK and vice versa. An FTA would also allow the UK to conclude trade agreements independently with third countries, unlike if it remained in the EU.
The European internal market is characterised by the fact that there is only one external customs frontier and that goods and services can be traded relatively freely between member states of the single market. Residence outside the single market does not necessarily mean that it is not possible for a company to sell goods and services outside the single market. In just that in almost all cases, non-residence in the EU is accompanied by additional requirements and costs for trading in the single market. The condition for duty-free import or export is that the goods originate in one of the contracting states. A product only acquires preferential origin if it has been completely obtained or manufactured in the country concerned or has undergone sufficient treatment or processing. There would be additional bureaucracy at the borders.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Introduction: Diese Einleitung schildert den historischen Prozess des Brexits, beginnend mit dem Referendum 2016, und erläutert die daraus resultierende Notwendigkeit, die Handelsbeziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich neu zu gestalten.
2. Objective target and structure of this paper: Dieses Kapitel definiert die Forschungsfragen der Arbeit, die sich auf die Übertragbarkeit des CETA-Modells, dessen ökonomische Implikationen sowie die Folgen für die europäische Integration konzentrieren.
3. The Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA): Es werden die Grundlagen des Handelsabkommens zwischen der EU und Kanada erläutert, um ein Verständnis für die Mechanismen des Abbaus von Handelshemmnissen zu schaffen.
4. Applying the CETA model to Great Britain and Northern Ireland: Der Hauptteil analysiert die spezifischen Risiken und Chancen für Unternehmen sowie die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen eines solchen Freihandelsabkommens auf die britische und europäische Wirtschaft.
5. Disintegration of the UK from the European Union: Dieses Kapitel beleuchtet das theoretische Konzept der differenzierten Desintegration und setzt den Brexit in den Kontext der europäischen Integrationsgeschichte.
6. Conclusion and current status of negotiations: Abschließend wird der Status quo der Verhandlungen zusammengefasst und das CETA-Modell als potenzielle Vorlage für zukünftige bilaterale Abkommen kritisch bewertet.
Schlüsselwörter
Brexit, Europäische Union, CETA, Freihandelsabkommen, Binnenmarkt, Zollunion, differenzierte Desintegration, Wirtschaftsbeziehungen, Handelshemmnisse, Dienstleistungssektor, Wirtschaftswachstum, Verhandlungen, Vereinigtes Königreich, Export, Import
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse eines Freihandelsabkommens nach dem Vorbild des CETA als mögliche Lösungsoption für die künftigen Handelsbeziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union nach dem Brexit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Kernbereichen gehören die ökonomischen Auswirkungen von Handelsabkommen, die theoretische Einordnung des Prozesses der Desintegration innerhalb der EU sowie eine Bewertung der regulatorischen und marktspezifischen Herausforderungen für Unternehmen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, wie ein CETA-ähnliches Modell auf das Vereinigte Königreich übertragen werden könnte, welche Vor- und Nachteile sich daraus ergeben und wie dies den Integrationsprozess der Europäischen Union beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode unter Verwendung von aktuellen Daten offizieller Institutionen sowie einschlägiger Literatur zur Integrations- und Desintegrationstheorie.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung des CETA-Modells, einer Analyse der Chancen und Risiken für Unternehmen (einschließlich Finanzsektor und Dienstleistungen) sowie der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen auf beide Wirtschaftsräume.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie Brexit, Freihandelsabkommen, Binnenmarkt, differenzierte Desintegration und wirtschaftliche Handelsbeziehungen geprägt.
Wie unterscheidet sich die wirtschaftliche Struktur Großbritanniens von der Kanadas im Kontext des CETA-Modells?
Die Arbeit betont, dass Großbritannien eine stark serviceorientierte Wirtschaft besitzt, während das traditionelle CETA-Modell den Dienstleistungsbereich nur eingeschränkt abdeckt, was eine Modifikation des Abkommens für den britischen Kontext notwendig macht.
Welche Rolle spielt das Konzept der "differenzierten Desintegration"?
Es dient als theoretischer Rahmen, um zu bewerten, ob der Brexit als einmaliges Ereignis zu betrachten ist oder ob er den Zusammenhalt der EU durch das Entstehen verschiedener Integrationsstufen strukturell verändert.
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- Lisa-Marie Wagner (Autor), 2019, The Hard Brexit-CETA Option. Risks and Opportunities for both EU and UK, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/958042