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Die Ursachen der lateinamerikanischen Unabhängigkeit und die Kampagnen und Konsolidierungsbestrebungen des Simón Bolívar

Titre: Die Ursachen der lateinamerikanischen Unabhängigkeit und die Kampagnen und Konsolidierungsbestrebungen des Simón Bolívar

Thèse de Bachelor , 2018 , 57 Pages , Note: 5

Autor:in: Roberto Gregorio Florentin-Sarabia Lukacs (Auteur)

Histoire - Amérique
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Diese Arbeit befasst sich detailliert mit der lateinamerikanischen Unabhängigkeit, ihren Gründen und Folgen. Wieso brachen die Unabhängigkeitskriege los und was waren die Motive der Kreolen? Wie war der Verlauf der Unabhängigkeitskriege und mit welchen Problemen der Konsolidierung sahen sich die frisch gegründeten lateinamerikanischen Staaten konfrontiert? Wieso spricht man im Falle Lateinamerikas von einer "unvollendeten Revolution"? Diese und weitere Fragen sollen im Verlauf dieser Arbeit thematisiert werden.

Mit dem Fall der letzten royalistischen Hochburg in Hoch-Peru endete die dreihundertjährige spanische Kolonialherrschaft auf dem südamerikanischen Kontinent. Mit der Ausnahme von Puerto Rico und Kuba, welche sich ähnlich wie Haiti erst achtzig Jahre später emanzipierten, war das spanische Kolonialreich zusammengebrochen. Die Soldaten und Armeen, die bei der Schlacht von Ayacucho die letzten Reste der königlichen Truppen niederschlugen, kämpften unter dem Oberbefehl Simon Bolivars. Unter seiner Führung fanden die sogenannten Bolivar- Staaten Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien in die Unabhängigkeit. Der Weg bis zur Schlacht von Ayacucho 1825 war lang gewesen. 15 blutige Jahre dauerte die Unabhängigkeitskampagne von Simón Bolívar, anders als die La-Plata-Staaten, die bereits mit der Mai-Revolution 1810 ihre Unabhängigkeit besiegelten.

Mexiko hatte 1810 zum ersten Mal Wahlen abgehalten und so Tür und Tor zur Freiheit geöffnet. Zur Ruhe gelangte es erst nach einer gewaltigen sozialrevolutionären Bewegung unter der Federführung Hidalgos mit einem Kompromiss zwischen der kreolischen Oberschicht und den dort residierenden Europaspaniern, welches in die Unabhängigkeit mit Iturbide als ersten Kaiser mündete. Brasiliens Unabhängigkeit erfolgte ebenfalls durch eine Kaiserreichsgründung, welche aber durch das geflohene portugiesische Königshaus erwirkt wurde. Die Unabhängigkeitsbewegung der Bolivar-Staaten übertraf in ihrer kriegerischen Intensität gegen die royalistischen Truppen und im zeitlichen Umfang diejenige der La-Plata Regionen und Neuspaniens. In Vernichtungskriegen wie der «Guerra a Muerte» bekämpften sich Royalisten und Patrioten später gnadenlos.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Vorabend der Revolution

1. Kreolen und Europaspanier

2. Die Bourbonischen Reformen

3. Protoaufstände

4. Revolutionen im transatlantischen Kontext

5. Invasion Buenos Aires

6. Invasion Napoleons und Junta-Bildungen

III Die Erste Phase der Unabhängigkeitskriege (1810-1816)

1. Der Beginn der Unabhängigkeitskriege

2. Spannungen mit dem Mutterland

3. Unabhängigkeitsversuche Quitos

4. Die kurzlebige Erste Republik Venezuelas 1810-1812

5. Die Gründe für das Scheitern

6. «La Guerra a Muerte»

7. Der Zusammenbruch der zweiten Republik

8. Die Restauration der spanischen Herrschaft

IV Die Zweite Phase der Unabhängigkeitskriege (1816-1826)

1. Der Brief aus Jamaica

2. Der Kongress von Angostura

3. Die Befreiung Neu-Granadas

4. Die liberale Revolution in Spanien 1820-1823

5. Die Befreiung Venezuelas

6. Die Republik Gross-Kolumbien

7. Die Befreiung Ecuadors

8. «El Protector» und «El Libertador»

9. Die schwierige Befreiung Perus

10. Die Befreiung Hoch-Perus

11. Panamakongress und die Eigenständigkeit Peru und Boliviens

12. Die Auflösung Grosskolumbiens

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert die Ursachen, den Verlauf und die Herausforderungen der lateinamerikanischen Unabhängigkeitskriege zwischen 1810 und 1825, wobei ein besonderer Fokus auf den militärischen Kampagnen und den anschließenden Konsolidierungsbestrebungen unter Simón Bolívar liegt.

  • Analyse der sozioökonomischen und politischen Ursachen der Unabhängigkeitsbewegung
  • Untersuchung der Rolle der kreolischen Eliten und der Rolle europäischer Einflüsse
  • Darstellung der militärischen Phasen und strategischen Wendepunkte des Konflikts
  • Kritische Beleuchtung der Konsolidierungsprobleme und des Scheiterns großstaatlicher Einigungsversuche

Auszug aus dem Buch

Die schwierige Befreiung Perus

Der an einer Tuberkuloseerkrankung geschwächte San Martín räumte den Weg für den jüngeren Bolívar. Ein zügiges Befreien Perus blieb jedoch aus. Das ehemalige Vizekönigreich war in diverse republikanische und royalistische Gruppierungen zersplittert, die sich in unterschiedlichen Konstellationen bekämpften. Als Hauptakteure lassen sich zwei Lager der peruanischen Kreolen, Bolívar mit seinen kolumbianischen Truppen, die Reste von San Martíns Expeditionskorps sowie zwei Fraktionen der Royalisten teils mit indigenen Unterstützern ausmachen. Ein Grundproblem war, dass viele Angehörige der Oberschichten Perus den Befreiern mit ebenso viel Ablehnung gegenüberstanden wie den royalistischen Spaniern. Bolívar war der Auffassung, dass die endgültige Vertreibung der spanischen Truppen dringend notwendig war. Allerdings war ihm auch klar, dass die Aufgabe angesichts der offensichtlichen Abneigung breiter Kreise ihm, dem Ausländer, gegenüber schwierig werden könnte.

So sandte er 1823 zunächst ein Expeditionskorps unter General Sucre nach Nachbarland. In Lima erwartete Sucre eine Schlangengrube aus Misstrauen und Rivalität, welche auch die Post-Unabhängigkeitsperiode prägte.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Einführung in das Ende der spanischen Kolonialherrschaft in Südamerika und die Rolle von Simón Bolívar sowie der Unabhängigkeitskriege.

II Vorabend der Revolution: Analyse der sozioökonomischen Spannungen zwischen Kreolen und Europaspaniern sowie der Auswirkungen der bourbonischen Reformen.

III Die Erste Phase der Unabhängigkeitskriege (1810-1816): Darstellung der frühen Aufstandsbewegungen, des Scheiterns der ersten Republik in Venezuela und der royalistischen Restauration.

IV Die Zweite Phase der Unabhängigkeitskriege (1816-1826): Untersuchung der neuen Phase unter Bolívar, der Staatsgründungen wie Gross-Kolumbien und der Herausforderungen der Konsolidierung bis 1826.

Schlüsselwörter

Unabhängigkeitskriege, Simón Bolívar, Lateinamerika, Kreolen, Royalisten, Gross-Kolumbien, Revolution, Dekolonialisierung, Sozialrevolution, Konsolidierung, Vizekönigreich, Befreiungskrieg, Nationalismus, San Martín, Autonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Geschichte der lateinamerikanischen Unabhängigkeitskriege von 1810 bis 1825, insbesondere die Rolle von Simón Bolívar.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Ursachen der Unabhängigkeit, die Rolle der sozialen Schichten, militärische Strategien und die Schwierigkeiten bei der Staatsbildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird analysiert, warum die Unabhängigkeitskriege ausbrachen, wie sie verliefen und mit welchen Problemen die neuen Staaten nach der Befreiung konfrontiert waren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine historische Analyse unter Einbeziehung von Primärquellen wie Reden und Briefen Bolívars sowie zeitgenössischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorbereitungsphase, die erste militärische Phase (1810-1816) und die entscheidende zweite Phase (1816-1826), bis hin zur Auflösung von Gross-Kolumbien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Unabhängigkeit, Bolívar, Kreolen, Republik, Kolonialherrschaft und Konsolidierung.

Warum scheiterte die Erste Republik in Venezuela laut dem Autor?

Der Autor führt dies unter anderem auf interne Zerstrittenheit der Elite, mangelnde soziale Basis und die aggressive Gegenstrategie der Royalisten zurück.

Welche Bedeutung hatte der Panamakongress für Bolívar?

Bolívar versuchte, eine pansüdamerikanische Union zu schaffen, was jedoch an regionalen Interessen und der mangelnden Einigung der Staaten scheiterte.

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Résumé des informations

Titre
Die Ursachen der lateinamerikanischen Unabhängigkeit und die Kampagnen und Konsolidierungsbestrebungen des Simón Bolívar
Université
University of Bern
Note
5
Auteur
Roberto Gregorio Florentin-Sarabia Lukacs (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
57
N° de catalogue
V958043
ISBN (ebook)
9783346299536
ISBN (Livre)
9783346299543
Langue
allemand
mots-clé
ursachen unabhängigkeit kampagnen konsolidierungsbestrebungen simón bolívar
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Roberto Gregorio Florentin-Sarabia Lukacs (Auteur), 2018, Die Ursachen der lateinamerikanischen Unabhängigkeit und die Kampagnen und Konsolidierungsbestrebungen des Simón Bolívar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/958043
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Extrait de  57  pages
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