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Konstellationen von Nähe und Distanz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Praktikumsbericht

Título: Konstellationen von Nähe und Distanz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Reporte de Práctica , 2020 , 24 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Trabajo social
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Diese Arbeit behandelt die Praktikumszeit auf einer Station in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Nach einer kurzen Einleitung werden die Finanzierung und Rechtsgrundlagen, der Einsatzort, sowie die Zielgruppe und Arbeitsinhalte erläutert. Anschließend wird das Thema Nähe und Distanz eingehender betrachtet. Hierbei werden insbesondere verschiedene Konstellationen von Nähe und Distanz analysiert sowie die Bedeutung von Nähe und Distanz in der Beziehungsgestaltung von Kindern und Jugendlichen diskutiert. Im dritten Kapitel werden verschiedene Alltagssituation aus der Praktikumszeit dargestellt. Abschließend wird über das eigene Handlungskonzept sowie den gesamten Praktikumseinsatz reflektiert.

Der Begriff Nähe lässt in der Fachliteratur viele Assoziationen zu. So verstehen Gaus & Drieschner den Begriff Nähe als Bindung, Zuneigung und Liebe. Thiersch dagegen assoziiert mit diesem Begriff Geborgenheit und Verlässlichkeit. In der Literatur herrscht eine große Vielfalt der Bedeutungszuschreibungen, die mit dem Begriff Nähe einhergehen. In der Sozialpädagogik, die der Sozialen Arbeit als Teildisziplin unterstellt ist, stellt die Nähe den subjektiven Standort zum Klienten, zu seiner Lebenswelt (und) seinen Alltagsproblemen dar.

Distanz, also der Gegenspieler von Nähe, wird in der Literatur oftmals mit den Begriffen Selbsttätigkeit und Freiraum beschrieben. Müller assoziiert den Begriff Distanz mit den Begriffen Neutralität und Diskretion. In der Sozialen Arbeit wird Distanz besonders in der Praxis der professionellen Beziehungsgestaltung als Objektivität und Selbstschutz verstanden. Immer wieder werden Fachkräfte der Sozialen Arbeit mit hochemotionalen Problemlagen der Klienten konfrontiert. Die Distanznahme ermöglicht es den Fachkräften, sich nicht in der Emotionalität der Situation zu verlieren, sondern die eigenen Handlungen sowie die der Klienten zunächst beobachten und reflektieren zu können, um anschließend neue Erkenntnisse daraus ziehen zu können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

A1: 2. Charakteristik der Praktikumsstelle

2.1 Finanzierung und Rechtsgrundlagen

2.2 Einsatzort:

2.2.1 Zielgruppen

2.2.2 Arbeitsinhalte und Methoden

A2: 3.Nähe und Distanz

3.1 Begriffsbestimmung „Nähe“ und „Distanz“

3.2 Konzepte verschiedener Konstellationen von Nähe und Distanz

3.3 Zur Bedeutung von Nähe und Distanz in der Beziehungsgestaltung mit Kindern und Jugendlichen

3.4 Alltagssituationen

3.4.1 Alltagssituation 1

3.4.3 Alltagssituation 2

3.4.4 Alltagssituation 3

A3: 4. Reflexion über eigenes Handlungskonzept

A4: 5. Gesamtreflexion des Praxiseinsatzes

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit reflektiert die praktischen Erfahrungen eines Studierenden während eines Praxiseinsatzes in der geschlossenen Akutstation einer kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik. Das zentrale Ziel besteht darin, das professionelle Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz in der Beziehungsgestaltung zu jungen Patienten sowie bei der Anwendung von Zwangsmaßnahmen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Professionelle Beziehungsgestaltung im psychiatrischen Setting
  • Umgang mit Nähe und Distanz bei Kindern und Jugendlichen
  • Reflexion von Zwangsmaßnahmen und deren Auswirkungen
  • Methoden der Bezugsbetreuung und Krisenintervention
  • Eigene professionelle Identitätsentwicklung als Sozialpädagoge

Auszug aus dem Buch

3.1 Begriffsbestimmung „Nähe“ und „Distanz“

Der Begriff „Nähe“ lässt in der Fachliteratur viele Assoziationen zu. So versteht Gaus & Drieschner den Begriff „Nähe“ als „Bindung“, „Zuneigung“ und „Liebe“ (2011, S.15 u. S. 22). Thiersch dagegen assoziiert mit dem Begriff „Nähe“ folgende Begriffe: „Geborgenheit“ und „Verlässlichkeit“ (2009, S. 124). In der Literatur herrscht eine große Vielfalt und Bedeutungszuschreibung die mit dem Begriff „Nähe“ einhergeht. In der Sozialpädagogik, die der Sozialen Arbeit als Teildisziplin unterstellt ist, stellt die „Nähe zum subjektiven Standort der Klienten, zu seiner Lebenswelt (und) seinen Alltagsproblemen“ heraus, so Dörr & Müller (2012, S. 15).

In der Sozialen Arbeit spielt das Konzept der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit nach Thiersch (Vgl., Otto et al. 2018, S. 934ff) im Zusammenhang mit Nähe eine entscheidende Rolle. So beschreibt die Theorie von Thiersch die Darstellung von Nähe mit dem Alltag der einzelnen Individuen. Thiersch (2012, S. 33ff) postuliert innerhalb dieser Nähe die Differenz zwischen den Dimensionen Zeit, Raum und sozialen Beziehungsmustern, in denen das Verhältnis von Nähe und Distanz nochmals kategorisiert werden muss.

Distanz, also der Gegenspieler von Nähe wird in der Literatur oftmals mit den Begriffen „Selbsttätigkeit“, „Freiraum“ (Vgl., Thiersch 2009, S. 129) beschrieben. Müller assoziiert den Begriff Distanz mit den Begriffen „Neutralität“ und „Diskretion“ (2012, S. 147). In der Sozialen Arbeit wird Distanz besonders in der Praxis der professionellen Beziehungsgestaltung als „Objektivität“ und „Selbstschutz“ (Vgl. Dahm & Kunstreich, 2011, S. 637). Immer wieder werden Fachkräfte der Sozialen Arbeit mit hoch emotionalen Problemlagen der Klienten konfrontiert. Eine mögliche und auch nötige Distanznahme ermöglicht es den Fachkräften, sich nicht in der Emotionalität der Situation zu verlieren, sondern die eigenen Handlungen sowie die der Klienten zunächst beobachten und reflektieren zu können, um anschließend neue Erkenntnisse daraus ziehen zu können (Vgl., Dörr und Müller 2012, S. 14). Die Distanznahme ermöglicht also ein professionelles Handeln, ohne sich in der Emotionalität der Situation zu verlieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Rahmenbedingungen des Praktikums an der gewählten Stelle und die daraus resultierende Notwendigkeit der direkten Integration in den Arbeitsalltag.

A1: 2. Charakteristik der Praktikumsstelle: Dieses Kapitel beschreibt die rechtlichen und finanziellen Grundlagen der Institution sowie die spezifische Zielgruppe und Arbeitsweisen innerhalb der psychiatrischen Station.

A2: 3.Nähe und Distanz: Hier werden theoretische Ansätze von Nähe und Distanz diskutiert und deren spezifische Bedeutung in der pädagogischen Beziehungsgestaltung zu Kindern und Jugendlichen hervorgehoben.

3.4 Alltagssituationen: Anhand konkreter Fallbeispiele aus der Praxis werden Krisenmomente und Beziehungsdynamiken unter dem Fokus von Nähe und Distanz reflektiert.

A3: 4. Reflexion über eigenes Handlungskonzept: Der Autor reflektiert seine persönliche Entwicklung, die gewonnenen Kompetenzen und die Herausforderungen in der professionellen Abgrenzung innerhalb eines multiprofessionellen Teams.

A4: 5. Gesamtreflexion des Praxiseinsatzes: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Einsichten zusammen und bewertet die Eignung der Praktikumsstelle für Studierende der Sozialen Arbeit.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Nähe, Distanz, Beziehungsgestaltung, Zwangsmaßnahmen, Krisenintervention, Bezugsbetreuung, Pädagogische Professionalität, Fallreflexion, Stationärer Alltag, Psychische Störungen, Bindungstheorie, Selbstreflexion, Berufliche Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Erfahrungen und Reflexionen eines Praktikanten in einer geschlossenen kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit den Konzepten von Nähe und Distanz in pädagogischen Beziehungen sowie die Reflexion von Krisensituationen im stationären Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu analysieren, wie professionelle Nähe in hochsensiblen, teils zwangsgeprägten Situationen gestaltet werden kann, ohne die nötige fachliche Distanz aufzugeben.

Welche wissenschaftlichen Bezüge werden für die Arbeit verwendet?

Es werden verschiedene Konzepte der Sozialen Arbeit und Pädagogik herangezogen, unter anderem von Thiersch, Pestalozzi, Bernfeld und Carl Rogers sowie die Bindungstheorie nach Bowlby.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Nähe und Distanz sowie eine detaillierte Aufarbeitung erlebter Alltagssituationen, die von Zwangsmaßnahmen bis hin zu emotionaler Begleitung reichen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Psychiatrie, Beziehungsgestaltung, Krisenmanagement, professionelle Abgrenzung und Handlungskompetenz.

Warum spielt die Bindungstheorie in dieser Arbeit eine Rolle?

Die Bindungstheorie dient dazu, das Verhalten der Jugendlichen und die Notwendigkeit von Sicherheit vermittelnden Beziehungsangeboten im psychiatrischen Kontext zu erklären.

Wie reflektiert der Autor seine Rolle innerhalb des Teams?

Er beschreibt den Lernprozess als Berufsanfänger in einem multiprofessionellen Team und die Herausforderung, die eigene Rolle als Sozialpädagoge neben anderen Fachkräften zu definieren.

Welche Bedeutung haben die beschriebenen Zwangsmaßnahmen für die Reflexion?

Sie dienen als drastische Beispiele für den Beziehungsabbruch und die anschließende Notwendigkeit, durch professionelle Aufarbeitung der Situation wieder eine Vertrauensbasis aufzubauen.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Konstellationen von Nähe und Distanz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Subtítulo
Praktikumsbericht
Universidad
SRH - Mobile University
Calificación
2,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
24
No. de catálogo
V958713
ISBN (Ebook)
9783346331953
ISBN (Libro)
9783346331960
Idioma
Alemán
Etiqueta
Praktikum Kinder- und Jugendpsychiatrie Soziale Arbeit Psychiatrie Sozialpädagogik Nähe und Distanz Reflexion SRH
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Konstellationen von Nähe und Distanz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/958713
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