Die Arbeit setzt sich mit der sozialen Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland in Deutschland. In Anlehnung an die vom RKI durchgeführte KiGGs-Studie sowie die DEGS-Studie wird sich im Folgenden mit dem Zusammenspiel von Umweltfaktoren, Risiken und dem Gesundheitsverhalten von Menschen im Bezug auf die soziale Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland befasst. Es werden Daten erhoben und die daraus folgenden Problembereiche und Lösungsoptionen ermittelt.
Deutschland gehört weltweit zu den Ländern mit dem höchsten Lebensstandard und einem gut ausgebauten sozialen System. Seit einigen Jahren lässt sich jedoch eine Spaltung der Gesellschaft in arme und reiche Bevölkerungsgruppen beobachten. Zudem leiden viele Menschen unter Adipositas, konsumieren Suchtmittel oder bewegen sich nicht ausreichend. Daher wurden Studien durchgeführt um zu erkennen, ob ein Zusammenhang zwischen den genannten Krankheitsbildern bzw. Verhaltensmustern und dem sozialen Status besteht.
Durch Forschungen wurde bewiesen, dass die genannten Krankheitsbilder und Verhaltensmuster häufiger in sozial schwachen Familien auftreten als in Familien mit einem durchschnittlichen oder hohen Einkommen. Das RKI befasst sich schon lange mit dem Zusammenhang von sozialer Ungleichheit und Gesundheit. Es führte unterschiedliche Studien durch, um die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten von Kindern und Erwachsenen zu erfassen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
1.3 Bescheibung der Methode
1.4 Begriffserklärung
2 Hauptteil
2.1 Darstellung der Literaturrecherche
2.2 Erhebung und Analyse von Daten und Problembereichen
2.2.1 KiGGS Studie
2.2.2 DEGS Studie
2.3 Einflussfaktoren des sozioökonomischen Status auf die Gesundheit
2.4 Lösungsoptionen
3 Schluss
3.1 Fazit
3.2 Handlungsempfehlungen für die Praxis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und dem Gesundheitszustand bzw. Gesundheitsverhalten von Menschen in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des sozioökonomischen Status.
- Analyse des Einflusses des sozialen Status auf das Gesundheitsverhalten
- Auswertung der KiGGS-Studie zu Kindern und Jugendlichen
- Auswertung der DEGS-Studie zur Gesundheit von Erwachsenen
- Identifikation von Problembereichen und Entwicklung von Lösungsansätzen
- Vergleich von Verhaltens- und Verhältnisprävention
Auszug aus dem Buch
2.2.1 KiGGS Studie
Das RKI führte in den Jahren 2009 bis 2012 die sogenannte KiGGS-Studie Welle 1 durch. Dabei wurde das Gesundheitsverhalten von rund 12000 Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 - 17 Jahren analysiert. Schwerpunkte der KiGGS Welle 1 waren körperliche Gesundheit, psychische Gesundheit, Gesundheitsverhalten, Gesundheitsversorgung und die soziale Lage der Kinder. Der sozioökonomische Status aller Familien wurde durch gewisse Kriterien, unter anderem dem Haushaltsnettoeinkommen und der Schulbildung, ermittelt. In der Studie wurden Eltern zum gesundheitlichen Allgemeinzustand ihrer Kinder befragt. Dabei antworteten 94%, dass ihre Kinder einen sehr guten bis guten allgemeinen Gesundheitszustand aufweisen.
Die KiGGS-Studie ermittelte des Weiteren die körperliche Aktivität bzw. Inaktivität von Kindern und Jugendlichen. Das Ergebnis zeigte, dass 77,5% der 3 bis 17 Jährigen sich regelmäßig bewegen und Sport treiben, darunter betätigen sich 59,7 % aktiv in einem Sportverein. Bei der Nutzung von digitalen Medien zeigte sich , dass circa zwei Drittel der 11 - 17 Jährigen zwischen ein und fünf Stunden täglich digitale Medien konsumieren. Laut Studienergebnisse beschäftigen sich Jungen wesentlich mehr mit elektronischen Medien als Mädchen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der sozialen Spaltung in Deutschland ein und beschreibt das Ziel sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Hauptteil: Der Hauptteil umfasst die Literaturrecherche, analysiert Daten der KiGGS- und DEGS-Studien bezüglich Gesundheitsverhalten und sozialem Status und diskutiert verschiedene Lösungsoptionen.
3 Schluss: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und praxisnahe Handlungsempfehlungen für eine Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit gegeben.
Schlüsselwörter
Soziale Ungleichheit, Gesundheit, Deutschland, sozioökonomischer Status, KiGGS-Studie, DEGS-Studie, Gesundheitsverhalten, Risikofaktoren, Adipositas, Prävention, Verhaltensprävention, Verhältnisprävention, Umweltgerechtigkeit, ADHS, Lebensstandard.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit untersucht den engen Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und dem Gesundheitszustand von Menschen in Deutschland.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Im Zentrum stehen der sozioökonomische Status, das Gesundheitsverhalten, Risikofaktoren wie Suchtmittelkonsum oder Bewegungsmangel sowie Lösungsstrategien für mehr gesundheitliche Chancengleichheit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, basierend auf Daten des Robert Koch-Instituts, Probleme aufzuzeigen, die durch soziale Ungleichheit entstehen, und Wege zu deren Lösung zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Autorin führt eine Sekundärdatenanalyse durch, bei der bereits existierende Daten aus Fachliteratur und Studien wissenschaftlich ausgewertet und bewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse der KiGGS- und DEGS-Studien sowie der theoretischen Herleitung des Einflusses des sozioökonomischen Status auf die Gesundheit.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziale Ungleichheit, sozioökonomischer Status, Prävention und Gesundheitsverhalten geprägt.
Welche Rolle spielt die KiGGS-Studie in der Argumentation?
Sie dient als empirische Grundlage für die Analyse der körperlichen und psychischen Gesundheit sowie des Verhaltens von Kindern und Jugendlichen in Abhängigkeit von ihrem sozialen Status.
Warum unterscheidet die Arbeit zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention?
Die Unterscheidung dient dazu, aufzuzeigen, dass reine Verhaltensappelle oft nicht ausreichen und stattdessen eine Veränderung der Lebensumstände (Verhältnisprävention) notwendig ist, um nachhaltige Erfolge zu erzielen.
- Quote paper
- Laura Tesar (Author), 2020, Soziale Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland. Welche Rolle spielen Gesundheitsverhalten, Risikofaktoren, Umweltgerechtigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/958989