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Das Geschäftsmodell von "retail clinics". Leistungs-, Kunden- und Finanzmanagement

Title: Das Geschäftsmodell von "retail clinics". Leistungs-, Kunden- und Finanzmanagement

Term Paper , 2020 , 37 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julia Zakel (Author)

Health Sciences - Health Logistics
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Die Arbeit beschäftigt sich mit den sogenannten "retail clinics" in den USA. Dabei untergliedert sich die Arbeit in das Leistungs-, Kunden- und Finanzmanagement der "retail clinics".

Es ist allgemein bekannt, dass sich das Gesundheitssystem in den USA von dem deutschen Gesundheitssystem unterscheidet, da es in den Vereinigten Staaten keine Absicherung der gesamten Bevölkerung in Krankheitsfällen gibt und somit keine Versicherungspflicht besteht. Daher existieren bislang nur Formen der freiwilligen privaten Versicherung, sowie eine staatliche Unterstützung älterer Bevölkerungsgruppen (Medicare) und einkommensschwacher Bürger (Medicaid). Ein Problem dieses Versorgungssystems besteht darin, dass sich die zuständigen Leistungsanbieter, wie Ärzte oder Krankenhäuser, die den zuständigen Health Maintanance Organizations (HMO) für privat Versicherte angehören, außerhalb der Reichweite dieser Patienten befinden, sodass Betroffene keine andere Wahl haben, als selbst für die Behandlungskosten aufzukommen. Die sogenannten "retail clinics" stellen im Gegensatz dazu eine kostengünstige und schnelle Behandlungsalternative der allgemeinen Bevölkerung in den USA dar.

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Inhaltsverzeichnis

1 KONZEPTIONELLER BEZUGSRAHMEN

1.1 Ansätze zur Analyse von Organisationen des Gesundheitswesens

1.2 Die „Analyse nach Sachfunktionen“ – Freiheitsgrade für einen niedergelassenen Arzt in Deutschland

2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE VON „RETAIL CLINICS“

2.1 Definition „retail clinics“

2.2 Entwicklung und Marktsituation

3 LEISTUNGSMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“

3.1 Strukturqualität

3.2 Umfang der Leistungserbringung

4 KUNDENMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“

4.1 Zielgruppe von „retail clinics“

4.2 „retail clinics“ – Kunde oder Patien?

4.3 Wettbewerbsvorteilsstrategien in „retail clinics“

5 FINANZMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“

5.1 Erlössystematik

5.2 Kostenstruktur

6 ÜBERTRAGUNG DES KONZEPTES „RETAIL CLINIC“ IN DAS DEUTSCHE GESUNDHEITSSYSTEM

6.1 Chancen und Schwierigkeiten einer Übertragung des Konzepts

6.2 Interessierte Akteure an der Umsetzung dieses Klinikkonzepts in Deutschland

6.3 Vergleichbare Konzepte in Deutschland

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Geschäftsmodell der sogenannten "retail clinics", welche in den USA als kostengünstige und leicht zugängliche Behandlungsalternative in Supermärkten oder Apotheken etabliert sind. Ziel ist es, das Konzept zu analysieren, seine strukturellen, finanziellen und kundenorientierten Merkmale zu bewerten und die Möglichkeiten sowie Hürden einer Übertragung dieses Modells in das deutsche Gesundheitssystem kritisch zu diskutieren.

  • Analyse der Teilmodelle von "retail clinics" nach dem Geschäftsmodellansatz
  • Vergleich der Strukturqualität zwischen "retail clinics" und deutschen Arztpraxen
  • Untersuchung von Wettbewerbsvorteilsstrategien und Finanzierungssystematiken
  • Diskussion von Chancen und Risiken für das deutsche Gesundheitswesen
  • Identifikation relevanter Akteure bei einer potenziellen Implementierung

Auszug aus dem Buch

Menschliche Ressourcen

Charakteristisch für die leistungserbringenden Personen von „retail clinics“ ist die Betreuung von Krankenschwestern und Arzthelfern, sogenannten „registered nurses“ und „physician assisants“. In diesem Bereich der paramedizinischen Versorgung gibt es keine ärztliche Kompetenz, besteht keine ärztliche Verantwortung, sowie auch keine ärztliche Haftung. Allerdings besitzen Einzelhandelskliniken in Bezug auf schwere Notfälle einen telefonisch eingerichteten Hintergrunddienst. Dieser Notfalldienst wird dann von einem Arzt geleistet. Nach Einschätzungen von Dr. Douglas Kamerow, ehemaliger stellvertretender Surgeon General würden schwere Notfälle kaum in „retail clinics“ behandelt werden: „Die meisten Patienten wissen sehr genau, was diese Kliniken können und was nicht, und nehmen quasi selbst die Triage an sich vor.“ (Gerste, 2007). Ärztliche Handlungen in „retail clinics“ werden durch qualifizierte Krankenschwestern übernommen. Das ist ein Grund dafür nicht an den Kompetenzen des Personals in Einzelhandelskliniken zu zweifeln. Bereits in 23 Bundesstaaten in den USA erlaubt das Gesetz, dass „nurse practitioners“ frei und eigenständig Patienten in „retail clinics“ behandeln dürfen, wohingegen in den übrigen Staaten eine feste Zusammenarbeit mit einem Arzt oder einer ärztlichen Einrichtung gefordert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 KONZEPTIONELLER BEZUGSRAHMEN: Einführung in den Geschäftsmodellansatz mit seinen fünf Teilmodellen sowie eine Erläuterung der "Analyse nach Sachfunktionen" im Kontext der Managementbereiche für Vertragsärzte in Deutschland.

2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE VON „RETAIL CLINICS“: Definition und historische Entwicklung der Einzelhandelskliniken in den USA unter Berücksichtigung ihrer Marktsituation und Bedeutung im amerikanischen Gesundheitssystem.

3 LEISTUNGSMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“: Vergleich der Strukturqualität und des Leistungsumfangs zwischen US-Einzelhandelskliniken und deutschen Arztpraxen mit Fokus auf menschliche, strukturelle und finanzielle Ressourcen.

4 KUNDENMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“: Analyse der Zielgruppen von Einzelhandelskliniken sowie Diskussion über die Rolle des Patienten als Kunden und Strategien zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen.

5 FINANZMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“: Untersuchung der Erlössystematik und Kostenstrukturen der Kliniken, einschließlich der Preisgestaltung und der Faktoren für den wirtschaftlichen Betrieb.

6 ÜBERTRAGUNG DES KONZEPTES „RETAIL CLINIC“ IN DAS DEUTSCHE GESUNDHEITSSYSTEM: Kritische Diskussion der Potenziale und Hindernisse bei einer Einführung dieses Modells in Deutschland sowie Identifikation interessierter Akteure und bereits existierender, vergleichbarer Ansätze.

Schlüsselwörter

Retail Clinics, Gesundheitsmanagement, ambulante Versorgung, Geschäftsmodellansatz, USA, deutsche Gesundheitssystem, Strukturqualität, Kundenmanagement, Finanzmanagement, Kosteneffizienz, Primärversorgung, Versorgungssektor, Patientenorientierung, Wettbewerbsvorteile, Sachleistungsprinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Geschäftsmodell der US-amerikanischen "retail clinics" und bewertet deren Charakteristika hinsichtlich Struktur, Leistung und Finanzen, um ihre Anwendbarkeit im deutschen Gesundheitssystem zu prüfen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind der Vergleich der ambulanten Versorgungssysteme, die Analyse von Geschäftsmodellen im Gesundheitssektor sowie die Herausforderungen der sektoralen Fragmentierung im deutschen Gesundheitswesen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, fundiert zu analysieren, ob und unter welchen Bedingungen das Konzept der in Supermärkten angesiedelten Einzelhandelskliniken als Ergänzung zur deutschen vertragsärztlichen Versorgung fungieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt den Geschäftsmodellansatz nach Dietrich (2019) als theoretischen Bezugsrahmen, um die Organisation und die Betriebsabläufe von "retail clinics" strukturiert zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Leistungs-, Kunden- und Finanzmanagement von Einzelhandelskliniken sowie die spezifische Problematik der Übertragung dieses Modells auf deutsche Strukturen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Retail Clinics, ambulante Versorgung, Geschäftsmodellansatz, Wettbewerbsvorteile, Finanzierung, Sachleistungsprinzip und Sektorenkopplung.

Warum wird das Kundenmanagement von der Autorin als besonders "freiheitsgradreich" hervorgehoben?

Die Autorin argumentiert, dass Praxisinhaber bei der Gestaltung ihrer Marketingkonzeption im Kundenmanagement weniger restriktiven gesetzlichen Vorgaben unterliegen als bei komplexen Finanzierungs- und Leistungsstrukturen.

Welche Hürden stehen einer direkten Übertragung des "retail clinic"-Konzepts nach Deutschland entgegen?

Die Hauptbarrieren sind die sektorale Fragmentierung des deutschen Gesundheitssystems, das komplexe Vergütungssystem über die Kassenärztlichen Vereinigungen sowie das geltende Sachleistungsprinzip, das eine direkte freie Preisgestaltung erschwert.

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Details

Title
Das Geschäftsmodell von "retail clinics". Leistungs-, Kunden- und Finanzmanagement
College
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Grade
1,0
Author
Julia Zakel (Author)
Publication Year
2020
Pages
37
Catalog Number
V960122
ISBN (eBook)
9783346302663
ISBN (Book)
9783346302670
Language
German
Tags
geschäftsmodell leistungs- kunden- finanzmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Zakel (Author), 2020, Das Geschäftsmodell von "retail clinics". Leistungs-, Kunden- und Finanzmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/960122
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