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Potenziale von Social Entrepreneurship in der sozialen Arbeit. Aktuelle strukturelle Entwicklungen und Auswirkungen

Title: Potenziale von Social Entrepreneurship in der sozialen Arbeit. Aktuelle strukturelle Entwicklungen und Auswirkungen

Bachelor Thesis , 2019 , 72 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Levin Böcherer (Author)

Social Work
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Diese Arbeit überprüft, inwiefern Social Entrepreneure ein Potenzial hinsichtlich der Erbringung einer professionellen sozialen Arbeit generieren. Im Zuge dessen werden diverse strukturelle Entwicklungen beschrieben. Der erste Teil dieser Arbeit befasst sich mit der gegenüber den Strukturen des dritten Sektors laut gewordenen Kritik und insbesondere mit der Frage, welche defizitären strukturellen Gegebenheiten der Dritte Sektor bezüglich der Erbringung sozialer Arbeit aufweist. Im Zuge dessen werden die Besonderheiten des deutschen Wohlfahrtsstaatsmodells einer defizitorientierten Analyse unterzogen.

Der zweite Teil der Arbeit widmet sich der Erscheinung des Social Entrepreneurships. Da der Begriff des Social Entrepreneurships jedoch gegenwärtig über keine eindeutige und wissenschaftlich einheitlich anerkannte definitorische Abgrenzung verfügt, gilt es in einem ersten Schritt eine Arbeitsdefinition zu erstellen, um anschließend den Fokus auf die strukturellen Gegebenheiten zu richten. Dabei wird in diesem Teil der Arbeit auch die Frage beantwortet, welches Potenzial Social Entrepreneurship als Akteur im etablierten Handlungsfeld der sozialen Arbeit aufweist. Um eine Einordnung des Potenzials von Social Entrepreneurships in dem etablierten Handlungsfeld der sozialen Arbeit zu bestimmen, werden die im ersten Teil der Arbeit gewonnen Erkenntnisse über die strukturellen Defizite des dritten Sektors genutzt.

Abschließend versucht der letzte Teil der Arbeit darzustellen, mit welchen, das Potenzial von Social Entrepreneurship hemmenden Aspekten, sich Social Entrepreneurship Organisationen konfrontiert sehen und anhand welcher strukturellen Modifizierung das Potenzial des Social Entrepreneurship-Prozesses im Handlungsfeld der sozialen Arbeit gestärkt werden kann. Hierbei werden sowohl die im dritten Teil erarbeiteten Erkenntnisse der strukturellen Defizite des Social Entrepreneurships wie auch die aus der Anwendung des Social Entrepreneurships in anderen Ländern stammenden Erkenntnisse genutzt, um eine abschließende Handlungsempfehlung zur Etablierung einer neuen, den Belangen des Social Entrepreneurships entsprechenden Rechtsform zu formulieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Nonprofit-Organisationen und der Dritte Sektor

2.2 Wettbewerb im Wohlfahrtsstaat

2.2.1 Auswirkungen des Wettbewerbs

3. Zur Bedeutung von Social Entrepreneurship

3.1.1 Entrepreneur(ship)

3.2 Die definitorische Abgrenzung von Social Entrepreneurship

3.3 Strukturelle Verortung von Social Entrepreneurship (Organisationen)

3.3.1 Social Business, Soziale Unternehmen und Sozialunternehmen

4. Rechtsformen

4.1 GmbH

4.2 Eingetragener Verein

4.3 Einzelunternehmen

4.4 Steuerliche Begünstigungen

5. Finanzierung

5.1 Außenfinanzierung

5.1.1 InvestorInnen ohne finanzielle Renditeerwartungen

5.3 Wirkungsmessung als Legitimation gegenüber InvestorInnen

5.3.1 Social Impact

5.2.2 Social Return on Investment

6. Zum Potential von Social Entrepreneurship

7. Strukturelle Defizite von Social Entrepreneurship

7.1 Defizite der Finanzierung

7.2 Defizite der Rechtsformen

8. Strukturelle Alternativen im Rahmen des Social Entrepreneurships

8.1 Hybride Rechtsformen

8.2.1 Low Profit Limited Liability Company

8.2.2 Benefit Corporation

8.2.3 Community Interest Company

8.3 Nutzen der Alternativen

9. Handlungsempfehlung zur strukturellen Stärkung des Potentials von Social Entrepreneurship

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Potenzial von Social Entrepreneurship als Akteur im etablierten Handlungsfeld der Sozialen Arbeit. Im Zentrum steht die Untersuchung, inwiefern soziale Unternehmen strukturelle Defizite des Wohlfahrtskorporatismus überwinden können und welche Rechts- sowie Finanzierungsformen hierfür geeignet sind.

  • Strukturanalyse des Wohlfahrtskorporatismus in Deutschland
  • Definitorische Einordnung von Social Entrepreneurship
  • Bewertung von Rechtsformen für soziale Organisationen
  • Analyse von Finanzierungsinstrumenten und Wirkungsmesstechniken
  • Handlungsempfehlungen zur Stärkung sozialer Innovationspotenziale

Auszug aus dem Buch

3.4 Beispiel für die praktische Umsetzung von Social Entrepreneurship

In Deutschland gibt es derzeit bereits zahlreiche Organisationen, welche den Merkmalen einer Social Entrepreneurship Organisation entsprechen. Um dem Leser bzw. der Leserin einen praktischen Einblick in die Thematik des Social Entrepreneurships zu ermöglichen und aufzuweisen inwiefern Ansätze klassischer Sozialer Arbeit oder Sozialpädagogik in einem solchen Rahmen stattfinden können, wird im Folgenden Kapitel eine den Merkmalen von Social Entrepreneurship entsprechende Organisation vorgestellt.

Dabei gilt es die Lesenden darauf hinzuweisen, dass es sich hierbei um ein einzelnes spezifisches und individuelles Angebot im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe handelt und zu bedenken ist, dass das Handlungsfeld des Social Entrepreneurship über zahlreiche weitere Themengebiete erstreckt. Dieses Beispiel kann somit keine verallgemeinernde Gesamtheit darstellen.

Die Eltern-AG ist ein Präventionsprogramm, welches in seinem operativen Aufbau das wichtigste Merkmal des Social Entrepreneurship Prozesses berücksichtigt. Denn bei der Eltern-AG handelt es sich um ein innovatives Angebot, welches sich von klassischen (präventiven) Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe abgrenzt. Grundlegend kann das Projekt Eltern-AG als Elternkurs verstanden werden. Ziel ist es, wie auch bei herkömmlichen Elternkursen, die Eltern zur Erziehung ihrer eigenen Kinder zu befähigen. Dabei werden jedoch insbesondere bei der Akquise von TeilnehmerInnen bzw. Eltern und der Auswahl der Zielgruppe von den konventionellen Elternkursen abweichende Methoden angewendet. So findet die Akquise von KursteilnehmerInnen auf Grundlage eines niederschwelligen, sozial-räumlichen Vorgehens statt (vgl. Schwarz 2014 S. 134). In einem ersten Schritt werden also verschiedene Umfelder wie Schule, Kindergärten, Sportvereinen, etc. niederschwellige Kontakte zu potentiellen AdressatInnen aufgebaut. Können hierbei genug TeilnehmerInnen identifiziert und überzeugt werden können, finden über einen Zeitraum von 20 Wochen angeleitete Treffen der Eltern in einem wöchentlichen Turnus statt (ebd.). Neben der Bearbeitung bzw. Vermittlung pädagogischer/erzieherischer Kompetenzen durch ausgebildete SozialarbeiterInnen/SozialpädagogInnen, gilt es auch eine Verselbstständigung der Gruppe im Sinne einer Selbsthilfegruppe, welche auch nach Ablauf der 20 Wochen bestand hat, zu erwirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Dominanz der Wohlfahrtsverbände und führt in die Relevanz des Social Entrepreneurships als innovative Alternative für die Soziale Arbeit ein.

2. Nonprofit-Organisationen und der Dritte Sektor: Dieses Kapitel erläutert die verfassungsrechtliche Stellung der Sozialen Arbeit und die historische Entwicklung des Dritten Sektors sowie den Wohlfahrtskorporatismus.

3. Zur Bedeutung von Social Entrepreneurship: Hier wird der Begriff definiert und die Innovationskomponente von Social Entrepreneurship im theoretischen Kontext verankert.

4. Rechtsformen: Dieses Kapitel untersucht die für soziale Unternehmen relevanten Rechtsformen wie GmbH, Verein und Einzelunternehmen hinsichtlich ihrer Eignung und Beschränkungen.

5. Finanzierung: Die Finanzierungsmöglichkeiten von Außen- und Innenfinanzierung werden detailliert analysiert, inklusive der Methoden zur Wirkungslegitimation mittels Social Impact und SROI.

6. Zum Potential von Social Entrepreneurship: Das Kapitel reflektiert das Potenzial sozialer Unternehmen, die als defizitär empfundenen Strukturen des Wohlfahrtskorporatismus durch innovative Handlungsweisen zu ergänzen.

7. Strukturelle Defizite von Social Entrepreneurship: Hier werden die existierenden Hürden bei Finanzierung und Rechtsformwahl identifiziert, die eine Skalierung und Professionalisierung oft hemmen.

8. Strukturelle Alternativen im Rahmen des Social Entrepreneurships: Dieses Kapitel vergleicht internationale Hybrid-Rechtsformen wie L3C, Benefit Corporation und CIC auf ihre Übertragbarkeit auf das deutsche System.

9. Handlungsempfehlung zur strukturellen Stärkung des Potentials von Social Entrepreneurship: Basierend auf den Ergebnissen werden sieben zentrale Anforderungen für eine neue, förderliche Rechtsform für Sozialunternehmer formuliert.

10. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Etablierung einer neuen Rechtsform als adäquaten Teil einer Lösungsstrategie für die Soziale Arbeit.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Social Entrepreneurship, Nonprofit-Organisation, Wohlfahrtskorporatismus, Sozialwirtschaft, Finanzierung, Rechtsformen, Social Impact, Social Return on Investment, soziale Innovation, Dritter Sektor, Subsidiarität, Gemeinnützigkeit, Hybrid-Organisation, soziale Dienstleistung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Social Entrepreneurship als innovative Ergänzung zur klassischen Wohlfahrtspflege in Deutschland, um bestehende strukturelle Defizite in der sozialen Dienstleistungserbringung zu überwinden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Analyse des Wohlfahrtskorporatismus, die Definition von Social Entrepreneurship, die Eignung verschiedener Rechtsformen sowie Finanzierungsmodelle und Wirkungsmesstechniken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Potenzial von Social Entrepreneurship im etablierten Handlungsfeld der Sozialen Arbeit zu bestimmen und konkrete Handlungsempfehlungen zur strukturellen Stärkung durch angepasste Rechtsformen zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, um strukturelle Defizite des Sektors zu identifizieren und internationale Rechtsform-Alternativen auf ihre Übertragbarkeit zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die aktuelle Situation im Dritten Sektor, definiert Social Entrepreneurship, prüft bestehende deutsche Rechtsformen und Finanzierungsinstrumente und vergleicht diese mit internationalen Modellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Schlüsselbegriffe sind Sozialwirtschaft, Wohlfahrtskorporatismus, soziale Innovation, Social Impact, Rechtsformen und Finanzierung.

Was ist das SROI-Modell und warum ist es für soziale Unternehmen wichtig?

Der Social Return on Investment (SROI) dient der Quantifizierung sozialer Wirkung, um gegenüber Kapitalgebern Legitimität zu schaffen, da soziale Unternehmen oft an der Schnittstelle von ökonomischem Handeln und gesellschaftlichem Mehrwert operieren.

Welche Rolle spielt der Wohlfahrtskorporatismus bei der Hemmung sozialer Innovationen?

Der Wohlfahrtskorporatismus führt laut Autor zu schwerfälligen Entscheidungsprozessen und einer Innovationsschwäche der etablierten Verbände, wodurch neue Akteure und innovative Lösungen erschwert in das System integriert werden können.

Welche Rechtsformen aus dem internationalen Bereich werden als Alternativen diskutiert?

Es werden insbesondere die "Low Profit Limited Liability Company" (L3C), die "Benefit Corporation" und die "Community Interest Company" (CIC) als hybride Modelle analysiert, die soziale und ökonomische Ziele verbinden.

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Details

Title
Potenziale von Social Entrepreneurship in der sozialen Arbeit. Aktuelle strukturelle Entwicklungen und Auswirkungen
College
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen
Grade
1,4
Author
Levin Böcherer (Author)
Publication Year
2019
Pages
72
Catalog Number
V960584
ISBN (eBook)
9783346313997
ISBN (Book)
9783346314000
Language
German
Tags
Social Entrepreneurship Social Enterprise Sozialunternehmen Soziale Arbeit im Wandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Levin Böcherer (Author), 2019, Potenziale von Social Entrepreneurship in der sozialen Arbeit. Aktuelle strukturelle Entwicklungen und Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/960584
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