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Die Krimkrise. Die neorealistische Perspektive und ihre Schwächen

Titel: Die Krimkrise. Die neorealistische Perspektive und ihre Schwächen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Michael Simon (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit analysiert das Vorgehen Russlands in der Krimkrise mithilfe einer Theorie der Internationalen Beziehungen: dem Neorealismus. Zunächst wird die Theorie definiert und dann Russlands Verhalten an ihren Thesen und Implikationen geprüft. Abschließend wird auf einige Schwächen des Neorealismus eingegangen. Eine derartige Analyse ist insoweit relevant, als dass die Möglichkeit, das Verhalten und die Interessen von Ländern einschätzen zu können von sicherheitspolitischer Bedeutung sind. Denn je besser man das Gegenüber einschätzen kann, desto geringer wird die Bedrohungsperzeption. Anders ausgedrückt: Wenn die Außenpolitik eines Staates (vor allem eines Staates wie Russland) nicht berechenbar und eindeutig ist, wächst die Unsicherheit im internationalen System. Das Verhalten und die Interessen des Gegenübers einschätzen zu können bedeutet mithin also auch, zukünftige Entwicklungen besser abschätzen und somit effektiver deeskalierend auf eine Situation einwirken zu können. Dieser Arbeit soll beweisen, dass sich das russische Vorgehen anhand des Neorealismus erklären lässt. Da der Neorealismus allerdings nur eine Theorie unter vielen ist, lässt sich erahnen, dass eine Analyse, die sich ausschließlich auf den Neorealismus stützt, blinde Flecken und Schwachpunkte haben wird. Auf diese soll am Ende der Arbeit eingegangen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition Neorealismus

3 Analyse des russischen Vorgehens

4 Schwächen des Neorealismus

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das russische Vorgehen während der Krimkrise unter Anwendung der Theorie des Neorealismus, um zu ergründen, ob das Handeln des russischen Staates als rationaler Akt der Macht- und Sicherheitssicherung interpretiert werden kann.

  • Analyse der neorealistischen Grundannahmen und deren Übertragbarkeit auf die Krimkrise.
  • Untersuchung der russischen Sicherheitsinteressen bezüglich der Schwarzmeer-Region und des Hafens von Sevastopol.
  • Bewertung der Rolle internationaler Organisationen und der Wirksamkeit von Sanktionen.
  • Kritische Reflexion der theoretischen Grenzen des Neorealismus in Bezug auf innenpolitische Faktoren und ideologische Einflüsse.

Auszug aus dem Buch

3 Analyse des russischen Vorgehens

Um zu klären, ob Russlands Verhalten mit diesen Thesen erklärt und analysiert werden kann, soll zu jedem Punkt geprüft werden, ob die Annexion der Krim zu diesen Eigenschaften passt. Dabei können Überschneidungen auftreten, da sich die einzelnen Punkte gegenseitig bedingen oder beeinflussen.

Annahme 1): Trotz der Hoffnungen, die nach dem Ende des Kalten Krieges auf die Globalisierung und auf die potenziell friedensstiftende und ordnende Wirkung von internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen oder der Europäischen Union entstanden, bleibt Außenpolitik nach wie vor eine primär nationale Domäne (vgl. Sakwa 2014: 10). Internationale Regime und Organisationen sind nach neorealistischer Ansicht nur sehr beschränkt handlungsfähig – und das auch nur im Interesse und bei Zustimmung der Staaten. Dies passt auch auf die Vorgänge auf der Krim. Russland ließ sich vom ersten Moment an nicht auf einen von der UN völkerrechtlich abgesegneten Prozess ein. Im Gegenteil: Schon kurz nach Janukowitschs Sturz schuf Putin Fakten. Soldaten ohne Hoheitszeichen besetzten am 28. Februar 2014 den Flughafen in Simferopol und kurz darauf weitere strategische Orte auf der Krim.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Krimkrise ein, stellt die These auf, dass Russland gemäß neorealistischer Annahmen handelte, und erläutert die Zielsetzung der sicherheitspolitischen Analyse.

2 Definition Neorealismus: In diesem Kapitel werden die Kernannahmen des Neorealismus nach Kenneth Waltz sowie dessen Ausdifferenzierungen in den offensiven und defensiven Realismus definiert.

3 Analyse des russischen Vorgehens: Dieses Kapitel prüft das russische Handeln während der Annexion der Krim anhand der zuvor aufgestellten neorealistischen Thesen zu Akteursrationalität, Anarchie und Machtbalance.

4 Schwächen des Neorealismus: Hier werden die Grenzen der neorealistischen Analyse aufgezeigt, insbesondere hinsichtlich der Rolle internationaler Organisationen sowie der Bedeutung innenpolitischer und ideologischer Faktoren.

5 Fazit: Das Fazit bestätigt, dass die neorealistischen Annahmen das russische Vorgehen teilweise erklären können, betont jedoch die Notwendigkeit, für ein vollständiges Bild auch „weiche“ Faktoren wie Kultur und Ideologie einzubeziehen.

Schlüsselwörter

Krimkrise, Neorealismus, Russland, Ukraine, Sicherheitsinteressen, Machtpolitik, Anarchie, Sevastopol, Geopolitik, Internationale Beziehungen, Machtbalance, Außenpolitik, Annexion, NATO, Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Vorgehen der Russischen Föderation während der Krimkrise aus der theoretischen Perspektive des Neorealismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die neorealistische Theorie der Internationalen Beziehungen, russische Großmachtambitionen, die Rolle der NATO im Ukraine-Konflikt und die strategische Bedeutung der Krim.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu belegen, dass sich das russische Handeln – insbesondere die Annexion der Krim – durch die neorealistische Logik der Machtmaximierung und Sicherheitssicherung erklären lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der theoretischen Analyse, indem sie reale politische Ereignisse (Krimkrise) an den abstrakten Thesen des Neorealismus misst und auf ihre Erklärungskraft hin überprüft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Grundprämissen des Neorealismus dargelegt, auf die Krimkrise angewandt und anschließend die Schwachstellen dieser Theorie durch eine konträre Perspektive reflektiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Krimkrise, Neorealismus, Machtbalance, Geopolitik und Sicherheitsinteressen.

Warum spielt der Hafen von Sevastopol eine so zentrale Rolle für die Argumentation?

Der Hafen wird als essenzielle Ressource identifiziert; seine Sicherung gegen einen möglichen NATO-Zugriff bildet das Kernmotiv für das rationale, machtpolitische Eingreifen Russlands.

Inwiefern kritisiert der Autor die neorealistische Sichtweise?

Der Autor kritisiert, dass der Neorealismus internationale Organisationen unterschätzt und wichtige innenpolitische Variablen wie Ideologie oder das politische System eines Staates bei der Analyse ignoriert.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Krimkrise. Die neorealistische Perspektive und ihre Schwächen
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Seminar "Innen- und Außenpolitische Herausforderungen der Russischen Föderation"
Note
1,0
Autor
Michael Simon (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V960700
ISBN (eBook)
9783346307132
ISBN (Buch)
9783346307149
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theorien der Internationalen Beziehungen Annexion Ukrainekonflikt EU NATO Russland Referendum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Simon (Autor:in), 2016, Die Krimkrise. Die neorealistische Perspektive und ihre Schwächen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/960700
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Leseprobe aus  14  Seiten
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