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Grammatische Funktion und Grammatikalisierung von Modalpartikeln

Eine Untersuchung am Beispiel von "ja", "halt" und "eben"

Title: Grammatische Funktion und Grammatikalisierung von Modalpartikeln

Academic Paper , 2020 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics
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Der Fokus der Arbeit liegt auf den Modalpartikeln der deutschen Sprache. Dieser kleinen Einheit von Worten wurde lange Zeit wenig bis keine Aufmerksamkeit geschenkt. Für den seltenen Fall, dass sie innerhalb der Germanistik Beachtung fanden, waren sie eher negativ konnotiert. Eisenberg bezeichnete die Modalpartikel als „Zaunkönige“ oder gar als „Läuse im Pelz der deutschen Sprache“, die keine grammatische Funktion besitzen. Auch heute noch gelten Modalpartikeln allgemein als Füllwörter, die genutzt werden, um unschöne Pausen im Redefluss zu stopfen. Werden beispielsweise in einem Referat wiederholt die Modalpartikel „ja“, „eben“ oder „halt“ verwendet, wird dies in der Regel bemängelt und man wird darauf hingewiesen, beim nächsten Mal auf die Lückenfüller zu verzichten.

Der Autor untersucht hierfür folgende Fragestellungen: Wie lassen sich Modalpartikeln definieren und welche syntaktischen Eigenschaften haben sie? Was ist Grammatikalisierung und wie läuft diese ab? Gibt es bereits hier schon Hinweise darauf, dass Modalpartikeln einen Grammatikalisierungsprozess durchlaufen? Wenn es einen Grammatikalisierungsprozess gibt, wo genau liegt die grammatische Funktion von Modalpartikeln? Kann man Modalpartikeln in die Klasse der grammatischen Zeichen einordnen?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Modalpartikeln und ihre syntaktischen Eigenschaften

3. Grammatikalisierung: Versuch einer Definition

3.1 Grammatikalisierung und ihre Anwendbarkeit auf Modalpartikeln

3.1.2 Modalpartikeln als grammatische Zeichen

4. Analyse

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Modalpartikeln die notwendigen Kriterien erfüllen, um als Ergebnis eines Grammatikalisierungsprozesses betrachtet zu werden, wobei ein besonderer Fokus auf ihrer relationalen Funktion innerhalb der dialogischen Kommunikation liegt.

  • Syntaktische und funktionale Eigenschaften von Modalpartikeln
  • Grundlagen der Grammatikalisierungstheorie
  • Die relationale und dialoggrammatische Funktion von Partikeln
  • Empirische Analyse von Beispielen aus dem Korpus gesprochener Sprache
  • Untersuchung der Modalpartikeln "ja", "halt" und "eben"

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Der Fokus der vorliegenden Arbeit liegt auf den Modalpartikeln der deutschen Sprache. Dieser kleinen Einheit von Worten wurde lange Zeit wenig bis keine Aufmerksamkeit geschenkt. Für den seltenen Fall, dass sie innerhalb der Germanistik Beachtung fanden, waren sie eher negativ konnotiert. Eisenberg bezeichnete die Modalpartikel als „Zaunkönige“ oder gar als „Läuse im Pelz der deutschen Sprache“, die keine grammatische Funktion besitzen. Auch heute noch gelten Modalpartikeln allgemein als Füllwörter, die genutzt werden, um unschöne Pausen im Redefluss zu stopfen. Werden beispielsweise in einem Referat wiederholt die Modalpartikel ja, eben oder halt verwendet, wird dies in der Regel bemängelt und man wird darauf hingewiesen, beim nächsten Mal auf die Lückenfüller zu verzichten.

Gerade auf der Grundlage, dass sich Modalpartikeln vor allem in der gesprochenen Sprache wiederfinden, scheint es logisch, dass sich während der pragmatischen Wende in den 1970er Jahren auch intensiv mit der Modalpartikelforschung beschäftigt wurde. Weydt veröffentlichte zu dieser Zeit zahlreiche Aufsätze, die sich mit der Funktion von Modalpartikeln, bei ihm hauptsächlich als Abtönungspartikel bezeichnet, beschäftigten. Er vertritt die Annahme, dass diese eine pragmatische Funktion erfüllen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Modalpartikeln ein, beleuchtet deren bisherige wissenschaftliche Geringschätzung und stellt die zentrale Forschungsfrage nach ihrer grammatischen Funktion und Grammatikalisierung.

2. Modalpartikeln und ihre syntaktischen Eigenschaften: Hier werden die definitorischen Schwierigkeiten sowie die spezifischen syntaktischen Merkmale, wie die Position im Mittelfeld und die Unflektierbarkeit, detailliert dargelegt.

3. Grammatikalisierung: Versuch einer Definition: Das Kapitel definiert den Prozess der Grammatikalisierung als Sprachwandelphänomen und prüft dessen theoretische Anwendbarkeit auf die Klasse der Modalpartikeln.

3.1 Grammatikalisierung und ihre Anwendbarkeit auf Modalpartikeln: Dieser Unterabschnitt diskutiert spezifische Parameter, wie semantische Integrität und Skopus, um den Grammatikalisierungsgrad von Modalpartikeln zu bewerten.

3.1.2 Modalpartikeln als grammatische Zeichen: Hier wird argumentiert, dass Modalpartikeln durch ihre relationale Funktion innerhalb von Dialogen als grammatische Zeichen im Sinne einer Dialoggrammatik fungieren können.

4. Analyse: Anhand von Transkripten aus der Datenbank für gesprochenes Deutsch wird praktisch belegt, wie die Partikeln "ja", "halt" und "eben" als relationale Elemente den pragmatischen Prätext mit der aktuellen Äußerung verknüpfen.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit bestätigt die These, dass Modalpartikeln aufgrund ihrer relationalen Funktion als grammatische Zeichen einzustufen sind und somit einen Grammatikalisierungsprozess durchlaufen haben.

Schlüsselwörter

Modalpartikeln, Grammatikalisierung, Sprachwandel, Dialoggrammatik, relationale Funktion, gesprochene Sprache, Syntax, Semantik, Pragmatik, Abtönungspartikel, Korpusanalyse, Lexem, grammatisches Zeichen, Mittelfeld, Sprachwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Einordnung von Modalpartikeln der deutschen Sprache, insbesondere mit deren grammatischer Funktion und der Frage, ob sie ein Produkt von Grammatikalisierungsprozessen sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretische Definition der Grammatikalisierung, die syntaktischen Eigenschaften von Modalpartikeln sowie deren praktische Funktion in der mündlichen Kommunikation.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob Modalpartikeln die Voraussetzungen erfüllen, um als grammatische Zeichen betrachtet zu werden, die aus einem Grammatikalisierungsprozess hervorgegangen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit kombiniert einen theoretischen Forschungsüberblick mit einer korpusbasierten Analyse, bei der Transkripte gesprochener Sprache nach der Methode von Diewald untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Grammatikalisierungsparameter und eine empirische Analyse der drei spezifischen Partikeln "ja", "eben" und "halt".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Grammatikalisierung, Modalpartikeln, Dialoggrammatik, relationale Funktion und gesprochene Sprache.

Warum wurden genau die Partikeln "ja", "halt" und "eben" für die Analyse gewählt?

Die Auswahl erfolgte aufgrund ihrer hohen Frequenz sowie der Tatsache, dass "halt" und "eben" als Partikelpaare fungieren, deren Verwendung und Synonymie in Assertionssätzen eine präzise Analyse ermöglicht.

Was bedeutet der Begriff "dialoggrammatische Funktion" in diesem Kontext?

Er beschreibt die Eigenschaft der Modalpartikeln, eine Äußerung reaktiv auf einen vorangegangenen Kontext, den sogenannten pragmatischen Prätext, zu beziehen und ihr somit einen festen Platz im Dialog zuweisen.

Inwiefern beeinflusst der Kontext die Funktion dieser Partikeln?

Die Analyse zeigt, dass Modalpartikeln alleinstehend weitgehend bedeutungslos sind; ihre Funktion entfaltet sich erst durch die relationale Verknüpfung mit dem spezifischen pragmatischen Kontext des Gesprächs.

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Details

Title
Grammatische Funktion und Grammatikalisierung von Modalpartikeln
Subtitle
Eine Untersuchung am Beispiel von "ja", "halt" und "eben"
College
University of Constance
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
23
Catalog Number
V960770
ISBN (eBook)
9783346307194
ISBN (Book)
9783346307200
Language
German
Tags
Grammatikalisierung grammatische Funktion Modalpartikel Modalpartikeln Grammatik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Grammatische Funktion und Grammatikalisierung von Modalpartikeln, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/960770
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