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Die hochzuverlässige Organisation im Kontext der PatientInnensicherheit in Krankenhäusern

Ein organisationstheoretischer Ansatz

Title: Die hochzuverlässige Organisation im Kontext der PatientInnensicherheit in Krankenhäusern

Bachelor Thesis , 2020 , 75 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob der organisationstheoretische Ansatz der hochzuverlässigen Organisation auf das Krankenhausmanagement übertragbar ist und ob dieser durch eine Minimierung oder Reduzierung der Fehlerquote zu einer Verbesserung der PatientInnensicherheit beitragen kann. Agieren Krankenhäuser als hochzuverlässige Organisationen beziehungsweise können sie bestimmte Ansätze der High Reliability Theory umsetzen, um die genannten Probleme zu verringern?

Um sich der Fragestellung zu nähern, erfolgen zunächst eine historische Herleitung sowie theoretische Erläuterung der HRT-Forschung mit Schwerpunkt auf hochzuverlässige Organisationen. Anhand der Ergebnisse einer qualitativen literarischen Inhaltsanalyse sowie einer Umfrage unter Krankenhauspersonal soll die folgende Forschungsfrage beantwortet werden:
„Ist der organisationstheoretische Ansatz der hochzuverlässigen Organisation auf Krankenhäuser übertragbar und kann dieser zu einer Verbesserung der PatientInnensicherheit beitragen?“ Es wird erwartet, dass die HRO-Ansätze den Ergebnissen zufolge zu einer deutlichen Minimierung der Fehlerquote im Gesundheitssystem führen können. In diesem Zusammenhang sollen etwaige Umsetzungsprobleme dargestellt sowie die Grenzen der Theorie aufgezeigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Der Begriff „zuverlässige Organisation“ und seine Grundlagen

2.1 Erklärungsversuche der Krisenforschung in der Literatur

2.2 Man-Made Disasters

2.3 Normal Accidents Theory (NAT)

2.4 High Reliability Organizations (HROs)

3 Die Grenzen der Theorie der High Reliability Organizations

3.1 Die Begriffe der High Reliability Organizations und der Zuverlässigkeit

3.2 Auswahl der untersuchten Organisationen

3.3 Sicherheit als Unternehmensziel

3.4 Redundanzen

3.5 Fokus auf Technik

4 Anwendbarkeit der HRT in Krankenhäusern im Sinne einer Erhöhung der PatientInnensicherheit

4.1 Hochzuverlässigkeit in Krankenhäusern

4.2 Voraussetzungen für die Übertragung des HRO-Ansatzes

4.2.1 Die Rolle der Führungskräfte

4.2.2 Entwicklung einer Sicherheitskultur

5 Entwicklung der PatientInnensicherheit

6 Fehlerkultur in Krankenhäusern

6.1 Zuverlässigkeitsmanagement im Krankenhaus

6.2 Aufbau der Umfrage

6.3 Umfrageergebnisse

6.4 Zusammenfassung

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob der organisationstheoretische Ansatz der „High Reliability Organization“ (HRO) auf Krankenhäuser übertragbar ist, um durch die Minimierung der Fehlerquote die PatientInnensicherheit nachhaltig zu erhöhen.

  • Analyse des organisationstheoretischen HRO-Ansatzes und dessen Grenzen.
  • Untersuchung der Relevanz von Führung und Sicherheitskultur in Krankenhäusern.
  • Durchführung einer empirischen Befragung zur aktuellen Fehlersituation im klinischen Alltag.
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Implementierung einer konstruktiven Sicherheitskultur.

Auszug aus dem Buch

Die fünf Prinzipien der Zuverlässigkeit

Nach Weick (2010) werden fünf Prinzipien unterschieden:

Das erste HRO-Prinzip ist die notwendige Konzentration auf Fehler durch Fokus auf Abnormitäten, welche meist die Ursache für größere Probleme innerhalb eines Systems sind. Es werden drei Richtlinienberücksichtigt (vgl. Weick; Sutcliffe 2016: S. 40):

- Identifikation kleiner Fehler, die weitere Fehler im System zu vermeiden helfen

- Antizipation beträchtlicher Fehler

- Beachtung des Umstands, dass Menschen, die nach Fehlern suchen, nur ein begrenztes Wissen über gewisse Situationen, ihre Umwelt und ihre Gruppe haben.

Das zweite Prinzip ist die Abneigung gegen Vereinfachung. HROs wehren sich gegen das einfache Erklären von Situationen. Durch gezielte Maßnahmen wird die komplexe Darstellung von Sachverhalten gefördert. Aufgrund der Abneigung gegen Vereinfachung haben alle Beteiligten einen anderen Blick auf die Dinge. Menschen, welche im hohen Maße Situationen hinterfragen und Skepsis an den Tag legen, sind wie geschaffen für die HRO (vgl. Weick; Sutcliffe 2015: S. 62 f.). Kategorien sind Vereinfachungen, die helfen, den Dingen einen Sinn zu verleihen (vgl. Hernes 2007: S. 36), doch sie zeigen nicht die feinen Unterschiede auf, die im schlimmsten Fall die ersten Auslöser einer Katastrophe bilden. Organisationen sind im Sinne der Effizienz auf bestimme Vereinfachungen angewiesen. Jedoch muss genau geprüft werden, in welchen Prozessen Vereinfachungen keine Probleme auslösen (vgl. Weich; Sutcliffe 2016: S. 58 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtung der Relevanz der PatientInnensicherheit im deutschen Gesundheitssystem und Einführung in das HRO-Konzept.

2 Der Begriff „zuverlässige Organisation“ und seine Grundlagen: Theoretische Herleitung von Krisenforschung, Man-Made Disasters, NAT und HROs.

3 Die Grenzen der Theorie der High Reliability Organizations: Kritische Reflexion der HRO-Theorie bezüglich Definitionsschwierigkeiten und Anwendbarkeit auf Nicht-Hochrisikobranchen.

4 Anwendbarkeit der HRT in Krankenhäusern im Sinne einer Erhöhung der PatientInnensicherheit: Transfer des HRO-Ansatzes auf den Klinikkontext unter besonderer Berücksichtigung von Führung und Sicherheitskultur.

5 Entwicklung der PatientInnensicherheit: Darstellung der historischen und aktuellen Bemühungen um PatientInnensicherheit als nationales Gesundheitsziel.

6 Fehlerkultur in Krankenhäusern: Analyse der Fehlerkultur im Krankenhaus mittels einer empirischen Umfrage bei Klinikpersonal.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Transfers der HRT-Prinzipien auf Krankenhäuser und Ausblick auf notwendige organisatorische Anpassungen.

Schlüsselwörter

PatientInnensicherheit, High Reliability Organization, HRO, Fehlerkultur, Krankenhausmanagement, Zuverlässigkeitsmanagement, Risikokultur, Sicherheitskultur, Normal Accident Theory, Man-Made Disasters, CIRS, Qualitätsmanagement, Krisenforschung, Organisationstheorie, Klinisches Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorthesis im Kern?

Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit des organisationstheoretischen Konzepts der "High Reliability Organization" auf Krankenhäuser, um dort die PatientInnensicherheit durch ein besseres Fehlermanagement zu erhöhen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es wird eine Kombination aus einer qualitativen Literaturanalyse theoretischer Grundlagen und einer quantitativen empirischen Online-Umfrage unter Krankenhauspersonal durchgeführt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Krisenforschung, die Entwicklung einer konstruktiven Sicherheitskultur, das Zuverlässigkeitsmanagement und die Identifikation von Barrieren in der Fehlerkommunikation im Krankenhaus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob Krankenhäuser als HROs agieren können und wie der HRO-Ansatz helfen kann, vermeidbare Fehler im klinischen Alltag zu reduzieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Zuverlässigkeit, der Vorstellung der HRO-Prinzipien, der Kritik an der HRT und der detaillierten Auswertung der Umfrageergebnisse zur Fehlerkultur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

PatientInnensicherheit, High Reliability Organization, Fehlerkultur, Krankenhausmanagement und Zuverlässigkeitsmanagement sind die prägenden Begriffe.

Warum ist die Fehlerkultur für Krankenhäuser so kritisch?

Die Arbeit verdeutlicht, dass eine destruktive Fehlerkultur, in der Mitarbeiter aus Angst vor Sanktionen schweigen, die notwendige Identifikation von Risiken verhindert und somit die PatientInnensicherheit gefährdet.

Welche spezifische Schlussfolgerung zieht die Autorin in Bezug auf Krankenhäuser?

Krankenhäuser sind aktuell oft weit von HRO-Standards entfernt; eine Veränderung erfordert zwingend den Abbau einer destruktiven Fehlerkultur durch Führungskräfte und eine stärkere Priorisierung von Sicherheit gegenüber rein ökonomischen Interessen.

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Details

Title
Die hochzuverlässige Organisation im Kontext der PatientInnensicherheit in Krankenhäusern
Subtitle
Ein organisationstheoretischer Ansatz
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1.7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
75
Catalog Number
V961016
ISBN (eBook)
9783346308436
ISBN (Book)
9783346308443
Language
German
Tags
HRO High reliability Organization Hochzuverlässig Hochzuverlässige Organisation HZO Patientensicherheit Krankenhaus Krankenhäuser Zuverlässig Organisation Man-Made Disasters NAT Normal Accidents Theory Sicherheit als Unternehmensziel HRT Sicherheitskultur PatientInnensicherheit Patient Zuverlässigkeitsmanagement Katastrophen Unfall
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Die hochzuverlässige Organisation im Kontext der PatientInnensicherheit in Krankenhäusern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/961016
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